Störgeräusche auf Onboardsound - Soundkartenkaufberatung

Wirklich gute Tests mit Messwerten sucht man bei Audio leider oft vergebens und dann kann man die trockenen Messwerte auch nicht so ohne weiteres auf das tatsächliche Hörerlebnis ummünzen. Ist ein schwieriges Feld, vermutlich gibt es deshalb so viel von diesem "HiFi Voodoo"...
 
Also ob ein KHV 32mW oder 300mW an 150 Ohm schafft, ist schon ein Unterschied. Und ob die Ausgangsimpedanz sehr hoch ist muss man eigentlich auch wissen. Häng mal einen 32 Ohm KH an einen 10 oder 50 Ohm Ausgang.

Deswegen sind ja auch Erfahrungsberichte zu KHV, die diese Angaben nicht erwähnen auch überhaupt nicht zu gebrauchen. Wenn jemand einen KHV einem reinen Hörtest unterzieht, der zu dem verwendeten KH ein ungünstiges Impedanzverhältnis hat - ja rate mal - dann macht nicht der KHV den Klangunterschied, sondern die unpassende Wahl des KHs. Und dann fangen Laien an, eventuelle Ergebnisse, die an dem einen KH besser klingen sollen, auf andere KH zu übertragen, was nicht zwingend geht.
 
Jupp, geb ich dir durchaus Recht, auch wenn das was ich da habe ja ein reiner Hörvergelich ist ;-) dabei ging es mir aber ursprünglich mehr um die Audiodevices als ganzes und vor allem die DACs und deren Qualität, da "Verstärkerklang" normalerweise keine Rolle spielt. Allerdings hat die Kombination aus ALC 889a und K701 einmal ohne und einmal mit extra KHV dazwischen gezeigt das dem nicht so ist... Man kann einen Ausgang derart "überfordern" das es den Klang deutlich beeinflusst.
 
Verstärkerklang spielt z.B. bei Lautsprechern eine wirklich untergeordnete Rolle, da dort die Impedanzverhältnisse weitestgehend klar sind und der Raum tendenziell mehr Unterschied macht, als ein etwas abweichenden Impedanzverhältnis.

Bei KH sind die aber mal so, mal so. Nicht jeder KHV ist für jeden KH geeignet.

Zum Thema FiiO E10 ist hier z.B. mal ein Beispiel, was der KHV macht, wenn er an seine Leistungs- bzw. Spannungsgrenzen kommt:

FiiO E10 1 Khz Clipping Performance HP Hi Gain Yellow 600 ohms Blue 16 ohms[2].jpg

Der ist demnach nicht für leistungshunrige KH oder KH die eine hohe Spannung brauchen geeignet. Hier macht aber auch die Gain Stellung einen Unterschied.

Um mal ein Beispiel zu bringen, was ein kleines Extrem darstellt: Ein 13 Ohm IE gegen einen 43 Ohm Ausgang:

FiiO-E9-Frequency-Response-Ultimate-[1][2].jpg

Der selbe 13 Ohm IE gegen einen 10 Ohm Ausgang:

FiiO-E9-Frequency-Response-Large-Jac[2].jpg

Beides hängt am FiiO E9. Die 43 Ohm sind am Mini-Klinke und die 10 Ohm am normalen Klinke Ausgang. Der Verstärker/DAC hinter beiden ist der selbe, aber die Ausgangsimpedanz ist eine andere.
Mit einem hochohmigen KH sind die im Beispiel deutlich hörbaren und störenden Verfälschungen deutlich geringer ausgeprägt.

Die Quelle der Diagramme und eine ausführliche Darstellung zu dem Thema findet man im Blog von NwAvGuy.
 
Noch eine kurze Frage. Welchen Eingang sollte man am besten benutzen für die beste Musikqualität? SPDIF oder ganz normale 3,5mm Klinkenstecker? Oder etwas ganz was anderes?
 
Kommt drauf an. Im Normalfall würd ich SPDIF vorziehen da die Wandler im Verstärker oft besser sind als der OnBoard-Sound und eine Soundkarte überflüssig wird. Außerdem schließt man einen großteil der Störeinflüsse aus (vor allem bei optischem Anschluss). Analog kann besser sein wenn man eine besonders hochwertige Soundkarte hat, lohnt sich aber nur in Spezialfällen. Für Mehrkanalton ist HDMI zu bevorzugen (da es gegenüber SPDIF mehr Bandbreite hat und Mehrkanal in PCM übertragen kann)
 
Wenn man jetzt eine gute Soundkarte haben würde sollte man zu einem Analogem Kabel greifen und bei Onboard zu SPDIF oder wie ?
(analog ist klinke oder ? :D )
 
Jepp, Klinke ist analog und vonn einer guten Soundkarte hat man halt recht wenig wenn man digital rausgeht da man so deren DACs und Verstärker umgeht. Bei Boxen sind die DACs in den Verstärker aber normalerweise ausreichend (falls vorhanden, bei den Aktivboxen ists ja eher selten der Fall, das Edifier S530D ist da eher eine Ausnahme, aner für so einfache Aktivboxen reicht auch der OnBoard Sound über analog) und die AVRs machen den Job auch recht gut. Das ganze ist eher interessant wenn man Kopfhörer direkt anschließen will.
 
AW: Störgeräusche Saphire R9 290 Vapor-X OC

1337 g33k schrieb:
Du hast auf jeden Fall zwei Arten von Störgeräuschen. Das mit der Maus ist dabei aber kein Spulenfiepen. Das habe ich auch an meinem alten PC mit Onboardsound und AMD HD5450. Die Signalwandler der Grafikkarte scheinen dabei Interferenzen mit dem Onboardsound zu produzieren. Dummerweise liegt der Onboardsoundchip direkt unter der Grafikkarte und verfügt über keine Abschirmung. Achte mal darauf, ob das Verschieben von Fenstern bzw. generell große Veränderungen des Bildinhalts andere Geräusche produzieren.

Abhilfe schafft da eine separate Soundkarte, die digitale Tonausgabe per HDMI (oder einem anderem digitalen Ausgang) von der Grafikkarte oder digital vom Board aus und mit Glück schon das Versetzen der Grafikkarte in einen anderen Steckplatz, sofern ein geeigneter vorhanden ist.

Wie ist dein Monitor an die Grafikkarte angeschlossen? Bei meinem alten PC war es lange Zeit der alte analoge VGA-Anschluss. Mal bei Gelegenheit prüfen, ob es per DVI oder HDMI eventuell behoben wird.


Planetic schrieb:
Ich benutze den weißen Anschluss

Das mit den Interferenzen ist möglich, aber sehr sehr unwarscheinlich, da es alle hätten... (zudem kommt es nicht aus den boxen)

viel warscheinlicher ist hier wiederrum das spulenfiepen - dieses tritt durchaus auch auf dem desktop auf und ist nicht so fps abhängig wie viele meinen.
hatte es schon auf mehreren rechnern - und jedesmal auch auf dem desktop.
ein zusammenhang mit ton lässt sich auch leicht herausfinden - einfach anlage volle pulle und maus bewegen

ich tipp auf die gk
 
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