Subtiming ram für ryzen

Hansiuspetri

Cadet 3rd Year
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Hallo,

ich hab gelesen, das es dringest empfohlen wird die subtimings beim Ram für Ryzen Prozessoren manuell anzupassen. Als Amateur schreckt mich das schon vom Kauf des Ryzens ab. Also meine Fragen:
1. Ist das leicht zu realisieren?
2. Kann was kaputt gehen?
3.Geht das mit jedem Ram oder nur speziellem ram/mainboard?
4.Ist es wirklich so nötig wie alle immer schreiben (angeblich ja bis zu +20% mehr fps in games)

danke
 
man muss nicht zwingend die subtimings anpassen, es hilft aber.

wirklich schlechte timings/subtimings gabs vorallem zum ryzen release. wenn man sich heute eine aktuelle x470 plattform + samsung b-die ram 3200 cl14 kauft, läuft das ganze schon out of the box nur knapp unterhalb des optimums. 3200 cl14 hilft übrigens auch bei intel.

um dann wirklich das allerletzte aus der plattform zu quetschen muss man sich aber ziemlich reinhängen - man muss wissen wie das system tickt, man muss sich mit memory oc auskennen und man muss viel zeit mitbringen. denn mit zu straffen timings wird das system instabil - hier das perfekte verhältnis von verschiedenen einstellungen zu finden ist ziemlich anspruchsvoll, weil jede cpu, jeder speicherriegel und jedes board etwas anders ist.

nun konkret zu deinen fragen:

1. bis zu einem gewissen punkt schon, danach wirds sehr zäh. schau mal nach dem programm "ryzen dram calculator". das hilft dabei sehr.

2. nur wenn man zu hohe spannungen einstellt. das system kann crashen und im extremfall muss man das bios manuell resetten - in der regel bringt sich das board aber von selbst wieder in einen bootfähigen zustand. das system kann dabei ein paar mal neu starten - nicht nervös werden.

3. ob es geht hängt rein vom board ab - obs die einstellungen im uefi gibt. bessere boards können mehr aus dem speicher herausholen. ich würde derzeit unbedingt empfehlen ein x470 board zu kaufen (2nd Gen.), da sollten eigentlich alle ausreichend einstellungen bieten, war schon bei b350 so.
es gibt drei unterschiedliche speicher chips auf DDR4 ram: samsung, hynix und micron. micron bekommt man quasi ausschließlich auf crucial kits - die kann man tunen, aber da spielt viel glück mit rein - hier ist die informationslage ziemlich dünn. hynix speicher kommt am häufigsten vor, weil der quasi in allen günstigeren kits verbaut ist - das ist gleichzeitig der speicher, der auf ryzen am meisten herumzickt.
samsung b-die speicher läuft eigentlich immer nach spec, kann den höchsten takt und die schärfsten timings, deshalb wird der immer für ryzen empfohlen. samsung b-die speicher chips findest du in allen DDR4 speicherkits mit 3200 mhz cl14 oder 3466 cl15 oder 3600 cl16 und drüber. 3200 mhz cl16 und drunter ist zu 90% hynix speicher, der auf ryzen nicht besonders toll läuft - also nicht immer 3200mhz möglich, und dann auch noch mit schlechten timings.

4. ich denke heutzutage mit aktuellen bios versionen, und 2nd gen boards + cpus und 3200 cl14 ram (profil im bios auswählen) kann man drauf verzichten. das kommt vorallem noch aus der zeit, als ryzen frisch auf dem markt war und speicher nur sehr schlecht gelaufen ist, und profile deshalb sehr lasche timings hatten. relevanter wird das ganze dann, wenn man mit ziemlich lahmen ram daherkommt - hier sollte man wirklich versuchen das maximale herauszuholen (bspw 2400 mhz cl16) - sowas kostet dann vergleichsweise ziemlich viel leistung.
 
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1. kommt darauf an, wie vertraut du mit dem Bios bist.
2. Physisch kaputt nicht direkt, aber wenn du die Timings zu extrem runter setzt, wird dein System instabil und letztendlich kann dein Dateisystem Defekte bekommen.
3. Geht mit jedem Ram, aber der Ryzen harmoniert besonders gut mit Samsung B-Dies. Von Dual-Ranked Speichern profitiert er aber auch ganz gut.
4. Nein, überhaupt nicht, ich halte das für einen übertriebenen Hype. Man kann da zwar Leistung rausholen, aber das ist halt schon eine Fummelei, die einem Spaß machen muss. Man kann da auch nur was rausholen, wenn man am CPU-Limit hängt. Das kommt dann wiederum auf das Spiel, die Grafiksettings und die Grafikkarte an
 
Also kann ich getrost zu einem Ryzen 7 2700x + samsung b-die ram + asus strix f x470 greifen und muss mich nicht erst stunden lang einlesen bevor alles glatt läuft?

