Rechner aufrüsten für Videobearbeitung

wortex777

Ensign
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1. Was ist der Verwendungszweck?
Videobearbeitung von 2,7k Videos aus einer Actioncam und Fotobearbeitung von 24 MP RAW in Lightroom

1.1 Falls Spiele: Welche Spiele genau? Welche Auflösung? Hohe/mittlere/niedrige Qualität? Wie viele FPS?
keine

1.2 Falls Bild-/Musik-/Videobearbeitung oder CAD: Als Hobby oder bist du Profi? Welche Software wirst du nutzen?
Hobby, Premiere Pro und Lightroom

1.3 Hast du besondere Anforderungen oder Wünsche (Overclocking, mehrere Monitore, ein besonders leiser PC, …)?
zwei Monitore, und leiser darf er auch sein, aktuell ist noch kein 4k geplant, sollte sich danach für 4k aufrüsten lassen

2. Ist noch ein alter PC vorhanden?
  • Prozessor (CPU): X4 640
  • Arbeitsspeicher (RAM): 6 gb DDR3
  • Mainboard: Gigabyte GA-880GA-UD3H
  • Netzteil: Seasonic 430W
  • Gehäuse: Thermaltake Soprano
  • Grafikkarte: GT730
  • HDD / SSD: 2x120 GB Samsung 750 EVO, 4 TB WD RED Synology NAS

3. Wie viel Geld bist du bereit auszugeben?
500, gerne weniger

4. Was ist die geplante Nutzungszeit (in Jahren)?


5. Wann soll gekauft werden?
Bald

6. Möchtest du den PC selbst zusammenbauen oder zusammenbauen lassen?
selber
 
Schwierige Kiste bei dem Budget...

Ich würde folgende Sachen übernehmen: Gehäuse, Grafikkarte (für CUDA), HDD / SSD, Netzteil.
Für deine Software sind 6-8 Kerne und möglichst hoher Takt optimal.

16GB RAM wären auch nicht verkehrt. Aber da muss man halt sehen, was da Budget am Ende hergibt.

Also erst mal die Frage: Wie stehst du zum Übertakten?
 
Das sind so wiedersprüchliche Anforderungen. Fotobearbeitung braucht schnelle Cores, Video-transkodieren braucht viele Cores. Schnelle und viele Cores gleichzeitig gibt es aber nicht.

Bei der Fotobearbeitung sitzt man aber davor, während Video-Transkodierung ohnehin nicht im Sekundenbruchteil durch ist. Für die gefühlte Systemperformance würde ich also schnelle Cores bevorzugen.

Bei der Videotranskodierung braucht man massive Rechenleistung, beim Video-Muxen(schneiden) einfach nur eine schnelle SSD. Diese hier würde ich unbedingt empfehlen: https://geizhals.de/samsung-ssd-pm961-1tb-mzvlw1t0hmlh-00000-a1486269.html da gab es hier vor langer Zeit auch mal einen Test. Als OEM-Version gibt es da keinen Samsung-Support, aber der Preis ist 50% unter der 960pro.
 
@Kowa Doch, es gibt ja den 9900K :D Liegt nur leider ein klein wenig über dem Budget.

Und dann kommt noch der Fall dazu, dass man während der Videobearbeitung seine Assets in Photoshop herstellt. Das braucht dann zwar kein CPU, aber dafür um so mehr RAM.
 
Als Hobby oder bist du Profi?

Das hier ist wichtig. Wenn du das nur hobbymässig machst und dir die Zeit beim Rendern egal ist, kommst du auch mit einem R5 2600 weg. Aber wenn du einen echten Workflow haben willst wird's mit 500€ extrem eng
 
Zuletzt bearbeitet:
benneque schrieb:
Schwierige Kiste bei dem Budget...

Ich würde folgende Sachen übernehmen: Gehäuse, Grafikkarte (für CUDA), HDD / SSD, Netzteil.
Für deine Software sind 6-8 Kerne und möglichst hoher Takt optimal.

16GB RAM wären auch nicht verkehrt. Aber da muss man halt sehen, was da Budget am Ende hergibt.

