News Software und Dienste: Wie sehr seid ihr von Big Tech abhängig?

Mir fehlt hier noch Tencent, wenn ich so an mein Wechat denke.

Generell versuche ich ja auch kleinere Plattformen zu nutzen, aber da kommt nicht viel zusammen.
z.B. Thunderbird, Firefox, Threema (mit zuwenigen Leuten), PDF-xchange, ne eigene Cloud/FTP.

Ein Handy ohne Android mag ich mir nicht vorstellen (mit Apple komm ich nicht klar bei der Bedienung).

Whatsapp und obiges Wechat lassen sich nicht für mich nicht vermeiden wenn man Kontakte nicht abbrechen oder gar nicht erst haben mag.

Ich hatte ne Weile mit Libre-office gearbeitet, aber irgendwie ist das Microsoft Office einfach zu vertraut, auch aus der Arbeit heraus. Ein Abo vermeide ich dabei jedoch noch.
 
Ich bin froh, das ich nie eine größere Abhängigkeiten zu BigTech hatte.
Aber hatte ich auch bisher kaum Abnabelungsschmerzen.
Und klar kostet das auch hier und da Komfort, aber man gewinnt ja auch was. In erster Linie digitale Souveränität.

Und klar, man kriegt nicht alles zu 100% weg. Aber es geht ja auch nicht unbedingt darum Purist zu sein, sondern eben sich selbst besser aufzustellen und einen guten Kompromiss zu finden.
 
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wtfNow schrieb:
Google, Amazon, Apple, Nvidia, PayPal,... nutze ich sehr gerne und mit einem guten Gewissen, eine Abhängigkeit sehe ich aber nicht.
Ist natürlich etwas "unfair", aber Google und Amazon allein hosten das halbe Internet (je nach Quelle auch mal 2/3). Auf der Ebene sind wir alle ziemlich abhängig. :hammer_alt:
 
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Moritz Velten schrieb:
Ich finde die Debatte sehr überzogen.
politisch aufgeladen. am ende nutzen die meisten die services, einfach weil es keine oder schlechtere alternativen gibt.
die ganzen kritiker sollten nicht so viel reden, sondern taten sprechen lassen. also komplett big tech den rücken kehren. dazu sind aber nur die wenigsten bereit. die, die es durchsetzen haben meinen respekt, im gegensatz zu den ganzen empörten und heuchlern, die nur quatschen und nix ändern...

grüße
 
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Es gibt Bereiche, da ist schlicht kein europäisches Konkurrenzprodukt vorhanden, welches den gleichen Funktionsumfang bietet. Zum Beispiel Smartphones. Immerhin kann man mit alternativen Betriebssystemen wie Lineage OS etwas gegensteuern.

Mir geht es vor allem um die Wertschöpfung, die man in Europa behalten könnte und müsste. Besonders bei einer schwächelnden hiesigen Industrie muss man sich breiter aufstellen. Dabei spielen Startups, Tech Unicorns und Open Source made in Europa eine große Rolle.

Wolfgang.R-357: schrieb:
Ich kann mir durchaus vorstellen, dass sich das wieder (etwas) normalisiert, wenn die nächsten Wahlen in den Usa abgehalten wurden.
Eine derartig große Abhängigkeit von amerikanischen Konzernen ist, unabhängig von der politischen Situtation, immer schwierig imo.
 
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Für fast alle Anbieter gibt es eine Alternative. Schwer würde ich mir bei PC Hardware tun und auf Linux umzusteigen mit allen Anwendungen und Spielen würde auch sehr aufwendig werden aber wesentlich einfacher als vor 20 Jahren. Noch sehe ich nicht die Notwendigkeit.
 
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Extrem. Privat geht es noch, beruflich aktuell quasi maximal.
 
Ich stehe da eigentlich ganz gut da:
Handy mit GrapheneOS, keine Play Services
PC mit Linux
Email bei Mailbox
Sachen wie NTFY, FindMyDevice, Immich, und was man sonst so unterwegs braucht hoste ich selbst.
Geräte, die Online-Zwang haben werden konsequent boykottiert, meine Smarthome-Sachen laufen alle nativ lokal oder wurden gerootet (Valetudo für den Sauger z.b.).
Whatsapp, Instagram, Facebook, Twitter, Tiktok und wie die ganzen Enshittyfication-Plattformen so heissen werden nicht genutzt.
Youtube über Peertube.
Einzig Valve stellt hier die Ausnahme dar - aber die kann man anhand des bisherigen Verhaltens ja auch nicht im Ansatz mit der Verkommenheit von z.b. Meta oder Microsoft vergleichen...

Klar ist das auch etwas Arbeit, aber ich würde nie auf die Idee kommen, meine Daten und meinen Alltag so sehr fremden Firmen auszuliefern, wie es so unglaublich viele Menschen machen :freak:

Hardwaretechnisch ist das natürlich etwas schwerer - solange die Hardware aber eben offline ist, solange ist das Risiko natürlich auch enorm viel geringer...

Insgesamt würde ich also sagen, dass ich bei einer plötzlichen Blockade durch die USA privat insgesamt ziemlich glimpflich davon kommen würde, nur bezüglich der Spiele wäre es ein größeres Problem - wobei diese ja definitiv nicht Lebensnotwendig sind ;)
 
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Klingt für mich nach einer Phantom-Debatte, bei der es im Kern nicht um Big Tech geht, sondern um die politische Führung des Heimatlandes, die einem nicht passt. Als X noch Twitter war hatte kaum jemand Probleme mit Zentralisierung und Monopolbildung bzw. gab es keinen Ruf nach europäischen Alternativen. Ziemliche Heuchelei mMn.
 