Mich verwirrt auch das auf amazon/mindfactory etc kaum bis garkeine Bewertungen zu Am4 boards vorhanden sind aber dutzende für 1151 boards obwohl ich alle immer schreiben höhre das Sie aufjedenfall einen Ryzen anstatt einen i7 kaufen.
 
Ganz ehrlich ich würde auf das Optimieren der Subtimings keine einzige Sekunde verschwenden. Ja man kann ein paar Prozent mehr Geschwindigkeit rausholen, aber spürbar schneller wird da nix. Kauf einfach 3200 RAM, am besten Samsung B-Die. Wenn du ganz sicher gehen willst, dann schau auf den Motherboard ram support listen. Ansonsten einfach das XMP Profil laden und fertig. Hab ich mit meinem 2700x und X470 prime genau so gemacht und mein RAM ist nichtmal offiziell supported und trotzdem läuft meiner nur minimalst langsamer als ein volloptimierter 2700x. Also dieses ganze Ryzen RAM Thema ist ein Gerücht, dass sich von den ersten Launch Wochen von Ryzen 1 bis jetzt verbreitet, obwohl der RAM Support überhaupt nicht mehr vergleichbar ist und nicht schlechter als Intel ist. Man braucht auch nicht unbedingt Samsung Ram, außer man will wirklich jede Performance rausholen. Wenn du max. Performance willst, dann kauf 3200 CL14 Samsung B-Die und übernehm 1:1 die Timings die der Ryzen DRAM Calculator ausspuckt und fertig. Dann hast du das Optimum.
 
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^^ das kann ich so 100% bestätigen. 3200 CL14, XMP2 aktiviert und fertig ist die Laube.
 
Da ich einen 3600 CL16 RAM habe, habe ich dem Ryzen DRAM Calculator hergenommen und die vorgeschlagenen, am wenigsten scharfen Settings für 3200 CL 14 ins BIOS gehämmert -> läuft. Mit einer Latenz von 63 ns. Mir reicht das.
 
Dringend empfohlen ist es nicht an den Subtimings des RAM bei einem Ryzen-basierenden System Hand anzulegen, jedoch man kann es machen, ja.

zu 1. Realisieren lässt es sich z.B. mit dem Ryzen DRAM Calculator der einem entsprechende Werte vorschlägt/ errechnet.
zu 2. Kaputt gehen kann normalerweise dabei nichts, jedoch wie immer bei solchen Basteleien ohne Gewähr.
zu 3. Sollte mit jedem RAM u. jedem Board mit einem UEFI/ BIOS funktionieren, welches entsprechende Einstellungen bietet.
zu 4. Wie viel es bringt, selber testen. Kann sein, dass es nur messbar aber nicht spürbar ist.
 
Ich bin vor ein paar Wochen auf ein AMD System (Asus ROG Strix X470, R7 2700X und Trident Z 3600 CL16) umgestiegen. Nach vielen Jahren Intel hätte ich doch ein paar Probleme, im BIOS die passenden Einstellungen zu finden :freak:
Die 3600 MHz mit D.O.C.P liefen nicht, daher hab ich es mir nach einigen vergeblichen Versuchen mit dem RAM Calculator etc. einfach gemacht:

Im BIOS das D.O.C.P Profil geladen, den Speicher auf 3466 MHz (CL16) gestellt und aus die Maus. Läuft astrein, es fehlen sicher ein paar Prozent zum optimalen System, aber ich bin mit dem Ergebnis zufrieden :daumen:
 
Instabile Taktraten und Timings machen den RAM nicht kaputt. Können aber Dateien die geschrieben werden zerstörten. Deshalb sollte man den RAM immer auf Stabilität testen um sicher zu sein, das dieser keinen einzigen Fehler produziert.
Am besten hat sich memtest bewährt. Das gibt es kostenlos, man muss es nur mehrfach öffnen weil jede Instanz nur 2000mb testen kann und einen CPU Kern nutzt. Also bei einer 8 Kern CPU durchaus 7 oder 8 Mal öffnen. 7 hat den Vorteil, das man noch nebenbei entspannt im Internet surfen kann;).

Wenn alle Instanzen 200% ohne Fehler geschafft haben, reicht mir das. Andere werden dir sagen, dass es unbedingt 1000% sein müssen.
Für das grobe ausloten von takt und Timings reichen auch 10%...ist es deutlich instabil kommen bis da ziemlich sicher Fehler.

Wenn du nach Infos suchst, dann schau immer auf das Datum! Es gibt ganz viele veraltete Infos und oft werden diese veralteten Infos wiederholt.

