News Streitgespräch auf Re:publica 25: Inwieweit die Telekom absichtlich das Netz verlangsamt

Lurtz schrieb:
Und nein, das ist keine Inkompetenz, man kann die öffentlichen Peerings der Telekom ja einsehen im Vergleich zu anderen ISPs. Die großen überregionalen ISPs haben am DE-CIX in Frankfurt zB alle mindestens 800G, eher 1.200. Die Telekom als größter deutscher ISP grandiose 110G, das ist so auf Niveau eines kleinen, regionalen Providers. Natürlich geht das vorsätzlich schief...
Wie kommst du darauf? Das eine hat doch mit dem anderen nix zu tun!?

Nur weil die Telekom gar nicht so viel am DE-CIX peert muss das lange nicht zu seinem Problem kommen.
Wenn man sich reale Traceroutes mit Protokoll anschaut um die Datenverbindung nachzuvollziehen, wird man sehen, dass die Pakete der Telekom häufig gar nicht am DE-CIX vorbei kommen. Warum, weil sie an anderen Stellen Übergänge nutzen. Das ist bei weitem nicht automatisch schlecht(er) als bei anderen. Es ist letztlich einfach ein anderer Weg.



Das Thema ist viel viel viel komplexer als die Leute in den Foren sich es machen. Das kann man nicht mit nem Zweizeiler benennen und schon gar nicht, wenn dann in diesem Zweizeiler noch direkt mit verpackt steht, dass die Telekom scheiße ist. Das mag alles sein - aber da gibt es viele viele Punkte die den ganzen Kram beeinflussen und letztlich das Thema verbessern, aber auch massiv verschlechtern können.
DNS bspw. ist so ein Thema. Dienste wie Cloudflare ebenso. Beim DNS ist es maßgeblich entscheidend, ob der resolver eine zum lokalen Endkunden ISP passende Antwort liefert. Und beim Thema Cloudflare kommt es drauf an, welche Dienste man dort gebucht hat und vor allem, wo die stehen, wie die verfügbar sind und was dort gerade passiert.


Simples Beispiel: Windows Update per Root Server DNS Abfrage erzeugt auf nem Telekom Glasfaser Anschluss hier ungefähr nen Durchsatz von 2-3MBit/sec. Warum? Weil die Daten mit weit über 100ms von einem System an der Westküste USA bezogen werden.
Was kann da jetzt aber die Telekom dafür? Frag ich den Telekom DNS funktioniert das und ich bekomm das irgendwo lokal. Frag ich Cloudflare (1.1.1.1) -> ist es auch lahm.


Die ganzen Aussagen zum Thema VPN, siehe oben auch mehrfach zu lesen, greifen auch viel zu kurz. Denn je nachdem was da genau gemacht wird ist das einfach nur ein möglicher Bestcase für die Verbindung. Z.B. wenn der VPN Endpunkt noch gleichzeitig eine DNS Inspection macht und die Antworten, egal welchen DNS Server man anfragt, passend zurück gibt. -> klingt cool, ist aber für die Telekom nicht machbar, weil verboten. Die Telekom als ISP kann bestenfalls beeinflussen, wohin die AnyCast IPs der bekannten DNS Resolver geschickt werden. Das beeinflusst die Verbindung, muss aber nicht zwingend zum Besten Ergebnis führen.


