Raid 5 an Chipsatz: Intel X38 / ICH9R...

Also generell halte ich ja auchnichts davon Arrays boardübergreifend mitzunehmen. Doch hab ich jetzt mal den Test gemacht und war doch sehr verblüfft.

Ich hab an meinem Asus Blitz Formula ein Array aus 2 Festplatten am Intel Controller erstellt (ICH9R). Das Board hab ich dann aber wieder verkauft und durch ein Gigabyte P35-DS4 ersetzt. Das Array wurde anstandslos erkannt und lief problemlos. Dann hab ich das DS4 wieder ausgebaut weil es eine absolute Krücke gegen mein Asus Blitz Formula war. Da ich aber momentan kein anderes Board hier habe, hab ich mein altes P5WDG2 WS Pro wieder eingebaut. Dort wurde das Array auch einwandfrei erkannt obwohl das Board eine ICH7R hat.

Man kann also auch ein auf einer ICH9R erstelltes Array auf einer ICH7R verwenden und problemlos betreiben.

Das mag zwar ein Einzelfall sein, aber es zeigt doch das man nicht aufgeschmissen ist, wenn einem mal das Board verraucht. Der nachfolgende Intel Chipsatz sollte das Array eigentlich erkennen und übernehmen.

Von Raid 5 am INtel Controller ´halte ich aber auchnichts. Die Schreibleistung kann einfach nur katastrophal sein gegen einen Controller mit XOR Prozessor.
 
Und, wie sieht es nun aus mit dem Mobo und dem Controller? Schon was neues?
 
Nunja was solls neues geben? Raid 5 ist grottig lahm im Gegnsatz zu einem Hardware Raid Controller. Und Raid 0+1 klappt auchnicht mit 3 Platten. War klar.

Hab auch noch keinen Controller gesehen der das kann. und ich hab schon einige in der Hand gehabt.

Vermutlich wieder so ein Wikipedia Hoax.
 
die frage war wohl an den ersteller gerichtet, der m.e. als einziger eine interessante, brauchbare antwort geben kann auf die ich auch selbst neugierig bin.
 
Gerade deswegen interessiert mich, ob der X38 respektive ICH9R das kann. Hat irgendjemand sonst schon ein X38-Mainboard und eine Plattenkonfiguration, die einen Test erlaubt?

*Push*
und *Push again*
 
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Tut er nicht. Die ICH9R kann kein Raid 0+1 mit 3 Platten.

Ich denke auch das es diesen Raidmodus zwar gibt er aber praktisch keine Anwendung findet, bzw. von den Herstellern nicht implementiert wird.

Wenn man sich das nämlich so anguckt müssten bei diesem Arrayaufbau Paritydaten berechnet werden. Das würde einen Controller nötig machen der einen XOR Prozessor besitzt um akzeptable Schreibraten zu gewährleisten.

Aber da ich ja keine brauchbaren Antworten geben kann wie fjmi so schön schreibt, ist das ja wohl eh egal....
 
Danke, das wollte ich wissen. Hatte die Frage, als dieser Tip aufkam, einfach mal in den Raum gestellt.
 
Also, ausgehend von der ursprünglichen Voraussetzung, der TE will SICHERHEIT
ist bisher kaum einer auf die Idee gekommen, ihm das auszureden, weil KEIN RAID, in welcher Form auch immer, DATENSicherheit bedeutet - das tut nur ein ordentliches Backup, und dazu braucht man eben nochmals die gleiche Plattenkapazität nebenher.
 
JA,
Datensicherheit hat nicht direkt was mit RAID zu tun. Backup ist Pflicht.

Genau deswegen möchte ich ein zentralen Rechner für Backups aller anderen Netzrechner haben, und auf diesem zentralen Rechner soll - schon aus Gründen der Kapazität - ein RAID-System laufen (4 x 1,5 TB).

Da Hardware-RAID schon finanziell nicht in Frage kommt (Lottogewinn wird erst noch erwartet), kommt nur eine preiswertere Lösung in betracht.

