Sparsamer Mini-PC, der sich evtl. für gelegentliche Videokodierung eignet

shad

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1. Was ist der Verwendungszweck?
Die einzige halbwegs anspruchsvolle Aktivität, die ich manchmal habe, ist die Videokodierung mit Handbrake oder Avidemux. Das geht mit dem jetzigen System, dauert aber eine Weile und diese Dauer zu verkürzen wäre schön. Ca. 1 Stunde Videomaterial als H.264 zu kodieren dauer so an die 2-3 Stunden. Ca. 2 Stunden als H.265 zu kodieren hat 1,5 Tage gedauert, vermutlich weil es per Software gemacht wurde, weil die alte CPU den Codec gar nicht kennt.

Ab und zu schaue ich mir darauf Streaming-Inhalte an, falls es wichtig ist.

Arbeiten mit virtuellen Maschinen soll darauf möglich sein.

Ansonsten ist es eher ein Office-PC von der Nutzung her.

1.1 Falls Spiele: Welche Spiele genau? Welche Auflösung? Hohe/mittlere/niedrige Qualität? Wie viele FPS? (Bitte alle vier Fragen beantworten!)
Kein Gaming.

1.2 Falls Bild-/Musik-/Videobearbeitung oder CAD: Als Hobby oder bist du Profi? Welche Software wirst du nutzen?
Gelegentliche Videokodierung mit Handbrake oder Avidemux (H.264 bzw. H.265)

1.3 Hast du besondere Anforderungen oder Wünsche (Overclocking, ein besonders leiser PC, …)?
  • Mindestens 8GB RAM für VMs (damit ging es an dem jetzigen PC ganz gut)
  • Der PC läuft oft nebenbei, so dass die Energieeffizienz / der Stromverbrauch auch ein wichtiger Punkt wäre, was mit ein Grund war, dass ich an einen Mini-PC gedacht habe.
  • Schön wäre es, wenn ich sowohl die System-SSD (Windows 10 Pro 64bit) als auch die Daten-HDD aus dem jetzigen PC übernehmen könnte, ohne beides erneut kaufen zu müssen und ohne die Neueinrichtung / Installation von all den Programmen etc.
  • 3,5 Zoll Festplatten sind bei Mini-PCs wohl selten möglich, aber kommt vor. Zur Not zumindest die SSD übernehmen und dazu eine neue 2,5 Zoll Daten-HDD.
1.4 Wieviele und welche Monitore möchtest du nutzen? Anzahl, Modell, Auflösung, Bildwiederholfrequenz (Hertz)? Wird FreeSync (AMD) oder G-Sync (Nvidia) unterstützt?
Manchmal kommen zwei Monitore zum Einsatz. Das war zumindest zuletzt der einzige Grund für eine Grafikkarte. Einige Mini-PCs machen das wohl auch möglich, wobei man hier vermutlich auf die Anschlüsse achten müsste. Hauptmonitor (HP x2301, 1920*1080, 60 Hz) hat 1x HDMI (Version wichtig?), 1x DVI-D, 1x VGA. Der zweite Monitor (Fujitsu SL3220W, 1680*1050, 59 Hz) hat 1x DVI-D, 1x VGA. Zur Not auch mit Hilfe eines Adapters, falls es da was gibt.

2. Ist noch ein alter PC vorhanden?
Ein älterer PC wurde vor einiger Zeit ein wenig erneuert:
  • Prozessor (CPU): Intel Core2Quad Q9550 SO775 4x2,83GHz 33
  • Arbeitsspeicher (RAM): 4GB DDR2-SDRAM A-DATA 400.0 MHz (PC2-6400) + 4GB G.Skill NT Series DDR2-800 DIMM CL5
  • Mainboard: ASUS 775 P5QL Pro (GBL/R/DDRII) aus 2008
  • Netzteil: Jersey Black Edition ATX BE-550WS
  • Gehäuse: Zirco AX schwarz/silber
  • Grafikkarte: NVIDIA GeForce 9400 GT
  • HDD / SSD: OS-SSD: 275GB Crucial MX300 2.5" (6.4cm) SATA 6Gb/s 3D-NAND TLC Toggle + Daten-HDD: 1000GB WD Red WD10EFRX 64MB 3.5" (8.9cm) SATA 6Gb/s
Es läuft im Grunde ganz gut, bis auf den CPU-Lüfter, der nicht so recht mit dem BIOS will (hatte ich hier mal gepostet gehabt irgendwo). Seit einiger Zeit kommt beim Booten nun auch die Meldung, dass der CPU-Lüfter nicht läuft, obwohl er es tut, und man muss mit F1 fortsetzen. Dann am vergangenen WE gab es das Problem, dass der PC nicht mehr bootete und die Meldung kam, dass keine Festplatte gefunden wurde. Nach einigem hin und her hatte ich den im abgesicherten Modus gebootet, was ohne Probleme ging. Danach normal gebootet, was auch ohne Weiteres ging, wobei bei Booten die Meldung angezeigt wurde, dass kein Festplatte gefunden wurde. Die Meldung wird jetzt jedes Mal angezeigt, obwohl alles wieder funktioniert wie bisher.

