Raid muss reaktiviert/repariert werden

n8shift

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Ich habe an den eSata-Port meines Netgear ReadyNAS 102 http://www.amazon.de/Netgear-RN1020...8&qid=1395249461&sr=8-1&keywords=readynas+102 (NAS) ein eSata-Festplattengehäuse (Fantec MR-35DUS2) (mit Raid 1) angeschlossen. Da ich im Netz nicht auf dieses Raid zugreifen konnte, entfernte ich das Kabel wieder aus dem NAS und schloss ich es wieder an den externen eSata-Port meines Rechners an.

Welche Katastrophe, das Laufwerk wurde nicht mehr (wie vorher) erkannt. Starte ich das Laufwerk, blinken alle LEDs in der richtigen Reihenfolge (auch die eSata LED).

Aber es wird nicht im Explorer angezeigt und man kann demzufolge auch nicht darauf zugreifen. In der Computerverwaltung habe ich nun folgende Anzeige (siehe Anhang).

Datenträger 3 ist das ehemalige eSata Laufwerk (Raid). Es sind zwei Festplatten zu je 2 TB in diesem Gehäuse. Die leeren Volumen in der oberen Anzeige hatten bis heute Morgen die Bezeichnung "Raid_01_ Progs". Heute Morgen wurde das Raid auch unter diesem Namen im Explorer angezeigt.

Nach der Aktion - Raid abstöpseln (im ausgeschaltetem Zustand), Raid an eSata-Port des NAS anschließen, Raid wieder von eSata Port des NAS lösen und an Rechner anstöpseln - tut sich eben nichts mehr und wichtige Daten sind ohne Zugriff.

In meinem "Heimatforum" wurde schon versucht, mir zu helfen.

Ich würde gerne von den Platten im Raid eine 1:1 Kopie machen, um mit der Sicherungskopie dann meine Daten wieder sichtbar zu machen. Dazu habe ich mir hier Linux Mint runtergeladen und eine Festplatte aus dem Raid an dem mit Linux gebooteten Rechner angeschlossen.

Nun benötige ich dringend Hilfe, denn ich bin ein reiner Computeranwender. D.h. kein Informatiker, kein Computerkurs, absolut keine Linux-Kenntnisse usw.
 

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hallo N8shift,

ich kann Dir dazu zwar nicht direkt helfen, aber auch ich hatte vor einem Jahr ein solches Problem.

Win7 64bit prof

Rechner Asus-Bord AMD-8core-CPU und 2x 1TB als Raid1

Das lief ca 1/2 Jahr problemlos.

Ich machte mit paragon backup&recovery wöchentliche Sicherungen auf USB-HD 2TB

plötzlich meldete paragon Fehler und wollte kein backup machen. Es kam auch eine (viel zu schnell verschwindende) Fehlermeldung beim booten, die ich deshalb nicht fertig lesen konnte.

Eine Prüfung ergab: Der Rechner hatte die Raid-Bindung verlohren und schrieb nicht auf die 2.-Raid-Platte mehr.

Um festzustellen, woran das liegen könnte hatte ich jede Platte einzeln an den 1. Sata-Port angeschlossen.
Dann jede Platte einzeln an den 2. Sata-Port.

Ergebnis: Sowohl die Sata-Ports, als auch beide Platten liefen einwandfrei, nur die 2. Platte hatte ab dem Ausfall-Datum der raid1-Bindung die neuen Daten nicht mehr aufgezeichnet und lag somit auf einem alten Stand.

Eine Anfrage beim Händler (es gab ja noch Garantie) war bekümmernd. Er sagte, daß es ab und zu vorkommt und man dann die raid-Bindung erneuern müßte. - Dabei gehen alle Daten verlohren und das wollte ich natürlich nicht ohne frisches backup riskieren.

Weiterhin rat mir der Händler zu einem BIOS-flash. Er meinte, daß es evtl mit einem neuen BIOS nicht mehr passiert, konnte das aber nicht wirklich bestätigen. Da das auch recht riskant ist unterließ ich es ebenfalls.