Neben den Problemen, die "exotische" Controller-Chips machen können, bin ich inzwischen auf das 64-Bit-Adressierungsproblem gestoßen. Die meisten angebotenen Controller (bis ca. 100 Euro) haben nur 48-Bit-Adressierung, damit besteht ein Problem bei Kapazitäten über 2 TB. Ausdrücklich unterstützt werden große Platten von SIL3124i -Chip (z.B. hier: http://www.leaf-computer.de/).

Hat damit jemand Erfahrungen?
 
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Raid5 an einem normalen Controller halte ich persönlich für keine gute Idee. Dann lieber ein paar Euro mehr in einen Hardware-Raid investieren, zumal es ohne große Auslagerung auch i.d.R. nicht möglich ist, einen bestehenden Raid auf ein anderes System zu migirieren, wenn sich der Controller ändert (ausgenommen ICHX).
Dir ist aber bewusst dass Du mit einer Raid5-Lösung die Kapazität einer der Festplatten verlierst? Ich erwähne das nur, weil in deinem Post oben Explizit von kapazität die Rede ist.
 
@Seelenklempner
Ich kann nur davon abraten an einem Controller wie du ihn dir ausgesucht hast ein Raid 5 zu betreiben und dann davon auszugehen das da irgend welche Daten sicher wären.

Die Erfahrungen mit billigen Controllern sind die, das man die lieber nicht nimmt. Die sind einfach langsam und unzuverlässig. Muss man garnicht weiter drüber diskutieren -> Suchfunktion.

Du sprichst auch das Preisliche an und sagst du hast kein Geld und willst das Array günstig realisieren. Auf der anderen Seite willst du 4*1,5TB Platten kaufen, die min. 330€ ohne Versand kosten.

Irgendwas passt da nicht.

Raid 5 macht einfach nur Sinn wenn man sich auch einen ordentlichen Controller anschaffen will. Und der kostet nunmal ab ~ 240€.
http://geizhals.at/deutschland/a247459.html

+ 3* 1,5TB Platten wären man dann um die 500€ gelandet. Eine weiter 1,5 TB Platte kann man ja einfügen wenn man es muss.

So eine Kombination ist um Längen besser als alles andere.
 
Gut,
das sind keine schlechten Argumente. Dennoch erhöht der Controller den Preis schon heftig.

Wie sieht es mit der Datensicherheit bei einem HArdwarecontroller aus? Wenn der abschmiert, wie komme ich dann an die Daten, ohne mir noch so einen teuren Controller zu kaufen?
 
ohne Spezialkenntnisse überhaupt nicht.
und nochmals: RAID hat nichts mit DatenSICHERHEIT zu tun. Fallen 2 Platten wegen Sektorfehlern oder sonstwas aus ( was an einem teuren Controller genauso passieren kann) , ist Heulen und Zähneknirschen angesagt... :D dito bei logischen Filesystemfehlern...
 
Nja ja ganz so stimmt das au net. RAID hat sehr wohl etwas mit Datensicherung zu tun. Sonst würde es auch keine NAS Systeme geben. Klar ist EIN interner Raid keine sicherung, aber ein externer raid ist eine art sicherung genau wie eine externe platte nur halt, dass er andere Funktionen hat. (z.b. deutlich mehr Speicherplatz)
 
Wenn Du 'nen externen RAID zur Datensicherung verwendest, dann ist das Dein Backup, und genausogut wie Diskette, CD, DVD oder eine HDD, eben nur größer und vielleicht schneller.
Verwendest Du den einzigen aber als Archiv und hast woanders keine Kopie (wie es die meisten machen und glauben, der funktioniert ewig und immer), dann hast Du deine Daten ja nicht gesichert, sondern nur an einer einzigen Stelle abgelegt, wo sie jederzeit und blitzschnell unbrauchbar werden können...
 
