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Bericht Quo Vadis 2015: „Innovation? Das ist die ultimative Frage!“

Hagen_67 schrieb:
"... Die Spielebranche vibriere vor Kreativität ..."
Wäre schön, wenn man davon was in den Games spüren würde. :D
Vielleicht meinte man damit die Indie-Szene... :D


AnkH schrieb:
(...) Weiterhin ist es so, dass eine Frau auch nicht gleich viel verdient wie ein Mann, wenn sie nachweislich nie Kinder in die Welt gesetzt hat, wo bleibt da eure Erklärungslogik?
Vor ein, zwei Jahren war dazu ein Artikel in Focus. Im Grunde kamen die Autoren damals zum Schluss, dass Frauen im Schnitt weniger pro Monat verdienen würden weil sie nicht so viele Monatsstunden in die Arbeit stecken. Der Stundenlohn wäre damit in etwa gleich und man vergleicht eigentlich das Brutto-Gehalt von zB einer 35 Stundenwoche mit dem Brutto-Gehalt einer 42 Stundenwoche, und da ist es ja wenig überraschend dass der Arbeitnehmer mit weniger Arbeitszeit auch weniger verdient (und ggf. auch langsamer aufsteigt).

Die Argumentation in dem Bericht war, dass sich Männer tendenziell eher komplett auf ihre Arbeit stürzen und das Privatleben zurückstellen während Frauen im Allgemeinen eine Balance aus beidem suchen indem sie ihre Arbeitszeit verkürzen.

Inwiefern diese Annahmen allgemein richtig sind kann ich nicht sagen. In meinem näheren Bekanntenkreis gibt es jedenfalls alle möglichen Konstellationen - Sowohl Frauen als auch Männer die 40 Stunden die Woche arbeiten könnten es aber nicht wollen, und genauso gibt es bei beidem Geschlechtern die Überflieger die auch mal 50+ Stunden pro Woche reinstecken und dann auch noch am Wochenende und Feiertag auf der Arbeit sind. Und bzgl. des Gehalts gibt es zumindest bei meiner aktuellen Stelle 0,0 Unterschiede zwischen den Geschlechtern, da wir sowieso alle nach TV-L bezahlt werden, und dort zählt nur wie lange man schon angestellt ist.
 
kreativität in der spielebranche findet man nur noch bei kleinen indies - die großen spielen nur noch auf sicherheit und riskieren eigentlich nix mehr. man kann es ihnen ja nicht verübeln, die verkaufszahlen sprechen ja für sich

vom mobile gaming und kreativität sprechen wir lieber nicht, 99% der games hab ich vor 10 jahren schon als gratis flash game gespielt. alles dreiste kopien mit hingeklatschten IAP. sobald irgendwas erfolgreich wird, kommen das nächste dutzend kopien
 
Da es hier irgendwie kaum erwähnt wird: Sehr guter Artikel! Gut geschrieben und das richtige Maß an Kritik. Weiter so!
 
Faust2011 schrieb:
Bullshitbingo? Es werden nur Frameworks genannt? Ihr entwickelt bestimmt im Java-Ökosystem, oder? :D

Wie oben bereits von mir erwähnt, sollte ein Entwickler mehr können als nur ein paar APIs.

Nein, ist .NET was es nicht unbedingt besser macht. :D es geht auch nicht nur um Frameworks, auch um Templates, Patterns etc... im Grunde genommen eben um den Glauben, dass es für alles eine Lösung gibt und einen Namen hat.
Mir fehlt einfach bei vielen das "über-den-Tellerrand-schauen" oder mal nach extravaganten Lösungen suchen, anders ausgedrückt, seid mal wieder ein wenig verrückt und anders...
Wenn ich immer nur Bausteine zusammenkleister mit der Begründung, ist standardisiert und einfacher wartbarer und vor lauter Stumpfsinn irgendwann nicht mal mehr die Bausteine verstehe, ist es nicht mehr wartbar und dazu auch noch kompromissbehaftet.
 
