Stereo / AV Reciever (auch gebraucht) im gehobenen Bereich

Ich hab Physik studiert und daher mathemathisch nicht unbegabt. Bin daher durchaus offen für eine nähere Betrachtung.
Wobei die ganzen Fachbegriffe jetzt wieder mein aktuelles Verständnis überschreiten.

Leider dauert der Umbau noch einige Monate ich will den Laden erstmal übergangsweise als Lager nutzen und den Garten halt im Sommer. Der Wohnbereich ist aber rechteckig, wenn nicht gar quadratisch gehalten. Die Aufstellung sollte hier weniger das Problem sein.
Ich möchte jetzt allerdings den Kauf nichts allzuweit verschieben, da ich selbstständig bin und nicht vom Geldeingang nicht 100% kalkulieren kann. Es könnte, wenns schlecht läuft, auch noch länger mit dem Umzug dauern.
Jetzt in den offenen 250qm Raum zu stellen macht wohl auch wenig Sinn.

Ich würde auch am liebsten ausprobieren. Ich denke der Onkyo 808/818 ist ja preislich ein guter Partner. Andere Empfehlungen habe ich ja bisher auch nicht bekommen. In welchem Preisrahmen sind deutlich kräftigere Reciever?
Was für einen Stereo Verstärker (hier dann bitte zum Vergleich mit deutlich mehr Leistung) kann man heranziehen?

Ich habe auch lang überlegt, ob ich die "alte" M5 nehme oder lieber die M50. Habe da keinen Unterschied durch den neuen HT feststellen können. Von der ertragbaren Leistung wie gesagt von 160/250 Watt zu 200/300 Watt (Nenn-/Spitzenleistung) gestiegen. Da kein Reciever der Preisklasse real an diesen Werten kratzt, kann ich also auf diese Erhöhung problemlos verzichten oder sehe ich das falsch?
 
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Also auf 250m² macht das Setup nicht viel Sinn, da stimme ich dir zu.
Obwohl ich das persönlich auch mal probieren würde, rein aus Interesse und zum Spaß.

Ich sehe jetzt aber noch folgendes, du hast geschrieben du hast einen Pioneer VSX-922.
Das ist schon mal alles andere als ein schlechter AVR, da werde auch einige zustimmen.

Wenn du das Gerät hast und an deinen M5 testen kannst, ist das schon mal sehr viel wert.
Hast du diesen Test bereits gemacht und wie sieht dein Ergebnis aus?

Das mit der Leistung:
Egal ob Nennleistung oder Nennbelastbarkeit, es kommt drauf an wie gemessen wird.
Den Unterschied zwischen einem Sinus und dem quadratische Mittelwert (RMS) muss ich dir nicht erklären.
Viele Hersteller übermitteln nicht, wie die Messung durchgeführt wird und handhaben das unterschiedlich.

In der Regel ist es so, das die Box eher hörbare Verzerrungen verursachen sollte, als der AMP.
Auf deutsch, der Verstärker sollte die Box nicht aufgrund einer Übersteuerung (clippen) limitieren.
Mir ist keine Box bekannt, die bei Nennbelastbarkeit noch wirklich sauber klingt.
Vorher beschränken oft mechanische Belastungsgrenzen (Hub), die Zuführung - höherer Leistungen.

Die Nennbelastbarkeit sollte mit einem RMS-Signal einschließlich 6dB Crest gemessen werden.
Am Ende bedeutet das, dass diese Leistung mechanisch und thermisch abgefangen werden kann.
Und zwar nur davon ausgehend, dass die Box (besser die Chassis) dadurch nicht beschädigt werden.

Die Bauernregel, Verstärkerleistung kann man nicht genug haben, lässt sich aus meiner Sicht damit begründen:
Wirklich hohen RMS (100W/Kanal) braucht eigentlich kein Mensch, die Dynamikreserven sind entscheidend.
Kann ich eine Box mit 50W antreiben, können Pegelspitzen jenseits von gut und Böse zuschlagen.
Und dann ist es ärgerlich, wenn der AMP ins clipping fährt - ich es aber gerne noch lauter möchte.

