Saubere Formatierung

cantknoweveryth

Lieutenant
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März 2010
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745
Hallo! :)

Ich habe u. a. den Verdacht, dass meine Systemplatte ev. alte Fehlerinformationen der geklonten Vorgängerplatte gespeichert haben könnte.

Diese wurde zunächst von der alten Platte durch Klonen bespielt (Acronis-Image), dann aber doch nach Neuformatierung neu bespielt.

Gibt es eine Formatierungsmethode bzw. "Softwarebehandlung", die es ermöglicht, alte Fehlerinformationen ($BadClus:$Bad) zurückzulassen?

Oder geschieht dies eigentlich durch eine gründliche bzw. ausführliche Neuformatierung?

Gruß,

cke :king:
 
Ich bin mir nicht ganz sicher.

Aber ich meine, das beim normalen eigentlichen (langsamen) Formatieren die Festplatte auch überprüft wird.
Sollten beim Formatieren fehlerhafte Sektoren gefunden werden, dann werden diese markiert und werden nicht mehr benutzt.
 
Normale Formatierung überschreibt die Platte einmal mit Nullen. Treten dabei Fehler auf tauscht die Firmware der Platte die Sektoren aus.
 
Ich denke, daß es nicht die Fehlerinformation der Platte ist, sondern die vom Filesystem. Wenn man beim Paragon-Backup nicht "sektorweise" angibt, was dem Standard entspricht, so werden die Files ganz normal kopiert und am Ende die Bootfähigkeit konfiguriert. Dabei kann dann auch z.B. das Filesystem um mehr als 50% verkleinert werden.
Ich würde davon ausgehen, daß dabei diese Fehlerinformationen nicht mit übertragen werden.
 
Also, mir geht's darum, dass keinerlei alte Fehlerinformationen "mitgeschleppt" werden.
Dabei geht es maßgeblich um das Dateisystem / OS.
Ich denke nicht, dass die "Selbstangaben" der Platte beeinflussbar sind.
Wenn ja, d. h. ein Reset möglich ist, wäre auch dies gut zu wissen.
Ergänzung ()

Gibt es denn Bereiche auf der Platte, welche bewusst von der Formatierung ausgenommen werden und wo Informationen mitgeschleppt werden können?
 
Wenn man mit "dd" ein Filesystem überträgt, wird diese Information zweifellos mit übertragen. Ich weiß garnicht, ob das bei NTFS nicht sogar sichtbar gemacht und gelöscht werden kann, indem man sich zum Eigentümer von "System Volume Information" macht.

Die 2 Listen (Werksliste + wachsende Liste) sind ja entweder auch auf der HDD oder in einem Flashspeicher der Elektronik. Ich weiß es nicht, kann aber spekulieren :freaky:. Da es die Fehlerlisten schon immer gab, sind diese vermutlich auf der HDD, dann könnte man im Notfall z.B. auch die Elektronik tauschen. SMART wurde erst später erfunden und diese Daten sind dann im Flash. Bei der Momentus-XT wurde beim Firmware-Update z.B. auch der Betriebsstundenzähler gelöscht.

Mit Tools wie LLFORMAT von hddguru.com wird womöglich auch die wachsende Liste gelöscht, falls die defekten Sektoren nochmal getestet werden und wieder funktionieren sollten.
 
Bei mir geht nämlich ein Ringelspiel so:

Führe ich eine Datenträgerüberprüfung in Win7 per Rechtsklick auf Laufwerk, Eigenschaften, Tools, Fehlerüberprüfung (planen, ausführlich) durch, sammelt Windows 300 GB Daten zu einer $BadClus:Bad-Datei. Diese kann man z. B. in Defraggler erkennen.

Starte ich dann chkdsk c: /b von der Reparaturkonsole (vor OS-Start, mit Win-CD) wird diese Datei dann als unzutreffend erkannt und wieder entfernt.

Starte ich wieder die Datenträgerüberprüfung, geht das Spiel wieder von vorn los.

Vielleicht wäre ein Lösungsansatz, wie die Datenträgerüberprüfung abläuft, woher sie praktisch ihre Informationen bezieht.

Danke bis hierher!
Ergänzung ()

Die Platte ist übrigens eine Toshiba 2 TB, SATA 3.0 - 6 GB, also kein Flash o. ä.,
weshalb sich eigentlich Gedanken an einen Austausch der Elektronik durch das Preisgefüge verbieten sollten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Parameter für chkdsk in der Recovery Console ist /p, nicht /b. Mit /r würdest du zudem auch auf defekte Sektoren prüfen.
Lade einen Screenshot von CrystalDiskInfo hoch (Fenster aufziehen). Daran sieht man, ob tatsächlich Sektoren defekt sind.

Ein einfaches/schnelles Formatieren oder Partitionen neu erstellen würde BadClus zurücksetzen (ist ja nur ein Teil des Dateisystems). Um ein Defekt der Platte aufzudecken, wäre eine komplette Formatierung/Löschung die bessere Wahl.

Möglicherweise ist aber auch alles i.O.: http://forum.piriform.com/?showtopic=21594
 
@ Darlis:

Danke erst Mal!

CDI Toshiba.PNG

Ist den CDI das absolut unfehlbare Diagnose-Tool?


Ich glaube Du irrst Dich etwas bezüglich chkdsk.

Und zwar schließt die Funktionalität von chkdsk /b die Funktionalität von chkdsk /r ausdrücklich mit ein!
(http://technet.microsoft.com/en-us/library/cc730714.aspx) .
Und chkdsk /r schließt wiederum chkdsk /p mit ein.

Hättest Du im Übrigen eine Erklärung für das oben beschriebene Phänomen (Ringelspiel)?

Gruß,

cke :king:
Ergänzung ()

Hier ist übrigens der "Hauptthread":
https://www.computerbase.de/forum/threads/uncorrectable-error-in-data.1391227/ .

Und hier ein "Ursprungsthread":
https://www.computerbase.de/forum/threads/umgang-mit-bad-cluster.1343969/ .
Ergänzung ()

Ja, der Foren-Beitrag von Piriform ist ganz interessant.
Es kommt aber nicht so ganz durch, ob der Speicherplatz (immerhin 300 GB) genutzt werden kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
cantknoweveryth schrieb:
Ist den CDI das absolut unfehlbare Diagnose-Tool?
Es ließt die SMART-Werte von Festplatten aus, die dies unterstützen (wie auch viele andere Tools). Wenn SMART nicht richtig implementiert wurde, kann CDI auch nichts machen.

Gerade wenn es um wichtige Daten geht, kann die Platte von heute auf morgen den Geist aufgeben, egal was die SMART-Werte sagen.

cantknoweveryth schrieb:
Ich glaube Du irrst Dich etwas bezüglich chkdsk.
Jein. Ich habe die Doku von der XP-Version erwischt. Die ist etwas limitierter.

Den Rest schreibe ich in den "Hauptthread", sonst wird das zu unübersichtlich.
 
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