Wenn man mal von der anderen Seite schaut - es ist für einen ISP letztlich gar nicht möglich eine funktionierende Lösung zu finden. Denn letztlich besteht ein Großteil der Wege im Netz aus BGP. BGP ist ein Protokoll, bei denen sich Router untereinander die möglichst besten Wege selbst lernen. Am Ende heißt aber der "beste" Weg hier nicht automatisch und zwingend, dass das der Weg mit der höchst verfügbaren Bandbreite ist.
Weiterhin muss man ganz klar unterscheiden ob etwas gar nicht geht oder ob etwas langsam geht und vor allem,m warum es langsam ist. Langsam, weil das Datenpaket über viele ISPs Weltweiter um den halben Erdball geschickt wird ist vielleicht die Problembeschreibung - nicht aber zwingend die eigentliche Ursache. Es könnte in dem Moment auch sein, dass einfach ein anderer, schnellerer Weg ausgefallen ist, Schiff <> Seekabel. Stromausfall, Störung, Kabeldiebe, ... Gerade bei großen CDNs kommt noch dazu, dass die Endpunkte teilweise von Haus aus schon weit verstreut sind. YT ist so ein schönes Beispiel. Da schaut man ne Playlist eines Kanals und teilweise sind manche Videos schlecht verfügbar, lahme Bandbreiten, hohe Latenzen. Warum? Das kann halt viele Ursachen haben. Die Telekom als lokaler ISP hat da bestimmt einen Anteil, aber muss eben nicht zwingend immer der Grund sein. Auch wenn es einfach ist aus Kundensich die Schuld dem ISP zu geben. Man zahlt schließtlich für Bandbreite. Was zwar auf dem Papier stimmt, aber real praktisch eben an vielen Stellen krankt. Denn die Telekom garantiert eben keine hunderte MBit/sec in jedem Protokoll bis in die letzte Ecke auf Erden. Kann sie rein technisch auch schon gar nicht.
 
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Klingt wie die Argumentation eines überzeugten Telekom-Kunden: "kann ja gar nicht 100% vernünftig funktionieren, ist nur zum Teil die Telekom Schul, wie, bei anderen Providern läuft das einfach so und es sind immer hunderte Mbit/s? Glaub ich nicht, bist böse..." ;)
 
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DLMttH schrieb:
Klingt wie die Argumentation eines überzeugten Telekom-Kunden: "kann ja gar nicht 100% vernünftig funktionieren, ist nur zum Teil die Telekom Schul, wie, bei anderen Providern läuft das einfach so und es sind immer hunderte Mbit/s?
Das ist halt quatsch und steht da auch nicht. Die ganze Thematik basiert auf Aussagen von Betroffenen. Das heißt, wenn überdurchschnittlich viele Kunden bei dem einen Provider existieren, sind auch überdurchschnittlich viele Betroffene Aussagen dabei.

Das muss und sollte man halt dazu erwähnen. Mit 100% Sicherheit ist die Telekom Teilschuld. Es ändert aber nix an der Tatsache, dass die meisten Aussagen in den Foren bei Themen über Großkonzerne sehr häufig in die Pauschal immer feste drauf Haltung verfallen. Und dann auch egal ist, was die Probleme und Themen verursacht. Wie das Beispiel mit Windows Updates hier - wenn ich im DNS ne Antwort aus Westküste USA bekomme, dann kann die Telekom da gar nix machen und ich kann schimpfen wie ich will. Das entscheidende ist, wie gehe ich damit um, wer hilft mir und was muss ich tun, damit das Thema gelöst wird!? Draufhauen auf die Telekom bringt mir nix, es wird mir das Problem nicht beheben...

Und nein, technisch ist vieles davon erklärbar. Und das ist halt dann in Teilen ein Verständnisproblem wenn man dann meint, das ist trotzdem die Schuld der Telekom. Wobei Telekom hier nur stellvertretend für einen ISP steht. Also nicht falsch verstehen, das Argument zieht zu 100% in Richtung alle ISPs am Markt.

Und ja, du kannst als Endkunde natürlich die Erwartungshaltung haben, dass ein Konzern wie die Telekom mit ihrer Marktgröße einfach die Probleme "schluckt" und das möglichst Beste für den Kunden macht um alle Themen zu beseitigen. Real praktisch ist das zwar löblich das zu wollen - aber das wird vor allem bei größeren Konzernen immer weniger häufig gemacht. So unschön das auch ist... Dem kleineren ISP ist da meist Reputation und Kundenzufriedenheit mehr wert als das Geld. Bei der Größe wie die Telekom unterwegs ist, sieht das wahrscheinlich anders aus.
 
