Speicher für Balkonkraftwerk nachrüsten

illo47

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Hi zusammen,

ich habe mir im Juli von Solakon ein 800W Balkonkraftwerk gekauft. Das war damals das onLite mit 2x TWMNH-48HD- 450W Panel und FoxESS M1-800-E Wechselrichter. Wir haben eine Ost Ausrichtung und entsprechend vorallem zwischen 08:30-12:00 Uhr viel Leistung. Ich überlege daher jetzt noch einen Speicher nachzurüsten und bin dabei auf den Marstek B2500 gestoßen. Das ist ein einfacher Speicher ohne integrierten Wechselrichter. Ich bin mir jetzt nicht 100% sicher, ob ich den Speicher einfach zwischen die PV Module und meinen bestehenden Wechselrichter hängen kann.

Und ich verstehe noch nicht so richtig wie die Regelung ohne SmartMeter funktioniert. Welche Einstellmöglichkeiten habe ich denn in der App wenn ich kein SmartMeter habe?

Meine Vorstellung wäre wie folgt: Ich möchte gerne dem Speicher sagen, dass er zwischen 07-14 Uhr alles in den Speicher stecken soll und zwischen 14-07 Uhr dann wieder den Speicher entleeren und/oder die restliche Leistung der Panel noch weitergeben in den Haushalt. Ist das möglich? Oder gibt es vielleicht sogar noch klügere Optionen vom Speicher? Oder brauche ich hier zwingend noch ein SmartMeter oder einen Speicher mit integr. Wechselrichter?

PS: Kennt jemand einen guten Online Rechner um zu berechnen wann sich Speicher lohnen?
 
illo47 schrieb:
Ich bin mir jetzt nicht 100% sicher, ob ich den Speicher einfach zwischen die PV Module und meinen bestehenden Wechselrichter hängen kann.
Exakt so.

illo47 schrieb:
Meine Vorstellung wäre wie folgt: Ich möchte gerne dem Speicher sagen, dass er zwischen 07-14 Uhr alles in den Speicher stecken soll und zwischen 14-07 Uhr dann wieder den Speicher entleeren und/oder die restliche Leistung der Panel noch weitergeben in den Haushalt. Ist das möglich?
Ja. in der Regel kann man da Zeitpläne erstellen.

Beim Noah 2000 lassen sich für jeden Tag 4 oder 5 separate Zeitintervalle anlegen.

illo47 schrieb:
PS: Kennt jemand einen guten Online Rechner um zu berechnen wann sich Speicher lohnen?
Dein Stromzähler sagt es dir.
Der gibt doch Auskunft darüber, wieviel Strom du deinem Netzbetreiber geschenkt hast. Das kannst du als groben Anhaltspunkt nehmen.

Bei einem Speicher solltest du bedenken, dass Ein-/Ausspeicherverluste + Eigenbedarf von ~5 - 10% hinzukommen.
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Zudem musst du dir Gedanken über den Aufstellort machen. Soll der Speicher draußen stehen, dann solltest du einen mit Heizung nehmen. z.B. den Noah 2000.
 
Wenn du sicherstellen willst das die gespeicherte Energie nur von dir genutzt wird, geht's allerdings ohne Smartmeter nicht.

Die Zeitpläne sind zwar nett, aber wenn du in den eingestellten Zeitbereichen die Energie nicht verwendest pumpt die Batterie die Energie einfach ins Netz. Ein Smartmeter verhindert das.
 
Mojo1987 schrieb:
Wenn du sicherstellen willst das die gespeicherte Energie nur von dir genutzt wird, geht's allerdings ohne Smartmeter nicht.
Klar geht das. Einfach im Zeitplan etwas weniger als die Grundlast einstellen. Bei einem 2kWh Akku sollte der damit dennoch locker alle werden jeden Tag.

Mit 900Wp wird jetzt auch nicht soo viel produziert, dass man da massig verschenken würde. Bei Ostausrichtung kommen da vielleicht 4kWh rum am Tag. Bei einer Grundlast von 150W fällt da nur noch wenig Überschuss an. Noch die Verluste dazu, dann sollte das mit 2kWh Akku ganz gut passen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe leider kein SmartMeter daher sagt mir mein Stromzähler nicht allzuviel, außer wieviel ich in Summe aus dem Netz noch zusätzlich beziehe. Mein Wechselrichter sagt mir auch "nur" wieviel Strom produziert wird. Da ich ja meine Eigenverbrauchsquote nicht kenne, sagen die beiden Zahlen erstmal nicht viel aus.