Während Falstein Wert darauf legte, dass gute Spieleentwickler durchaus gute Programmierer sein sollten, betonte Begemann, dass dies heute gar nicht mehr zwingend vorausgesetzt sei.
Juhu und wohin das führt, wenn Spieleentwickler nichtmal mehr HINTERHER mit ihrem selbst geschaffenem Produkt fertig werden, wenn Fehler zu beheben sind, sieht man ja überall.

Es muß immer Programmierer geben, ansonsten könnte man Spiele nur noch mit Baukästen zusammenschustern und das wars. Aber um solche Baukästen zu entwickeln, wie zB auch die ach so tollen Homepageditoren, muß irgendeiner programmieren können...
 
Faust2011 schrieb:
Interessant, dass die beiden das unterschiedlich sehen. Man kann sich inzwischen tatsächlich auf den Standpunkt stellen, dass man für die Entwicklung eines Games auf fertige Engines zurückgreifen kann (und nicht selbst in einer Firma entwickeln und betreuen muss). Damit sind dann letztlich primär Skripter & Gamedesigner gefordert, um ein Spiel umzusetzen. Aus meiner Sicht war das beim ersten Lesen des Artikels ganz überraschend.

Da sind die Endkunden aber auch mitschuld. Wenn ein Team eine neue Engine zusammenbastelt, was z.T. jahrelanger Arbeit bedarf, kommt gleich der Spielermob und schimpft herum, wie unrund die Sache läuft, dass sie ohne Patches nicht spielbar wäre usw.. Richtig übel wird's dann, wenn noch nicht einmal die Engine schlecht ist, sondern der Mainstreamzocker unwillig ist "dazuzulernen", und sei es nur eine ungewohnte Steuerung des Blickfeldes, um das Spiel bewältigen zu können.
Dass sich da immer weniger rantrauen, zeigt sich am Markt, das ist auch ein Beitrag zur Einheitssoße.
 
Ich kann den Artikel und den Tenor hier in den Kommentaren, dass alles ganz un-innovativ und schrecklich ist, nicht verstehen. Es klingt für mich alles nach künstlicher Aufregung.

Ja, viele AAA Spiele sind nicht originell. Ja, das geht seit Jahren so. Na und? Ich las irgendwo mal einen Artikel über berliner Barbesitzer, der u.a. fragte, wo die Besitzer ihren Erfolg herkommen sehen. Viele würden es ja mit kreativen Ideen und Mottos versuchen. Grob sinngemäß meinte einer, dass der Durst nach Neuem allgemein überschätzt wird, viele würden sich nach der Arbeit oder mit Kumpels lieber an einen angestammten Platz in bekannter Atmosphäre setzen als immer was Neues auszuprobieren. Das selbe sehe ich auch bei Spielen. Natürlich hält sich der xte Aufguss eines Shooters an Genrestandards, das ist das was die Leute kennen und damit automatisch mögen. Natürlich ist Fifa 2015 das gleiche Spiel wie aus dem Jahr zuvor mit veränderten Teams und Namen, aber der Fußball hat sich seit Jahrzehnten nicht verändert, Sportfans wissen was sie da kaufen weil sie es aus der Realität seit Jahrzehnten so kennen und mögen.

Wer Spiele entwickelt, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen, muss verkaufen. Und sich damit an das halten, was sich verkaufen lässt oder eben ein Risiko eingehen. Wie immer gehen bei Risikos die meisten unter und einige wenige verdienen sich ne goldene Nase. Kann man es Entwicklern verübeln, wenn sie es lieber sicher spielen?

