Softwareentwickler oder Administrator ==> Ifnormatikstudium?

dragonabllz

Ensign
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Hallo Leute,

für was werden eigentlich Informatiker ausgebildet? Wenn ich heutzutage nach dem Informatikstudium frage und gleichzeitig "Programmieren" sage, heisst es dann oft Informatikstudium != Programmieren. Was denn nun? Was hab ich denn dann durch das Infostudium wenn ich nicht Programmieren lerne im Studium?

Was ich will ist folgendes: Entweder später als Softwareentwickler arbeiten (also doch Programmieren) oder als ein Administrator, der ganze Netzwerke/Systeme verwaltet etc...

Nochwas: Bei den obengenannten Berufen, sollte ich eher "normales" informatik oder Wirtschaftsinformatik studieren, was bringt mir WI für Vorteile gegenüber normalem Studium?

Algemeiner gefragt: Welche Berufe kann ich denn durch ein Infostudium ausüben?
 
Ein Programmierer ist eher der Handwerker und nicht der Architekt ;-)

Beim Informatik-Studium geht es um die Theorien die hinter dem ganzen stehen und die "großen Zusammenhänge". Damit wird man zum "Software-Architekt" ausgebildet der dann den Prorammieren sagt was sie machen sollen. Also die ganze Planung übernehmen und evtl. auch wirklich neue Wege in der Softwareentwicklung finden.

Als Administrator wäre eine Ausbildung zusammen mit speziellen Kursen (zur verwendeten Hard- und Software) wohl das beste. Wirtschaftsinformatik könnte auch passen, vor allem wenn man sich selbstständig machen will.

Beim Programmierer wäre eben die Überlegung wie du das ganze angehen willst: als einfacher "Handwerker" oder eben als großer "Architekt". Entsprechend ist aber auch der Anspruch an dich bei der Ausbildun, so ein Informatik-Studium ist recht trocken und theoretisch, zusammen mit viel Mathematik (Informatik ist eigentlich ein Teilgebiet der Mathematik)
 
also ueblicherweise programmierst du nach dem informatikstudium nicht/kaum mehr ... trotzdem lernst du normalerweise heutzutage im studium das programmieren, weil du das technische know-how einfach als grundlage fuer (anspruchsvollere) jobs benoetigst. wenn du als softwareingenieur arbeiten willst (waere typisch nach einem informatikstudium), dann ist es oftmals so, dass du dich ein bisschen um projektmanagement kuemmerst, ein bisschen, dass alles zusammen passt und vielleicht leitest du dann bald mal ein team von 3 - 5 offshore-entwicklern und musst dich um die integration und vor allem auch requirements engineering kuemmern.
 
falke_ schrieb:
also ueblicherweise programmierst du nach dem informatikstudium nicht/kaum mehr

So? Das ist mir komplett neu. Gerade Neulinge programmieren fast immer. Ich weiß nicht woher du deine Information hast. Natürlich wird man das eher unter Entwicklung zusammenfassen, d.h. Requirements Engineering, Design, Implementierung(Programmieren), Test(Programmieren) Rollout + Doku. Neulinge werden aber mehr Implementieren.

Das Informatikstudium beinhaltet wesentlich mehr als nur Programmieren. Programmieren ist zwar eine Teilmenge davon, aber eben nur ein Teil.
Generell macht man aber eine Unterscheidung zwischen Programmierer(Fachinformatiker) und Softwareentwickler(Informatik Absolventen).

WI bringt dir keinen Vorteil für die oben genannten berufe. Allerdings um als Admin zu arbeiten ist ein Informatikstudium wohl doch oversized. Eine Ausbildung reicht hier i.d.R..

Welche Berufe es noch gibt: google. Also genug um sie nicht alle aufzählen zu müssen.
 
falke_ schrieb:
also ueblicherweise programmierst du nach dem informatikstudium nicht/kaum mehr ...

nicht jeder ist nach einem Informatikstudium direkt Softwarearchitekt, Consultant oder irgendetwas anderes bei dem er nicht mehr programmiert.
Aber wenn jemand mit einem Informatikstudium programmiert, was durchaus auch viel vorkommt, dann an anderen Dingen als ein ausgebildeter Programmierer, denn die wären dafür dann billiger.
 
Welche Berufe es noch gibt: google. Also genug um sie nicht alle aufzählen zu müssen.

Das ist ja das Problem, wenn ich in Google suche kommen nur Foren die ebenfalls selbe Fragen stellen und die Antworten sind wie hier immer gleich: "Berufe sind so vielfältig für Informatiker da muss du suchen". Aber wo??

Genauso beläuft es sich mit der Arbeitssuche. Ich wollte z.B. in einigen Jobbörsen schon jetzt bisschen reinschnuppern was man denn alles machen kann nach sonem Studium, aber man findet kaum Berufe!! Da fragt man sich auch wieder von welcher IT-Mangel wird da gesprochen? Wieso sagt man immer man hat soviele Berufsmöglichkeiten und Chancen besonders in der IT-Branche, und wenn man näher fragt kommt meistens nichts.

Ich würde mich wirklich freuen wenn ihr mir da weiterhelfen könntet, denn ich muss mich langsam entscheiden, deshalb frage ich jetzt schonmal welche Berufsaussichetn man als Info-absolvent hat. Nicht das ich später völlig falsche Vorstellungen habe.