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DLMttH schrieb:
Ohne Weiteres beachten zu müssen, auf der bestehenden Internetleitung zu o2 wechseln. Je nach Wohnort kommen auch noch andere Provider auf der gleichen Leitung in Frage. Also du bist jetzt grad im Sumpf, kannst den aber einfach verlassen und musst auch nicht mehr zurück.
Einfach ist in Deutschland leider schonmal gar nichts. Sonderkündigungsrechte bedeuten ärger und sind ohne Anwaltsterror nutzlos und Verträge haben Mindestlaufzeiten.
Oder wie der nette Herr von der Telekom in dieser re:publica 25 Konferenz meint, man solle doch Nachweise bringen.
Womit?
Wenn mein Netgraph in CS keine Probleme meldet, aber ausschließlich die Verbindung zum DECIX 24/7 365 Tage und seit locker 15 Jahren im Sack ist und wir davon reden, dass von 240 angezeigten Bildern, nur 5 davon einen Fehler beinhalten, dann musste das mal an den Mann bringen.
Als man früher noch für die "Überholspur" Fastpath gezahlt hat bei der Telekom gabs die Probleme nicht.
Seitdem es das nicht mehr gibt kann ich eigentlich auch nur noch meckern, ich find genau genommen, dass das Internet, so wie ich es über die Jahre erfahren habe, fürs Gaming, der reinste Abfall ist.

Folglich, wenn ich jetzt also hergehe und O2 bestelle, bin ich wieder 2 Jahre geknebelt, sollten die sich in die Telekomnetze nur einnisten.

Gerade die großen Firmen wie Valve, Activision und co, die sind alle belastet und von denen scheint auch keiner dafür zu zahlen wollen, damit man, ohne eine von P0rns überlastete Verbindung zum Server erhält.

Falls Jemand noch ein alter Hase ist, wie war es denn früher bei World of Warcraft in den Technikforen? Alles voll von Beschwerden, dass mit der Telekom nichts funktioniert, hohe Latenzzeiten usw.. wer hatte es nicht? Fastpath Nutzer. Wie kann man sowas jetzt nachweisen? Richtig, gar nicht. Jeder sagt ja, er wäre nicht Schuld. Der Serveranbieter sagt, der ISP ist Schuld, der ISP sagt, der Serveranbieter zahlt nicht prächtig genug.

Wies funktioniert? Mir persönlich eigentlich absolut egal, ich zahle 56€ im Monat und erwarte volle Funktionalität im Internet ohne Ausreden.
Wenn ich überleg wie ich damals überhaupt auf das Problem aufmerksam wurde, n Kumpel meinte zu mir beim Spielen von Tera Online im Jahre 2007, ich würde durch die Gegend teleportieren, bei mir war alles normal.
Seinen Anweisungen gefolgt und siehe da, Paketverluste bis ins Nirvana gehabt oder irgendwann mit League of Legends angefangen, da hat auch gerne mal nichts funktioniert und Riot Games hat ja mittlerweile ein eigenes Netzwerk "Riot Direct" aufgebaut, seither ist alles prächtig. Genau genommen ist es der einzige Anbieter, bei dem sich ein Ping von 10 Ms auch wie 10 Ms anfühlt und nicht wie ein Routing über die USA.

Die Unternehmen müssen sich da zusammen tun und da mal mitwirken, weil die haben am Ende die gesamten Daten und Nachweise. Als Endnutzer kannste froh sein, wenn dir die Fehler überhaupt auffallen.
 
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Wieso greift nicht der Staat ein, der Telekom mit saftigen Geldstrafen in Milliarden Höhen.
 
@OpticalFiber Mit welcher Handhabe!?

Ein ISP ist letztlich Vermittler von einem Client zu einem Dritten Endpunkt, ob innerhalb seines eigenen oder eines externen Netzes.
An welcher Stelle willst du da rechtlich bindend jetzt ansetzen!? Als Endkunde buchst du Bandbreite und ggf. Verfügbarkeit und Support mit deinem Vertrag mit der Telekom, die "garantiert" dir das auch für die Verbindung von deinem Endpunkt zu ihrem Netz.
Was dahinter oder im Telekom Netz passiert sind wieder ganz andere Baustellen.

