Okay, nun noch meine
andere übliche Werbung:
VR ist wirklich cool!
Wirklich wirklich cool!
TL,DR: Probiert es aus, es ist ein Erlebnis was mit nichts zu vergleichen ist und Gamer geben häufig mehr Geld für kleine und kaum bemerkbare Verbesserungen aus, scheuen es aber diesen Schritt ins Unbekannte zu machen.
TL,DR-Ende
Die Frame ist jetzt für Neueinsteiger leider recht teuer, aber wenn wir wirklich mal die aktuellen Gebrauchtpreise der Quest 3 (oder notfalls den Neupreis der doch deutlich schlechteren Quest 3S) nehmen, von ~350 Euro, dann ist das Erlebnis welches man für diesen für Gaminghardware doch eher geringen Preis bekommt enorm spektakulär!
Wenn man hier bei Computerbase oben in der Leiste den Reiter "Tests" nimmt und sich dort die ersten Tests zu Mäusen, Tastaturen und Monitoren anschaut landet man bei der
Logitech G Pro X2 Superstrike Maus für ~170 Euro, der
Turtle Beach Command Series KB7 Tastatur für ~200€ und dem
Asus ROG Swift OLED PG27AQWP-W Monitor für ~1050 Euro.
Das sind sicher ein toller Monitor und eine tolle Maus (die Tastatur ist eher so-la-la), aber es sind halt am Ende doch nur Maus, Tastatur und Monitor.
Mit einer Gaming-Maus für 50€, ner netten mechanische Tastatur für 70€ und einem FreeSync-144Hz-1440p-Monitor ab 150 Euro (oder 500, wenn man ihm zumindest noch OLED gewährt) erreicht man ziemlich exakt dasselbe Ziel, der Aufpreis ist nur für Vorteile die man entweder nicht wirklich braucht oder die man niemals merken bzw. vermissen würde wenn man sie nie gehabt hätte.
Und das sind schon gehobenere Modelle, die Maus und Tastatur für jeweils nen Zehner von Dell tun's theoretisch auch und der Monitor für unter Hundert Euro eigentlich auch.
Mit VR hingegen erhält man ab ~350 Euro ein Erlebnis was nicht auf anderem Wege erlangt werden kann. Ein teurer Monitor ist nur ein teurerer Monitor, aber eine VR-Brille ist nicht einfach auch nur ein Monitor am Gesicht sondern ein Portal in eine ganz neue Spielewelt.
Rennspiele springen im Realismus um etliche Stufen nach oben, Flugsimulationen natürlich auch.
Horrorspiele sind nun HORROR!
Spiele die auf einem Monitor niemals Spaß machen würden werden plötzlich möglich und spaßig.
Vor einem riesigen Mech stehen ist nun ein
Erlebnis!
Ein Shooter (z.B. Forefront, siehe oben) erfordert nun ganz andere Skills, weil eine ruhige Maushand nicht mehr ausreicht. Nachladen tut man nicht indem man auf "R" drückt sondern man zieht wirklich das Magazin aus der Waffe, greift ein neues von der Weste, steckt es in das Gewehr und lädt es durch. Per "R"-Taste nachzuladen war nie "cool", diesen Bewegungsablauf in VR aber zu perfektionieren und in einem Gefecht auf diesem Weg nachzuladen und einen Gegner doch noch zu erledigen ist ein Dopaminrush ohne Gleichen!
Ja, die Grafik ist bei den meisten VR-Spielen noch nicht auf dem Niveau von Battlefield 6 (wobei das nicht mehr ganz stimmt, siehe VR-Mods von z.B. Unreal Engine 5-Titeln), die Auflösung ist noch nicht zu 1000% treppchenfrei, aber hier werden doch die wenigsten von sich behaupten, dass sie erst heute mit Computerspielen angefangen haben. Es hat doch 2005 auch niemand gesagt, dass ihm Half-Life 2 zu hässlich sei, er wolle lieber warten bis die Unreal Engine 5 (oder 6 oder 7) erscheint, erst dann seien Computerspiele es ihm wert Zeit und Geld darin zu investieren.
Die "Leider zu hässlich"-Zeit bei VR ist lange vorbei, je nach Spiel (ob Standalone z.B. sogar noch auf einer Quest 2 berücksichtigt wird oder es reine PCVR ist) sind wir zwischen gut aussehenden Playstation 2-Titeln über sehr gut aussehende Xbox 360 Titel bis eben "Unreal Engine 5, hoffentlich hast du die passende Hardware", eine Phase wie beim Nintendo 64, wo es toll war dass es nun 3D gibt, kann sich aber trotzdem heutzutage keiner mehr anschauen, haben wir in VR schon lange hinter uns gelassen.
Und ja, man muss halt ein Headset tragen...
Aber Gamer tragen auch die andere Art von Headsets, ausufernde Kopfhörer mit Mikrofonen und auch das ist "unnatürlich", da stört sich aber niemand dran.
Wenn man ehrlich ist sind auch eine Maus in der Hand oder ein Gamepad zwischen den Fingern heute doch auch nur "natürlich", weil wir uns eben über Jahre oder Jahrzehnte daran gewöhnt haben.
In der Hinsicht ist ein VR-Headset mit getrackten Handcontrollern wesentlich natürlicher als eine Gamepad- oder Maussteuerung, weil man damit mit einer Pistole eben genau das tun kann - und muss - was man auch im echten Leben damit macht. Oder mit einer Angel, einem Ball, einem Bogen, einem Schwert oder in einem Spiel in dem man einfach Kisten aufeinander stapelt oder die Kollegen mit Tackern bewirft.
Einfach mal weniger Schiss haben und neues wagen, jeder Gamer hat schon mehr Geld für unsinnige "Verbesserungen" ausgegeben als für ein VR-Headset verlangt wird und es ist ein Schritt der imho eigentlich krasser ist als damals von 2D- zu 3D-Spielen, es ist eigentlich fast so groß wie der Schritt von "nicht (computer/video)spielen" zu "spielen" den wir alle irgendwann als Kinder gegangen sind.
Aber: Geht es langsam an, ihr werdet am ersten Tag keine Loopings in einem Kampfjet fliegen können oder es aber kurz darauf bereuen. Es ist für das Gehirn halt eine völlig neue Sache und so wie mir bei einem Kumpel vor dreißig Jahren bei meiner ersten Runde Wolfenstein oder Doom (ich es es nicht mehr genau) schnell übel wurde und heute nicht mehr, so muss sich euer Gehirn erst daran gewöhnen. Berücksichtigt das auch, wenn ihr mal irgendwo ein VR-Headset testet. So wie man auch Fahrradfahren erst erlernen musste und anfangs Stützräder nutzte, so gibt es in vielen VR-Spielen Hilfen um euch an diese Spiele zu gewöhnen und auf manche Titel sollte man ganz am Anfang einfach völlig verzichten.