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News Standort vor dem Aus: Apple trennt sich von VARTA als Batterie-Lieferant
- Ersteller mischaef
- Erstellt am
- Zur News: Standort vor dem Aus: Apple trennt sich von VARTA als Batterie-Lieferant
handy.dealer
Lt. Junior Grade
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@Shoryuken94 Du hast natürlich vollkommen Recht aber bedenke, selbst ganze Ministerien machen solche Geschäfte, nicht nur in der Corona Zeit....
Simonsworld
Lieutenant
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Eine solche Nachricht, die belegt, dass der deutsche Standort in seiner Wettbewerbsfähigkeit hinter den Big Playern zurückgefallen ist, schmerzt.
Die Politik muss sich Maßnahmen überlegen, weiteren Standortschließungen entgegenzuwirken. Außverkauf von Werken nach China, um die Abhängigkeit weiter zu erhöhen, wird langfristig keine Perspektive sein IMHO.
Die Politik muss sich Maßnahmen überlegen, weiteren Standortschließungen entgegenzuwirken. Außverkauf von Werken nach China, um die Abhängigkeit weiter zu erhöhen, wird langfristig keine Perspektive sein IMHO.
Nicht vor Gericht, sondern vor Jesus, Ala und JHWH. Geht es noch theatralischer? Es geht hier um einen Standort und nicht die ganze Firma (Insgesamt ca. 4200 MA und es geht um 350). Damit nicht ein Standort betroffen ist, produziere ich die Akkus dann in 5 Standorten und wenn der Auftrag wegbricht muss ich keinen ganzen schließen, sondern entlasse nur ein paar an jedem Standort? Sieht auf dem Papier schöner aus, aber ist die gleiche Konsequenz (dass die Produktion viel teurer ist, weil verschiedene Produktionsstraßen oder Rüstzeiten ist egal).paganini schrieb:„Trennung lässt komplette Auslastung wegbrechen“
Wie unfähig ist denn die Geschäftsführung? Wie kann man sich nur auf einen Kunden so fixieren. Für die Mitarbeiter tut es mir leid, ich hoffe die Vorstände müssen sich vor Gericht verantworten
Zur News. Was ich wirklich unglücklich finde ist, dass der Standort massiv ausgebaut wurde ohne, dass es langfristige Lieferverträge gab. Aber auch hier ist Varta gegenüber Apple in einer ungünstigen Position (Produkt kann substituiert werden; Varta ging es auch nicht gut) und ich kann die "Flucht nach vorn" nachvollziehen.
Sicherlich nicht. Da wird versucht sich die Marge einzustecken.novemberkind schrieb:Werden die Airpods jetzt günstiger?
Khorneflakes
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Zu jeder guten Finanzentscheidung gehört die Abwägung zwischen Risiko und Potenzial. Dazu kann auch gehören, ein Werk nicht zu bauen, ein bestehendes zu schließen oder einen Auftrag nicht anzunehmen, wenn das Risiko in Anbetracht des möglichen Potenzials zu groß ist.gaym0r schrieb:Alternative wäre vermutlich gewesen den Standort schon wesentlich früher zu schließen. Oder es hätte ihn nie gegeben. Ernsthaft, wie hättest du es gemacht?
Das wurde hier offenbar versäumt und man hat sich, ohne Absicherung, abhängig von einem Kunden gemacht.
Macerkopf
Lt. Commander
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@Khorneflakes Kennst du die Vertragsbedingungen, falls nein, kannst du wohl kaum beurteilen ob irgendwas versäumt würde, geschweige denn ob das Risiko höher als der Gewinn war. Vielleicht war der Ausbau des Werks, voraussetzung für den Deal? Kein Ausbau, kein Deal. Ohne die genauen Vertragsdetails zu kennen, kann man nur mutmaßen.
Und ja, ein nicht weiter benannter Insider nennt einen neuen Lieferanten aus China:
11:41 Uhr
Das schwäbische Unternehmen baut in Nördlingen fast ausschließlich die wiederaufladbaren "CoinPower"-Knopfzellen für die "AirPods"-Kopfhörer von Apple. Diese würden künftig von einem Lieferanten aus China geliefert, sagte ein Insider.
https://www.n-tv.de/wirtschaft/der_boersen_tag/Der-Boersen-Tag-Dienstag-19-Mai-2026-id30834568.html
11:41 Uhr
Insider: Verlust von Apple-Auftrag kostet bei Varta 350 Stellen
Der Batteriehersteller Varta muss seine Produktion von Knopfzellen in Nördlingen nach dem Verlust des wichtigsten Kunden aufgeben. Davon betroffen seien rund 350 Arbeitsplätze in Nördlingen und am Firmensitz im nahen Ellwangen, sagte ein Sprecher nach einer Betriebsversammlung. Der Vertrag mit dem - nicht namentlich genannten - Ankerkunden laufe Ende Oktober aus, erklärte Varta, für die neue Produktreihe sei Varta nicht mehr berücksichtigt worden.Das schwäbische Unternehmen baut in Nördlingen fast ausschließlich die wiederaufladbaren "CoinPower"-Knopfzellen für die "AirPods"-Kopfhörer von Apple. Diese würden künftig von einem Lieferanten aus China geliefert, sagte ein Insider.
https://www.n-tv.de/wirtschaft/der_boersen_tag/Der-Boersen-Tag-Dienstag-19-Mai-2026-id30834568.html
Pipmatz
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Klarer Fehler vom Management/ Managern!