Der Kritikpunkt hier ist, dass Endpunkte hinter dem Telekom Netz teilweise arsch langsam angebunden sind und manche für bessere Anbindung zur Telekom eben mit hohen Summen bezahlen sollen. Kann man das der Telekom verbieten!? Irgendwer muss ja für die Hardware und die Strippen zahlen. Dort wo der Traffic in beide Richtungen halbwegs gleich ist, ist das wohl eine Nullrechnung. Dort wo der Traffic einseitig ist, weil YT, Netflix und Co. eben hohe Anforderungen haben, will die Telekom eben Geld sehen.
 
fdsonne schrieb:
Wie kommst du darauf? Das eine hat doch mit dem anderen nix zu tun!?

Nur weil die Telekom gar nicht so viel am DE-CIX peert muss das lange nicht zu seinem Problem kommen.
Wenn man sich reale Traceroutes mit Protokoll anschaut um die Datenverbindung nachzuvollziehen, wird man sehen, dass die Pakete der Telekom häufig gar nicht am DE-CIX vorbei kommen. Warum, weil sie an anderen Stellen Übergänge nutzen. Das ist bei weitem nicht automatisch schlecht(er) als bei anderen. Es ist letztlich einfach ein anderer Weg.
Warum peert die Telekom am DE-CIX (wo alle anderen das eine tolle Idee finden) nicht, sondern nur an den Punkten, die unter ihrer Kontrolle stehen? Und warum kommt es immer dort zu einem Datenstau für Anbieter und warum lassen sich diese Staus immer mit Geld sofort lösen?
Lesslie Nielsen: sehr verdächtig!
 
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Jan Ulrich war gedoppt, Telekom war unschuldig 😂.
 
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Ich bin vor einem Jahr von der Telekom zu O2 gewechselt und siehe da meine Probleme am Abend das YT oder Github extrem langsam waren, gehören seitdem der Vergangenheit an.
Im VDSL Bereich hat mich die Telekom als Kunde verloren.
 
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fdsonne schrieb:
Dort wo der Traffic einseitig ist, weil YT, Netflix und Co. eben hohe Anforderungen haben, will die Telekom eben Geld sehen.
Bekommt sie doch. Vom Kunden. Und nicht zu wenig.

Es klappt ja bei allen anderen großen ISPs auch.
 
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fdsonne schrieb:
@OpticalFiber Mit welcher Handhabe!?

Ein ISP ist letztlich Vermittler von einem Client zu einem Dritten Endpunkt, ob innerhalb seines eigenen oder eines externen Netzes.
An welcher Stelle willst du da rechtlich bindend jetzt ansetzen!? Als Endkunde buchst du Bandbreite und ggf. Verfügbarkeit und Support mit deinem Vertrag mit der Telekom, die "garantiert" dir das auch für die Verbindung von deinem Endpunkt zu ihrem Netz.
Was dahinter oder im Telekom Netz passiert sind wieder ganz andere Baustellen.

Der Kritikpunkt hier ist, dass Endpunkte hinter dem Telekom Netz teilweise arsch langsam angebunden sind und manche für bessere Anbindung zur Telekom eben mit hohen Summen bezahlen sollen. Kann man das der Telekom verbieten!? Irgendwer muss ja für die Hardware und die Strippen zahlen. Dort wo der Traffic in beide Richtungen halbwegs gleich ist, ist das wohl eine Nullrechnung. Dort wo der Traffic einseitig ist, weil YT, Netflix und Co. eben hohe Anforderungen haben, will die Telekom eben Geld sehen.
Wieso haben andere Länder keine Probleme, sondern nur in Deutschland?
Wieso haben die anderen Anbieter keine Probleme?
 
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Hi

Danke Telekom ...................... 120 Euro für den FS2024 bezahlt.

UNSPIELBAR !!!

Alles an Tipps probiert...DNS u.s.w.

Leider keine anderen Anbieter hier am platten Land.

EON Glasfaser angemeldet.....aber bis das funkt. dauert es noch 3 Jahre...yeah...Neuland.