Dennoch sind das wohl Zeichen dafür, dass da was passieren sollte, daher habe ich soweit an einen neuen Mini-PC gedacht und würde euch gerne um Meinungen und Rat bitten.

3. Wie viel Geld bist du bereit auszugeben?
Geplant war eigentlich nichts... Zwischen 400-500 Euro vielleicht. Wenn möglich eher Richtung 400. Darunter wird es wohl nichts geben, schätze ich.

4. In wie vielen Jahren möchtest du das System frühestens upgraden oder ersetzen müssen?
Weiß nicht, sollte so lange es geht laufen, da die Anforderungen überschaubar sind.

5. Wann soll gekauft werden?
Bald, vermutlich - siehe Punkt 2.

6. Möchtest du den PC selbst zusammenbauen oder zusammenbauen lassen?
Wenn es kein fertiges System gibt, würde ich mit einem Kollegen zusammenbauen.

Sonstiges:
Habe ein wenig recherchiert (oder es versucht)... Intel Core i5-8xxx soll sich wohl ganz gut für Videokodierung eignen oder aber auch AMD Ryzen 7 1800X. Habe nicht sooo viel zum Thema gefunden, vielleicht stimmt es, vielleicht nicht, vielleicht sind auch andere CPUs gut darin.

Was ich bisher beim Umwandeln nicht machen konnte, was aber bei der Videokodierung auch als wichtig gilt, ist die Nutzung von zwei verschiedenen Festplatten für das Quellmaterial und für den Ziel-Speicherort. Hatte es mal probiert, von der HDD zu lesen und auf die SSD zu schreiben, das hatte aber kaum etwas gebracht. Andersherum hatte ich es, glaube ich, nicht probiert. Aber die System-SSD würde ich da eh ungern mit einbeziehen, damit sie nicht so oft überschrieben / beschrieben wird und länger lebt. Daher vielleicht einen Mini-PC / ein Gehäuse mit einer System-SSD so wie der Möglichkeit für die Daten-HDD und für eine zweite SSD... Vielleicht als Karten-Format (NVMe oder so?) Wobei das höchstwahrscheinlich schon über die bisherige 0815-Nutzung hinausgeht und damit über das Budget.

Unterm Strich:
Etwas mit einem fairen Preis- / Leistungsverhältnis und der Möglichkeit, beide Monitore zu nutzen (auch modernere in der Zukunft vielleicht) so wie eine oder beide Festplatten zu übernehmen. Etwas, was unter Last beim Videokodieren o.ä. gerne mehr Strom verbrauchen kann, im "Idle-Betrieb" ohne großartig etwas zu machen aber sparsam ist. Wenn dabei auch noch eine gute Lösung für die Videokodierung herauskommt, umso besser. Schlechter als mit der jetzigen Lösung wird es wohl nicht laufen.
 
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Gebrauchte Serverkits ab Haswell sind oft im Leerlauf so um die 30 w, ich weiß aber nicht was da deine Schmerzgrenze ist. Mit kleineren Boards und CPUs kann man das sicher noch drücken.
 
Mal ne Frage, was interessieren die Energiekosten, wenn die Aufgaben doppelt so schnell abgeschlossen werden können als mit einem low energy system? Der Vorteil liegt doch klar auf der Hand, dass man pro Tag entweder mehr encoden kann oder dass der Energiebedarf weniger lange anliegt und der PC somit schneller ins idle geht oder sich runter fahren kann.

Nehmen wir bspw. deinen C2Q Prozessor, der bspw. eine höhere TDP (95W) hat als ein Ryzen 7 1700 (65W), den Du noch undervolten kannst und dann vielleicht 8 mal so schnell ist.

Die Festplatten kannst Du gerne übernehmen, aber um eine Neuinstallation kommst Du vermutlich nicht.
 
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Vielen Dank für Eure Antworten!

Eine Sache hatte ich noch vergessen: es wäre gut, wenn ein Cardreader integriert wäre. Betrifft vermutlich nur das Gehäuse, oder auch das Mainboard?

