SSD und XP (ohweh ?)

Pulsdisruptor

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Hallo Leute.

Muss für einen Bekannten ein vorhandenes XP auf eine SSD "clonen".

Hier meine Schritte - schaut doch Mal ob das so passt oder ob es etwas zu verbessern gibt. Hatte mich vorher noch nie wirklich mit SSDs auseinandergesetzt.

1.) Alte Festplatte mittels Paragon Festplattenmmanager 10 (Drive Copy) als
2.) Festplattenimage gesichert.
3.) Neue SSD mit aktueller Firmware versehen (Firmware- Pacht CD booten)
4.) SSD mittels Paragon Alignment Tool für XP einrichten.
5.) Festplattenimage auf die SSD rücksichern
6.) XP mit diversen Tools tweaken damit die SSD nicht so gestresst wird
(Schreibzugriffe) - evtl. Empfehlung für ein gutes Tool abgeben.


Nun ist meine Frage wenn ich die SSD zuerst "aligne" und dann mit dem Image "überschreibe" ist das Alignment dann noch vorhanden oder überschreibt das Image das Alignment ?

Falls ja- wenn ich das Alignment nach der Imagerücksicherung mache- was passiert hier- werden nur ein paar kleine "Blocks" auf der Festplatte umgestellt z.B. Directory oder MFT oder werden alle Daten an den richtigen Anfangspunkt verschoben- sprich in meinem Fall 12GB ?

Danke dür die Aufmerksamkeit ^^
 
Wenn du das Alignment im Nachhinein anpasst, wird alles verschoben, was bedeutet, dass - wie du schon richtig gesagt hast - wieder 12 GiB geschrieben werden.

Ich kann dir die Boot-CD von Acronis True Image Home 12 (oder einfach die neueste Privatkunden-Version) ans Herz legen. Da wird beim zurückladen eines Images auf das Alignment geachtet, sodass es gleich von Anfang an korrekt ist.
 
Die SSD kannst Du genauso behandeln wie eine HDD, da ist kein wesentlicher Unterschied bis auf das Alignment und die Geschwindigkeit.

1. SSD Firmware updaten (soweit überhaupt notwendig)

2. HDD auf die SSD clonen (Drive Copy)
3. Alignment prüfen, mit Paragon Alignment korrigieren

4. Optimieren und Tweaken nach Lust und Laune

5. Wenn Du eine SSD betreibst, die auch mit einer Toolbox geliefert wird, hie und da mal die SSD Optimierung (manuelles TRIM) laufen lassen.
 
SSD und XP passen einfach nicht zusammen, selbst SSD und Vista ist schon unpassend.
Im Langzeittest klatschte mir die SSD in einem XP System nach wenigen Monaten vor die Wand.

Viel Erfolg!
 
Schön ist es natürlich nicht, allerdings hat der Threadautor das nicht gefragt.
Als OS-Optimierung kann ich dir empfehlen, die automatische Defragmentierung auszuschalten und die Boot-optimierende Defragmentierung zu deaktivieren (nach "defragmentierung der boot dateien" googlen).

Teile dem Bekannten mit, dass XP auf SSD nicht wirklich empfehlenswert ist und er unbedingt Backups machen sollte. Des Weiteren würde ich nach einem Monat oder so mal überprüfen, wie viele Daten bereits auf das SSD geschrieben wurden und abklären, ob sich das in einem akzeptablen Rahmen befindet (wie du sicher weisst, sind die Schreibzyklen eines SSD's limitiert).
 
Wieso passen denn Windows XP und eine SSD nicht zusammen? Ich lese das gerade zum ersten Mal und frage mich, warum?

Ich meine, Windows XP macht ja meine HDD auch nicht kaputt..
 
Unterstützt XP ohne Zusatztools überhaupt den Trim Befehl? Da müsste ansonsten mit externen Tools nachgeholfen werden.
 
Danke Mal für die Antworten.

Also das Alignment definitiv NACH der Imagerecovery- werde ich dann auch si machen :)

Die SSD hat eine eingebaute Trim Funktion und da die Platte 128 GB hat bei verwendeten 10 GB müsste die SSD doch eigentlich gut halten- sofern TRIM dann auch angesteuert wird ^^ Der PC ist ein Client für ein Netzwerk- sprich es werden nahezu keine Daten auf dem Gerät gespeichert.