Zugegeben, ein extrem Beispiel.
(Abhängig von Raumgröße, Pegelwunsch, Nennlast für den AMP, Signalqualität, Musikmaterial, etc.)

EDIT: Teste deine M5 mal an dem VSX-922 und spiele uns das Feedback zu.
 
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Gut, ich denke mittlerweile auch, dass Tests hier die Bese Wahl sind.

Ich besorge mir dann mal den VSX 922 und einen Onkyo 818 als Vergleich. Letzterer sollte ja eigentlich ideal passend sein.
Könnte mir noch ein gutes Stereo Gerät <1000 Euro genannt werden, dass ich auch hier ein Vergleich habe?

Wenn ich die Geräte getestet habe, werde ich natürlich Feedback geben!
 
Wenn du bereit bist bis in den Bereich von 1000 auszugeben könntest du über die Kombi aus AVR + Stereo Endstufe nachdenken.
Mein Marantz 5006 hat zwei PreOuts als Chinch und so können die Leistungshungrigsten Lautsprecher des Heimkinos (Front-Left & Right) über eine seperate Endstufe versorgt werden.

Außerdem sollte immer klar sein: Am meisten Leistung kosten TIEFE Töne. Dh je höher du zum Subwoofer trennst, desto unwichtiger ist die Leistung des AVRs. Du könntest also zB 1-2 starke Subwoofer kaufen und bei 100Hz trennen.
 
Subwoofer sind vorerst nicht geplant, da die Lautsprecher ja schon Bassstark sind. Wird wahrscheinlich erst nach dem Umzug interessant.
Außerdem werden sie ja per Bi-Amping angeschlossen, sodass da schon was gehen sollte.

Über eine Stereo Endstufe + AVR habe ich auch schon nachgedacht, vorallem da ich ja erstmal gar kein AVR brauche und Musik als auch Film stereo hören werde.

Nur ab welcher Preisklasse gibt es Vollverstärker, die zumindest mit dem Stereoklang des Onkyo 818 mithalten können oder wichtiger: deutlich besser sind?

Ich würde nur 500 oder gar 1000 Euro ausgeben, wenn ich deutliche Unterschiedliche zur Multimediazentrale Onkyo höre. Also Entweder gleichwertiger klang deutlich billiger oder besserer Klang/deutlich mehr Power zum selben Preis. Sonst machts ja keinen Sinn.
Was ist an Verstärkern da zu empfehlen in dem Preisbereich, was ich mal gegen den Onkyo laufen lassen kann?

Edit: Eigentlich habe ich ja kein Interesse an dem ganzen Features des Onkyo. Ich brauche kein 4k, kein 3D, kein Netzwerk, kein Airplay, kein DLNA, kein Spotfiy und dergleichen. Ich kann diesen ganzen Streamgeschichten nix abgewinnen, weil immer der PC laufen muss. Nen hauseigenen Server hab ich noch nicht :rolleyes:

Ich brauche: Leistung und gute Klangqualität

Gibts zum Onkyo vergleichbare AVRs oder wieder sehr gute Vollverstärker eventuell wesentlich günstiger (gerne ein paar Jahre alt, gebraucht)? Ich habe da leider kaum Marktübersicht und kann über Google eigentlich nur bis zu den 2011 Modellen kommen. Keine Ahnung was da gut war und heute sehr günstig zu haben ist.
 
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Abend tz1986,

schwieriger Sachverhalt.
Auf der einen Seite denke ich, du passt sehr gut in die Nische, klassischer Stereo-Purist.
Dicker AMP, gute Lautsprecher, großer Raum, gehobener Anspruch an die Klangqualität.
Die andere Seite zeigt mir, dass du um einen AVR nicht herumkommen wirst, weil du möchtest ja erweitern.