Gruß Bernd
 
OpticalFiber schrieb:
Wieso haben andere Länder keine Probleme, sondern nur in Deutschland?
Kennst du dich in anderen Ländern gut aus mit den ISP und ihren Macken?
fdsonne schrieb:
Simples Beispiel: Windows Update per Root Server DNS Abfrage erzeugt auf nem Telekom Glasfaser Anschluss hier ungefähr nen Durchsatz von 2-3MBit/sec. Warum? Weil die Daten mit weit über 100ms von einem System an der Westküste USA bezogen werden.
Wobei eine hohe Latenz doch eher wenig mit dem Durchsatz zu tun hat?
 
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@rezzler Ja, ich war schon in verschiedenen Ländern. Ich komme auch aus einem anderen Land. Sogar die anderen Ländern Wiesen es, das Deutschland eine katastrophalen Zustand mit dem Internet ist. Mit Leuten habe ich mich unterhalten von den anderen Ländern, sie sagen wenn (die Anbieter nicht ausbauen oder in ihre Netzwerke investieren muss der Staat sehr hart durchgreifen, ganz einfach ist das, wieso funktioniert das bei uns und in Deutschland nicht).
 
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OpticalFiber schrieb:
@rezzler Ja, ich war schon in verschiedenen Ländern.
War ich auch, im Urlaub ;) Aber um solche konkreten, eher kleinen Probleme (im Vergleich zu den anderen Nachrichten) mitzubekommen muss man schon aktiv in der Szene unterwegs sein. Und das international? Da haben glaube nur wenige den Nerv für.
OpticalFiber schrieb:
Sogar die anderen Ländern Wiesen es, das Deutschland eine katastrophalen Zustand mit dem Internet ist.
Das ist halt relativ und ein schleppender Gf-Ausbau hat eher nichts mit Peering-Geschichten zu tun.
OpticalFiber schrieb:
Mit Leuten habe ich mich unterhalten von den anderen Ländern, sie sagen wenn (die Anbieter nicht ausbauen oder in ihre Netzwerke investieren muss der Staat sehr hart durchgreifen, ganz einfach ist das, wieso funktioniert das bei uns und in Deutschland nicht).
Weil sowas der Markt ja viel besser regeln kann!!! :D Und wer, trotz Alternativen, weiterhin zur Telekom geht für den ist das Problem nicht wichtig.
 
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Cyberbernd schrieb:
Leider keine anderen Anbieter hier am platten Land.
Das bezweifle ich. Wenn du nicht gerade Magenta Zuhause Kabel hast, kannst du ziemlich sicher zu mindestens zwei verschiedenen Providern wechseln, mit denen du das Problem nicht hättest, wahrscheinlicher sogar 3-5.
 
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Der Telekom einfach mal 6 Milliarden Euro Geldstrafe reindrücken und den CEO für 10 Jahre in den Knast stecken. Dann würde sich niemand mehr so eine Scheisse in Deutschland trauen!
 
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VRAM schrieb:
Der Telekom einfach mal 6 Milliarden Euro Geldstrafe reindrücken und den CEO für 10 Jahre in den Knast stecken
Auf Grundlage welcher Gesetze?

Auch wenn du morgen ein Gesetz verabschiedest, kann es nicht rückwirkend, sondern erst am Tage des Inkrafttretens durchgesetzt werden.

Edit: das Gesetz "einfach mal" haben wir zum Glück nicht. Stabiler Rechtsstaat.
 
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eax1990 schrieb:
Wies funktioniert? Mir persönlich eigentlich absolut egal, ich zahle 56€ im Monat und erwarte volle Funktionalität im Internet ohne Ausreden.
Das ist halt ein Problem - du zahlst nicht für "volle Funktionalität im Internet ohne Ausreden" - sondern du zahlst für die Anbindung an das Netz des ISP. Und mehr auch nicht.
Auch wenn heute entgegen früher vieles lokal(er) verfügbar ist, weil die Nutzung von CDNs mit Endpunkten innerhalb der ISP Backend Netze dazu führt, dass die Bandbreiten sehr hoch ausfallen, gilt das nicht für alle Verbindungen, schon gar nicht bei weiten Entfernungen.