Also erst mal die Frage: Wie stehst du zum Übertakten?

Grundsätzlich nicht abgeneigt solange es stabil läuft
Ergänzung ()

Captain Mumpitz schrieb:
Als Hobby oder bist du Profi?

Das hier ist wichtig. Wenn du das nur hobbymässig machst und dir die Zeit beim Rendern egal ist, kommst du auch mit einem R5 2600 weg. Aber wenn du einen echten Workflow haben willst wird's mit 500€ extrem eng

Hobby, ganz klar. Kann auch über Nacht oder wenn ich arbeiten bin rendern.
Und Videobearbeitung und Fotobearbeitung in Lightroom braucht nicht parallel zu sein. Solange ich neben dem Rendern noch Youtube schauen kann.

Und zum Budget noch eins: was bekomm ich für die aktuell eingesetzten Bauteile noch? Um diese Summe erhöht sich das Budget.
 
@wortex777 Für die Stabilität beim Übertakten musst du dann natürlich schon selbst sorgen ;)

100€ B450 Board
130€ 16GB RAM
Bleiben also noch ca. 270€ für die CPU. Da hättest du dann die Wahl zwischen:
Ryzen 2700
Ryzen 2600X
Ryzen 2600

Wobei der 2600 und 2700 vor allem mit ein wenig Übertaktung besonders interessant werden. Da sollte man dann allerdings noch mal 30-40€ für einen extra Kühler mit einplanen, damit es nicht unnötig heiß und laut wird.

EDIT: Für deine aktuellen Bauteile (Mainboard, RAM, CPU) bekommst du schätzungsweise noch 50-100€, je nach dem, ob du es einem "Freund" überlässt, oder einen Dummen findest ;)
 
Wenn du hohen Wert auf Preis/Leistung legst, würde ich dir einen Ryzen 2600 empfehlen. Und den dann auf das Niveau eines 2600X übertakten.
Der Preis von 2600+Kühler ist zwar fast identisch zum 2600X, allerdings wird das Resultat deutlich leiser unter Last. Und wenn man will, könnte man sicherlich noch ein paar % den Takt erhöhen.

Da musst du halt wissen, ob du dir das antun willst. Bzw. genug Erfahrung damit hast und/oder Erfahrung sammeln willst. So ein übertaktetes System kann ziemlich heimtückisch sein. Es läuft stundenlang stabil und dann geht man sich mal kurz Kaffee machen und kriegt dann einen Bluescreen präsentiert, obwohl der Rechner gerade eigentlich "nichts" gemacht hat.

Es ist natürlich kein Problem das alles stabil zu bekommen. Ich will nur sagen: Es kann Stunden oder Tage dauern, wenn man nicht genau weiß, was man tut.

Die Alternative lautet: Einfach den Ryzen 2600X nehmen und einen 30€ Kühler drauf packen und glücklich sein. Läuft genau so gut, genau so leise, spart die Arbeit (aber es gibt auch genügend Leute, die das Übertakten als stundenlangen Spaß empfinden), und kostet halt 30-40€ Aufpreis.
 
Bitte aufpassen bei den Grafikkarten manche billige unterstützen kein encoding wie die 1030,
Und sollte die uralte 730 ne verkappte 5er Serie gf108 sein, hat sich garantiert keinen aktuellen Nvenc Support
der Cuda Enc Support kann in die Treiber nur noch via bandicam Support reingepackt werden
 
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Also für kleines Geld kann man ggf den RAM aufrüsten. Das Board hat einen AMD-880G-Chipsatz. Auf Amazon gibt es RAM, "nicht für intel" und "nur AMD, VIA", bei "computerbay", der kostet nur 1/3 vom normalen Preis.

Das funktionierte bei mir tatsächlich. Der Hintergrund ist wohl, daß intel in Summe nur 4 Ranks verkraftet, die angebotenen Riegel aber 32 billige Chips verlötet haben, mit 4 Ranks pro Riegel. Es liefen dann bei mir 2 dieser Riegel (4+4GB), obwohl das Gigabyte-Board offiziell nur bis 4GB supportete. Ob die AMD-Chips mehr als 8 Ranks nutzen können weiß ich aber nicht.