Ich würde nicht sagen, dass ein kleines RAID5 aus wenigen Platten genauso sicher wie eine einzelne Festplatte sei. Warum hat Robin Harris mal in RAIDfail: Don't use RAID 5 on small arrays erklärt. Ein benutzbares RAID5 aufzustellen, wäre imho zu teuer - mit JBOD hast du mehr Platz für wesentlich günstigere Kosten und keine schlechtere Datensicherheit.
 
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Ein RAID5 aus 4 Platten ist in jedem Fall "sicherer" als eine Verteilung der Kapazität auf 3 Einzelplatten - weil von den 4 eine komplett ausfallen darf. Bei einer von drei Einzelplatten ist der Datenverlust in jedem Fall 33% Bricht der RAID5 auseinander, ist aber vorest alles weg (ohne Datenrettung). Daher ist ein RAID ohne Backup zwar weniger anfällig, aber noch lange nicht 100% sicher
Nicht mehr lesbare Sektoren bereiten weder einem RAID5 noch einer Einzel-HDD Probleme, soferne sie nicht gehäuft auftreten, schlimmstenfalls ist die betroffene Datei im Eimer.

Hier ging es es aber zuletzt um Verwendung eines RAID als Backup-medium. Der kann natürlich genauso kaputtgehen wie eine nicht mehr lesbare CD oder eine nicht mehr anlaufende HDD. Dann hat man ja immer noch das Original wo und kann ein neues Backup erzeugen. Um ganz sicher zu gehen, sollte es mindestens das Original und 2 Backups geben. Damit ist auch im Fall des Versagens eines Mediums noch eine weitere Kopie vorhanden.

Der angesprochene Artikel ist vielleicht bei onboard-Controllern zutreffend, ein guter externer wird bei einem unreadable Sektor einfach den Inhalt von den anderen Platten lesen und solange an die kaputte Stelle drüberschreiben, bis die Platte den Sektor endlich auslagert. Macht eine Platte derartige Probleme mehrmals, wird sie rausgeworfen und der RAID läuft degraded weiter. Passiert dann ein weiterer nicht behebbarer Lesefehler auf den verbleibenden Platten beim rebuild auf das Ersatzvolume, ist bei einem onboard-Controller Schluss - da muss man dann händisch nachhelfen per Datenrettung.
Ein guter RAID-Controller gibr eine nicht mehr vertrauenswürdige Platte nicht her, bevor er sie nicht auf ein Hot-Spare rebuilded hat. Da kann das Szenario nur passieren, wenn eine HDD komplett ausgefallen ist, hat aber ebenfalls nur den Verlust der betroffenen Datei zur Folge

Das ist aber alles kein Thema, wenn man ohnehin ein Backup von den Daten hat oder es sich dabei um das Backup selbst handelt - siehe oben.
 
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Die Parity Data kann der Controller von keiner anderen Platte lesen (die ist ja eben kaputt gegangen).

Wenn mir also im RAID5 aus 4 2TB Platten eine Platte stirbt, stehen die Chancen 60:40, dass ich die verlorenen Daten wieder herstellen kann - nicht 100:0, wie alle Welt annimmt.

P.S.
Und dafür muss ich dann noch einen Controller kaufen, der mir effektiv Geld für mehr Plattenplatz wegnimmt.
 
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Wenn mir also im RAID5 aus 4 2TB Platten eine Platte stirbt, stehen die Chancen 60:40, dass ich die verlorenen Daten wieder herstellen kann - nicht 100:0, wie alle Welt annimmt.
Du brauchst die Daten nicht wiederherstellen, weil ja alle noch da sind - das nennt man Redundanz

Ich weiß ja nicht, in welcher Welt Du lebst - bei uns hier ist das Parity Stripe die Rettung beim Ausfall einer Platte.
War auf der Platte ein Datenstripe, kann dieses durch die Datenstripes und das Partitystripe auf den anderen Platten rekonstruiert werden.
War auf der Platte ein Paritystripe, sind ja alle benötigten Datenstripes noch intakt, und das braucht keiner, weil es aus den Datenstripes auf den anderen Platten errechnet werden kann

Wie sollte sonst nach Ausfall einer Platte ein Rebuild funktionieren?
 
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