Das Einzige wäre im Prinzip die Auslagerungsdatei und die würd eich einfach fix auf 2GB stellen

Ansonsten ist schon klar: keine Defragmentierung, Windows Fehlerbericht ausschalten, Index ausschalten und zuletzt das Prefetch aus- damit dürfte XP docheigentlich nicht mehr Flashzellen töten als Windows 7,oder ?

Die SSD sollte eigentlich schon mindestens 5 Jahre halten ansonsten ist das Ganze eher ein Schuß in den Ofen ^^
Ergänzung ()

Hab gerade etwas Interessantes gelesen:

Windows XP kennt jedoch die TRIM Funktion nicht. Viele SSD-Anbieter wie Intel bieten Tools an, welche die SSD zeitgesteuert trimmen. Andere Hersteller integrieren jedoch auch das TRIM-Kommando in die Firmware der SSD. So zum Beispiel bei der OCZ Vertex SSD. Dort ist der TRIM Support in die Firmware integriert. Diese säubert periodisch die Festplatte unabhängig vom Betriebssystem.

Die Festplatte ist die o.g. OCZ Vertex Plus (Plus)
 
Zuletzt bearbeitet: (Festplatte nut TRIM Support)
Hab gerade etwas Interessantes gelesen:

Windows XP kennt jedoch die TRIM Funktion nicht. Viele SSD-Anbieter wie Intel bieten Tools an, welche die SSD zeitgesteuert trimmen. Andere Hersteller integrieren jedoch auch das TRIM-Kommando in die Firmware der SSD. So zum Beispiel bei der OCZ Vertex SSD. Dort ist der TRIM Support in die Firmware integriert. Diese säubert periodisch die Festplatte unabhängig vom Betriebssystem.

? Quelle


Die Festplatte ist die o.g. OCZ Vertex Plus (Plus)

Da wird dein Bekannter echt Fruede haben :)
 
Quelle: http://www.supportnet.de/faqsthread/2372963

Die Vertex Plus ist zwar etwas verrufen (bis das Firmwareupdate rauskam) soll aber durch den Indilix Controller welcher hardwareseitig TRIM ohne den Befehl vom OS ausführt recht langlebig sein...allerdings nicht ganz so performat ca. 200MB/s / 150 MB/s.

Firmware Update daruf und die Platte soll dann wirklich top sein - however ich habe sie jetzt nunmal da und kann es nicht mehr rückgängig machen :freak:
 
Pulsdisruptor schrieb:
Die SSD hat eine eingebaute Trim Funktion
So etwas gibt es nicht! Die hat bestenfalls eine Idle-GC die den Flashspeicher optimieren soll, aber TRIM nicht ersetzen kann. TRIM ist ein ATA Befehl mit dem das Betriebssystem die SSD darüber informiert, welche logischen Adressen eine Datei belegt hatte, die gerade gelöscht wurden. Damit kann der Controller die Flashbereiche denen diese logischen Adressen zugewiesen waren nun selbst löschen und hat somit mehr freien Platz zur Verfügung.

Eine eingebaute TRIM Funktion wäre nur möglich, wenn der Controller der SSD die Partitionstabelle und die Filesystemstrukutren selbst auslasen und interpretieren würde, was aber beim kleinesten Fehler ein gewaltigste Datencaos anrichten würde. Obendrein wären es beim Einsatz im RAID, bei Verschlüsselung der Partition oder Verwendung eines dem Controller unbekannten Filesystems unmöglich bzw. würde zum Datencaos führen.

Mir ist nur von der Plextor M3 bekannt, dass dort auf der Packung die unterstützenten Filesysteme aufgeführt sind, aber selbst darauf würde ich nicht ableiten, dass dort sowas implmentiert ist. Um welche SSD handelt es sich?

Pulsdisruptor schrieb:
Der PC ist ein Client für ein Netzwerk- sprich es werden nahezu keine Daten auf dem Gerät gespeichert.
Dann ist das sowieso unkritisch, denn fehlendes TRIM macht sich vor allem in schlechten Schreibraten bemerkbar.

Pulsdisruptor schrieb:
Die SSD sollte eigentlich schon mindestens 5 Jahre halten ansonsten ist das Ganze eher ein Schuß in den Ofen
Wenn es keine alten mit Indilinx Barefoot ist oder so ein Billigschrott wie Verbatim oder Vertex Plus, dann sollte das kein Problem sein, egal wieviel darauf geschrieben wird.
Pulsdisruptor schrieb:
Windows XP kennt jedoch die TRIM Funktion nicht. Viele SSD-Anbieter wie Intel bieten Tools an, welche die SSD zeitgesteuert trimmen.
Von Intel und Samsung ist mir das bekannt.
Pulsdisruptor schrieb:
Andere Hersteller integrieren jedoch auch das TRIM-Kommando in die Firmware der SSD. So zum Beispiel bei der OCZ Vertex SSD. Dort ist der TRIM Support in die Firmware integriert. Diese säubert periodisch die Festplatte unabhängig vom Betriebssystem.