Für kleines Geld gibt es auch die x6-Cores, habe letzten Monat gerade einen für 70€ verhökert, der mit 125W leider nicht auf mein Board passte. Ich siche nun einen 1055T mit nur 2,8GHz. Hier das Board scheint ja, mit entsprechendem BIOS, auch den 1100T mit 3,3GHz zu unterstützen.
 
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benneque schrieb:
Wenn du hohen Wert auf Preis/Leistung legst, würde ich dir einen Ryzen 2600 empfehlen. Und den dann auf das Niveau eines 2600X übertakten.
Der Preis von 2600+Kühler ist zwar fast identisch zum 2600X, allerdings wird das Resultat deutlich leiser unter Last. Und wenn man will, könnte man sicherlich noch ein paar % den Takt erhöhen.

Da musst du halt wissen, ob du dir das antun willst. Bzw. genug Erfahrung damit hast und/oder Erfahrung sammeln willst. So ein übertaktetes System kann ziemlich heimtückisch sein. Es läuft stundenlang stabil und dann geht man sich mal kurz Kaffee machen und kriegt dann einen Bluescreen präsentiert, obwohl der Rechner gerade eigentlich "nichts" gemacht hat.

Es ist natürlich kein Problem das alles stabil zu bekommen. Ich will nur sagen: Es kann Stunden oder Tage dauern, wenn man nicht genau weiß, was man tut.

Die Alternative lautet: Einfach den Ryzen 2600X nehmen und einen 30€ Kühler drauf packen und glücklich sein. Läuft genau so gut, genau so leise, spart die Arbeit (aber es gibt auch genügend Leute, die das Übertakten als stundenlangen Spaß empfinden), und kostet halt 30-40€ Aufpreis.

Ich hatte meinen X4 damals auch übertaktet und das Ding lief stabil. Von daher. Nur bin ich irgendwann wieder weg davon weil ich die Leistung nicht mehr gebraucht hatte (damals).

Aber für 30 € Ersparnis tu ich mir den Quatsch nicht an. Übertakten lohnt sich erst jenseits der 100€ Ersparnis für mich.
Ergänzung ()

Pitt_G. schrieb:
Bitte aufpassen bei den Grafikkarten manche billige unterstützen kein encoding wie die 1030,
Und sollte die uralte 730 ne verkappte 5er Serie gf108 sein, hat sich garantiert keinen aktuellen Nvenc Support
der Cuda Enc Support kann in die Treiber nur noch via bandicam Support reingepackt werden

Wie finde ich des raus? Die Graka habe ich mir damals nur geholt damit ich mal 1060p60 schauen kann.
 
Lies die genauen Daten der GPU z.B. mal mit GPU-Z aus, damit sollte ersichtlich sein welches Modell das genau ist und ob die für NVENC usw. geeignet ist.
 
@Kowa Das wäre natürlich auch eine Möglichkeit. Aber im Endeffekt wären das sicherlich auch 200€ für CPU, RAM, Kühler.
Und wenn man sich hier so die Benchmarks ankuckt:
Dann ist auch ein Phenom X6 in fast jeder Disziplin nur halb so schnell wie ein Ryzen 2600X.
Ob man dafür wirklich so viel Geld noch ausgeben will?
 
Captain Mumpitz schrieb:
Lies die genauen Daten der GPU z.B. mal mit GPU-Z aus, damit sollte ersichtlich sein welches Modell das genau ist und ob die für NVENC usw. geeignet ist.
Ergänzung ()


Siehe Anhang.

benneque schrieb:
@Kowa Das wäre natürlich auch eine Möglichkeit. Aber im Endeffekt wären das sicherlich auch 200€ für CPU, RAM, Kühler.
Und wenn man sich hier so die Benchmarks ankuckt:
Dann ist auch ein Phenom X6 in fast jeder Disziplin nur halb so schnell wie ein Ryzen 2600X.
Ob man dafür wirklich so viel Geld noch ausgeben will?

Zukunftssicher darf es ruhig schon sein. Auf alte Pferde zu setzen bringt mmn nichts.
 

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