Ich habe derzeit zwei Parasound A23 (vorher eine HCA-1000), ist eine gute Adresse - auch gebraucht.
Dazu steht hier noch eine alte ROTEL RB-981, die ich auch für sehr gut halte.
Auch bei gebrauchten Vollverstärkern kann man bei ROTEL in der Regel nicht viel falsch machen.

Das mit dem Klang... ist eine Grundsatzdiskussion die ich hier nicht anfangen werde.
Dazu würde ich dir morgen eine ausführliche Nachricht schreiben, wenn gewünscht.

MfG
 
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Ich muss leider mittlerweile sagen, das ich völlig den Überblick verloren habe, was hier das sinnvollste wäre.

Der Wunsch nach Surround hat bei mir letzten Tage immer mehr abgenommen, d.h. der Ausbau könnte sich doch noch eine Weile ziehen, zumal ich aktuell die Rears eher schlecht aufstellen könnte, da die Couch nur 50cm von der hinteren Wand entfernt ist. Möglich ist es, aber alles andere als Ideal. Im neuen Raum könnte ich halt wirklich nach allen Regeln der Kunst ein perfektes System aufstellen. Daher ist das ab jetzt eher zweitrangig.

Natürlich würde ich trotzdem nen AVR bevorzugen, wenn ich im Vergleich zum Verstärker wenig/keinen Unterschied wahrnehme, denn irgendwann werde ich ihn brauchen.


Laienhaft gesehen ist für mich aktuell die Beste Lösung: Sehr guten (gebraucht bis 1000 Euro) oder guten, aber günstigen (bis 500 Euro) Vollverstärker (ich fasse mit dem Wort jetzt einfach mal alle Möglichkeiten zusammen), der aktuell alle meine Anforderungen abdeckt und später würde ich einen AVR dazu nehmen und mit dem Verstärker verbinden, wenn denn wirklich mal die Erweiterung dann ansteht.

Ich bin für alles offen, da ich den 818 mal zur Auswahl bestellt habe, würde ich vielleicht vorab am Besten mal einen guten Vollverstärker dagegen hören. Müsste halt einer am Markt sein, denn Gebrauchtgeräte kann man ja privat meist nicht mal so ausleihen.
Je nach dem wie das Ergebnis wird, kann ich ja dann entscheiden, ob der AVR mir im Stereobetrieb genügt oder doch was besseres herkommen soll.

Edit: Ich habe mich nochmal über den Vorschlag, 5.1 Endstufe + Vorstufe infomiert. Ich habe erst gedacht, dass damit ein AVR gemeint ist und davor ein Vollverstärker. Jetzt weiß ich es etwas genauer. Wäre natürlich auch eine Möglichkeit, wobei ich mir eher einen AVR vorgestellt hatte, wobei die beiden Frontlautsprecher zusätzlich durch einen Vollverstärker laufen, der dann rein für Musik genutzt wird ohne AVR. Keine Ahnung was da besser ist.
 
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wie bereits gesagt wurde, du bist ein wirklich schwieriger Kandidat ;)

erstmal solltest du wirklich mal testen, wieviel Leistung du wirklich brauchst.
Du hast die Rechnung mit 180W und +3dB = 1800W selber aufgemacht. Die kannst du ja auch umdrehen! 180W und -3dB = 90W und jeder "echte" 100W Verstärker ist ausreichend!

Das Problem ist halt auch, dass du bei den "dicken" AVR zig Sachen mit bezahlst die du eigentlich nicht brauchst (hast du ja selber auch schon festgestellt), selbst die Pre-Out für (zusätzliche) Endstufen sind heutzutage nur noch bei den Geräten der gehobenen Mittelklasse vorhanden.

