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NewsSocial Media: EU-Parlament fordert Mindestalter von 16 Jahren
Das EU-Parlament fordert ein EU-weites Mindestalter von 16 Jahren für die Nutzung sozialer Medien. Außerdem soll es Verbote für die schädlichsten suchtfördernden Praktiken geben. Um dies umzusetzen, sollen eine EU-App zur Altersüberprüfung und die digitale Brieftasche für die europäische Identität (eID) entwickelt werden.
Die Regeln klingen eigentlich danach, als sollte man diese genrell zur Anwendung bringen.
Dann würde sich auch die Notwenigkeit, einer "App" erübrigen.
Bei dieser habe ich nämlich Bauchschmerzen...
Zum einen würde je nach Umsetzung de facto die "Anonymität" im Netz vollends aufgehoben.
Zum anderen steht ja wieder zu befürchten, dass die "App" dann wieder nur für Android und iOS angeboten wird, proprietär ist und vermutlich sogar noch Google Play Services oder anderen Big-Tech-Schmu vorraussetzt...
Die (teilw.) unverschuldete Inkompetenz vieler Eltern im Bereich Erziehung lässt nur annähernd erähnen, wie hilflos und desinformiert diese bzgl. eines "gesunden" Umgangs mit sozialen Medien sie (auch selbst) sind.
Ich denke, soziale Medien sollten ein Schulfach werden oder zumindest sollte es so etwas wie einen einmonatigen Unterricht geben, wenn die Kinder etwa 13 werden, damit das Ganze mal richtig eingeordnet wird.
Finde ich alles super. Nur die Art wie das am Ende implementiert wird gefällt mir nicht. Ich hätte deutlich weniger dagegen, wenn das am Ende nicht mit Identitätsspeicherung sondern nur per Einmal Erfassung (und dann tatsächlicher Löschung der Infos) umgesetzt werden würde. Das wird dann zwar auch kompromotiert aber der Schaden wäre nicht mehr ganz so groß. Aber gut. Wem sag ich das.
Ein Verbot wird hier nicht helfen, im Gegenteil. Dann wird das Ganze halt heimlich umgangen und trotzdem konsumiert. Jetzt haben die Eltern zumindest die Chance offen mit ihrem Kind darüber zu sprechen und gesehene Dinge einzuordnen. Kompetenzen dahingehend zu schulen halte ich daher für viel wichtiger. Sprich auf die Funktionsweise der Algorithmen eingehen, etc.
Das betrifft ja dann Erwachsene, wie soll man sonst den Unterschied ausmachen?
Es ist Zeit das Ihr mit eurer Stimme ein Zeichen gegen Überwachung setzt. Die Handyapp zur Authentifizierung ist auch ein Überwachungsmittel. Eine Datenübermittlung wird kaum verhinderbar sein.
Nebenbei können dann vielleicht noch Fotos, Kontakte und Rufnummern verknüpft werden, ...
Was nicht zwingend negativ sein muss. Ich kann mir vorstellen das das umgehen von Einschränkungen die Kinder selbständiges systematisches Denken lehrt. Das in Zusammenhang mit technischen Zusammenhängen verbessert sicherlich auch die allgemeine Nutzung von digitalen Inhalten oder wie man es damals nannte EDV-Kenntnisse. Verbotene Dinge können ein starker Antrieb sein.