News Spionageskandal bei TSMC: (Ex-)Angestellte sollen 2-nm-Technologie veräußert haben

bensen schrieb:
Alle Erfindungen die du während deines "Dienstes" machst gehen an den Arbeitgeber (zumindest in Deutschland). Du hast Anspruch auf eine Vergütung. Was mit dem geistigen Eigentum gemacht wird, sprich als Patent angemeldet wird oder nicht, ist unerheblich.
Das habe ich versucht zu erklären, habe es aber gemacht. Ich habe nur versucht auf eine theoretische Frage zu antworten, weil sie nicht so spezifisch gestellt worden ist, sondern eher was von „was gehört dem Menschen im allgemeinen und sind Gedanken frei“ nicht mal auf das Arbeitsverhältnis bezogen.
Aber deine Erläuterung ist ganz klar die rechtlich richtige.
 
supertramp schrieb:
Dabei sind die angeblichen Verbündeten die größten Gauner.
Tja, es gibt nun mal keine Verbündeten, sondern nur Partner. ;)
Ergänzung ()

Simonte schrieb:
Aufm fileserver sieht man, wer was wann offen hatte. (Wenn dann etwas abfließt oder die Staatsanwaltschaft Fotos mit Zeitstempeln auf Handys findet...)
Zudem glaube ich nicht, dass die Leute bei TSMC Handys dabei haben dürfen.
In der Pause vllt, aber dann auch nur im Aufenthaltsraum oder so.
Ich dachte, das passierte im Homeoffice mit VPN-Zugang? Denn bei TSMC müssen die Mitarbeiter ihre privaten Smartphones und dandere Mobilgeräte abgeben.
 
Lest ihr auch den Artikel oder nur die Überschrift?! Die meisten Vermutungen werden doch im Artikel erklärt!? :confused_alt: :D

DKK007 schrieb:
Solange jemand befugt ist bestimmte Daten zu öffnen, fällt das doch auch in der Firewall/IDS etc. nicht auf.
Natürlich fällt das in einem IDS auf bzw. kann auffallen, je nach Konfiguration. Ein IDS erkennt ungewöhnliches Verhalten im Netzwerk und ist genau dafür da, ein IDS hat nichts mit einer Firewall zu tun?!
Ein IDS (Intrusion Detection System) ist eine Software oder ein System, das Netzwerke und Systeme auf verdächtige Aktivitäten überwacht und potenziell schädliche Ereignisse erkennt. Es analysiert Netzwerkverkehr oder Systemprotokolle auf Muster, die auf Angriffe oder Sicherheitsverletzungen hindeuten könnten.
So wie es auch hier passiert ist:
Volker schrieb:
Dabei wurde ihnen wohl das nahezu identische Vorgehen zum Verhängnis, da sie die N2-Daten unter anderem stets maximal drei Minuten betrachteten. Das ließ interne Alarmglocken läuten, eine verdeckte Untersuchung begann; bereits vor Monaten.
Hier wurde ziemlich sicher vom IDS eine Anomalie erkannt und gemeldet.

Simonte schrieb:
Zudem glaube ich nicht, dass die Leute bei TSMC Handys dabei haben dürfen.
In der Pause vllt, aber dann auch nur im Aufenthaltsraum oder so.
Steht auch im Artikel:
Ein im Home-Office genutztes Notebook soll so Zugriff auf TSMCs Intranet erhalten haben, dort betrachtete geheime Informationen wiederum mit einem privaten Smartphone abfotografiert worden sein. Auf TSMC-Gelände sind diese Gegenstände allesamt verboten. Der ungewöhnliche Zugriff fiel letztlich durch TSMCs Überwachung auf.

