SSD Ungereimtheiten

Bis dahin hat sich alles vernünftig angehört, aber dann:

Big Ray schrieb:
Das sind die SSD Einstellungen die ich per Hand selbst vorgenommen habe,

Dienste:

- Defragmentierung deaktiviert, unter Defragmentierung, Planung, Haken raus

- Superfetch deaktiviert

- Windows Search deaktiviert, Indizierung der Festplattendateien unter Eigenschaften, Haken rausgenommen

Wieso hast du die Defragmentierung deaktiviert? Für SSDs ist sie automatisch nie aktiv, aber willst du deine HDDs nicht weiter defragmentieren?

Superfetch deaktiviert sich nach dem Durchführen vom Leistungsindex auch selbst, manchmal dauert es aber ein paar Neustarts lang, bis Windows sich entscheidet, was zu tun ist. Das ist jedenfalls ziemlich egal, einen Unterschied habe ich noch nie bemerkt.

Den Windows Suchindex kannst du ja im Prinzip gerne deaktivieren - aber warum? Weil der Index wenn's hoch kommt 100MB auf deine SSD schreibt? Und dafür verzichtest du auf die rasend schnelle Suche in indizierten Inhalten?

Diese Tipps stammen aus der Zeit von Windows XP und First-Gen SSDs, die nicht besser waren, als große USB Sticks.
Für Windows 7/8 und moderne SSDs sind diese Tipps absolut überflüssig, und beschneiden dir nur deine Windows-Funktionalität.
 
highks schrieb:
Diese Tipps stammen aus der Zeit von Windows XP und First-Gen SSDs, die nicht besser waren, als große USB Sticks.
Genau und die hatten damals, wie bei USB Sticks heute noch üblich, gerade bei den Random Writes eine echt unterirdische Performance. Schau mal auf die Screenshots von CrystalDiskMark oder AS-SSD bei USB Sticks, die schreiben bei 4k oft nur mit 0.0x MB/s! Dann gab es ganz am Anfang noch Controller wie den JM602, der sich auch gerne mal 2 Sekunden Bedenkzeit beim Schrieben gegönnt hat. Da würde auch ich jeden Schreibzugriff vermeiden und genau wegen dieser miesen Schriebperformance hat man damals versucht Schreibzugriffe einzusparen, da ging es nie um die Haltbarkeit.

Die damaligen NANDs hatten ja noch viel mehr P/E Zyklen als die heutigen, das war also nie das Thema, das wurde es nur irgendwann, als man von der Verbreitung der inzwischen unsinnig gewordenen "Optimierungsanleitungen" nicht ablassen wollte, denn es lassen sich ja viel weniger Zeitschriften mit der Überschift "Windows stellt sich schon optimal auf SSDs ein" verkaufen als wenn man schriebt "Tipps wie sie ihr Window für ihre teure SSD optimieren, damit diese schneller ist und viele länger hält".
 
highks schrieb:
Bis dahin hat sich alles vernünftig angehört, aber dann:



Wieso hast du die Defragmentierung deaktiviert? Für SSDs ist sie automatisch nie aktiv, aber willst du deine HDDs nicht weiter defragmentieren?
Defragmentieren von konventionellen HDD's hat sich ja wohl seit Vista erledigt. Der Leistungszuwachs liegt im Promille Bereich und ist im besten Falle nur meßbar. Von einem spürbaren Perfomenceschub kaum zu schweigen.

Betr. SSD fand ich diesen Thread im im Forum, Solid State Disk defragmentieren oder nicht? und wenn ich lese,
Allgemein kann man schreiben, dass eine Speicherzelle ca. 100.000 mal wiederbeschreibbar ist.
Das heißt wenn man seine Platte töten will macht man 100.000 defrags!
In Wikipedia steht betr. Solid-State-Drive/ Verschleiß- und Ausfallvorhersage (S.M.A.R.T.)
Lesevorgänge von intakten Zellen sind hier zwar unbegrenzt möglich, je nach Qualität kann eine Flashzelle aber nur zwischen 3.000 (MLC 25nm) und 100.000 (SLC) Schreibvorgänge absolvieren. Danach kann sie ihren Inhalt vergessen. Flashspeicher wären so mitunter schon nach wenigen Tagen defekt
Damit war für mich das Thema defragmentieren abgeharkt, obwohl Dein Kommentar(@highks) sich letztendlich nur auf HDD's bezog.

Die Indizierung hat mich schon damals unter Vista generft, weil das System ständig im Hintergrund rödelt. Die bleibt schön aus. Außerdem habe ich ein Dateimanager, da weiß ich auch wo und wie ich was finde. Selbst mit den versteckten Dateien, so groß ist Windows nun auch nicht.

Betr. RAPID Mode gab's ja eine gute Erläuterung samt Bench von CB, Samsung SSD 840 Evo, einen wirklichen Nutzen sehe ich da auch nicht.
 
Big Ray schrieb:
Defragmentieren von konventionellen HDD's hat sich ja wohl seit Vista erledigt. Der Leistungszuwachs liegt im Promille Bereich und ist im besten Falle nur meßbar. Von einem spürbaren Perfomenceschub kaum zu schweigen.
Seid Vista hat sich das manuelle Defragmentieren von HDDs erledigt, weil seid Vista eine Defragmentierservice integriert wurde und der macht das wöchentlich selbst. Genau um den Service geht es auch, der aber seid Windows 7 keine SSDs defragmentiert, weil er sie als solche erkennt und sofort aus dem Zeitplaner wirft, man kann sie nicht einmal mehr selbst eintragen. Bei Win8 wird ein TRIM ausgeführt und als Optimierung bezeichnet, aber es erfolgt eben auch keine Defragmentierung.

Big Ray schrieb:
Damit war für mich das Thema defragmentieren abgeharkt, obwohl Dein Kommentar(@highks) sich letztendlich nur auf HDD's bezog.
HDDs solltest Du weiter defragmentieren lassen, auch wenn Daten HDDs i.d.R. weniger stark fragmentieren als die Partitionen auf denen Windows liegt.

Big Ray schrieb:
Betr. RAPID Mode gab's ja eine gute Erläuterung samt Bench von CB, Samsung SSD 840 Evo, einen wirklichen Nutzen sehe ich da auch nicht.
Lies Dur mal den Test durch, vor allem Seite 5 mit Aufgaben wie dem Kompilieren von Firefox, FileCooy, Bittorrent tranfer, Video Transcoding und Virenscan, dann siehst Du was für eine Bremse dieser Cache in der Realität ist, denn anders als bei den synth. Banchmarks werden im wahren Leben die Daten ja nicht geschrieben und sofort wieder eingelesen, so dass sie auch wirklich immer im Cache stehen.
 
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