Die ca. 100€ die ich in die Nachrüstung von einem SmartMeter stecken müsste (bzw. ist bei mir nur z.B. so ein Shelly Ding möglich, weil der Hausanschluss keinen Bluetooth/WLAN/Mobilfunk Empfang hat), würde ich also lieber direkt in einen Speicher investieren - auch wenn ich dann noch etwas Strom verschenke. Aktuell gehe ich davon aus, dass ich vorallem im Sommer etwa 75% vom erzeugten Strom verschenke.

Also alles in allem könnte man es so machen, dass ich meine Anlage um den Marstek B2500 erweiter? Den gibt es gerade für ca. 300€. Stehen würde er dann direkt mit auf dem Balkon - im Winter wird es da mal um die 0°C aber eigentlich selten darunter.
 
illo47 schrieb:
Ich habe leider kein SmartMeter daher sagt mir mein Stromzähler nicht allzuviel,
Hast du noch einen alten Ferrariszähler? Falls nicht, kannst du durch deinen Zähler navigieren. Der zeigt dir dann, was du verschenkt hast. Nenne uns doch mal das genaue Modell.

illo47 schrieb:
Da ich ja meine Eigenverbrauchsquote nicht kenne, sagen die beiden Zahlen erstmal nicht viel aus.
Das ist aber die Grundvorraussetzung für alles weitere. Grundlast ermitteln! Das kann jeder. Egal mit welchem Zähler.
Vorm Schlafengehen Zählerstand ablesen und nach dem Aufstehen erneut. Dann runterrechnen.

illo47 schrieb:
lso alles in allem könnte man es so machen, dass ich meine Anlage um den Marstek B2500 erweiter?
Theoretisch schon. Ich rate dennoch für ein paar EUR mehr zum Noah. Dass du keinen Frost auf dem Balkon hast halte ich für unwahrscheinlich. Außer du wohnst nicht in Deutschland.

https://www.mydealz.de/deals/growat...speicher-batterie-fur-balkonkraftwerk-2669907
 
Wenn du noch einen alten Zähler hast, der rückwärts läuft, brauchst du auch keinen Akku.
 
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Das hatte ich tatsächlich mal gemacht. Grundlast lag bei etwa 40W. Zähler ist ein ISKRA MT681. Also leider kein Zähler der rückwärts läuft :D
 
illo47 schrieb:
Grundlast lag bei etwa 40W
Das kann ich nicht ganz glauben. Du darfst nicht auf die aktuelle Leistung schauen (wenn gerade der Kühlschrank nicht läuft) sondern wirklich mal über 8h messen und dann die kWh ermitteln. Idealerweise tagsüber, wenn keiner da ist UND das BKW abgestöpselt ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn die Panelleistung nur unwesentlich über der Leistung der Wechselrichter liegt, bezweifle ich, dass sich ein Akku ohne Smartmeter jemals amortisiert, wenn man nicht genau weiß, wann wie viel Strom verbraucht wird. Auch die Grundlast ist nicht kontinuierlich (z.B. der Kühl- oder Gefrierschrank). Dazu ist Erzeugung jeden Tag anders. Umweltfreundlicher wird das ganze dadurch auch nicht.
 
illo47 schrieb:
Der sagt dir, wieviel du verschenkt hast. Hier die Bedienungsanleitung: https://evf.de/dateien/downloads/bedienungsanleitung-iskra-mt681.pdf

AMD-Flo schrieb:
z.B. der Kühl- oder Gefrierschrank)
Doch. Gerade die ist doch eine Konstante. Ja, ein Kühlschrank taktet (20/40 Minuten). Wenn man dann aber etwas unterhalb bleibt, kann man schon ordentlich was abdecken. Wenn natürlich abgesehen vom Kühlschrank garkeine Leistung bezogen wird, ist das ganze Projekt BKW sowieso eher sinnlos. Das rechnet sich dann vermutlich in 10 Jahren nicht.
 
Wahrscheinlich musst Du Dir noch die PIN beim Netzbetreiber erfragen, dann kannst du den freischalten und siehst aktuellen Verbrauch, Bezug und Einspeisung.

Zum Thema Speicherheizung - geht der geringe Ertrag bei einem so kleinen BKW im Winter nicht dann komplett für die Heizugn drauf?!
 
