News Samsung Foundry: Eher eine Fluorwasserstoff-Fabrik statt Kapazitätsausbau

Volker

Ost 1
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Samsung hat Gerüchte aus den Medien vom Wochenende dementiert, der Konzern könnte das US-Geschäft mit Kapazitätserweiterungen ausbauen, weil es mit Japan Probleme gibt. Interessant sind dabei die weiteren Aussagen, wonach der Chipriese vielmehr sein eigenes Chemiewerk bauen will um unabhängiger zu werden.

Zur News: Samsung Foundry: Eher eine Fluorwasserstoff-Fabrik statt Kapazitätsausbau
 
J

juche_ideology

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Wirtschaftliche Selbstversorgung (charib, 자립) ist der zweite Stützpfeiler der Chuch’e-Ideologie. Nur mit Autarkie und Selbständigkeit wird man unerpressbar. Vorwärts Samsung!

Sollte Japan am Ende mit Ihren Sanktionen die eigenen Exporteinnahmen schädigen? Welch Ironie. Hat etwas von Trumps China-Sanktionen, die auch im Heimatland in Silicon Valley viel Schaden verursacht haben.
 

[wege]mini

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Wirtschaftliche Selbstversorgung (charib, 자립) ist der zweite Stützpfeiler der Chuch’e-Ideologie. Nur mit Autarkie und Selbständigkeit wird man unerpressbar. Vorwärts Samsung!
jeah....dinge fallen auf der erde nach unten.....schön, dass irgend jemand glaubt, dass solche naturgesetze von irgend jemandem erfunden wurden und sich diese menschen dafür auch noch von kleingeistern bewundern lassen können.

das funktioniert natürlich nicht im land der dichter und denker....hier schaut man hinter die kulissen. :evillol:

am ende muss man verstehen, dass es besser ist andere arbeiten zu lassen. daher muss japan nur den preis anpassen und samsung baut keine neue chemie fabrik. :heilig:

natürlich gefällt es den japanern nicht, dass sie zulieferer von rohstoffen sind, die dann in korea veredelt werden...shit happens.

mfg
 

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Falls es jemanden interessiert: Flusssäure (gelöster Fluorwasserstoff) ist vor allem deshalb so wichtig für die Halbleiterindustrie, weil man damit Siliziumdioxid (Glas) ätzen kann. Bei der Prozessierung von Wafern verwendet man SiO2-Schichten sehr häufig, weil sie auf einem Siliziumsubstrat einfach aufzubauen sind und als Isolator dienen.
Ohne Flussäure läuft vmtl. wenig - sowohl bei Mikroelektronik, als auch bei Mikrosystemen (z.B. kleine Sensoren in MEMS-Technologie, wie Bosch sie zuhauf baut für Autos, Smartphones uvm.).
 

Cool Master

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Kann man nur begrüßen. Fördert die eigene Wirtschaft, man erstellt Arbeitsplätze und man wird ein weiterer Globalplayer werden. Im Prinzip ist das ein Win für alle außer Japan.
 

[wege]mini

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man muss arbeitskräfte haben....

als ich 1989 das erste mal im "westen" war, konnte ich nicht fassen, dass man damals händeringend nach azubi´s und arbeitern gesucht hat. da wurden keine bewerbungen geschrieben, da nahm man den lehrplatz, der das meiste bezahlt hat.

dann kamen sehr viele, gut ausgebildete junge leute aus der DDR dazu. die haben ein paar jahrzehnte geholfen.

jetzt schlägt der demografische wandel wieder zu....das problem war ja nicht gelöst, nur verschoben.

in korea ist das nicht anders....wenn der kim nicht da wäre, würden die im süden den norden sofort "kaufen" und wären dankbar, für sehr viele junge leute, die für wenig geld im süden arbeiten würden.

diese zukunft sehe ich aber aktuell nicht.

daher ist arbeitsplätze schaffen zwar immer nett, du brauchst aber auch menschen die arbeiten. :evillol:

mfg

Natürlich ist der günstiger als Eigenproduktion. /s 🤦‍♂️
dafür wurden währungen erfunden....10 dollar sind in amerika nichts. in afrika kann man damit eine woche leben. daher produziert man in afrika :heilig:
 

Cool Master

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Eneloop

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Wirtschaftliche Selbstversorgung (charib, 자립) ist der zweite Stützpfeiler der Chuch’e-Ideologie. Nur mit Autarkie und Selbständigkeit wird man unerpressbar. Vorwärts Samsung!

Sollte Japan am Ende mit Ihren Sanktionen die eigenen Exporteinnahmen schädigen? Welch Ironie. Hat etwas von Trumps China-Sanktionen, die auch im Heimatland in Silicon Valley viel Schaden verursacht haben.
Richtig. Die Samsung-Gruppe hat aber vor wenigen Jahren ihre Chemiesparte an Hanwha und Lotte verkauft. Jetzt braucht Samsung dringend wichtige Fluorchemikalien zum Ätzen der Siliziumscheiben. Wer hätte das gedacht...

Japan schießt allerdings mit dieser Politik ins eigene Fleisch, denn durch die Sanktionspolitik haben die Koreaner angefangen japanische Produkte zu meiden. Eigentlich sollte Japan es besser wissen, denn Japan hat bereits schmerzhafte Erfahrung mit China gemacht.
 