Selbst wenn man sich auf die Hinterbeine stelle und es anders will - geht es über den großen Teich aka Atlantik, sind 100ms durchaus die Regel. Egal was man da macht und will. Gleiches gilt in die andere Richtung, 250ms Richtung Nah Ost. 300ms+ Richtung Fernost. Je nach Protokoll und Entfernung, Routingweg und Geräten dazwischen kannst du zusehen wie das nur noch so rein kleckert. Technisch einfach Fakt. Versuch mal über 300ms schwache Verbindungen per TFTP was halbwegs schnell zu übertragen. Einfach nicht machbar...
Nuklon schrieb:
Warum peert die Telekom am DE-CIX (wo alle anderen das eine tolle Idee finden) nicht, sondern nur an den Punkten, die unter ihrer Kontrolle stehen? Und warum kommt es immer dort zu einem Datenstau für Anbieter und warum lassen sich diese Staus immer mit Geld sofort lösen?
Du ziehst die falschen Schlüsse und verfällst in eine Scheinkausalität.
Warum sie da nicht peert - weil sie es eben wo anders macht? Das ist doch nicht vom Standort abhängig. Eigentlich sogar im Gegenteil - je nach Entfernung zum DE-CIX ist ein lokales Peering sogar besser, weil latenzärmer und je nach Endpunkt (bei einem CDN bspw.) verteilt sich der Traffic damit schön im Netz.

Die Telekom betreibt viele lokale Rechenzentren und Backbones, wo man potentiell mit denen peeren kann.

Um das mal technisch in einen Kontext zu bringen:
https://www.golem.de/news/meta-been...nternet-und-netzneutralitaet-2409-189294.html
-> "Dazu stellte die Telekom zuletzt an sieben Standorten 24 Private Interconnects mit 50 Ports und 5.000 GBit/s Datenrate zur ausschließlichen Nutzung der Meta-Dienste Facebook, Instagram und Whatsapp bereit."
Das war 2010...
Als die sich aber preislich nicht mehr gefunden haben, hatte Meta das gekündigt und schickt den Traffic nun über irgend nen Dritten in das Telekom Netz. Ggf. über den DE-CIX, ggf. über irgendwelche anderen Knoten.
-> Muss es einen dann wundern, warum das dann ggf. langsam ist oder langsamer wird!?

Klar kann man sich als Endkunde hinstellen und sagen, mir scheiß egal, ich zahle für die Anbindung also hat die Telekom das zu leisten. Aber woher kommt das Geld!? Egal wie du es drehst, wenn sie es nicht von den Vertragspartnern holen, holen sie es sich vom Endkunden, was zu noch teureren Verträgen führt.

Ich bin der Meinung, dass die Forderung der Telekom da durchaus legitim ist - Diensteanbieter am Traffic zu beteiligen. Warum!? Die verdienen nen heiden Schmott mit den durch die Endkunden erzeugten Werbeeinnahmen. Profitieren zum Teil also sogar doppelt (Werbung + Abos) und geben aber ihrerseits möglichst gar nix für die Infrastruktur aus, was allein der lokale ISP und der Endkunde tragen soll -> das ist mMn stark ungerecht.
Alphanerd schrieb:
Bekommt sie doch. Vom Kunden. Und nicht zu wenig.

Es klappt ja bei allen anderen großen ISPs auch.
Das stimmt ja nur zum Teil.

Aktuell ist es so, dass die Kontentprovider einerseits nicht für die Kosten aufkommen wollen und das in Richtung lokalem ISP und damit auch Endkunden abwerfen wollen. Und andererseits, wenn der ISP das nicht von sich aus frisst, man sich dann einen Dritten (dummen) sucht, der das dann in doch in das Backend Netz des ISPs einbringt.
-> letzteres ist halt das, was dann zu einem Problem auf der Endkundenseite führt. Denn die Übergänge sind meist lahm und latenzschwach.