Und warum sollen sich die Leute in der Gesprächsrunde in die Haare kriegen? Den geht es doch ganz gut, da hat doch keiner Lust die anderen anzupöbeln. Nur weil ein Journalist Fetzen fliegen sehen will? Ne, lass ma. Und die Aufregung über die Arbeitsbedingungen kann ich auch nicht nachvollziehen, die sind doch schon ewig so. Man weiß vorher worauf man sich einlässt, so wie man sich in sozialen und künstlerischen Jobs auf harte (Knochen)arbeit mit geringem Lohn einstellen kann weil das schon immer so war. Klar ist das schlecht für die Betroffenen, aber die haben sichs eben ausgesucht.

möchte ich als "langjähriger Spieler" (etwa 30 Jahre insgesamt) darauf hinweisen, dass meiner einer beispielsweise seit "Wolfenstein 3D" und "DOOM" Jahr für Jahr und quasi durchgängig alle möglichen "(FPS-)Shooter" (wirklich fast alles aus diesem Genre) gespielt habe und seit etwa 2 Jahren eben solche "(FPS-)Shooter" im Grunde nicht mehr anrühre/"sehen kann".
-> Es langt einfach. Genug davon.
Du klingst so, als würdest du von fremden Mächten zum Zocken immer neuer Aufgüsse gezwungen. Du weißt schon, dass du die Aufgüsse gezockt hast, weil du es wolltest? Und das ist ja auch in Ordnung, dank deiner Sättigung kannst du jetzt andere Genres oder ganz andere Hobbys entdecken ;)

Ich glaube, hier nehmen viele Spiele viel zu wichtig. Wenns nix Ansprechendes gibt, zockt man halt nix und sucht sich irgendwas anderes was einem gefällt, vielleicht auf außerhalb des Computers. Alles eine Frage des Wollens und des Horizonts, den man auch ohne Drogen erweitern kann.
 
AnkH schrieb:
Ihr habt in eurem rein wirtschaftlichen Denken ein entscheidender Faktor vergessen: damit die Wirtschaft weiter existieren kann, braucht es Nachwuchs. Eine Frau kann nichts dafür, dass sie das Geschlecht ist, welches das Kind austragen muss und stillen muss.

Der Arbeitgeber auch nicht, also muss er auch nicht dafür bezahlen.

Ich kann auch nichts dafür wenn die Bahn streikt, das Wegrisiko trage ich trotzdem.

AnkH schrieb:
Weiterhin ist es so, dass eine Frau auch nicht gleich viel verdient wie ein Mann, wenn sie nachweislich nie Kinder in die Welt gesetzt hat, wo bleibt da eure Erklärungslogik?

Ach dazu sagte ich schon etwas, Frauen wählen andere Berufe, als Männer. Wenn diese Berufe schlechter Bezahlt werden dann verdient eine Frau im Mittel natürlich weniger als ein Mann. So what?

AnkH schrieb:
Vermutlich entscheidet das ein Sesselfurzer, welcher dann Abends zu seinen Kinder nach Hause geht, welche ganztags in der Kitag für hunderte Euros betreut wurden, damit seine Frau möglichst auch noch 100% arbeiten kann.

Meine Damen und Herren, hier lasen sie Bullshit.

Die Ansicht, dass dies eine Person alleine Entscheidet zeugt schon von einem derart verzerrten Weltbild, dass sich jede weitere Diskussion eigentlich erübrigt. Schonmal darüber nachgedacht, wie viele Frauen im HR-Berich, respektive der Buchhaltung arbeiten? Die sehen also was die Leute verdienen sollte es da Unterschiede geben, könnten sie klagen und eine entsprechende Firma hätte sehr negative Publicity. - Das passiert aber nicht. Weil gleiche Arbeit gleich bezahlt wird und wer weniger arbeitet verdient halt weniger.

AnkH schrieb:
wenn ihr grundsätzlich unterstützt, dass eine Frau wegen dem "Risiko" einer Schwangerschaft und der dadurch folgenden Arbeitspause weniger verdienen soll, dann müsstet ihr zukünftig ebenfalls dafür sein, dass jeder bei seiner Einstellung einen Gesundheitsattest mitbringt. Sobald darauf Laster wie Rauchen, erblich bedingte Krankheitsrisiken oder ein generell risikoreicher Lebensstil zu erkennen ist gibts weniger Lohn.

