SSHD Hohe Auslastung bei niedriger Datenrate - defekt?

SpR3AD

Cadet 2nd Year
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20
Hallo Leute,

Mein Acer Aspire E15 E5-573G-53XW zeigt mir einige Auffälligkeiten was die Festplatte angeht. Jetzt bin ich mir nicht sicher, ob es irgend ein Softwareproblem gibt, oder ob die Platte langsam den Geist aufgibt. Zunächst mal gibt es ja die zwei Systemwerte Datenrate und Auslastung. Welcher Bezug sollte zwischen beiden Werten bestehen? Mein System zeigt eine Auslastung von idR über 90%, jedoch eine Datenraten von <10MB/s. Ist das normal? Die Prozesse im TaskMgr, die auf die Platte zugreifen wechseln ständig. Hier ist kein "Bösewicht" auszumachen.

System:
Windows 10
Intel Core i5-5200U
NVIDIA GeForce 940M
8 GB DDR3 RAM
SSHD (GB SSD+ 1000GB Hybrid HDD)

TaskMgr:
taskmgr.jpg

Ressourcenmonitor:
ressourcenmonitor.jpg

CrystalDiskInfo:
CrystalDiskInfo.jpg

Danke im Vorraus!
 
So sieht das auch bei einer SSD aus. Windows-10, und hier speziell der Virenscanner (Antimalwareservice) greifen auf die Files nacheinander zu. Also Anforderung, Suche , Ausgabe. Das ist nicht sehr effektiv. Das liegt nicht unbedingt an der HDD/SSD, aber an all den Dingen, die zwischen Programm und physikalischen Daten liegen: Treiber, Controller, Virenscanner, Filesystem, Cacheverwaltung.

Die "100% Auslastung" bedeuten, daß von 1000ms der CPU mehr als 990ms für den gesamten I/O-Zugriff draufgehen, bezogen auf den jeweiligen Prozess. Also der Virenscanner kommt mit sehr wenig Zeit klar, um die gelesenen Daten zu prüfen.

Eine SSD ist da mitunter auch nicht schneller, allerdings kann man da die Wartezeit mit weiteren I/O-Anforderungen vollstopfen. Die richtig großen Übertragungsraten kommen ja erst zustande, wenn die Queue-Tiefe bei 16, 32 oder gar 64 liegt.

Man kann den Verwaltungsoverhead auch mit größeren Clustern verbessern. NTFS nutzt ja per default 4k, was eigentlich nicht mehr zeitgemäß ist, aber bei den tausenden DLLs noch verständlich ist. Bei Daten ist das aber fern der Realität. 64k war lange das Maximum der Cluster, seit einer Weile sind aber bis zu 2MB große Cluster im Formatier-Menü verfügbar.

Im vorliegenden Fall mit dem Antimalwareservice ist das aber nunmal so. Da kann man nichts dagegen tun.
 
Erklärung, siehe Kowa
Abhilfe, eine separate SSD für Windows und die wichtigsten Programme und Spiele. Die SSHD kann dann als Datengrab dienen.

Bei der Gelegenheit auch mal über eine RAM-Aufrüstung nachdenken, falls der Rechner noch länger dienen soll.
8 GB sind bei den heutigen Anforderungen nicht mehr zeitgemäß. Windows lagert hier schon permanent Daten zwischen RAM und Auslagerungsdatei auf der SSHD hin und her.
 
Alles klar,
Vielen Dank für die schnelle Rückmeldung!
So lange kein Defekt vorliegt, bin ich ja beruhigt.
Der Laptop dient sowieso nur als mobiles Arbeitsgerät (Office / MatLAB). Und Spiele mit niedriger Performance für unterwegs. Alles was eine höhere Performance vorraussetzt wird am Desktop mit entsprechender Hardware gemacht.
So lange man nicht gerade Anwendungen patcht, oder Windows Updates lädt, läuft der Laptop auch einwandfrei für seine Verhältnisse. Wollte nur sicher gehen, dass da nichts gravierenderes auf mich zu rollt.
 
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