Die Festplatte ist die o.g. OCZ Vertex Plus (Plus)
S.o.! Das ist Schwachsinn und beschreibt die Idle-GC, allerdings total falsch.Bei 24/7 Dauerbetrieb traue ich der Vertex (Plus) keine 5 Jahre zu, denn dieses agressive Idle-GC frisst die P/E Zyklen mit der Zeit und weniger mit der geschrriebenen Datenmenge.
 
Komisch was die sich dann da mit dem Idle GC ausgedacht haben.

Vielleicht finde ich ja ein Tool eines Anderen Herstellers das diesen TRIM Befehl geplant ausführt (z.B. 1x die Woche). Von Intel scheint es etwas zu geben.

Frage ist nur ob ich dieses Hardware- Idel GC ausschalten kann- sonst wird es ja immer noch mehr ^^

Das ist jetzt natürlich eine blöde Sache wenn das Teil dann so früh "ablebt".

Nutzung wäre aber eher nur ca. 10h / Tag
 
Pulsdisruptor schrieb:
Komisch was die sich dann da mit dem Idle GC ausgedacht haben.
Der TRIM Befehl wurde erst nach dem Erscheinen des Indilinx Barefoot in den ATA Befehlssatz aufgenommen und die Idle-GC sollte halt die Leistungsverluste vermeiden. Dabei ist man aber eben übers Ziel hinaus geschossen und die Barefoot optimieren eben die NANDs zu tode.

Pulsdisruptor schrieb:
Vielleicht finde ich ja ein Tool eines Anderen Herstellers das diesen TRIM Befehl geplant ausführt (z.B. 1x die Woche). Von Intel scheint es etwas zu geben.
Die Intel Toolbox (in der das manuelle TRIM implementiert ist) funktioniert natürlich nur mit Intel SSD und entsprechend ist es auch bei Samsung. Was Thrid Party Lösung können, kann ich nicht beurteilen. Aber wie gesagt: Es werden ja wohl hauptsächlich statische Daten auf der SSD liegen und nur wenig darauf geschrieben, somit ist das Fehlen von TRIM wenig relevant.
Pulsdisruptor schrieb:
Frage ist nur ob ich dieses Hardware- Idel GC ausschalten kann- sonst wird es ja immer noch mehr ^^
Da das eine Funktion der Firmware der SSD ist, kann man das nicht ausschalten. Vielleicht ist es bei der relativ neuen Vertex Plus ja auch schon weniger destruktiv als bei den alten Barefoot Firmwareversionen.
Pulsdisruptor schrieb:
Das ist jetzt natürlich eine blöde Sache wenn das Teil dann so früh "ablebt".
Wer keine zuverlässige und langlebige SSD möchte, der sollte sowieso nicht unbedingt zu einer OCZ greifen und auch keine Billig-SSDs nehmen und schon gleich garnicht eine Billig-SSD von OCZ.
 
Also ich wäre schon offen gegenüber anderen SSDs wie z.B. Samsung, Corsair...leider habe ich eine Kingston Allergie.... (in der Hoffnung ich kann meine unausgepackte und orginalverschweisste noch zurückgeben^^).

Preislicher Rahmen 89€ ... Kapazität relativ egal. Müssen nur ca. 10 Gb darauf unterkommen.

Je mehr Kapazität umso mehr Platz hätte natürlich "TRIM" zum Verteilen = Lebensdauer.

Das Einzige das sich nicht abändern lässt ist daß es beim Windows XP bleiben muß :freak:
 
Wie wär's mit einer Crucial m4 mit 64 GB?


Pulsdisruptor schrieb:
Je mehr Kapazität umso mehr Platz hätte natürlich "TRIM" zum Verteilen = Lebensdauer.

