News SOCAMM2: Micron packt jetzt 256 GB LPDDR5X auf ein Modul

ElisaMüller schrieb:
Der Stecker Anschluss ist einfach überhaupt nicht gemacht für solche hohe Taktraten.
Wie kommst du darauf?

ElisaMüller schrieb:
weil "XMP/EXPO ist overclock, nicht offiziell supported".
So sieht es aus. Der Memory Controller in der CPU hat nun mal ein Taktlimit. Der kann einfach nicht unbegrenzt schnell arbeiten. Warum ist das ein Problem?

ElisaMüller schrieb:
Das läuft so bescheiden, dass sogar absurd lange RAM trainings beim boot nötig werden.
Bei mir sind es hochdramatische 5 Sekunden, die immer nur dann anfallen, wenn ich das UEFI aktualisiert habe. Also alle Jubeljahre mal.

ElisaMüller schrieb:
bessere Übertragung hinbekommt, weil es verschraubt wird
Willst du wirklich hohe Taktraten bei guter SNR, muss der RAM verlötet werden. Stecken und Schrauben wird dem Löten immer unterlegen sein.
 
Okay, nehm ich 🖥️
 
ElisaMüller schrieb:
Mit ach und krach, werden 6000MHz geschafft, wenn es denn die CPU und das Mobo zulässt. Noch nicht mal die 6000MHz sind ja wirklich garantiert, weil "XMP/EXPO ist overclock, nicht offiziell supported".
Habe tatsächlich nie Probleme mit meinem 6000MHz Kit gehabt. Mit dem 13900K out of the box.
ElisaMüller schrieb:
Das läuft so bescheiden, dass sogar absurd lange RAM trainings beim boot nötig werden.
Mit dem 9800X3D hat es zwar paar Minuten gedauert beim ersten Boot, aber das ist tatsächlich "normal" bei AMD. Ansonsten startet der 9800X3D sofort, wie meine Intel Systeme.

Am Ende geht aber nichts über JEDEC und ECC.
 
Fragger911 schrieb:
Wieso, man hätte doch prinzipiell mehr strahlende Fläche verfügbar, statt nur den schmalen Rücken der DIMMs?

Stimmt, war ein Denkfehler meinerseits. War gedanklich bei höher = besser weil es mehr heraussticht (nutze kein RGB), aber hast Recht, mehr Fläche dürfte besser sein, zumal SOCAMM weniger Probleme mit CPU-Kühlern machen würde. Außerdem sollte es die Implementierung von Displays oder ähnlichem auf dem RAM erleichtern. Hätte also außer den von mir spekulierten Skaleneffekt noch weitere Vorteile für Hersteller und Konsumenten.

SOCAMM würde zwar vermutlich die Preise für Mainboards leicht erhöhen, und Sideband-ECC den Preis für den Speicher, aber der größte Preisaufschlag bei RDIMM dürfte ja sowieso eher der Enterprise-Aufschlag und die aufwändigere Validierung sein. Die könnte man ja wie bei UDIMM-ECC weglassen. Na ja, eh nur eine träumerei von mir, die Hersteller lieben ja Marktsegmentierung.
 
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Ich würde bei SOCAMM noch einen Schritt weiter gehen:
→ Entweder man packt sie auf die Rückseite des Boards, wo der Mainboardschlitten Löcher hat. Oder wenn keine Löcher da sind, dann sollen sie via Wärmeleitpad Kontakt zum Schlitten bekommen und darüber ihre Hitze abgeben.
→ Oder sie bleiben auf der CPU-Seite, aber müssen an einer normierten Position in Relation zur CPU-Position sein. Das würde es zukünftig ermöglichen, Kühlblöcke zu entwickeln, die CPU und Speicher zusammen kühlen können. Damit gäbe es kein olles Rumgehampel mehr, ob der RAM dem Kühlblock im Weg steht oder nicht.
 