Schwachsinn, wer an Lungenkrebs stribt, arbeitet nicht mehr und verdient auch nichts mehr. Case closed. - Der Stundenlohn ist nämlich der gleiche, nur wenn ich nur 3 Jahre arbeite anstatt 40, habe ich auf Lebenszeit ein niedrigeres Einkommen, dass hat aber nichts mit Ungleichbehandlung zu tun, hätte ich 40 Jahre gearbeitet (im gleichen Beruf) hätte ich auch das gleiche Einkommen erzielt.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
morksig schrieb:
Ich kann den Artikel und den Tenor hier in den Kommentaren, dass alles ganz un-innovativ und schrecklich ist, nicht verstehen. Es klingt für mich alles nach künstlicher Aufregung.

Nicht alle Spiele sind innovationsarm und doch ist nicht alle Aufregung künstlich. Gefühlt nahmen Innovationen und Abwechslung von Spielen mit der zunehmenden Popularität des Spielens ab. Seit die Budgets mit Hollywood-Produktionen mithalten, verlassen Publisher und Entwickler scheinbar nur ungern ausgetretene Pfade. Insofern hat sich im Gegensatz zu Berliner Schenken eine neue Entwicklung ergeben.
Ich bin mir nicht sicher, ob diese Innovationsarmut bestehen wird. Große Serien büßen zunehmend Käufer ein (CoD, WoW, Battlefield) oder fahren schlechtere Wertungen ein. Schließlich betreten neue Firmen mit frischen Konzepten den Markt (wie etwa LoL, Kickstarter oder der Markt für Indiegames) und füllen diese Lücke. Das man die Lust am Spielen schonmal verlieren kann, wenn das Lieblings-Genre für Monate mit Einheitsbrei befüllt wird, kann ich aber sehr gut verstehen.

morksig schrieb:
Ich glaube, hier nehmen viele Spiele viel zu wichtig. Wenns nix Ansprechendes gibt, zockt man halt nix und sucht sich irgendwas anderes was einem gefällt, vielleicht auf außerhalb des Computers. Alles eine Frage des Wollens und des Horizonts, den man auch ohne Drogen erweitern kann.

Das denke ich auch. Keine guten Stories am PC? Dann kommen eben wieder Bücher an die Reihe. :) Trotzdem finde ich wichtig, das Thema "Computerspiele" nicht diskussionslos untergehen zu lassen.
Ergänzung ()

Ganzir schrieb:
Der Arbeitgeber auch nicht, also muss er auch nicht dafür bezahlen.

Ich bin in einem Familienunternehmen groß geworden und identifiziere mich damit. Trotzdem finde dieses Stockholm-Syndrom eigenartig - in Deutschland stellen sich viele Arbeitnehmer automatisch auf die Seite der Arbeitgeber, als ob die Vernunft das gebietet. Das soll kein Angriff sein, ich sehe das Verhalten ja bei mir selbst. Würden Arbeitgeber mit ungünstigen Arbeitsbedingungen für die Familienplanung hingegen gnadenlos unpopulär, könnte sich das Problem binnen weniger Jahre lösen. Statt dessen werden aber Arbeitnehmer die Kinder bekommen gnadenlos unpopulär. Und das, obwohl diese Arbeitnehmer zum Wählen gehen und zahlenmäßig überlegen sind.

Ganzir schrieb:
Ach dazu sagte ich schon etwas, Frauen wählen andere Berufe, als Männer. Wenn diese Berufe schlechter Bezahlt werden dann verdient eine Frau im Mittel natürlich weniger als ein Mann. So what?

Die Wahl ist nicht gänzlich frei. Ob ein Mensch Informatik, Philosophie oder Maschinenbau studiert, hängt auch mit der Sozialisation zusammen.
 
Fakt:
Es gibt heute mehr und abwechslungsreichere Spiele zu günstigeren Preisen auf mehr Plattformen als vor zehn oder zwanzig Jahren.