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Gilga schrieb:
Whatsapp und obiges Wechat lassen sich nicht für mich nicht vermeiden wenn man Kontakte nicht abbrechen oder gar nicht erst haben mag.
Ja. Wobei sowas in der Regel ja noch am besten zu handhaben ist, da man sich ja mehrere Messenger installieren kann. Was nicht anders geht macht man halt weiter über WhatsApp und den Rest dann halt bei den Alternativen.

Gilga schrieb:
aber irgendwie ist das Microsoft Office einfach zu vertraut,
Ehrlich gesagt hab ich nie verstanden, wie man mit Office (egal ob Microsoft oder Libre) gerne arbeiten kann. Ich finde das irgendwie extrem umständlich.
Aber ist vermutlich primär Geschmackssache, von Abhängigkeiten wie Arbeitgeber mal abgesehen.
 
HtOW schrieb:
VW hat durch den Dieselskandal in der USA alleine knapp 100mrd USD an Strafen und Gebprhen gezhalt.
Ja, aber da hat die EU nicht prompt den USA mit Strafzoll gedroht...

sNo0k schrieb:
hey, sobald Monsanto zu Bayer gehörte haben die auch auf einmal Zahlen müssen :D
Der Bayer-Aktie geht es wieder deutlich besser, seitdem die Amerikaner kapiert haben, dass deren Saatgut nur von Bayer und alternativ sonst in China produziert wird...
 
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Banned schrieb:
Als X noch Twitter war hatte auch kaum jemand Probleme mit Zentralisierung und Monopolbildung bzw. gab es keinen Ruf nach europäischen Alternativen.
Zentralisierung wurde schon immer kritisiert. Also vielleicht jetzt nicht in Regierungskreisen aber das ist schon länger ein Thema. Und schon länger wurde vor dem gewarnt, das dann eben auch passiert ist.
 
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Langfristig soll Windows auf dem Desktop ersetzt werden. LibreOffice, Firefox und Thunderbird sind schon lange Standard. Das NAS ist ein Raspberry mit OMV. Das Notebook läuft mit CachyOS, die ewigen Arch-Updates sind etwas nervig.

Android-Apps werden durch Open-Source- und F-Droid-Alternativen ersetzt.

Google lässt sich schlecht ersetzen, aber ich wollte schon immer mal einen eigenen E-Mail-Server aufsetzen.
 
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sNo0k schrieb:

Ja wissen wir denk ich fast alle. Aber bringt halt nichts wenn keiner es installiert.
Solange das ding kein Autoinstaller hat den man am PC ausführt ist das doch nur eine Minderheiten Lösung.
Ich selbst hab kein bock auf den aufwand und Blockier lieber so viel wie geht unter dem Normalen Android was auch sehr gut funktioniert.
 
Wolfgang.R-357: schrieb:
Ich kann mir durchaus vorstellen, dass sich das wieder (etwas) normalisiert, wenn die nächsten Wahlen in den Usa abgehalten wurden.
Schon die Zwischenwahlen im November, wo die Umfragen darauf hindeuten das Trumps Partei verliert, könnte sich die Lage bessern.
Der Panikmodus wieder einer "normalen" und gesunden Skepsis weicht.
Das Problem ist nicht Trump sondern der durchschnittsamerikaner, der kein Problem hat einen kriminellen und einen "pussy-grabber" zu wählen. Die wussten wer der Trump ist und haben ihn trotzdem gewählt. Wenn der Trump weg ist kommt der nächste verrückte. Die USA sind pleite und werden massiv an Lebensqualität einbüßen, was bedeutet die Amis werden eher noch verrückter.
 
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Hauptsächlich rausgeflogen ist der Datenspeicher-Bereich (nutze seit ein paar Jahren Synology Drive + Photos) und beim Browser ging's auch schon vor einer Weile zurück zum Firefox. Und WhatsApp habe ich nie benutzt, stattdessen Threema und Signal. Aber ansonsten gibt's doch eine große Menge von US/Big Tech-Produkten und Diensten, die ich zumindest unregelmäßig nutze.
Und auch wenn ich immer mal wieder schaue und auch an diversen Sachen rumbastele: an vielen Stellen reicht mir der Komfort der Alternativen dann leider doch noch nicht.
 
@andy_m4 Klar, aber es war mMn vorher eher eine Randdebatte. Ich meine, spätestens seit Snowden kann jeder wissen, was so möglich ist. Und jeder, der das Geschehen einigermaßen verfolgt, weiß, wie Big-Tech-Konzerne ihre Macht ausgebaut haben. Aber komischerweise kommen m.E. erst seit Trump ganz viele aus ihren Löchern gekrochen, die diese Argumentationen nun aufgreifen, aber für die es zuvor nie wirklich problematisch war. Und das ist dann einfach heuchlerisch, wenn man nur dann gegen Zentralisierung, Zensur und Ausdünnung der Privatsphäre ist, wenn einem die politischen Machthaber nicht passen.
 
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Moritz Velten schrieb:
Ich finde die Debatte sehr überzogen.
Eine Debatte ist nie überzogen da reden immer besser ist als gleich Nägel mit Köpfen zu machen.
Seven2758 schrieb:
Warum wird Bluesky als Alternative aufgeführt?
Das einfach ein Bild von einem Reddit Beitrag der jetzt ehrlich nicht viel zu sagen hat nach meiner Meinung. Würde da eher auf DI.day als Quelle verweisen oder andere die sich schon Jahre mit der Thematik befassen.

Wo es halt null alternativen gibt, sind Kreditkarten ich wüsste nicht das es was gibt, was Mastercard, Visa oder Amex die Stirn bieten könnte, um Global zu bezahlen ohne wieder Wechselstuben besuchen zu müssen.
 
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