News Sicherer Messenger: Threema wechselt den Finanzinvestor, er bleibt deutsch

DocAimless schrieb:
Digitale Kompetenz der vielleicht 15 Jahre gut zusammen gefasst. Wenn etwas nicht nach 3 Sätzen verständlich ist und mit Smileys oder Animationen versehen ist, wird es als kompliziert angesehen.

Es ist nicht kompliziert in dem Sinne, dass man es nicht hinbekommt, sondern einfach zu komplex.

Kein Mensch hat Lust, sich irgendwelche Phrasen abzuspeichern, um ein Backup wiederherzustellen oder QR-Codes von Freunden zu scannen, um öffentliche Schlüssel auszutauschen.

Und ja: Den Sinn dahinter versteht der Normalo nicht. Muss er auch nicht. Es ist einfach ein Fehler in der UX, wenn man den Messenger an die breite Masse richtet und nicht an Privacy Nerds (no offense).
 
Capone2412 schrieb:
Es ist einfach ein Fehler in der UX, wenn man den Messenger an die breite Masse richtet und nicht an Privacy Nerds (no offense).
Nein, es ist kein Fehler der UX, sondern inherent nötig, wenn du wirksame E2EE haben möchtest.
 
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Kostenpflichtigkeit ist doch kein Nachteil. Es ist sogar das transparenteste Geschäftsmodell. Wir sind mittlerweile so daran gewöhnt worden, dass im "Internet" alles kostenlos ist. Nur fragen sich die wenigsten wie das überhaupt möglich ist? Bei einem Messenger wollen Entwickler bezahlt werden, Serverinfrastruktur muss finanziert werden und den Strom um die Server zu betreiben gibt es auch nicht für lau. Also wie möchtest du das finanzieren, wenn es werbefrei sein soll und deine Daten nicht verkauft werden sollen? Man muss sich schon entscheiden was man will.
 
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Capone2412 schrieb:
Es ist nicht kompliziert in dem Sinne, dass man es nicht hinbekommt, sondern einfach zu komplex.
Ich würde eher sagen viele sind einfach zu faul und haben kein Bock sich mit etwas auseinander zu setzen.
 
KitKat::new() schrieb:
Der liest sich zwar anfangs dramatisch, aber das wichtigste kommt am Ende:
We believe that all of the vulnerabilities we discovered have been mitigated by Threema's recent patches.

Natürlich wäre es schöner, wenn nie jemand was gefunden hätte. Aber ich glaube, diese Erwartung zu haben, wäre vermessen. Fehler passieren. Entscheidend ist, dass schnell und richtig regiert wird, sobald sie entdeckt wurden.
 
Leap schrieb:
Also wie möchtest du das finanzieren, wenn es werbefrei sein soll und deine Daten nicht verkauft werden sollen?
ähnlich wie email oder matrix: dezentral/föderiert.
da gibts dann kostenlose anbieter (werbefinanziert/spendenfinanziert), kostenpflichtige anbieter, oder du bist dein eigener anbieter und hast deine eigenen kosten (ggf nur https://de.wikipedia.org/wiki/EDA-Kosten).
 
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Telegram hat wenigstens einen Nutzen; da sind echt interessante Gruppen am start. Großer Mehrwert. Für mich eindeutig eine nützliche App auf die ich täglich zurückgreife.
Threema nutzt überhaupt keiner. Signal zeigt einige Kontakte.....nur Gespräche habe ich da nie geführt. Hab beide jetzt mal deeinstalliert. Seit Jahren totenstille.
WA brauche ich beruflich und nutze es auch bedenkenlos privat...
 
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@Capone2412 Das Backup bei Threema ist doch nicht komplex. Menü -> Backup -> ZIP-Datei erstellen und fertig. Auf dem neuen Gerät diese ZIP-Datei importieren und fertig. Das funktioniert alles offline, ohne auf irgendwelche Cloudanbieter angewiesen zu sein. Versuch mal ein offline-Backup bei WhatsApp. Wenn du möchtest, bietet dir Threema aber auch ein Cloud-Backup an. It's your Choice.
 
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KitKat::new() schrieb:
Nein, es ist kein Fehler der UX, sondern inherent nötig, wenn du wirksame E2EE haben möchtest.