Wenn man mal die Leistung für einen Moment vergisst, was bleibt dann:
AVR:
+ erweiterbar auf Surround
+ mehr oder weniger gute und sinnvolle Einmesssysteme (das sinnvoll besziet sich dabei mehr auf den Raum als die Systeme selber)
+ Bassmanagement (bei den Raumgrößen würde ich einen (oder gar zwei) Subwoofer zumindest nicht ausschließen, den kannst du halt auch unabhängig von der Stereo-Position aufstellen)
+ digitale Eingänge (D/A Wandler in der "dem Rest angemessenen" Qualität)
- "potente" Geräte sind teuer und kommen mit viel unnötigen Extras

Stereo-Amp:
+ gute Geräte sind verhältnismäßig günstig zu bekommen
+ die Beschränkung auf zwei Kanäle macht den Aufbau erheblich einfacher. Ich behaupte ja immer noch, dass (alte) Stereo Amps alleine deshalb besser klingen als AVR, weil sie die Lautstärke über ein traditionelles (evtl. Motor) Poti einstellen, jeder AVR nutzt dazu Halbleiter.
- alles was oben bei den AVR als + aufgelistet ist, z.B. liefern heutzutage nur wenige Quellen heutzutage vernünftiges analoges Signal ab, evtl. ist ein externer D/A Wandler nötig

Vielleicht wäre es auch eine Lösung, wenn du dir jetzt einen Stereo-Amp (evtl. gebraucht) kaufst und später dann einen AVR mit Pre-Out, an den du den Amp als Endstufe anschließt? So habe ich meine Anlage lange Zeit betrieben.
 
Problem hierbei ist wieder, dass meine Zuspieler alle auf Toslink und HDMI setzen. Also digital.
Eventuell ist die Anschaffung eines guten CD Players geplant, wobei ich hier noch klären muss, ob gerippte (SA)CDs die selbe Qualität haben. Eigentlich wollte ich sehr viel Musik auf meiner externen Festplatte ablegen. Ist aber nur optional.

Jedenfalls siehts schlecht aus mit analogen Signalen ohne weitere Hardware.

Also steht zur Wahl ein Vollverstärker mit digitalen Eingängen vs. großer AVR vs. Vor-/Endstufen Kombo + D/A Wandler?

Habe leider immernoch kein leicht erhältliches Verstärkermodell, dass ich im Vergleich zum Onkyo testen kann.
 
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@TE
Ich muss leider mittlerweile sagen, das ich völlig den Überblick verloren habe, was hier das sinnvollste wäre.

Deinen Eindruck kann ich absolut nachvollziehen. Das allgemeine Problem in Foren ist nunmal das die Antworten der Forenmitglieder die eigene subjektive Meinung wiederspiegeln und es an Objektivität mangelt. Nicht umsonst sagt man, befrage 10 Leute und du erhälst 11 Meinungen. Man kann nur versuchen, die für einen selber wichtigen Infos aus allem heraus zu filtern.

Zum Thema Stereo Amp. oder AVR
Da mir persönlich der "Klang" im Stereobetrieb wichtiger ist, hatte ich bis vor vier Jahren noch zwei Anlagen stehen, eine für Stereo und eine für 5.1. Unteranderem aus Platzgründen bin ich dann hergegangen und habe beides miteinander kombiniert. Mein damaliger Yamaha RX-V1300 bot die Möglichkeit, meine beiden NAD2700 als Monoblöcke über den Pre Out Ausgang separt für den Stereobetrieb anzuschließen. Die gebotene Leistung konnte ich trotz passender LSP Systeme und einer Raumgröße von ca. 50m² nicht annähernd ausreitzen. Zusätzlich hatte ich das Problem, das regelmäßig die Sicherung auslöste.

Da heute fast alle Geräte Digital über Cinch/Toslink/HDMI angeschlossen werden, habe ich dann auf den Onkyo TX-NR808 umgestellt und diese Entscheidung nicht bereut. Sicherlich hatte das alte System wesendlich mehr Leistung. Da ich aber beim Musik hören sowie im 5.1 Betrieb in der Regel eine feste Hörposition habe, komme ich mit der gebotenen Leistung gut zurecht.