Danke für die Beiträge

PS: Was Mathematik betrifft: Ist das wirklcih so dermassen schwer? Ich hatte im Abi Mathe-LK ne 3-
Ich muss aber auch erwähnen das ich 3 Jahre nie gelernt habe, ausser kurz vor den Klausuren. was glaubt ihr wie meine Chancen da stehen, oder ratet ihr mir lieber ab Naturwissenschaftliche Fächer zu studieren? Andere Interessen habe ich eiegntlich nicht
 
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nicht jeder ist nach einem Informatikstudium direkt Softwarearchitekt
Ich erweitere: Kaum ein Informatikabsolvent fängt als Softwarearchitekt an.
Die Voraussetzung kann ein Mid-Zwanzigjähriger nur selten erfüllen.

Was ich will ist folgendes: Entweder später als Softwareentwickler arbeiten (also doch Programmieren) oder als ein Administrator, der ganze Netzwerke/Systeme verwaltet etc...
Zu diesem Ziel gibt es natürlich wie im immer im Leben mehrere Wege. Ein Master (oder Dipl. Ing.) der Informatik wird imho doch eher seltener als Netzwerkadmin angestellt.


EDIT: Hier wird dir niemand "etwas" raten. Deinen Weg musst du schon selbst gehen. Vergleiche Schulmathe nicht mit höherer Mathematik. Ein gewisses mathematisches Grundverständnis benötigst du schon, aber ansonsten würde ich nicht zu viel Wert auf ein paar Mathenote aus der Schulzeit geben. Aus meiner Klasse ist der ehemalige Einserschüler im Erststudium (medizinische Informatik) auch auf die Schnauze gefallen.

EDIT2: Na sieh dir doch die Jobbörsen an. Die sind randvoll mit Angeboten im IT Bereich.....


Vielleicht hilft dir dieser Stepstone Link weiter. Hier findest du auch detaillierte Job-Beschreibungen. http://www.it-jobs.stepstone.de/con...Architekt_Berufsbild_verschiedenen_rollen.cfm
 
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dragonabllz schrieb:
PS: Was Mathematik betrifft: Ist das wirklcih so dermassen schwer? Ich hatte im Abi Mathe-LK ne 3-
Ich muss aber auch erwähnen das ich 3 Jahre nie gelernt habe, ausser kurz vor den Klausuren. was glaubt ihr wie meine Chancen da stehen, oder ratet ihr mir lieber ab Naturwissenschaftliche Fächer zu studieren? Andere Interessen habe ich eiegntlich nicht

Die Schulmathematik kann man nicht mit Universitätsmathematik vergleichen. Ob man es schafft oder nicht hängt ganz allein von dir und deinen Lernmethoden ab. Außerdem solltest du einen klaren Ablauf haben und dich nicht abhängen lassen, da man den Stoff kurz vor einer Klausur nur mit sehr großen Mühen in deinen Kopf hauen kannst.
Versuch außerdem die Themen zu verstehen und nicht stumpf auswendig zu lernen wie in der Schule.
 
dragonabllz schrieb:
Ist das wirklcih so dermassen schwer? Ich hatte im Abi Mathe-LK ne 3-
Ich muss aber auch erwähnen das ich 3 Jahre nie gelernt habe, ausser kurz vor den Klausuren. was glaubt ihr wie meine Chancen da stehen

das kann dir niemand sagen, das hängt komplett von dir ab. Ich habe mein Leben lang, auch aktuell während meines Studiums, immer erst auf den letzten Drücker gelernt und oft genug bei für mich uninteressanten Vorlesungen diese nie vorher besucht geschweige denn die Übungen gemacht. Erst alles eine Woche vor der Prüfung (bis auf Mathe, da waren immer 4 Wochen nötig :D) angeschaut, nie in einer Prüfung durchgefallen, gute Ergebnisse erzielt. Und warum? Weil meine Lernmethode auf mich zugeschnitten ist. Alle Folien der Vorlesungen, Übungen und deren Lösungen auf einmal und wo ich mich dann exklusiv darauf vorbereiten und tief reinarbeiten kann trifft mein Lernmuster. Kein portioniertes Häppchen lernen über 3 Monate.
Im Gegenzug fallen auch reihenweise Studenten durch, die das ganze Semester etwas gemacht haben und sich dann für die Klausur zu gut eingeschätzt haben.

Also dir kann niemand sagen, wie deine Chancen stehen, das ist absolut von dir abhängig wie schnell du lernen kannst und wie gut. Alles ist machbar. Ob du es schaffst, liegt dann nur an dir.
 
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also zu meinen erfahrungen: ich bin selbst in 2 monaten informatik-absolvent (master tum). ich wuerde es ein wenig relativieren: der ein oder andere programmiert zu einem kleinen teil noch, das stimmt, aber ich bin wirklich mal die absolventen, die ich so kenne durchgegangen und von denen sind eigentlich (beinahe) alle im projektmanagement, consulting oder architektur taetig - also zumindest die, die in die wirtschaft gehen.

ich gebe natuerlich zu, dass es mit einem informatik-bachelor von der fh pforzheim (sorry, nix gegen pforzheim) mit einem durchschnitt von 3,3 anders aussehen kann.

Die Voraussetzung kann ein Mid-Zwanzigjähriger nur selten erfüllen.

meine erfahrung (mit leuten, die in diese richtung gehen) zeigt da etwas anderes - mit ausreichend erfahrung neben dem studium steht einem einstieg als softwarearchitekt nichts entgegen.

als mir eine beratung (ich glaube, capgemini wars) eine stelle als software-ingenieur anbot, habe ich auch nochmal ueber implementierung mit denen gesprochen. der lachte ein wenig und meinte: "also fuer implementierung waeren sie uns zu teuer"
 
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