Weyoun schrieb:
Ich dachte, das passierte im Homeoffice mit VPN-Zugang? Denn bei TSMC müssen die Mitarbeiter ihre privaten Smartphones und dandere Mobilgeräte abgeben.
Na, wenigstens einer der es gelesen hat... :D

PS: Genau deswegen hatte der Whistleblower bei Tesla auch Panik, als er auf die internen Dokumente am Anfang zugriff und diese abfotografierte, dass das in einem IDS auffällt. Aber Tesla hatte weder ein IDS noch eine Rechtestruktur in Jira, jeder hatte Zugriff auf alles, der konnte im Endeffekt alles runterladen was er wollte, ohne dass es irgendwem aufgefallen ist. :D
 
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Was ist das für ein Sicherheitssystem dass ausschlägt wenn ich Daten maximal 3 Minuten lang betrachte? Krass abgesichert oO
 
Es schlägt an, wenn du viele Dateien jeweils kurz betrachtest - dann besteht keine Chance, daß du dich beim Öffnen kurz vertan hast (weil zu viele) - und arbeiten wolltest du anscheinend auch nicht damit, sonst hättest du die Daten länger offen gehabt...
 
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9t3ndo schrieb:
@Ayo34
Der USA ist das auch ohne weiteres zuzutrauen. Eigentlich jedem Land/größerem Unternehmen.
Ja jein. In China ist das wirklich eine ganz andere Nummer, das is quasi ein eigener Industriezweig. Die Paar Infos die in den USA von A nach B wandern sind da eine Kleinigkeit, in China wird ganz offen auf der STraße gestohlen
 
So eine Dateiüberwachung macht auch Sinn, vor allem auch wegen Malware oder Einbrüchen übers Netzwerk. So kann man schnell reagieren und Zugänge blocken.

Die meisten Systeme sichern ja nur den Zugang selbst ab, aber nicht, wenn jemand drin ist.

Und bei den Summen, bei denen es bei TSMC & Co. geht, da hätte es mich auch gewundert, wenn da keine Kontrollen stattfinden.

Man schaue sich doch die Spionageskandale der letzten Jahre alleine schon bei der Bundesregierung und Behörden an, ich glaube nicht, dass da einer die Zugriffe etc. überwacht. Das fällt dann mal per Zufall nach Monaten auf, dass bei einem das Kennwort "geklaut" wurde.

TSMC gibt mir Hoffnung, dass nicht überall IT-Stümper arbeiten.
 
M@tze schrieb:
Lest ihr auch den Artikel oder nur die Überschrift?! Die meisten Vermutungen werden doch im Artikel erklärt!? :confused_alt: :D

Das stand aber im Original aber noch nicht alles drin. Du zitierst aus dem 2. Update.
Ergänzung ()

Atkatla schrieb:
Du kannst nicht allen Mitarbeiten in solchen Unternehmen oder Ministerien ne Million o.ä. zahlen, nur um das Bestechungsrisiko zu reduzieren und am Ende geht die Info trotzdem anders raus.

Interessanterweise gehen die Infos geschehen die Leaks immer gerade dann, wenn Infos ans Ministerium gehen. Danach kann man das dann im Spiegel o.ä. lesen.
Weniger eine Frage der Bezahlung, als der Informationspolitik.
 
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jauns91 schrieb:
Was ist das für ein Sicherheitssystem dass ausschlägt wenn ich Daten maximal 3 Minuten lang betrachte?
Ein IDS weiss/lernt, welche Zugriffe auf den Systemen und im Netzwerk "normal" sind. Die Daten für 2nm Technologie werden sicher auch nochmal besser geschützt gewesen sein bzw. der Zugriff darauf besser kontrolliert.

Die meisten Angriffe auf Daten kommen von "innen", also innerhalb des Firmennetzwerkes, da muss eben solche Software zum Einsatz kommen, die erkennt wenn seltsame Zugriffsmuster/Downloads/Ausdrucke/... auftreten. Wie will man sonst bemerken, dass sich jemand im eigenen Netzwerk zu schaffen macht?
Ergänzung ()

DKK007 schrieb:
Das stand aber im Original aber noch nicht alles drin.
Da hast Du Recht, tut mir leid. Ändert aber nichts an Deiner Aussage, dass das einem IDS nicht auffallen würde. Genau dafür ist die Software ja da. ;)

IDS wird nur leider von Laien zu oft mit Firewall gleichgesetzt.
 