Da SACDs sich nicht brennen lassen bzw. nur als normale Audio CD brennen lassen, hast du bei dem Onkyo TX-NR818 die Möglichkeit, Musik über das Netzwerk sowie eine an den Receiver angeschlossene Festplatte abzuspielen. Bei verlustfreier Speicherung der Musikfiles im .flac/wav Format werden die Musikdaten auf der Festplatte gespeichert und sind über den AVR abspielbar. Das erspart den ständigen wechsel der CDs. Über den Sinn/Unterschied bei der Wiedergabe von verlustfreiem Material in hoher Qualität will ich nicht näher eingehen, um keine Diskussion darüber auszulösen. Die Wiedergabe von SACD und DVD Audio ist zb. mit vielen Blu Ray Playern von Phillips/Sony möglich.

Bei den Vollverstärkern hast du ein Problem mit den Digitalen Eingängen, HDMI ist dort garnicht vertreten und bei gebrauchten ist die Anzahl der passenden Geräte mit digitalen Eingängen in der gehobenen Leistungsklasse recht überschaubar. Das ist natürlich auch vom Preis abhängig. Bei Vor/Endstufen Kombos hast du da schon andere Möglichkeiten, da es Vorstufen für den 5.1 Betrieb gibt zb. NAD T 187. Dabei hast du die Möglichkeit wahlweise eine Mehrkanal Endstufe wie zb. die NAD T 977 oder Zweikanal Endstufen anzuschließen. Genug Leistung dürfte da auch kein Problem sein. Preislich liegst du dabei allerdings in anderen Regionen.

Probehöhren bzw. ausleihen von Verstärkermodellen ist bei manchen HiFi Händlern möglich. Da wirst du über das Internet für deine Region bestimmt was finden. Beim Probehöhren vom Onkyo TX-NR818 wünsche ich dir auf jedenfall schonmal viel Vergnügen und bin auf dein Feetback gespannt. Dem Vorschlag von @Mickey Mouse mit einem zweiten Sub zur Verbesserung des Bassmanagements zu arbeiten, kann ich mich nur anschließen. Das ist bei der von dir angegebenen Raumgröße mehr als empfehlenswert.
 
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Gut, ich werde dann einfach mal den Onkyo gegen nen Verstärker laufen lassen und schauen ob mir die Leistung reicht. Ansonsten wäre auch der Onkyo auch keine schlechte Wahl, ich könnte ja später immernoch eine Endstufe dranhängen, wenn ich umgezogen bin.

Ein weitaus größeres Problem macht mir aktuell meine Raumakustik. Ich werde zu dem Thema nen anderen Thread starten, aber mein L-Raum der spartanisch eingerichtet ist und überall glatte Wände und Fließen hat, neigt natürlich extrem zum Dröhnen und Nachhallen, obwohl die Boxen viel Platz haben. Ich werde das mit weiterer Einrichtung und Absorbern korrigieren.
Ganz ohne Einrichtung war der Raum nicht so weit von einer Kirche entfernt. Naja ist ja sowieso nur eine Übergangslösung.

Letzte Frage, bevor ich mich zwischen Onkyo und Vollverstäker entscheide:

Gibts ältere AVRs, die günstiger sind und genauso in mein Profil passen oder sollte ich an der Stelle vielleicht doch nicht auf das gute Einmesssystem usw. verzichten.
Ich habe nen Angebot für nen gebrauchten 818 für 600 Euro. Das erscheint mir sehr fair.
 
Da wäre dann das Vorgängermodel TX-NR808/809. Der Preis für Geräte dieser Generation geht aber auch teilweise bis knapp an die 600,-€.

Einen Tip zum Hörtest, wenn dein Raum wie du sagst eine Akustik wie eine Kirche hat, kannst du für den Hörtest Abhilfe mit ein Paar Wolldecken schaffen, die ausgebreitet auf dem Boden und prov. an der Wand befestigt für einen ganz andere Raumakustik sorgen. Für den Hörtest würde ich den AVR bei Musik erstmal im Modus Pure Audio testen, da dabei der AVR die Eingangssignale nicht verändert.