Widerspricht meiner Aussage in keinster Weise.

Wer unbedingt darauf besteht, seine Public Keys absolut sicher per Scan auszutauschen, greift eben zu Threema. Die breite Masse versteht den Sinn dahinter aber kaum und schickt sich wahrscheinlich in vielen Fällen einfach die QR-Codes gegenseitig per Screenshot zu, nur dass die Ampel grün wird.

Leap schrieb:
@Capone2412 Das Backup bei Threema ist doch nicht komplex. Menü -> Backup -> ZIP-Datei erstellen und fertig. Auf dem neuen Gerät diese ZIP-Datei importieren und fertig. Das funktioniert alles offline, ohne auf irgendwelche Cloudanbieter angewiesen zu sein. Versuch mal ein offline-Backup bei WhatsApp. Wenn du möchtest, bietet dir Threema aber auch ein Cloud-Backup an. It's your Choice.

Ist schon ein paar Jahre her, dass ich Threema das letzte Mal genutzt habe. Ich meine, dass man damals ein gutes Dutzend random Wörter ausgespuckt bekam, die man sich irgendwo abspeichern sollte, um entweder die Backups oder auch das ganze Konto wiederherzustellen (bin mir nicht mehr sicher, für was genau).
 
timse201 schrieb:
Ich habe WhatsApp runtergeschmissen und nutzte nun vorwiegend RCS. Das ist deutlich einfacher anderen beizubringen. Ist ja meist nur ein Haken setzen und meist eh schon aktiviert.

Sehr gut, das ist weiterhin auch mein Vorhaben, sobald RCS durchgehend verschlüsselt ist.
Mit iOS 26.3 wird es dann wohl endlich so sein, sodass ich nur noch Signal und für 3 Whatsappkontakte RCS nutzen werde.
 
Rainbowprincess schrieb:
Ich bin einer davon und ziemlich stolz auf mich dahingehend. Unterwegs will ich online nicht erreichbar sein oder selbst online Aktivitäten tätigen.
Nennt sich Flugmodus. Dafür braucht man auch nicht "stolz" auf gekünstelten Verzicht sein. Du nutzt einfach die seit sehr vielen Jahren etablierten technischen Möglichkeiten der Endgeräte nicht. :evillol: (das allererste iPhone hatte vor fast 20 Jahren schon einen solchen Offlinemodus)
 
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Ich mag Threema zwar nach wie vor ganz gern, aber auch bei mir ist es so, dass es eher ein kleiner Kreis von Menschen ist, der darüber erreichbar ist. Und für den Großteil davon ist es eher der zweite Messenger, den sie nutzen, weil ich mich weigere WhatsApp zu installieren.
Bei den WhatsApp-Alternativen sind im Zweifelsfall eher ein paar Signal-Nutzer dazugekommen . Aber auch da bewegt sich das Ganze auf niedrigerem Niveau. Durch den starken Netzwerkeffekt gibt es da praktisch kaum Wechsel. Für Viele ist schlichtweg der Leidensdruck nicht da.
Immerhin: bei den "Nerd-Bekannten" sind immerhin eine größere Menge auch via Discord erreichbar (aber das könnte ja potentiell auch demnächst auf der Enshittification-Rutsche landen).
 
die Messenger sollen doch kompatibel werden, laut EU, um plattformübergreifend kommunizieren zu können!
Wäre das gut für die kleineren Messenger?
 
Ltcrusher schrieb:
Der Mensch vergisst schnell und auch viele Menschen die knapp über 30 sind können sich (angeblich) nicht mehr dran erinnern, daß Whatsapp früher auch was kostete. In der Android App waren es 3 Stufen. Meine es wären Bronze, Silber und Gold gewesen -> 1 Jahr, 2 Jahre, 3 Jahre.
Tatsächlich wurde es angezeigt - man konnte es aber IMMER weiter kostenlos nutzen
 
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WhatsApp ist immer komplizierter und eingeschränkt im Bilder versenden für die abreeit wird es schlechter und schl3chter

ich hoffe irgend einer taucht auf mit einem einfachen Programm welches auf alle möglichen gerate verfügbar ist
 
Leap schrieb:
Außerdem richtet sich Threema nicht nur an Privatnutzer, sondern wird auch von vielen (großen) Firmen zur Kommunikation benutzt
Ich selbst arbeite in einem Unternehmen mit 45k Mitarbeitern. Bin oft auf Messen unterwegs und ziemlich gut vernetzt mit namhaften Unternehmen gleicher Größenordnung.
Nenne mir mal bitte ne Hand voll Unternehmen, die Threema nutzt.
 