Wie kann man sich abhängig machen von einem einzigen Kunden? 🤷🏻♂️
Europa muss eigentlich das machen was die Amis , Indien und Indonesien immer mehr machen:
Firma xy, ihr wollt hier verkaufen?
Dann baut Produktion auch hier auf!
🥳🥳🥳🥳🥳
Wie kann man sich abhängig machen von einem einzigen Kunden? 🤷🏻♂️
Europa muss eigentlich das machen was die Amis , Indien und Indonesien immer mehr machen:
Firma xy, ihr wollt hier verkaufen?
Dann baut Produktion auch hier auf!
🥳🥳🥳🥳🥳
DERHansWurst
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Mir war gar nicht klar, dass Apfel die Akkus von einem deutschen Unternehmen bezieht.
Khorneflakes
Lt. Commander
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Wie meinen? "Risiko höher als der Gewinn"? Das ist nicht das, was ich sagte.Macerkopf schrieb:@Khorneflakes Kennst du die Vertragsbedingungen, falls nein, kannst du wohl kaum beurteilen ob irgendwas versäumt würde, geschweige denn ob das Risiko höher als der Gewinn war.
"Offenbar versäumt" ist eine eindeutige Formulierung. Vertragsbedingungen zu kennen ist unnötig. Das Ergebnis liegt ja vor.
Das war ein Managementfehler, vermutlich von den früheren Verantwortlichen in Anbetracht der Tatsache, dass der aktuelle Chef den Posten noch nicht so lange hat.
Zweite Sonja
Lt. Junior Grade
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Einige wissen offensichtlich nicht, dass in Deutschland viele Unternehmen existieren, die ein Nischenprodukt herstellen.
Und genauso gibt nicht selten nur einen einzigen Abnehmer, wenn man es wie hier nur auf den Standort bezieht.
Mir fallen direkt zwei Unternehmen ein, die einen Standort für nur einen einzigen Abnehmer haben und sobald der Abnehmer den Vertrag auslaufen lässt, werden ebenso die Arbeitnehmer entlassen und das Produkt oder Dienstleistung sogar wertlos, weil es nicht wie Akkus an andere Abnehmer verkauft werden könnte.
Das hat nichts mit Inkompetenz zu tun.
Und genauso gibt nicht selten nur einen einzigen Abnehmer, wenn man es wie hier nur auf den Standort bezieht.
Mir fallen direkt zwei Unternehmen ein, die einen Standort für nur einen einzigen Abnehmer haben und sobald der Abnehmer den Vertrag auslaufen lässt, werden ebenso die Arbeitnehmer entlassen und das Produkt oder Dienstleistung sogar wertlos, weil es nicht wie Akkus an andere Abnehmer verkauft werden könnte.
Das hat nichts mit Inkompetenz zu tun.
Das ist das beste Beispiel dafür, was passiert, wenn man sich von einzelnen Großkunden abhängig macht. Am Ende wandert die Produktion komplett aus Europa ab. Und wenn hier die letzte Fabrik schließt, ist das Gejammer groß, weil wir uns in eine absolute Monopolstellung und logistische Engpässe manövriert haben. Wer sich dann über explodierende Preise wundert, hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt.
usernamehere
Lt. Commander
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Ich hab in den BWL-Vorlesungen jetzt echt nicht gut aufgepasst, aber man soll sich doch nie auf nur einen Kunden/ ein Standbein verlassen?
Und die minderwertigen AirPods kosten doch auch sooo wenig, da kann man sich keine teureren Batterien im Produkt leisten. Sonst ist die 5000% Marge direkt weg
Und die minderwertigen AirPods kosten doch auch sooo wenig, da kann man sich keine teureren Batterien im Produkt leisten. Sonst ist die 5000% Marge direkt weg
alyk.brevin
Lieutenant
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ganz so billig ist das nicht:M@tze schrieb:billiges Apple Bashing.
M@tze schrieb:Wenn [apple] 3[000]€ für [das ipone] verlangt, sag ich [natürlich] "Ich bleibe trotzdem bei Dir, weil ich Dich so lieb habe und auch sonst nicht weiss, wohin mit meinem Geld".
habichtfreak
Captain
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In der News geht es um Akkus. Es wird aber ausschließlich das Wort Batterien verwendet. Und das fachlich falsch.gaym0r schrieb:Was ist fachlich ungenau?
