Strom auf Koax Sat Kabel

MoC88

Ensign
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Hallo zusammen,

ich hoffe ich bin hier richtig und ihr könnt mir helfen. Durch die windigen Tage hat sich meine Sat Schüssel verstellt. Also wollte ich die wieder korrekt einstellen. Beim Berühren eines Sat Kabels habe ich eine gewischt bekommen, sodass ich die Hand wegziehen musste. Ich habe mir ein Multimeter geschnappt und konnte nichts feststellen. Also Kabel nochmal berührt und nichts war. Dann habe ich die Schüsselhalterung zufällig angefasst und wieder einen bekommen. Beim messen mit dem Multimeter vom Satstecker zur Metallstange lagen 150V an(!). Das komische Ist, dass ich den Receiver komplett vom Strom genommen habe. Was kann das sein? Hat einer ne Idee? Das Haus ist ein Altbau, indem ich vor kurzem eingezogen bin.
 
Ich habe ein Quad LNB mit Mutlischalter integriert...
 
Dein LNB hat keine Elektrische Verbindung zur SAT Antenne !

Ich habe ein Quad LNB mit Mutlischalter integriert...

Die SAT Antenne sollte geerdet sein, viele LNBs haben ein Kunststoffgehäuse, also auch keine Verbindung zur Erdung.
In so einem Fall solltest Du einen Erdungsblock einbauen.

https://www.pollin.de/p/erdungsblock-571414

Vermutlich kommt über einen der Anschlüsse über einen Receiver Spannung auf den LNB.
Das kommt davon, weil Receiver und TV Geräte Y Kondensatoren am Netzeingang haben.
Also zwei Kondensatoren einer von Masse auf L und einer von Masse auf N.
Das kommt bei dir auch so hin, die Beschaltung ergibt einen Spannungsteiler auf ca. halbe Netzspannung.
 
d2boxSteve schrieb:
Die SAT Schüssel hat auch geerdet zu sein ... dann kann keine Spannung drauf sein.
Ergänzung ()

siehe: http://www.expertentesten.de/satellitenschuessel-richtig-erden/

expertentesten.de schrieb:
Ist die Satellitenschüssel auf dem Dach eines Hauses angebracht, so sollte sie mit einem Kupferdraht geerdet werden, der mindestens einen Durchmesser von sechzehn Millimetern ausweist.

Sollte ein Anschluss an den Haupterdungspunkt nicht ohne weiteres möglich sein oder die Satellitenschüssel im Garten an einem separaten Mast befestigt sein, so kann man auch einen separaten Erder im Garten anbringen. Hierfür wird ein spezieller Edelstahl-Erdspieß von neun Metern Länge in den Boden getrieben, an den dann die Erdungsleitungen angeschlossen werden können.

  1. 16 mm Durchmesser und 16 mm² Querschnitt ergibt einen nicht unerheblichen Unterschied. :rolleyes:
  2. Außer 16 mm² Kupferdraht ist auch 25 mm² Alu oder 50 mm² St/tZn zulässig.
  3. Mit Haupterdungspunkt meinen die Experten die Haupterdungsschiene, früher mal Potenzialausgleichsschiene genannt.
  4. Separate Erder ohne blitzstromtragfähige Verbindung zum Schutzpotenzialausgleich waren und sind gefährlich und klar normwidrig.
  5. Nach noch fast druckfrischer DIN EN 60728-11 (VDE 0855-1):2017-10 sind wie in den abgelösten Normausgaben für Tiefenerder min. 1 x 2,5 m oder 2 x 1,5 m Länge gefordert.
  6. Während Tiefenerdern mit diesen Standardlängen bislang nur bodengleich einzutreiben waren, sind sie nunmehr in Angleichung an die Blitzschutznorm um 0,5 m unter Grund zu versenken.
  7. Nix gegen 9 m lange Tiefenerder, aber das ist nur eine Empfehlung nach Blitzschutznorm.
  8. Ich bin auch für korrosionbeständiges NIRO, Werkstoffnummer 1.4571 (V4A), das ist aber nach DIN 18014 nur für Ringerder und Anschlussbauteile von Neubauten gefordert.
  9. Bei Bestandsbauten genügt normativ feuerverzinktes Material, als Zusatzerder zu einem Fundamenterder ist dann aber eine Funkenstrecke erforderlich.
  10. Jeder weiß, dass eine Kette nur so stark wie das schwächste Glied ist. 16 mm² Kupferdraht hält per se auch einen seltenen Monsterblitz von 200 kA aus, aber die wenigsten der im Handel angebotenen Verbinder und Klemmen sind auch nach Prüfnorm Klasse H = 100 kA zertifiziert und von fraglicher Tauglichkeit.
Erdung und PA sind Bestandteil der Elektroanlage und Installationen nach NAV § 13 konzessionierten Elektrofachräften vorbehalten. Nur wenige EFK können noch vertragtreu ein VDE Auswahlabo vorweisen und bezüglich Antennentechnik im allgemeinen und Blitzschutz, Erdung und PA auch wirklich kompetent. Gefühlt nur 5 % normkonform erstellte Antennen gehen auch auf das Konto von EFK.

Phanos schrieb:
Die SAT Antenne sollte geerdet sein, viele LNBs haben ein Kunststoffgehäuse, also auch keine Verbindung zur Erdung.
In so einem Fall solltest Du einen Erdungsblock einbauen.

https://www.pollin.de/p/erdungsblock-571414
Auch bei KATHREIN CAS-Antennen mit galvanisch verbundenen UAS-LNB sind nach DIN EN 60728-11 (VDE 0855-1):2017-10 Erdblöcke/Erdwinkel auszuführen, denn der PA muss auch nach Ausbau von Komponenten an allen Leitungen erhalten bleiben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ok Danke euch. Dann werde ich mal einen Elektriker fragen. Das Haus hat im Keller noch die klassische Nullung. FI ist vorhanden:-). Finde es aber trotzdem sehr komisch, dass Strom auf die Leitung kommt, obwohl ich den Netzstecker gezogen habe....
 
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