TRIM verteilt nichts. Um die gleichmässige Abnützung kümmert sich das Wearleveling.
Aber grundsätzlich hast du Recht. Eine m4 ist aber eine der zuverlässigsten SSD's im Endkundenmarkt. Die kriegst du nicht so schnell kaputt. Ich habe zwei davon im RAID0 und habe absolut keine Probleme (24/7-Betrieb)
Das einzige, was du überprüfen musst, wenn du dich für diese entscheiden würdest, ist die Firmware. Wenn es nicht die aktuellste ist, musst du diese noch aktualisieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
irgendwie ist es krass: egal welche Revies man zu verschiedene SSD liesst kommt man sich vor als wäre man im Jahr 2002 und möchte sich nach einer 80 GB Festplatte...

Möchte jetzt Nichts falsches sagen aber mir scheint daß dezeit alle SSDs durch die Bank Müll sind (egal ob teuer oder billig) und tatsächlich im Schnitt etwa 25% Ausfallrate haben (Amazon Bewertungen).

Auch die empfohlene Crucial M4 hat eine hohe Ausfallrate ...

ca. 46 Ausfälle und 226 zufriedene Kunden
 
Zuletzt bearbeitet: (Ergänzung)
Hi,

in deinem Fall würde ich auch die M4 64/128 empfehlen. Samsung 830 kann man auch nehmen, auch wenns noch nicht so viel Erfahrung gibt wie mit der M4.

Edit:

Ich hab ne Vertex 2. Läuft auch super, auch wenn viele das Teil mistig finden.

Behandle deine SSD gut, dann behandelt sie dich auch gut.
 
Naja ich möchte eben kein Risiko eingehen- der Computer steht nacher 100 Kilometer in einer Praxis.

Ist also nicht daß das mein Privat- PC ist und wenn die SSD den Geist aufgibt ich ins Regel greife und eine alte 500GB Platte einbaue während die SSD in Reparatur ist ^^
 
Pulsdisruptor schrieb:
Möchte jetzt Nichts falsches sagen aber mir scheint daß dezeit alle SSDs durch die Bank Müll sind (egal ob teuer oder billig) und tatsächlich im Schnitt etwa 25% Ausfallrate haben (Amazon Bewertungen).
Das ist totaler Unsinn, weil die Bewertungen irgendwelcher Händler oder Portale natürlich überhaupt nicht representativ sind. Leider gibt es auch kaum brauchbare, also herstellerunabhängige Zahlen zur Zuverlässigkeit von SSD. Ich kenne nur diese Studie aufgrund der Daten eines französischen etailers.

Pulsdisruptor schrieb:
Auch die empfohlene Crucial M4 hat eine hohe Ausfallrate ...

ca. 46 Ausfälle und 226 zufriedene Kunden
Wie gesagt: Nicht representativ! Weder weiß man, wieviele Kunden überhaupt abgestimmt haben, noch ob alle Beiträge wirklich von Kunden sind oder von Wettbewerbern eingestellt wurden um die Produkte eines anderen Hersteller schlecht aussehen zu lassen.

Die französichen Daten beruhen zwar nur auf den Daten eines Händlers und erstrecken sich auch nur auf Produkte die dieses in größeren Stückzahlen verkauft hat, aber immerhin werden nur solche Rückläufer gezählt bei denen das Gerät defekt ist, was man entweder selbst geprüft hat oder wo man aufgrund der Fehlerbeschreibung der Kunden davon ausgeht.

Dies ist die Ausstellung nach Herstellern für die Produkte die zwischen dem 1.04.2011 und dem 1.10.2011 verkauft und bis zum 1.04.2012 reklamiert wurden. In der Zeit hatte Crucial eigentlich nur die m4 im Angebot und damit dürften die Zahlen für die m4 representativ sein. Die Liste der SSD mit mehr als 5% Ausfallrate enthält nur OCZ SSDs:
Die fünf schlechtesten SSDs die vom 1.10.2011 bis 01.04.2012 verkauft und reklamiert wurden sind auch alle von OCZ:
Das sind keine guten Ergebnisse, wenn man bedenkt, dass die SSD kein halbes Jahr alt geworden sind.
 
Du kannst NICHT anhand der Bewertungen die Zuverlässigkeit eines Produkts beurteilen. Eine Consumer SSD für eine Praxis zu verwenden ist sowieso eine ganz schlechte Idee. Vor allem, wieso sollte man gerade da auf die Geschwindigkeit angewiesen sein?

Hier ein wenig Info Material zu den Rückgabezahlen von SSDs. Ist allerdings schon was älter.
http://www.behardware.com/articles/843-7/components-returns-rates-5.html

Edit:
Holt liest meine Gedanken und tippt schneller als ich :/
 
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