Das Rumgejammere über einfallslose Spiele kenne ich, das macht ja auch Spaß, aber man sollte trotzdem den Blick für das Ganze nicht verlieren. Und von CoD & Co. Innovation zu erwarten ist einfach unangemessen. CoD ist der VW Golf oder Opel Corsa der Spielebranche. Die Käufer wollen das so.

Wer schräge Ideen sucht, kann sich im Indie-Markt bedienen, der mittlerweile so groß ist, daß man kaum noch weiß, was man eigentlich spielen soll... Und wenn etwas davon auf große Zustimmung stößt, dann wird es schon in großem Rahmen vermarktet werden, siehe Minecraft.

Aber am Kuriosesten finde ich die Vorstellung, daß die Teilnehmer so eines Podiums sich öffentlich in die Haare kriegen sollten. Wir wissen doch alle, was dann in der Presse stünde: "Klick hier wenn Du sehen willst, wie sich CoD-Entwickler und Google-Chef bekriegen!!!einself" oder "Die 5 größten Skandale der Quo Vadis Konferenz!!!"

Wenn man sowas will, muß man halt die Formate schauen, die dafür entwickelt wurden: der politische Talk im Fernsehen - die immer gleichen Grinsekatzen, die mit der immer gleichen Aggressivität und Arroganz einander mit den immer gleichen platten 10-Sekunden-Parolen beschimpfen... Am besten noch im bewährten "alle gegen einen Andersdenkenden"-Format.

Fakt:
Klug und differenziert argumentieren geht heute nicht mehr in der Öffentlichkeit, weil die (edit: politische und möchtegernpolitische) Presse nur noch Skandal- und Klatschpresse ist. Darum bekommt man jetzt halt nur noch Marketing-Geblubber.
 
Zuletzt bearbeitet:
UNRUHEHERD schrieb:
Die Wahl ist nicht gänzlich frei. Ob ein Mensch Informatik, Philosophie oder Maschinenbau studiert, hängt auch mit der Sozialisation zusammen.

Das hängt damit zusammen, dennoch trifft jeder seine Entscheidungen für sich.

UNRUHEHERD schrieb:
Würden Arbeitgeber mit ungünstigen Arbeitsbedingungen für die Familienplanung hingegen gnadenlos unpopulär, könnte sich das Problem binnen weniger Jahre lösen.

Ja, die Jobs würden in Länder abwandern, in denen Menschen nicht per se den Arsch gepudert bekommen wollen und akzeptieren, dass es individuelles Risiko nunmal gibt. - Deutschland gehört da mit Sicherheit nicht zu. - Der Arbeitgeber kann nur für das Verantwortlich gemacht werden, was auf der Arbeit passiert - nicht im Privatleben. Wenn du beim Downhill-fahren einen Unfall hast und deswegen in die Reha musst und über längere Zeit aus dem Berufsleben ausscheidest, dann wirst du zu Beginn der Rente sagen: Ja aber die Entscheidung Downhill gut zu finden, hängt ja auch von meiner Sozialisation ab, deswegen soll mir der Arbeitgeber jetzt bitte das Gehalt nachzahlen, was ich durch meinen Unfall nicht bekommen habe .... nicht im Ernst oder?

Ferner: Was ist mit Frauen die sich ganz bewusst gegen den Beruf und für die Familie entscheiden? - Da muss es nur eine einzige geben und schon liegt der Durchschnittsgehalt wieder niedriger als bei den Männern nein so ein Mist aber auch. Hierüber zu plärren wie sonst was, hängt auch mit der Sozialisation zusammen, zum einen "Immer plärren wenn man was haben will, im Zweifelsfall wird man diskriminiert oder die anderen sind Nazis, Chauvis, oder oder oder ... take your pick" und eine derart schlechte Schulbildung, dass außer dem arithmetischen Mittel keine andere Kenngröße verstanden wird / werden kann / werdenn soll.
 
