Sinn mehrerer Partitionen?

Hoi zusammen,

Derzeit nutze ich auf meinem System keine Partitionen, wohl aber mehrere Festplatten. Eine 250GB Samsung-Festplatte dient als Systemfestplatte (Betriebssystem, Treiber, Programme) und eine zweite 250GB Seagate-Festplatte ist ausschließlich für Daten reserviert (FLACs, Fotos, Videos, Dokumente). Die Datenfestplatte wird einmal im Monat auf eine externe Festplatte gesichert.

Von einer Datenpartition auf der Festplatte 1 halte ich garnichts, eine separate Festplatte erscheint mir - auch im normalen Betrieb - deutlich sicherer als eine stark beanspruchte Systemfestplatte.

Dem Familien-PC habe ich neben der separaten Datenfestplatte allerdings auf der Systemfestplatte neben der Systempartion noch eine Partition als "Scheinfestplatte" eingerichtet. Einige Familienmitglieder machen ganz gern irgendwas tolles ... beispielsweise die Datenfestplatte formatieren. -_- Nun habe ich für alle Benutzer bis auf den Administrator/Hauptbenutzer die "echte" Datenfestplatte gesperrt und ausgeblendet. Sollen sie sich halt an der Scheinfestplatte ("Na die Festplatte D: !") austoben. ^^


Beim Lesen kam mir gerade eine Idee, die vielleicht nicht vollständig in diesen Zusammenhang passt, aber vielleicht bedenkenswert ist.

Wenn ich mein System neu aufsetzen (was gottlob bei mir seltenst/garnicht) passiert, dann installiere ich anhand einer Checkliste das Betriebssysten, die Treiber, notwendige Software (Virenscanner, Firewall, OpenOffice, AcrobatReader und was sonst so zur Grundausstattung gehört) und treffe die notwendigen Einstellungen fürs BS sowie das Heimnetzwerk. Ist nicht kompliziert, aber zeitaufwändig. Der Familien-PC hingegen wird "gelegentlich" geschrottet und muss dann neu aufgesetzt werden ... ich kann mir erfreulichere Samstage vorstellen, als einen PC neu aufzusetzen.

Nun zur Idee: Man teilt die Systemfestplatte in zwei Partitionen (90% System, 10% Image vom System). Dann installiert man alles und schafft einen stabilen sauberen Urzustand, von dem man ein Image erzeugt und auf der Image-Partition ablegt. Wenn nun wieder das Betriebssystem rummuckert, sollte man doch diese Systempartition formatieren und anschließend das Image wieder hinaufziehen können. Fraglich allerdings, ob das ohne funktionierendes Betriebssystem überhaupt geht.

Hat jemand Erfahrungen mit so einer Vorgehensweise und könnte mir Hinweise geben? Würde ein paar Familiensamstage für familiärere Aktivitäten als PC richten freimachen. ^^


- Harold
 
Klaro geht das! Probier doch mal die Demos unterschiedlicher Image-Programme wie TrueImage, Drive Snapshot, Ghost, R-Drive Image oder anderer aus.
Ein funktionierendes Betriebssystem benötigen die wenigsten. Meist wird ein Medium erstellt, von dem man booten kann. Wenn nicht, muß eben eine PE wie Bart PE oder eine simple XP/Vista-CD/DVD herhalten, unter der man per Konsole das Imageprogramm auf der Imagepartition anschubst.
Übrigens, sich auf ein Image auf der gleichen Platte zu verlassen, nützt beim Ausfall der HDD nicht. Besser ist da ein separates Medium wie eine zweite Platte oder eine DVD-RW, die einmal im Monat oder so inkrementell aktualisiert wird.
 
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chriskatz17 schrieb:
Der Nachteil daran ist: Ist die Festplatte defekt, sind alle Daten Futsch

Das wären sie ohne Partitionierung doch aber auch o_O Verstehe gerade nicht, was du meinst. Man erhält doch keinen Nachteil durch das bloße Partitionieren einer Platte,
 
Hoi,
DeusoftheWired schrieb:
Das wären sie ohne Partitionierung doch aber auch o_O Verstehe gerade nicht, was du meinst. Man erhält doch keinen Nachteil durch das bloße Partitionieren einer Platte,
Ich glaube er meint damit, dass es prinzipiell sinnvoller ist, die Daten auch physikalisch von der Systemplatte zu trennen - sprich auf eine eigene Festplatte auszulagern, anstatt nur auf eine andere Partition. Ist auch sehr vernünftig und ich handhabe es so.

DeusoftheWired, du hast natürlich recht. Wenn die Festplatte zusammenbricht nutzt mir auch die Spiegelung auf der kleinen Partition nichts. In diesem Fall brauch ich ne neue Festplatte und da würde ich sowieso alles per Hand neuinstallieren. Diese Reservekopie ist ja nur dafür gedacht, wenn das Betriebssystem zu verkrustet ist oder irgendetwas schiefgeht. Dann die Spiegelung drauf und fertig. Für die Schulen in meiner Verantwortung haben wir sogenannte "Wächterkarten" beschafft, die prinzipiell auch nichts anderes machen als bei jedem Neustart etwaige Änderungen der Schüler rückgängig zu machen oder einfach eine unberührte Kopie des Originalzustandes wieder auf den Rechner zu kopieren. Nur für den Hausgebrauch ist mir eine Wächterkarte dann doch zu teuer, wenns auch kostenneutral geht. ;)


- Harold
 
Ah, okay. Jetzt verstehe ich auch, wie’s chriskatz17 gemeint hat. Und natürlich hat er recht damit, es ist immer sinnvoll, eine zweite Kopie auf einem anderen Medium zu haben, aber das hatte ich mit der DVD-RW ja schon angesprochen.
Die Wächterkarten kenne ich. Werden in der Berufsschule, die ich besuche, auch eingesetzt. Aus Adminsicht eine geniale Lösung. Als Heimanwender sind die aber wegen des Preises keine Option, außerdem müßte man sie dauernd im „schreibenden“ Modus betreiben, weil man ja möchte, daß die Änderungen des Vortags auch nach dem Hochfahren am nächsten Tag wieder zur Verfügung stehen.
Wie gesagt, schau dir die oben verlinkten Imager alle mal an, probiere sie aus und entscheide dich für den, der deine persönlichen Anforderungen am besten erfüllt.
 
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