Die Einspeisung muss man auch ohne PIN sehen. Die muss man ja schließlich jährlich dem Stromanbieter mitteilen.
Ergänzung ()

Micha- schrieb:
Zum Thema Speicherheizung - geht der geringe Ertrag bei einem so kleinen BKW im Winter nicht dann komplett für die Heizugn drauf?!
Kommt drauf an. Ist ja nicht so, dass das Ding mit 500W heizt.

Mein Noah steht in Styrodur eingepackt auf dem Balkon. Der heizt nur, wenn er morgens <0°C hat. Heizt dann hoch bis 10°C. Heizleistung beträgt 25 - 50W.
Von -3 auf 10°C hat er letztens ca. 2h gebraucht. Dabei taktet er immer, so dass nur ~50% der Zeit geheizt wird. Macht also ca. 50Wh.
Kann man also vernachlässigen. Klar, an komplett bewölten Wintertagen sind das dennoch 5% des Tagesertrages^^
 
illo47 schrieb:
ob ich den Speicher einfach zwischen die PV Module und meinen bestehenden Wechselrichter hängen kann.
SaxnPaule schrieb:
@SaxnPaule: Wer passt dann die Spannung der Module (~100-200V, je nach Modell) an den Akku an? Wer sagt den Modulen Stopp wenn der Akku voll ist? Nein, ohne ein Batterieladegerät kannst du keine Batterie laden.

Ich kenne das hier genannte Produkt nicht, aber Akku/Batterie einfach zw. Module und WR geht nicht. An den WR, ja, dass kann dann funktionieren, wenn dieser einen Batterieladeanschluß hat.
 
@Samurai76
Welche 450W Module liefern denn 100 - 200V?

Der Noah besitzt selbst zwei MPPTs. Die Module liefern i.d.R. je Nach Modell zwischen 30 und 45V. Der Noah verträgt DC seitig 20 - 60V. Also alles cool ;)
Beim Marstek ist das nicht anders. Nur dass der nicht soviel Stromstärke verträgt wie der Noah. Da kann man nur 1 Modul pro MPPT anschließen und nicht 2 parallel wie beim Noah. Bzw. der Marstek limitiert eben bei 4 angeschlossenen Modulen.

Hier mal das Datenblatt zu den Modulen: https://www.sonnenladen.de/downloads/TWS-06-445-04-BF/TWMNH-48HD445 - Datenblatt Deutsch.pdf
 
Zuletzt bearbeitet:
SaxnPaule schrieb:
Die muss man ja schließlich jährlich dem Stromanbieter mitteilen
Seit wann? Bzw. in welchem Land?
 
SaxnPaule schrieb:
Die muss man ja schließlich jährlich dem Stromanbieter mitteilen.
Nein, soweit ich weiß, muss da nichts jährlich gemeldet werden. Schon gar nicht irgendein Wert eines nicht geeichten Meßgerätes, welches der Betreiber nicht kennt. Wenn, dann meldet das die moderne Meßeinrichtung bzw. der Ablesende von dieser.
 
Micha- schrieb:
Seit wann? Bzw. in welchem Land?
Ich. Seitdem ich mein BKW angemeldet habe. Muss ich nicht nur den Bezugszählerstand jährlich mitteilen, sondern auch die Einspeisung.

Kann natürlich sein, dass in Mietwohnungen die Zählerstände durch jemand anders abgelesen werden. Als Eigenheimbesitzer muss ich aber schon immer meine Stände (Gas, Wasser, Strom) am Jahresende selbst melden.

Samurai76 schrieb:
Schon gar nicht irgendein Wert eines nicht geeichten Meßgerätes, welches der Betreiber nicht kennt
Richtig lesen! Hier geht es um den Zähler des Netzbetreibers.
 
Zuletzt bearbeitet:
SaxnPaule schrieb:
Muss ich nicht nur den Bezugszählerstand jährlich mitteilen, sondern auch die Einspeisung.
Das ist dann eine Schikane deines Stromversorgers. Da gibt es keine gesetzliceh Vorgabe
 
Habe den Stromzähler auch schon freigeschaltet, aber da habe ich doch nur die Option die aktuelle Leistung oder historische Werte anzeigen zu lassen. Aber doch nicht wieviel ins Netz geflossen ist oder sehe ich das falsch in der Bedienungsanleitung?

Meine Module liefern max. 30V und 13A. Damit sollte ja der Marstek (und auch der Noah) klarkommen.

Anmelden muss man ein BKW ja nicht (mehr). Ich muss also auch keine Einspeisewerte übermitteln. Die Anlage ist lediglich im Marktstammdatenregister eingetragen
 
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