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morksig schrieb:
Ich kann den Artikel und den Tenor hier in den Kommentaren, dass alles ganz un-innovativ und schrecklich ist, nicht verstehen. Es klingt für mich alles nach künstlicher Aufregung.

Ich kann ihn schon verstehen. Am Markt sind momentan nur zwei Konzepte zu finden:
- AAA Spiele, seit Jahr und Tag erprobte Rezepte für maximalen Umsatz mit minimalem Aufwand.
- Indie-Games, sehr innovativ, aber leider zum überwiegenden Teil lieblos, unfertig, fehlerbehaftet, ultrakurz oder sonst irgendwie nicht "gut".

Den gesunden Mittelweg kann (oder will) niemand gehen. Stattdessen wird dir für GTA V ein Tamagochi 2.0 aufs Handy gespielt, das ist dann quasi "Immersion". Die Umfänge bei guten Spielen werden bewusst gering gehalten, damit man noch Platz für einen Pack DLCs oder Nachfolger hat. Wo sind die Zeiten hin, an denen "Replay Value" noch was zu bedeuten hatte? Modding? Stattdessen werden immer neue Technologien an die Wand geworfen, und gesehen ob etwas hängen bleibt. 3D. 144 Hz. VR. AR. Lauter Dinge, die Spiele nicht "besser" machen, sondern nur die Fadesse kaschieren sollen.

Und dann gibt es diese grausame Art der Spiele, die sich aus der Mobilgerätschaft entwickelt hat. Casual Games mit Wartezwang und kaufabren Abkürzungen. Mikrotransaktionen also. Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen - man bietet dem ungeduldigen Spieler eine Möglichkeit, gegen eine Aufzahlung die Spieldauer zu verkürzen! Im Gegenzug dazu macht man natürlich das Spiel langwieriger, damit der Spieler sich schneller langweilt(sic!).

Da sind meiner Meinung nach kritische Worte durchaus gerechtfertigt.

mfg
 
Leute, ihr immer mit eurem Anspruchsgehabe. Es geht um Spiele. Ich zocke, genau wie ein paar andere hier schon seit gut 30 Jahren.
Aber diese Fraktion beinhaltet mit zunehmenden Alter eine immer weniger werde Anzahl von Spielern.
Anders ausgedrückt, Junge Gamer (ich sach mal von 18-25) gibt es immer zu Hauf, denen ein Anspruch auf einem Level von Doom als Freizeitspass ausreicht. wie uns damals auch ;), nur mit besserer Grafik. Das ist die Masse! Damit verdient man Geld und das ist das Ziel eines Unternehmens. Komplizierte Spiele für erfahrene und anspruchsvolle Gamer in AAA Qualität werden niemals einen Absatz wie CoD MoH BF AC EtC erfahren.
Da bleibt wohl nur die Indie-Szene, die aber wirklich Gutes zu bieten hat.
 
morksig schrieb:
Grob sinngemäß meinte einer, dass der Durst nach Neuem allgemein überschätzt wird, viele würden sich nach der Arbeit oder mit Kumpels lieber an einen angestammten Platz in bekannter Atmosphäre setzen als immer was Neues auszuprobieren.

Das wäre die "gleiche Qualität", bei einer Kneipe, leider halten die wenigsten Läden ohne Veränderungen jahrzehntelang durch. Bei Spielen gibt's die Veränderungen jedoch dank des HW-Fortschritts ständig, ohne dabei wirklich innovativ zu sein.
Ich stimme dir durchaus zu, dass der Mensch ein Gewohnheitstier ist, der ungern ausgetrampelte Pfade verlässt. Aber welche Innovationen hat meine Generation (Ü30) im Spielesektor schon alle durchgemacht? Welch bahnbrechendes Zeugs war dabei, das gibt's heute nicht mehr. Riesen Budgets verleiten dazu, keine Risiken einzugehen, erwecken beim Konsumenten aber auch den Eindruck, dass dort nur noch Kasse mit leblosen Hüllen gemacht werden soll. Wem's Spaß macht: Bitte, ich habe mir inzwischen mehr Reallife-Hobbys gesucht und daddel wenn dann noch alte Klassiker. Mit 08/15-Aufguß Nr.-wasweißich von Spielreihe XY kann man nicht mehr jeden locken, der bekommt nämlich irgendwann das Gähnen, schon wenn er den Namen hört.
 