Eine Anfrage bei paragon brachte folgendes Ergebnis:

Paragon will bewußt kein backup ausführen, wenn ein Fehler auftritt und gibt lieber eine Fehlermeldung aus.
Damit soll verhindert werden, daß der Benutzer nachher meckert und unzufrieden ist, wenn ein fehlerhaftes backup sich nicht mehr recovern läßt.

Das ist aus Sicht von Paragon zwar verständlich, nutzt dem user aber nicht, denn der will ein frisches backup fahren, bevor er einen Datenbestand von der Platte löscht.

Ich beriet mich mit mehreren anderen usern und Händlern.

Ergebnis:
Acronis true-image sichert immer !

Also acronis true-image gezogen (erst die kostenlose Version, später weil es gut lief dann eine Kaufversion) und ein backup gemacht. Das ließ sich dann später auch einwandfrei wiederherstellen.

Weitere Überlegungen aus den zuvor genannten Beratungen:

Wenn man nicht gerade in einem großen Unternehmen den Rechner hat, so braucht man ja nicht unbedingt ein raid1-System. Das dient ja nur dem Zweck u.U. im laufenden Betrieb einen Plattentausch vorzunehmen, damit alle Mitarbeiter weiter arbeiten können.

Andere raid-Bindungen z.B. zur Geschwindigkeit-Steigerung waren für mich ohnehin nicht relevant, denn diese bringen häufig Schreib-Lesefehler mit sich (irgendwo gibt es ja immer Probleme, natürlich mehr, wenn wegem schnelleren Datenzugriff auf mehreren Platten gleichzeitig "rumge-eiert" wird).

Für uns als Privatanwender kann man auf raid1 verzichten, denn es bringt ohnehin nur sehr bedingt Vorteile, weil:

Wenn man sich einen Virus einfängt wird dieser absolut gleichzeitig auf beiden Platten geschrieben. -> Auch nicht was man wünscht.

Also ging ich folgenden Weg:

Einen guten Virenscanner installiert, firewall etc aktiviert. (Das ist "geschmacksache", ich verwende AVAST).

Ich baute eine SSD für das Betriebssystem ein (für schnelleres booten und Zugriff - das bringt was).

Ich nahm eine der 1TB-Platten in den Rechner (für Programme und Daten etc)

Ich verbaute die 2. 1TB-HD an meinen Sat-TV als Aufnahme-Platte (damit sie sinnvoll genutzt wird).

Ich sichere regelmäßig auf die 2TB-USB-Platte mit true-image, die ansonsten ausgeschaltet bleibt. Somit kann kaum ein Virus etc darauf zugreifen.

Ich lösche vor dem backup alles was sich in "Internet-Optionen" überhaupt löschen läßt, weiteren manuellen Aufwand möchte ich nicht betreiben).

Ich fahre vor jedem backup eine vollständige Überprüfung (am frühen Abend) und dann eine Starzeitprüfung (vor dem zu Bett gehen), um weitestgehend auszuschließen, daß ich einen Virus/Trojaner mit sichere.

Am nächsten morgen wird das regelmäßige backup gefahren (man kann das auch automatisch zu einem vorgegebenen Zeitpunkt ausführen lassen).

Ich trenne das LAN-Kabel vor jeder Sicherung, das hat mehrere Vorteile:

1. autom updates während einem backup starten nicht und pfuschen nicht ins backup rein

2. Es können keine neuen Zugriffe in anderer Weise stören, bzw Platteninhalte verändern, die dann beim verify als Fehler gemeldet werden.

Bisher fahre ich mit diesem kleinen Aufwand sehr gut. Keine Fehler mehr gehabt seitens des Rechners oder des backups.

Ich hoffe das Dir mein Beitrag indirekt helfen konnte und sende Dir

nette Grüsse und viel Erfolg weiterhin

norbik
 
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