Mir gefällt Taken sehr gut, obwohl ich eigentlich diese ganzen UFO Storys nicht ausstehen kann. Aber Taken ist irgendwie auch anders. Es ist ja zum Teil eine Mystery Serie, zum Teil eine Science-Fiction Serie, dann gibt es noch eingeflochtene Dramen in Familien oder von Einzelpersonen, und das ganze recht spannend in einen mehrteiligen Film verpackt.
Besonders die ersten Folgen fand ich sehr spannend. Es ist interessant, wie sich die einzelnen Personen entwickeln, da man sie fast ihr ganzes Leben lang verfolgen kann.
Eine der interessantesten Personen ist mit Sicherheit die Figur Owen Crawford. Diese sehr unberechenbare, undurchsichtige Figur ist sehr interessant ausgemalt. Zum Beispiel, als Crawford seine Frau warnt, weil sie zuviel über "das Projekt" verrate kommt im Zuschauer (aufgrund der vorherigen Lebensgeschichte) schon eine Befürchtung auf, dass er auch seiner eigenen Frau etwas antuen würde. Dieses Gefühl wird aber schnell wieder verdrängt, da sich alles wieder zum Guten zu wenden scheint: die Frau wird überredet, eine Entziehungskur zu machen. Für den Zuschauer hat jetzt alles doch ein Happy-End gefunden. Dann aber kommt der eine Wendung die der Zuschauer unterbewusst befürchtet, aber dennoch verdrängt hat: Als die alles wieder gut zu sein scheint, hält Owen Crawford das Auto, in dem sein Kollege seine Frau zur Entziehungskur bringen will an und erschießt beide. Und schließlich geht er zu seinen Kindern, und erzählt, ohne Gewissensprobleme, dass seiner Frau ein "schrecklicher Unfall" passiert ist.
An dieser Famielie "hangelt" sich dann auch der weitere Verlauf der Serie entlang, da jeweils, bis in die dritte Generation die Leitung des "Projektes" einer Person aus dieser Familie unterstehen.
Neber der Familie Crawford gibt es noch die Familie Clark und die Familie Keys (ich glaub jedenfalls, dass die so heißt), die sich als Roter Faden durch die Serie ziehen, da aus diesen Familien jeweils Halb-Aliens stammen, die sich später auch näher kennen lernen.
Allerdings gibt es auch einzelne Folgen die weniger gelungen sind, weil keine Spannung aufkommt. (was mit Sicherheit auch an der Werbung liegt)
Eine meiner Lieblingsfolgen ist die Folge mit den Archeologen, die in dem Wald diese Mumie finden, und sich schließlich herausstellt, dass es dort zwei "misslungene" Halb-Aliens gab. Wenn dieser Spannungsbogen in den letzten Folgen auch zu finden wäre, dann wäre die Serie perfekt. Aber leider geht genau das in den letzten Folgen verloren. Wenn ich zum Beispiel an die Folge mit der künstlich in die Länge gezogenen Geiselnahme denke. Der Mystery-Effekt aus den ersten Folgen geht meiner Meinung nach in den letzten Folgen verloren.
Aber es gibt ja noch zwei oder drei Folgen, vielleicht werden die ja wieder besser.