Ganzir schrieb:
Das hängt damit zusammen, dennoch trifft jeder seine Entscheidungen für sich.

Sehe ich eingeschränkt auch so. Einzelne können mit gutem Beispiel voran gehen.


Ganzir schrieb:
nicht im Ernst oder?

Weiterhin eine Geburt mit einem Unfall zu vergleichen halte ich für völlig vermessen. Diesen Vergleich würden kein Mediziner und keine Versicherung ziehen. Das sind doch völlig unterschiedliche Schicksale, die höchstens das Rechnungswesen in einem Unternehmen ("da fällt jemand für X Wochen aus") vergleichbar findet.

Ganzir schrieb:
Ferner: Was ist mit Frauen die sich ganz bewusst gegen den Beruf und für die Familie entscheiden? - Da muss es nur eine einzige geben und schon liegt der Durchschnittsgehalt wieder niedriger als bei den Männern nein so ein Mist aber auch.

Die Quote der generell erwerbslosen Frauen (inklusive der "Hausfrauen") ist deutlich niedriger als die der Männer. Schweden schafft es, die Zahl der durch Familie ökonomisch inaktiven Frauen so gering wie die Zahl der deutschen, ökonomisch inaktiven Männer zu halten.
https://www.destatis.de/DE/Publikat...markt0010018129004.pdf?__blob=publicationFile (Seite 11; Seite 48)

Der Sachverhalt ist auch noch gültig, wenn du nur Berufstätige betrachtest. Sogar für Berufstätige innerhalb der selben Unternehmen und durch alle Hierarchieebenen. Schön zu sehen beim statistischen Bundesamt: https://www.destatis.de/DE/ZahlenFa...stunterschiede/Tabellen/GPG_Arbeitsplatz.html

Weiterhin sind Frauen im Alter zwischen 30 und 34 Jahren höher qualifiziert als Männer und erwirtschaften trotzdem ein niedrigeres Einkommen, selbst wenn sie niemals Kinder bekommen: https://www.destatis.de/DE/Publikat...markt0010018129004.pdf?__blob=publicationFile (Seite 19)

So langsam finde ich, dass du erstmal was zu dem Thema lesen solltest. Diese Vergleiche von Downhill und Schwangerschaft finde ich völlig daneben. Und von einer Gesellschaft, die Menschen aufgrund natürlicher Gegebenheiten benachteiligt, sind wir hoffentlich weit entfernt.
 
UNRUHEHERD schrieb:
"da fällt jemand für X Wochen aus"

Genau und nur darum geht es. Denn nur damit kann/muss ein Unternehmer Rechner. Die Gründe für den Ausfall sind irrelevant. Jemand fällt aus oder nicht mit der Wahrscheinlichkeit X. Um diese Kenngröße geht es mehr nicht.

Ja was Schweden nicht so alles schafft:

In Skandinavien sind Frauen besonders häufig erwerbstätig; ihre Erwerbsquoten bleiben kaum hinter denen der Männer zurück. Die feministische „Planvorgabe” wäre erreicht, wenn die Frauen nun für ihre Arbeit auch genauso gut bezahlt würden wie die Männer. Genau das ist in Nordeuropa aber nicht der Fall: Je nach Land verdienen Frauen dort – bezogen auf die Bruttostundenlöhne – zwischen 16% (Schweden) und 20% (Finnland) weniger als Männer.
...
Die kleinste Gehaltslücke findet sich nach Eurostat-Zahlen in Italien und Malta (ca. 6%), also ausgerechnet in den Ländern, in denen Frauen in Europa am seltensten erwerbstätig sind.
...
Als Indikator für „Rückständigkeit” eignet sich das „Gender Pay Gap” also sicher nicht, seine undifferenzierte Skandalisierung in den letzten Jahren war ein Musterbeispiel politischer Demagogie.
- Quelle