Wie kann man da die Thematik dann so umdrehen, dass der ISP das zu tragen hat, weil er ja Endkunden hat, die an sein Backend Netz angebunden sind und für diese Anbindung bezahlen!?
Das ist wie wenn vor deiner Haustür der Flixbus vorbei fährt und du gern Flixbus fahren willst und dann die Kunden von denen und Flixbus selbst dazu verdonnern willst, für dich da ne Haltestelle hinzubauen. Irgendwie falsch rum gedacht...

Und ne, es klappt eben bei anderen großen auch nicht wirklich gut. Aber wie oben schon erwähnt, die Telekom als größter ISP ist halt dort auch der mit den meisten Meldungen in der Breite. Das Thema basiert auf Endkunden Meldungen - wo wenig Kunden, da wenig Meldungen. Wenn von 100 Meldungen 90 zur Telekom gehören, erweckt das den Eindruck, dass die anderen das besser können. Muss aber nicht so sein.

OpticalFiber schrieb:
Wieso haben andere Länder keine Probleme, sondern nur in Deutschland?
Wieso haben die anderen Anbieter keine Probleme?
Das darfst du mich nicht fragen. Ich würde behaupten, dass die Aussage schlicht falsch ist - aber ich kann es schwer bis unmöglich belegen, weil ich weder alle anderen Länder noch alle anderen Anbieter kenne. Fakt ist, andere haben auch Probleme, auch hierzulande.

Das sehe ich hier sogar selbst. Wir haben Hardware an verschiedenen Standorten in Deutschland. Es macht nen himmelweiten Unterschied von wo aus ich welche Endpunkte versuche zu erreichen. Es sind am Ende die Details die über geht oder geht nicht entscheiden.

Simples Beispiel - aus einem RZ mit einer 10G Anbindung an das weite INet ereiche ich den Download Endpunkt für den Windows Update Catalog (catalog.sf.dl.delivery.mp.microsoft.com) bspw. über die 8.8.8.8 aufgelöst via 95.101.171.211 und 95.101.171.160. Über die 1.1.1.1 aufgelöst aber via 96.16.53.155 und 96.16.53.140.
Mach ich jetzt nen Ping auf die vier IPs - erreiche ist die via Google aufgelösten Endpunkte mit ungefähr 20ms. Und die via Cloudflare aufgelösten mit 5-6ms.
Das gleiche Spiel in grün an einem Telekom Business LWL Anschluss - via Google aufgelöst gibt es die
2.19.213.51 und 2.19.213.88. Cloudflare bringt die 2.16.168.117 und 2.16.168.116.
An diesem Anschluss bekomme ich das erste Pärchen via 5ms und das zweite via 8ms.

Ist jetzt mein großer RZ Anbieter doof, weil er über Cloudflare aufgelöst nen Endpunkt zurück liefert, der in Amsterdam NL liegt? Ich komme dort via ae18-2.rt.tc2.ams.nl.retn.net (87.245.232.122) auf a96-16-53-155.deploy.static.akamaitechnologies.com (96.16.53.155).
Was noch viel mehr lustig ist in dem Zusammenhang - via IPv6 ist der Endpunkt dann 32ms entfernt. Er geht über irgend eine AnyCast IP von Akamai und wird dort dann im CDN verwurstet. Die ist 26ms von Standort weg. 26ms sind irgendwo außerhalb Deutschlands. Das muss irgendwas Richtung Europa, wahrscheinlich West Europa sein. In dem Fall peert aber der RZ Anbieter direkt mit Akamai, weswegen das über gar keinen großen Internet Knoten geht. Aber trotzdem ist das Ziel mit der IPv6 IP ganze 6x so weit weg wie mit einer gut passenden IPv4 IP.

-> das ganz einfache Beispiel zeigt, da ist sehr sehr viel technisches Zeug was man in dem Zusammenhang einfach mal prüfen muss. Woher kommt der Endpunkt - ist es ein CDN, wer liefert die IP zurück, ist es immer die selbe IP usw. usf. Einfach zu sagen, andere haben kein Problem ist einfach Quatsch und stimmt schlicht nicht.
 
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