[wege]mini

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da mach ich mir weniger Sorgen als in Deutschland wo alle 5 Jahre am Schulsystem experimentiert wird.
wir leben immer noch im fordismus.

auch wenn es nicht so scheint, zu viel bildung ist schädlich für die wirtschaft...hier schweife ich aber ab.

korea hat genauso wenig junge leute wie wir und nur noch japan geht es schlechter. dafür werden die in japan halt alt und arbeiten bis in die 70er.

die masse muss erst einmal wieder da sein. die einkindehe ist tötlich für die gesellschaft und leider hat sich da in den letzten 30 jahren wenig geändert.

in china werden sie in ca. 20jahren erleben, wo sie landen werden. dort ist es halt auch wieder schön zu sehen, dass die meisten großen "führer" halt von der tapete bis zu wand denken. das aber sehr ordentlich. :smokin:

mfg
 

Eneloop

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Die hat man in Südkorea, da mach ich mir weniger Sorgen als in Deutschland wo alle 5 Jahre am Schulsystem experimentiert wird.
Richtig, in Südkorea gibt es genügend qualifizierte Arbeiter. Der Grund, warum Südkorea keine Anlage zur Herstellung vor Fluorchemikalien hat, hat wohl eher mit dem Gefahrpotential dieser Chemikalie zu tun. Allerdings hat Südkorea auch Kernkraftanlagen, daher verstehe ich diese Argumentation nicht. So oder so sind sie nun gezwungen selbst Fluorchemikalien herzustellen.
 

confuso

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Japan schießt allerdings mit dieser Politik ins eigene Fleisch, denn durch die Sanktionspolitik haben die Koreaner angefangen japanische Produkte zu meiden. Eigentlich sollte Japan es besser wissen, denn Japan hat bereits schmerzhafte Erfahrung mit China gemacht.
Glaube, das sind weniger rationale, als historische (imperialistische?) Entscheidungen... Japans Auftreten gegenüber Südkorea sind - milde formuliert - arrogant. Man erinnere sich nur an die Militärparade Ende letzten Jahres*, bei der die Japaner mit ihrer Kriegsflagge teilnehmen wollten, die sie auch genutzt haben, Korea zu besetzen und Ihnen Leid anzutun.
Da spielt sehr viel Dominanzverhalten eine Rolle.


* https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/korea-fuehlt-sich-von-japan-wegen-umstrittener-flagge-provoziert-15822651.html
 

Cool Master

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auch wenn es nicht so scheint, zu viel bildung ist schädlich für die wirtschaft.
Kommt drauf an was man betrachtet. Für Berufe aus dem Handwerk stimme ich dir zu. Für eher Akademische-Berufe wie z.B. Chemiker ist Bildung das A und O. Korea hängt uns bald eh ab weil die neue Technologien auch entwickeln und patentieren. Siehe z.B. Hyundai und Wasserstoffzelle. Aber das wird zu viel OT ;)

Der Grund, warum Südkorea keine Anlage zur Herstellung vor Fluorchemikalien hat, hat wohl eher mit dem Gefahrpotential dieser Chemikalie zu tun.
Nö der Grund daran lag, weil es bis jetzt günstiger war zu importieren als selber herzustellen.
 

flappes

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Japan schießt allerdings mit dieser Politik ins eigene Fleisch, denn durch die Sanktionspolitik haben die Koreaner angefangen japanische Produkte zu meiden. Eigentlich sollte Japan es besser wissen, denn Japan hat bereits schmerzhafte Erfahrung mit China gemacht.
Die Phase geht auch vorbei und da der Bedarf wohl eher noch steigen wird, wird auch Japan auf Dauer verdienen.
Samsung sollte natürlich nicht den Fehler in Zukunft wiederholen und seine Chemiesparte erneut verkaufen.
 

[wege]mini

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Für eher Akademische-Berufe wie z.B. Chemiker ist Bildung das A und O.

für firmen neugründungen hast du recht. leider ist der weg von der uni in die wirtschaft in deutschland nicht sehr durchlässig.

albert einstein musste damals nach amerika "flüchten", da keiner seiner professoren verstanden hat, wo von er redet und große firmen wie siemens oder krupp einfach nicht interessiert waren. der mann hätte ja ihre komplette welt auf den kopf stellen können.

kA, ob du schon einmal bei einem gespräch gehört hast, dass du ungeeignet bist, da eine überqualifikation nicht von der hand gewiesen werden kann. ( 2 meiner freunde sind dann ausgewandert in die usa. da haben die chefs keine angst davor, ihren posten zu verlieren, weil jmd. anderes besser ist)

die industrie will, dass alles bleibt wie es ist und bitte keinen fortschritt...das kostet nur geld in der investition und keine sau kann dir sagen, ob dein teuer verdientes geld dann im sande versickert.

bildung ist gut für menschen, nicht für unternehmen. :smokin:

wenn es nach siemens gehen würde, hättest du immer noch uralt technik, die heute mit normaler inflation trotzdem 1k geld kosten würde und in der herstellung 0.1337 geld für die industrie. der rest ist gewinn.

dann noch für jeden markt, die eigene währung und niemand darf wissen, was du eigentlich bauen könntest.

mfg
 

Che-Tah

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MP X10L

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Hamsterkäufe:
Da bin ich einer der Datenpunkte.
64gig sind angekommen.
Wurde auch Zeit, warte ja schon 1.5 Jahre.
 

Cool Master

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