UNRUHEHERD schrieb:
So langsam finde ich, dass du erstmal was zu dem Thema lesen solltest. Diese Vergleiche von Downhill und Schwangerschaft finde ich völlig daneben. Und von einer Gesellschaft, die Menschen aufgrund natürlicher Gegebenheiten benachteiligt, sind wir hoffentlich weit entfernt.

Zu dem Thema habe ich mehr als genug gelesen s.o. Was du daneben findest oder nicht ist deine Sache. Jede Versicherung wird aufgrund von Statistiken das Risiko einer Person berechnen, dass ein Ereignis X eintritt und diese Ereignis kann sein was immer es möchte, ob Downhill oder Schwanger oder Finger in Tür eingeklemmt, völlig wumpe.

Und jemand der den gleichen Stundenlohn (bei gleicher Arbeit) bekommt ist NICHT benachteiligt, dass gejammere um gleich Entlohnung auf Lebenszeit wäre ein Bevorzugung und damit eine Ungleichbehandlung.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
guru meditation schrieb:
Ausbeuterische Arbeitsverhältnisse? Unflexible Bürozeiten? Befristete Verträge, bei denen nicht selten nach Entwicklungsabschluss ein Umzug oder gar die Arbeitslosigkeit steht? Und nicht zuletzt: Diversität und die Gleichbehandlung der Geschlechter (Stichwort „Gamergate“)? Alles kein Thema.

....

Es gibt keinen Grund Frauen anders zu behandeln als uns Männer.

Das halte ich fuer das groesste Problem, bei der ganzen Frauendiskussion und dein Kommentar koennte dafuer kaum exemplarischer sein.

Du faengst erst bei der legitimen klage an das in der Branche weitgehend praekaere schlicht sehr schlechte Verhaeltnisse herschen oder anders ausgedrueckt Ausbeutung. Wobei man da auch nochmal nachfragen koennte ob es wirklich die boesen Arbeitgeber sind, oder die politischen Rahmenverhaeltnisse Kombiniert mit einem oft sehr unvorhersagbaren "volatinen" Markt. Aber gut das nur am Rande.

Danach gehts dir ploetzlich um die eventuelle schlechter behandlung von Frauen also von ner kleinen Minderheit in dem Sektor. Auch das muesste man stark hinterfragen.

Aber selbst wenn es stimmen wuerde, Ist das dann ungefaehr so wie wenn man sich aufregt darueber das manche Sklaven 10 Minuten laenger am Tag ausgepeitscht werden wie die anderen.

Teile und Hersche sag ich da nur, die Opfer sollen lieber sich gegenseitig nach unten oder oben treten statt das man die "Taeter" oder das Grunduebel die Gesamtverhaeltnisse gemeinsam bekaempft.
 
Eigentlich ist oder war dieses Treffen ein totaler Witz. Es saßen ja nur Leute darin die verdammt viel Geld damit machen. Und ich bezweifle stark das die nicht einmal Ahnung davon haben solange die Bilanzen Stimmen ist es denen egal was für ein Produkt sie verkaufen. Ich wundere mich nicht darüber das es nur wenig Kritik gab, das Geld scheint ja noch zu stimmen ergo muss doch alles in Ordnung sein.
Aber Fakt ist in den letzten Jahren leiden die Games an Innovationenlosigkeit und Qualitätsmängeln das es kracht. Aber hey solange die breite Masse solche Games kauft und verlangt wird es wohl noch so bleiben.

PS : im Ausland hat nun mal der Arbeitnehmer viel weniger Rechte als wir hier in Deutschland oder Europa.
 
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