Und wenn es um Akkus/Powerbanks/Powerstations geht in News, dann wird immer von XX kWh Kapazität gesprochen. Auch das ist fachlich falsch. (k)Wh ist Energie. Kapazität hat die Einheit Ah (oder As, oder Coulomb)
Schon etwas komisch, dass man Kapazitäten ausbaut und dann keine sonderlich langfristigen Verträge hat, die auch etwas längerfristig so etwas absichern? Klar ist da Apple am längeren Hebel gewesen, dennoch wirkt das nur bedingt durchdacht, gerade der Ausbau der Kapazitäten.
Wundern sollte es halt ansonsten auch kaum noch jemanden, wusste nichtmal dass Varta hier exklusiv Zulieferer war und hierzulande produziert hat dafür. Das die Batterien in China billiger beziehbar sind ist jetzt nicht wirklich überraschend. Wahrscheinlich wollte Apple seine Marge weiter steigern, Varta konnte nicht mitgehen bei den Preisen und das war es (+ ggf. noch zusätzliche Termine/Geschäfte in/mit China).
Wundern sollte es halt ansonsten auch kaum noch jemanden, wusste nichtmal dass Varta hier exklusiv Zulieferer war und hierzulande produziert hat dafür. Das die Batterien in China billiger beziehbar sind ist jetzt nicht wirklich überraschend. Wahrscheinlich wollte Apple seine Marge weiter steigern, Varta konnte nicht mitgehen bei den Preisen und das war es (+ ggf. noch zusätzliche Termine/Geschäfte in/mit China).
Zweite Sonja
Lt. Junior Grade
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@usernamehere
Vielleicht hast du den Moment verpasst, in dem man sagte, dass in den Vorlesungen oft nur fiktive Beispiele und fiktive Lösungen behandelt werden, weil man die Grundlagen besser verstehen soll. 😜
Die Realität weicht von der Schule aber ab.
Der Klassiker solcher Abhängigkeiten findet sich doch in der Logistik.
Da ist es wirklich nicht selten, dass an einem Standort nur ein einziger Kunde bedient wird.
Und anders als in dem Beispiel von Varta mit Apple, wird es schwer bis unmöglich, einen neuen Abnehmer zu finden, weil der Standort buchstäblich vom Standort des Abnehmers abhängt.
Sobald ein Unternehmen nach dem "Just in Time" Konzept arbeitet, hat es Vertragspartner, die vom Erfolg dieses Unternehmens abhängig sind.
Wenn dort ein Produkt "zurückgefahren" wird, werden beim Vertragspartner sofort Menschen entlassen.
Unsere Autoindustrie ist ein gutes Beispiel.
Vielleicht hast du den Moment verpasst, in dem man sagte, dass in den Vorlesungen oft nur fiktive Beispiele und fiktive Lösungen behandelt werden, weil man die Grundlagen besser verstehen soll. 😜
Die Realität weicht von der Schule aber ab.
Der Klassiker solcher Abhängigkeiten findet sich doch in der Logistik.
Da ist es wirklich nicht selten, dass an einem Standort nur ein einziger Kunde bedient wird.
Und anders als in dem Beispiel von Varta mit Apple, wird es schwer bis unmöglich, einen neuen Abnehmer zu finden, weil der Standort buchstäblich vom Standort des Abnehmers abhängt.
Sobald ein Unternehmen nach dem "Just in Time" Konzept arbeitet, hat es Vertragspartner, die vom Erfolg dieses Unternehmens abhängig sind.
Wenn dort ein Produkt "zurückgefahren" wird, werden beim Vertragspartner sofort Menschen entlassen.
Unsere Autoindustrie ist ein gutes Beispiel.
cubisticanus
Lt. Commander Pro
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Nun, man kann ja gerne aus dem lauschigen Kämmerlein auf Varta eindreschen und ihnen vorwerfen, dass man sich da offenbar zu sehr auf den einzigen Kunden verlassen hat -- Fakt ist aber auch, dass Deutschland immer weniger Rahmenbedingungen hat, die es Unternehmen erlauben konkurrenzfähig zu sein. Und damit meine ich nicht mal die Lohnkosten an sich ... .
Und mal ganz ehrlich: wo kommen die Rohstoffe für die Akkus her? Aus Nördlingen oder Europa? Eher nicht. Vermutlich ist es logistisch sogar umweltfreundlicher, wenn am Ende alles aus einer Hand in China kommt. Airpod & Akkus. Weniger Co2-Emmission. Weniger Stromverbrauch. Und das ist doch alles, was in Deutschland zählt, oder?
Und mal ganz ehrlich: wo kommen die Rohstoffe für die Akkus her? Aus Nördlingen oder Europa? Eher nicht. Vermutlich ist es logistisch sogar umweltfreundlicher, wenn am Ende alles aus einer Hand in China kommt. Airpod & Akkus. Weniger Co2-Emmission. Weniger Stromverbrauch. Und das ist doch alles, was in Deutschland zählt, oder?
testwurst200
Commander
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Uns trotzdem wusste jeder zweite hier wie man es besser macht o_OFujiyama schrieb:@Shoryuken94
Vlt hat man den Großauftrag damals auch nur bekommen weil man diesen mit lockeren Bedingungen geknüpft hat?