Zum Energieverbrauch: ich hatte ja geschrieben, dass der PC oft nebenbei läuft, ohne dass die Videokodierung stattfindet. Hin und wieder gehe ich hin, mache kurz was, dann wieder weg. Meistens läuft der so, wenn zuhause was für die Arbeit mache und etwas hochlade oder auch mal herunterlade, d.h. das ist in diesen Fällen die einzige Nutzung / Aktivität und verursacht vermutlich nicht ganz so viel Last. Da der PC aber eben länger läuft, spielt es dann schon eine Rolle, wie energieeffizient er es tut, denke ich. Der jetzige PC mit den alten und teilweise größeren Komponenten und mit der extra Grafikkarte wird da vermutlich nicht besonders energieffizient sein.

Aber vermutlich würde das neue System allein schon wegen den neueren Komponenten und der fehlenden Grafikkarte (wesentlich) weniger verbrauchen.
 
Die dedizierten Grafikkarten benötigen im Idle gegenüber der alten Generation kaum mehr als ca. 15 Watt.

https://www.gamestar.de/artikel/nvidia-geforce-rtx-2080-ti,3334847,seite8.html

Trotzdem ist ein System ohne Grafikkarte, also mit integrierter GPU noch Energiesparender. Ein AMD Ryzen 3/5 System kommt auf ca. 25 Watt im idle. Ein i5-8500T kommt auf 19 Watt, wobei der Anschaffungspreis deutlich höher ist als bei einem Ryzen.
 
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Eigentlich empfehle ich ja lieber AMD-Systeme, aber da sind zum einen ITX-Boards nur teuer zu haben und zum anderen brauchen leistungsfähigere CPUs als der R5-2400G eine zusätzliche Grafikkarte, so dass ich folgenden MiniPC mit Cardreader empfehle:
Gigabyte H310N ab 79,84 €
Intel Core i5-8400 ab 193,91 €
G.Skill NT Series DIMM Kit 16GB, DDR4-2666, CL19-19-19-43 ab 76,92 €
Western Digital WD Blue 3D NAND SATA SSD 500GB, M.2 ab 58,92 €
In Win BQ656, 150W 12V, Mini-ITX ab 83,27 €

Das Mainboard hat Ausgänge für beide vorhandenen Monitore. Der Cardreader kann nur SD/MMC/MS , hoffe das reicht. Einbaubar sind zwei 2,5"-Laufwerke, also die SSD und ggfs. eine Ersatzfestplatte. Mit etwas Geschick lässt sich die vorhandene 3,5"-Platte in den Schacht für das optische Laufwerk einbauen.
 
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Danke für den Vorschlag! Warum brauchen leistungsfähigere CPUs als der R5-2400G eine zusätzliche Grafikkarte?

Generell habe ich parallel ein wenig weiter recherchiert und dabei immer wieder über den Hinweis gestolpert, dass die zusätzliche Nutzung einer GPU beim Kodieren unerwarteterweise doch nicht so gut ist, weil sie die Dauer zwar verkürzen kann, aber zu Kosten von Qualität, weil die in Hardware implementierte Funktionen (was wohl bei der Nutzung einer GPU der Fall ist), limitiert und nicht so gut sind, so dass die "normale" Kodierung über Software empfohlen wird... In dem Fall wäre die Anzahl der Kerne besonders wichtig, oder?
 
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shad schrieb:
Warum brauchen leistungsfähigere CPUs als der R5-2400G eine zusätzliche Grafikkarte?
Weil bei AMD-Ryzen bislang nur bei RavenRidge eine Grafik implementiert ist und Pinnacle-/SummitRidge ohne Grafik ausgeliefert werden. So ein schöner R5-2600, der günstiger ist als ein i5-8400 und wegen zusätzlicher virtueller Kerne schneller rendert als dieser, liefert halt nur mit einer separaten GPU ein Bild. Und die zusätzliche GPU paßt halt kaum in einen MiniPC.

Aber vielleicht definierst Du mal, was "mini" für Dich heißt.

Wenn so ein 8,8 L Gehäuse wie das Chenbro Slim Micro PC71968 für Dich noch "mini" wäre, könnte man ein günstiges Ryzen-System mit µATX-Board und lowProfile-GraKa aufsetzen.
 
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Verstehe, danke für die Erklärung.