Über die Vor- und/oder Nachteile der Einmesssysteme wie Audyssey kann ma sicherlich streiten. Sie erleichtern auf jedenfall die Basiseinstellungen des Systems. Der Rest ist dann sowieso individuell Geschmacksache.
 
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Ich denke mit dem Onkyo kann ich nichts falsch machen und der Preis ist echt gut. Müsste halt "blind" kaufen, aber das Risiko gehe ich ein. Später bleibt die Möglichkeit eine zusätzliche Endstufe dranzuhängen. Ansonsten sollten sich 600 Euro locker wieder erreichen lassen. Das Gerät ist grademal 3 Monate alt.
Denke das ist der Beste weg für mich.

Zum Thema Raum:

Mit Decken kann ich natürlich abhilfe schaffen kurzfristig. Werde ich auch probieren. Nur wie könnte eine langfristige Lösung aussehen? Den Boden möchte ich eigentlich nicht ändern, ein größerer Teppich wäre aber möglich. Morgen kommt eine große L-Couch rein.

Was für Absorber machen wo sinn? Das Problem liegt hauptsächlich im Tieftonbereich. Der Raum ist extrem "bassempfindlich". Ich hatte den kleinen Jamo Sub 260 da und selbst der konnte nur minimal aufgedreht werden und wurde teilweise immernoch mit -15db eingemessen. Natürlich hat man den viel zu dominanten Bass auch subjektiv gemerkt. Da muss man verbessern und der Nachhall ist auch zu viel des Guten.
Lässt sich sowas gut in den Raum integrieren? Raumdecke könnte ich auch etwas machen.

Sollte halt nicht so preisintensiv werden, da es eben nur Übergang ist.

Skizze des Raums:

raum.jpg


Leider fast quadratisch, offener Raum, 2,1m hohes Fenster im Rücken. Man merkt leider, dass das auch eigentlich ein Geschäft ist. Realbilder folgen noch.
Nicht maßstabsgetreu ;)
 
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Mit dem Onkyo machst du sicherlich nichts falsch für den Preis.

Da der Raum L-Form hat und die Boxen dort stehen werden, wo du Couch und TV eingezeichnet hast, wird sich der restliche Bereich nicht so stark auf die Akustik auswirken, da der direkte Hörbereich die Couch ist. Ein größerer Teppich im Bereich Couch/Tisch wird für weitere Verbesserung sorgen. Zusätzlich wirken sich natürlich alle weiteren Dinge wie Gardinen, Vorhänge, Bilder und Pflanzen auf die Akustik aus.

Absorber machen meiner Meinung nach sehr viel Sinn. Abhängig von der Bodenbeschaffenheit kannst du verschiedene Absorber einsetzen. Bei losen bzw. federnden Böden werden die Lautsprecher abgekoppelt, damit der Boden nach möglichkeit nicht mitschwingt. Hierfür eignen sich Absorber aus Gummi die einen Teil der Schwingungen aufnehmen sollen.

Bei Festen und Harten Böden wird angekoppelt, damit die Eigenschwingung der Gehäuse minimiert werden und ein fester Stand erziehlt wird. Hierfür eignen sich meiner Meinung nach am Besten Spikes. Nach Möglickkeit sollten diese mit dem Gehäuse fest verbunden werden.

Meine Standlautsprecher haben zwei Outtrigger Streben aus Stahl, die an den Enden ca. 4 cm überstehen. In den Enden sind dann die Spikes eingeschraubt die mit der Spitze auf 10mm Starken/30mm Durchmesser Pucks aus Stahl stehen. Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Im Handel bekommst du Ausführungen von beiden Variationen und in jeder Preisklasse .

Auch eine Kombination ist möglich. Hierbei stehen die Lautsprecher mit den Spikes auf einer ca. 3cm dicken Granit- Marmorplatte. Die Platte steht auf Gummiabsorbern.
 