Krik schrieb:
Wie kommst du darauf?
Weil ich bereits genug Ärger hatte und viele meiner Freunde auch.
Krik schrieb:
So sieht es aus. Der Memory Controller in der CPU hat nun mal ein Taktlimit. Der kann einfach nicht unbegrenzt schnell arbeiten. Warum ist das ein Problem?
Das Problem ist, dass AMD selbst vorschlägt 6000MHz zu verwenden, weil das der sweet spot und 1:1 usw. ist, aber die vorgeschlagenen 6000MHz gar nicht von irgendeinem Hersteller offiziell supported werden.
Kaufst du dir eine neue CPU und Mobo und die 6000MHz booten nicht, kuckst du blöd in die Röhre. Gab es glaube ich sogar hier schon ein Artikel zu von betroffnen Usern.

Krik schrieb:
Bei mir sind es hochdramatische 5 Sekunden,
Bei meinem Asus B650 musste ich mich entscheiden zwischen 30s RAM training bei jedem boot, oder einem instabilen Betrieb.

Bei meinem MSI B850 ist es besser, aber immer noch ca. 15s bei jedem boot.
Stört mich jetzt nicht wahnsinnig, da mein Gaming PC getrennt ist von meinem Work PC und Laptop, aber als jemand der "ziemlich früh" eine 120GB SSD boot disk hatte, finde ich es schon irgendwie lächerlich, dass ich heute massiv länger brauche zum Windows booten als im Jahr 2010.
 
Okay. Ich kann immer noch nicht nachvollziehen, wo der Stecker Probleme macht.

ElisaMüller schrieb:
Das Problem ist, dass AMD selbst vorschlägt 6000MHz zu verwenden
Aber das macht AMD doch gar nicht. Die sagen, bei der aktuellen Ryzen-Generation darf man den RAM bis 5600 laufen lassen. Alles darüber ist Overclocking.
Dass der Sweetspot bei 6000 bis 6200 liegt, ist jetzt blöd, aber so ist es nun mal. Der Chip wurde nicht dafür designt, dauerhaft bei diesen Taktraten zu laufen, auch wenn das quasi „um die Ecke“ liegt. Es kann laufen, aber garantiert wird es nicht.

ElisaMüller schrieb:
Kaufst du dir eine neue CPU und Mobo und die 6000MHz booten nicht, kuckst du blöd in die Röhre.
Selber Schuld. AMD garantiert nicht, dass das System bei diesen Frequenzen funktioniert.

ElisaMüller schrieb:
Bei meinem Asus B650 musste ich mich entscheiden zwischen 30s RAM training bei jedem boot, oder einem instabilen Betrieb.
Ok, notiert: Kein Asus-Mobo kaufen.
Ich habe hier ein Gigabyte B850. Das RAM-Training wird immer nur ein Mal nach einem BIOS-Update durchgeführt. Das kann ich nicht verhindern, weil die Standardeinstellungen nach dem Update geladen und dann ein Neustart durchgeführt wird. Er macht dann sein Training und erst danach kann ins BIOS um Memory Context Restore wieder zu aktivieren. Das System läuft stabil mit EXPO 6000.

ElisaMüller schrieb:
aber als jemand der "ziemlich früh" eine 120GB SSD boot disk hatte, finde ich es schon irgendwie lächerlich, dass ich heute massiv länger brauche zum Windows booten als im Jahr 2010.
Aber dafür läuft die Hardware insgesamt schneller.
Du musst dir nur klar machen, dass die Hardware heute näher an der Grenze betrieben wird als früher. Der Sicherheitsfaktor ist kleiner geworden, man ist jetzt näher im Grenzbereich. Das RAM-Training gibt es ja aus genau diesem Grund.
 
Fragger911 schrieb:
aber der Footprint ist halt extrem wichtig auf der begrenzten Fläche eines Mainboards. ;) und da reden wir noch nicht mal von Mini-ITX oder so.
Da die Module liegend verbaut werden, könnte man die aber auch recht gut auf die Mainboardrückseite verlagern. Müsste man sich nur in der Norm für die Mainboard-Layouts auf eine Position einigen, damit die Gehäusehersteller eine entsprechende Aussparung im Mainboardtray vorsehen können.

Hätte auch den Vorteil, dass man einfach an den RAM dran kommt, weil man nur die Seitenwand abnehmen muss, während es auf der Vorderseite durch den CPU-Kühler teils recht beengt zugeht.
 
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