Den Begriff "Mini-PC" habe ich im Grunde nur gewählt, weil die NUCs u.ä. als erstes auf den Plan traten, als ich anfing nach möglichen Alternativen zu recherchieren. Diese wurden meistens als "klein, sparsam aber leistungsstark" beworben und eben als "Mini-PCs" betitelt. Fand die Idee gut und bin dabei geblieben bei der Beschreibung. Dachte eben auch, dass um dieses Verhältnis von Sparsamkeit und Leistung und Preis zu erreichen, besondere Komponenten verbaut werden, die nur in solchen kleinen PCs Anwendung finden. Ihr merkt schon - bin da nicht wirklich im Thema :)

Wäre das Ergebnis so klein wie ein NUC o.ä. hätte ich nichts dagegen, könnte ich ihn auf den Tisch stellen und etwas Platz gewinnen, aber genau genommen ist Platz kein Problem. Habe jetzt auch ein normales (Midi-Tower?) Gehäuse, so dass auch ein Midi-Tower ok wäre - hielt ich nur für unnötig. Das Chenbro oder was Ähnliches wäre also auch in Ordnung.

Nur wäre dann nicht der Stromverbrauch höher wegen der extra Grafikkarte? Oder heißt "LowProfile" dass sie kaum was verbrauchen würde?
 
Nö, lowProfile bezieht sich nur auf die niedrige Bauhöhe, nicht auf den Stromverbrauch. Der ist in der Tat etwas höher, als bei einer integrierten Grafik, hält sich mit der richtigen Karte aber sehr in Grenzen. Zur Anzeige des Windows-Desktops schluckt eine RX 550 von AMD oder eine GT 1030 von Nvidia so etwa 5 Watt. Wenn man kein X-Board einsetzt, sollte ein Ryzen-PC damit insgesamt bei weniger als 25 Watt netto im Idle liegen. Wieviel Strom brutto benötigt wird, hängt von der Effizienz des Netzteils in diesem Bereich ab. Standardnetzteile haben bei einer so niedrigen Stromabnahme meist eine recht schlechte Effizienz.

Wenn in einem NUC ein Desktop-Prozessor steckt, verbraucht er netto das gleiche, wie ein Desktop-Prozessor in einem riesigen Gehäuse. Die Stromversorgung des NUCs ist (wie die des Gehäuses aus meinem Bauvorschlag in Post #7) aber bei weitem effizienter, als die eines ATX-Netzteils 80+ mit 350 Watt.

Wenn Platz da ist würde ich dennoch immer zur Vermeidung thermischer Probleme und zur Gewährleistung eines möglichst leisen Betriebes auf ein größeres Gehäuse setzen. In den meisten NUC-ähnlichen Minis sind Notebook-CPUs verbaut, weil sich die Desktop-CPUs auf so engem Raum nicht vernünftig kühlen lassen.
 
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Dann mache ich mal einen konkreten Bauvorschlag:

ASUS Prime A320M-K ab 48,92 €
AMD Ryzen 7 1700 ab 164,90 €
G.Skill Aegis DIMM Kit 16GB, DDR4-3000, CL16-18-18-38 ab 81,92 €
Western Digital WD Blue 3D NAND SATA SSD 500GB, M.2 ab 58,92 €
ASUS Phoenix GeForce GT 1030 OC, PH-GT1030-O2G, 2GB GDDR5, DVI, HDMI ab 69,00 €
FSP Fortron/Source SP300-A 250W ATX 2.3 ab 25,90 €
Cooltek MT-03 ab 29,99 €

Summe der Bestpreise ca. 480 € statt 493 € aus Post #7 (ggf. jeweils abzüglich optionaler M.2-SSD), preislich also sogar trotz Grafikkarte ein kleiner Preisvorteil für die höhere Rechenleistung des 8-Kerners gegenüber dem 6-Kerner im Mini-Gehäuse.

Der R7 1700 hat die gleiche TDP von 65 Watt wie der R5-2600, verbraucht aber wegen der konservativen Taktung unter Volllast weniger (ca. 12 Watt) als der neuere R5 bei gleichzeitig höherer Rechenleistung.

Ich schlage ein solides A320-Board vor, weil das sparsamer ist als B350/450 oder gar X370/470. RAM-OC ist damit möglich, weshalb auch der schnellere Speicher sinnvoll ist, jedoch kein CPU-OC
 
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Die Frage ist, ob sich der Ryzen 7 mit dem A320 Board auch undervolten lässt. Denn sonst sind die gesparten 2-3 Watt? schlecht angelegtes Geld. Damit wäre dann ein B450 Board die bessere Wahl.
 
Gute Frage, Firesign, da oft ein wenig zu viel Saft anliegt. Aber beim Asus Prime A320M-K geht auch undervolten.
 