Hohe soc Spannungen sind laut mehreren erfahrenen Übertaktern gefährlich für die Lebenserwartung deiner CPU.
Und meiner Erfahrung nach auch nicht nötig. Geh auf keinen Fall über 1,2V. Bleib am besten bei 1,05V... zumindest aber unter 1,125 für ein daily system.

Die Standard Spannung für schnellen ddr4 RAM ist 1,35V. Es ist wohl nicht schlimm, ihn mit mehr Spannung zu betreiben. Dann heizt er sich aber stärker auf und zumindest auf meinem Board ist es bestätigt, das schon 44-52°C Instabilität erzeugen kann. Ich bleibe daher unter 1,4V...besser einfach bei 1,35.

Neue Bios Versionen sind zumindest uf meinem Board ziemlich gut darin geworden die Widerstände richtig einzustelln. Falsch eingestellte Widerstände waren es, die auf Ryzen den Ram so problematisch gemacht haben!
Diese manuell zu wählen erfordert schon einiges Wissen und den Willen viel und lange zu probieren....eigentlich sollte ein aktuelles Bios diese Arbeit für dich übernehmen und zumindest bis 3200MHz problemlos laufen.

Der Dram calculator, hilft dir einen guten Satz Timings zu finden auf den man aufbauen kann. "save" und "fast" sollten eigentlich fast immer gehen..."Extrem" ist mehr was für Profis, die dann noch das letzte Timings an ihren Ram anpassen.



Bleibt die Frage nach dem Sinn;):

Also Samsung B die ist schneller Ram...es gibt viele Erfahrungswerte und alles...er ist aber auch sehr teuer.
3200 CL14 ist da für Ryzen meiner Meinung nach das beste, denn der nächst schnellere Ram ist 3600 CL15 und der kostet nochmal mehr und du kannst ihn vermutlich nicht mit 3600 betreiben weil das die Grenze der Ryzen Ram controller ist.

3000 CL16 ist zwar einige % langsamer aber dafür auch deutlich teurer...und immer noch ein deutlicher Sprung zu billigem 2400 CL15er Ram.

Meiner Meinung nach ein besserer Deal wenn du auf das Geld achten musst.

Schau in meine Signatur, da kannst du ungefär abschätzen wie viel schnellerer Ram in realistischen Situationen bringt.

Auf dual oder single ranked würde ich nichts geben. Die Berichte vom launch sind inzwischen falsch. Ich plane da selbst einen Vergleich zu erstellen, allerdings sind die Unterschiede so klein, dass ich nicht weiß ob sie für eine sinnvolle Auswertung reichen.

Auch die Aussage, dass Ryzen schnelleren Ramtakt braucht wegen dem Infinity Fabric ist überbewertet. Der schnellere IF hat nur einen kleinen Anteil am Geschwindigkeitszuwachs...das meiste kommt ganz einfach daher das man schnelleren Ram benutzt.
 
Die Sache ist doch die, dass das Optimieren von CPU und Speicher mehr Leistung bringt, die man heute nicht braucht. Wenn ich 10% Mehrleistung herausbekomme, dann spüre ich das nicht.

Im Umkehrschluss: ich kaufe mir die neuste Hardware, weil ich das Schnellste will, aber ich verzichte auf die Restleistung, weil ich diese nicht brauche.

Warum kauft man sich dann das Beste, wenn man es nicht braucht?

Viele Leute sind einfach nur ängstlich zu wenig zu kaufen und sind schon froh, wenn der Rechner bootet. Bei vielen Leuten läuft der Speicher dann mit DDR4-2133 und es interessiert sie nicht. Sie geben 250 Euro für den schnellsten Speicher aus, aber es interessiert sie nicht, ob er dann auch läuft. Sie laden keine Benchmarks, weil sie ja schon das Beste haben.
 
Hansiuspetri schrieb:
Also kann ich getrost zu einem Ryzen 7 2700x + samsung b-die ram + asus strix f x470 greifen und muss mich nicht erst stunden lang einlesen bevor alles glatt läuft?
Es ist völlig egal welche Plattform du kaufst, wenn du das absolute Optimum aus den dir vorliegenden Komponenten kitzeln willst bedeutet das nunmal sehr viel Aufwand und erfordert gewissen Kenntnisse. Das ist bei einem aktuellen Intel System nicht anders, nur ist da der Leistungsgewinn vermutlich geringer.

Es gibt hier einen kompletten Thread zum Thema RAM Settings und Subtimings. Wenn dir der schon zu lang ist dann bau es halt einfach nur zusammen, mach die üblichen Einstellungen und gut is.
 
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