Finde es aber auch interessant, daß der Verdacht dann so schnell auf "Rapidus war's" eingeschwenkt ist. Dabei gibt es durchaus andere Interessenten an Daten die den Fortschritt in einem "leading edge" Knotens von TSMC hätten; nicht zuletzt Spekulanten an der Börse. Wenn's zB im Moment nicht so gut laufen würde, kann mit Shorts viel Geld verdient werden. Umgekehrt kann man "Long" gehen, wenn alle Ampeln auf Grün stehen. In jedem Fall ist's lukrativ.
Ich würde mir auch genau anschauen, wer/welcher Investor da welche zeitnah große Positionen in TSMC (Aktien und Futures/Optionen darauf) eingenommen hat.
 
Artikel-Update: Laut Nikkei hat Tokyo Electron einen Angestellten entlassen, der im Verdacht steht, an der Geschichte mitgewirkt zu haben. Gleichzeitig erklärte das Unternehmen aber, bisher keine Materialien identifiziert zu haben, die durchgesickert sein könnten. Tokyo Electron kooperiert voll mit den taiwanischen Ermittlungsbehörden.
 
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Diablokiller999 schrieb:
Vielleicht hätte TSMC die Leute besser behandeln und bezahlen sollen, statt sie noch härter zu überwachen.
Beste Beitrag hier im Thread.
90% schieben es den Russen und Chinesen in die Schuhe.
Diablokiller999 schrieb:
Wer zufrieden ist, ist schwer empfänglich für solche Bestechungsversuche, vor allem welche die so hart bestraft werden können.
Ich würde zu gerne wissen, wie viel man für so etwas verlangen könnte...

Wenn der Preis stimmt, dann wird das aber immer möglich sein.
 
Diablokiller999 schrieb:
Vielleicht hätte TSMC die Leute besser behandeln und bezahlen sollen, statt sie noch härter zu überwachen.
Nichts rechtfertigt solch ein Verhalten.
Wenn es zu unerträglich wird, wechsel ich den Arbeitgeber.
Aber Spionage/Sabotage oder auch extrem schlechte Arbeit (innere Kündigung) sind nicht akzeptabel.
Wenn man einen Job hat macht man ihn ordentlich oder gar nicht.
 
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Krausetablette schrieb:
das bis vor Kurzem noch das Design eines Kugelschreibers kopieren musste, weil es an der nötigen Vorstellungskraft fehlte.
Das ist eine klare Falschaussage. Aber hey, Propaganda macht vor niemandem halt.
 
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Wolfgang.R-357: schrieb:
Staaten wie China oder Russland werden wohl eher nicht dahinterstehen, die unterliegen Sanktionen im Fertigungsbereich, Wissen nutzt ihnen nur wenig wenn sie die nötigen Maschinen nicht erwerben können um es praktisch umzusetzen.
Das Wissen könnte jedoch lukrativ veräußert werden.
 
Ayo34 schrieb:
Wenn man sich aktuell schon die Fortschritt anschaut von China in dem Bereich, dann ist Wirtschaftsspionage ganz sicher dabei. Ist einfach nichts, was man normal in kurzer Zeit aufholen kann, aber China schafft es... ähnlich wie bei KI.

Wow, coole Story bro.
Blöderweise China ist seit Jahren Vorreiter bei der KI nur machen die halt kein großes Geldverbrennungsfest daraus.
 
Volker schrieb:
Tokyo Electron kooperiert voll mit den taiwanischen Ermittlungsbehörden.

Lass mich raten, das Management wusste nichts (sie wissen nur alles, wenn es um Boni geht) und es waren wieder so ganz hinterlistige Ingenieure die eine Art geheimen Alleingang gestartet haben.
 
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