Ich habe es auch mal für 2 EUR oder 3 EUR gekauft, aber bei mir hat es niemand genutzt. Signal nutzt auch niemand in meinem Umfeld. Ich bin daher aktuell nur per Telegram unterwegs.

Asznee schrieb:
Weiß nicht wie es heute ist, ob sich das mal einer intern angeschaut hat bzw durfte.
Da gab es ein paar Audits. Das letzte anscheinend 2024. Mehr dazu auf der Threema Website.
 
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Threema ist tot. Damals, als Whatsapp in diese Datenschutzkritik gekommen ist, hätte Threema kostenlos angeboten werden sollen. Zumindest das erste Jahr oder sowas. Die Leute haben sich damals etwas schwerer getan Geld für Massanger auszugeben. Threema hat die Chance verpasst.
Jetzt ist Threema zwas kostenlos, aber interessiert niemanden mehr.
 
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Computerfuchs schrieb:
Die überwiegende Mehrheit der jungen Menschen hat Boomern als Eltern.
Wenn Du mit jungen Menschen Gen Z meinst, dann sin deren Eltern meist eher Gen X (1965-1979). Die Kinder von Boomern sind heute meist in den 30ern.

Aber gerade Messenger gehören zu den Dingen in der digitalen Welt, die sich mittlerweile in fast allen Altersgruppen durchgesetzt haben. Selbst meine schon über 80-jährigen Eltern nutzen sie.
Menschen mit höherer Sensibilität für Datenschutz kenne ich in allen Altersgruppen.
Der Mehrheit der Leute ist auch die Allmacht und den damit verbundenen Risiken der US Techkonzerne durchaus bewusst, d.h. nur noch lange nicht, dass man auf die Dienste verzichtet. Aber ich glaube, dass es schon ein Wechselpotenzial gibt, wenn die alternativen Angebote einen ähnlichen Nutzen haben.

Threema hat in meinem Umfeld niemals eine „kritische“ Masse erreicht, um es überhaupt nur als Zweitmessenger einzusetzen, und es scheint einigen anderen hier ähnlich zu gehen.

Bei Signal hat es wesentlich besser geklappt. Wir haben auf Anregung einer meiner Schwägerinnen (die nicht gerade IT affin ist, aber im Gegenteil eher IT kritisch) nach WhatsApp Alternativen geschaut, und sind bei Signal gelandet. Die ganze Famile (15 Personen von den Großeltern zu den Enkeln, Alter zur Zeit 15-84) nutzt für die Familienkommunikation mittlerweile Signal. Außerhalb der Familie sieht es aber in der Regel bescheiden aus. Gerade die jungen (15-27) nutzen nach eigener Aussage Signal nur für die Familie, sonst WhatsApp, Telegram, usw.)

Ich selber habe mittlerweile noch andere Kontakte in Signal, sodass 90% meines Nachrichtenvolumens zwar Signal ist, aber mit 10% meiner regelmäßigen Kontakte.

Vor allem die üblichen Gruppenchats (Sport, Vereine, Kollegen) sind eigentlich immer WhatsApp, weil es der kleinste gemeinsame Nenner ist.

Ich finde das Konzept „Stiftung“ bei Signal eigentlich die beste Lösung für so einen Dienst, wenn die Stiftung noch außerhalb der USA liegen würde, und die Server nicht bei US Hyperscalern, wäre es natürlich noch besser.

Wilfriede schrieb:
Heute muss ich aber auch sagen. Bei unseren Chats ist der „Datenschutz“ echt egal
Bezüglich Chat Inhalten ist aber auch WhatsApp eigentlich kein Problem, denn es ist Ende-zu-Ende verschlüsselt. Problem ist eher der Umgang mit Metadaten und die ständigen Begehrlichkeiten von Meta, WhatsApp zu monetarisieren.

Hinzu kommt bei allen US Diensten mittlerweile das Erpressungspotenzial durch die Trump-Regierung.
 
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