Dann wäre es das perfekte Board für seinen Zweck :daumen:
 
Von Undervolting, Overclocking etc. habe ich keine Ahnung. Immer sah solche Dinge als etwas eher negatives, weil das nicht dem vom Hersteller vorgesehenen Zweck entspricht, dachte ich, und auf Dauer der Hardware eher schaden könnte. Wahrscheinlich unbegründet, weil das wohl sehr viele machen.

Ist es einfach irgendeine Einstellung im BIOS und das war's, oder muss man da schon mehr tüfteln, messen etc.?
 
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Undervolting ist eine Einstellung im BIOS, das man heute UEFI nennt. Das hat trotzdem mit Tüffteln zu tun, weil man nach Vornahme der Einstellung austesten muss, ob der PC stabil läuft. Ignoriere diesen Aspekt, das letzte Quentchen Energie einzusparen, getrost.
 
Ok, verstehe. Ausprobieren könnte ich es ja, wenn es nur eine Einstellung ist und dann beobachten.

Zwei (letzte, hoffe ich) Fragen:

1. Bei Arebitsspeicher würde ich, glaube ich, 8GB nehmen. Nuztung von VMs ist selten und als ich es am jetzigen PC mit alten Komponenten und 8GB DDR2 800 RAM probiert habe, schien es ausreichend zu sein. 16GB wäre etwas zu viel, denke ich. Sollte man da 2x4GB nehmen und 1x8GB? Also die kleinere Variante von dem vorgeschlagenen. Wenn er später doch aufgerüstet werden sollte, dann letzteres, weil das Board nur 2 Steckplätze hat, wenn ich es richtig sehe.

2. Wäre es möglich / sinnvoll, ein vorhandenes Gehäuse zu nutzen? Ich habe nämlich 3 da. Alle laufen, aber alle recht alt:
Soweit ich sehe, sind alle 3 auch für microATX, so dass das vorgeschlagene Asus Prime A320M-K so wie die anderen Komponenten eingebaut werden könnten, oder übersehe ich was?

Wenn es geht, sind die USB-Anschlüsse und der Cardreader evtl. ein Problem. USB-Anschlüsse waren damals 2.0. Was ich nicht weiß, ist ob es vom Mainboard abhängt, an dem sie hängen, oder es bereits von der "Buchse" selbst abhängt, sprich dass der Anschluss trotz einem Boards mit USB 3.0 dennoch nur 2.0 wäre.

Cardreader scheint im jetzigen PC nach wie vor zu funktionieren. Falls man die Frage überhaupt beantworten kann: wie wahrscheinlich wäre es, dass er auch mit den neuen Komponenten funktionieren würde. Geschwindigkeit wäre hier ggf. kein großes Problem.
 
Zu Deinen Fragen:

Klar kannst Du eines der vorhandenen Gehäuse weiternutzen. Noch haben fast alle Mainboards sowohl USB2- als auch USB3-Header, um die Gehäuse-Buchsen zu versorgen. Nur kannst Du aus einer USB2-Buchse nicht so einfach eine USB3-Buchse machen, weil die Anschlüsse anders sind. Willst Du bei einem alten Gehäuse USB3 auch an der Front und nicht nur hinten am Mainboard haben, solltest Du ein Frontpanel kaufen, das Du in einen CD-Laufwerksschacht einsetzt.

Die Verwendung nur eines RAM-Sticks kostet Rechenleistung, weswegen ich von 1x 8GB abraten würde. Dualchannelbetrieb ist immer besser, also 2x 4GB oder auch 4 GB und 8 GB, womit wenigstens 8 von 12 GB im Dualchannel laufen. Wenn Du mit 8 oder 12 GB einsteigen möchtest, solltest Du aber ein anderes Mainboard nehmen, nämlich eines mit vier RAM-Schlots, z.B. ASRock A320M Pro4, um später ggfs. aufzustocken.
 
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Man lernt nie aus - vielen Dank für den Hinweis bzgl. des Frontpanels und auch generell für die tolle Beratung und Hilfestellung!

Hätte das ASRock A320M Pro4 irgendwelche Nachteile gegenüber dem ASUS Prime A320M-K abgesehen von den RAM-Slots? Das Asus hast Du ja als erstes empfohlen. Preislich sind die beiden gerade gleich bei Mindfactory.

Habe auf die Schnelle nur einige Kommentare gelesen, dass das RAM OC mit dem ASRock A320M nicht so richtig funktionieren soll und das nächsthöhere Modell mit B350 Chipset empfohlen wird. Wobei es evtl. die A320M-Mainboards allgemein betrifft, wenn ich mir das erneut ansehe: https://www.techspot.com/article/1584-amd-a320-vs-b350-motherboards/

Zumindest bzgl. des Asus Boards hast Du ja gesagt, dass es geht.
 
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