UNRUHEHERD schrieb:
Würde ja mit meinem Arzt darüber sprechen
Ja. Klar.
Kommt natürlich auch darauf an, um was es geht. Und selbst wenn man zum Arzt geht, kann es ja durchaus Sinn, sich vorher ein wenig zu informieren (siehst Du ja offensichtlich auch so).
Anyway. Mir gings ja auch primär darum das Datenschutzproblem zu adressieren und weniger eine Aussage darüber zu treffen, wie sinnvoll es ist bei einer gesundheitlichen Frage eine KI zu befragen.
UNRUHEHERD schrieb:
Ja, gerade für sowas finde ich KI extrem praktisch
Das verstehe ich.
Unglücklicherweise zeichnet sich da ein Trend ab. Wie haben zu wenig Ärzte und allgemein ist die medizinische Versorgung nicht so, wie man sich das wünschen würde, also versuchen wir es mit Digitalkram zu erschlagen.
Nicht das man das nicht auch sinnvoll einsetzen kann. Aber mein Eindruck ist (insbesondere in der Politik) so, das das gemacht wird
statt die darunterliegenden Probleme anzugehen.
UNRUHEHERD schrieb:
Es muss ja kein Name in den Dokumenten auftauchen.
Naja. Meistens besteht ja die Gefahr, das man über Querverweise dann doch identifizierbar wird, weil man eben noch viele andere Dinge benutzt. Ist ja nicht so, das Du nur im Internet gehst für diese eine medizinische Frage und sonst gar nicht online bist.
Selbst Fachleuten, die sich Mühe geben Datensätze zu anonymisieren passiert es ja immer wieder, das es später gelingt diese Datensätze zu deanonymisieren.
Wenn das also auch Profis passiert, sollte man sich nicht der Illusion als Laie hingeben, das man mit ein bisschen aufpassen das im Griff hat.
Ich will hier auch nichts überdramatisieren. Allerdings ist die potentielle Gefahr halt da und der sollte man sich bewusst sein. Google weiß Dank Deiner Interaktionen im Zweifel mehr über Dich als Deine Freunde.
Weiß nicht wie es Dir geht, aber in mir löst das ein unbehagliches Gefühl aus.
Und im realen Leben würde ja auch niemand auf die Idee kommen mit einem Wildfremden irgendwelche Dinge durchzusprechen oder zu akzeptieren, das der neben einem her läuft und die ganze Zeit Dich beobachten und sich notiert, was Du so machst. Und online gibts dann diese Hemmschwelle sich zu entblößen plötzlich nicht mehr.
Weyoun schrieb:
Wenn die gestellte Frage zu komplex ist (nicht zwingend die Fragestellung ist komplex, sondern die zur Beantwortung notwendigen Ressourcen in Form von verbrauchten kWh an Strom sind je nach Frage zu hoch), dann es sein, dass bereits nach einer einzigen Frage das künftige Limit erreicht ist?
Ich weiß nicht, worauf Du Dich beziehst. Aber wenn es
hier drauf ist:
Ja klar. Im Prinzip ist das denkbar.
Weyoun schrieb:
Das dürfte dazu führen, dass künftig die Kosten der Abonnenten exorbitant steigen oder die Abonnenten kündigen reihenweise, weil sie das zusätzliche Geld nicht zahlen können oder wollen.
Na mal gucken wie das dann in der Praxis tatsächlich ist. Und man wird da sicher ggf. nachregeln, weil einem ja auch nicht geholfen ist, wenn einem reihenweise die zahlenden Kunden weglaufen. Harte Limits wird es vermutlich vor allem für Kostenlos-User geben.
Was ich daran schwierig finde, das man vorher bei einer Frage gar nicht abschätzen kann, wieviel von seinem "Volumen" tatsächlich verbraucht. Da war "Anzahl der Abfragen" natürlich leichter nachvollziehbar.