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Das klingt ja schonmal lösbar. Spikes habe ich eh da und die wären zwischen den Lautsprechern und einer Bodenplatte. Der Boden ist gefliest. Zusätzlich stehen die Boxen aktuell noch auf ner Decke um sie gut verschieben zu können.

Ich habe schon damit gerechnet, jetzt weniger schöne Platten aufhängen zu müssen. Sollte ich hier erstmal weiter Möbel einrichten? Vielleicht ein Regal an die Wand und ein paar Pflanzen? Ich bin eigentlich ein Freund von spartanischer Einrichtung, aber so kommt unter 100 Hz nicht viel Freude auf.

Das der Raum offen ist, ist kein Problem? Eine Optimierung im angrenzenden Stück "Essbereich" oder Abtrennung ist also nicht notwendig?
 
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Je mehr du an Einrichtung stehen hast um so besser für das Gesamtbild. Eine Abtrennung erreichst du schon durch eine hohe Pflanze. Sicherlich wird der Klang außerhalb des Hörraums anders sein, aber das ist ja auch normal. Hör es dir erstmal an, Veränderungen kannst du immer noch vornehmen. Auf einer Decke sollten die Lautsprecher beim Testen nicht stehen, da kein fester Stand gewährleistet ist und das Ergebnis verfälscht ist.
 
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Das der Raum offen ist, ist kein Problem? Eine Optimierung im angrenzenden Stück "Essbereich" oder Abtrennung ist also nicht notwendig?
Im Gegenteil: Ein Quadratischer (danach Rechteckiger) Raum ist der Worst-Case.
Es kommt zu stehenden Wellen, da die gegenüberliegenden Wände den Schall immer hin- und her reflektieren. So ein L ist da viel besser bzgl. Raummoden.
 
Es kommt zu stehenden Wellen, da die gegenüberliegenden Wände den Schall immer hin- und her reflektieren. So ein L ist da viel besser bzgl. Raummoden.

Der Raum ist wie auf der Zeichnung zu erkennen nicht quadratisch. In jedem Raum in dem sich parallel zu dem Lautsprechern eine Wand befindet können sich stehende Wellen bilden. Da aber im Abstrahlfeld der Lautsprecher Einrichtungsgegenstände/Möbel sprich die Couch steht, werden auflaufende Wellen zum Teil abgelenkt und gebrochen. Das in einem Raum bedingt Reflektionen auftreten lässt sich in einem Wohnraum nicht verhindern, dass ist immer ein Kompromiss. Wenn mann das nicht will, muss man sich Musikzimmer als Schalltoten Raum bauen.
 
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So ich meld mich wieder zurück. Hat leider länger als gedacht gedauert, bis ich den Onkyo wirklich hatte.
Habe auch zuvor ein wenig umgestellt um den Raum zu optimieren.

Nunja betreibe jetzt die Lautsprecher an dem Onkyo.

Als Vergleich habe ich Jamo S 606 + Pioneer 827 als Lowbudget hier gehabt und eben die M5 an fettem Vollverstärker.

Die gute Nachricht ist erstmal das durch das große Sofa der Schall praktisch weg ist. Klingt jetzt alles ganz anständig.

Es gibt allerdings auch Probleme:

Seit der Umstellung kommt die Stimmen eher von der rechten Box. Keine Ahnung ob das an der Einmessung liegt. Gefällt mir aber gar nich aktuell.

Der AVR bringt irgendwie keinen Druck. Gefühlt noch schwächer als die Jamo Kombo. Selbst in dem kleinen Raum hier läuft der Reciever auf 70% bei Zimmerlautstärke. Da ist nicht viel Luft. Gibts hier eventuell ganz essentielle Einstellungen?

Vielleicht Bi Amping probieren? Brauche eh erstmal nur 2.0 und später 5.1?

Also aktuell nicht so zufrieden mit dem Combo.
 
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