Supraleitendes Mainboard?

ulf91

Cadet 2nd Year
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Hi leute,

Ich wollte euch mal eine frage stellen die mich schon etwas länger beschäftigt.

Ich hatte vor etwas längerer zeit mal das thema von supraleitendem kupfer, bei dem durch abkühlen auf den absoluten nullpunkt von 0 kelvin (-273*C) einen widerstand von 0 ohm erhält, da die atome bei spannungsfluss nicht mehr schwingen können.

Wäre es nun möglich (möglich wäre es auf jeden fall z.b. Mit flüssigem stickstoff) bzw. Würde es etwas bringen, das mainboard und alle komponenten in denen datenrelevanter strom fließt, auf 0 K zu kühlen (ausser natürlich das cd laufwerk oder z.b. Einen kartenleser da diese ja nur temporär die geschwindigkeit des systems beeinflussen) um höhere geschwindigkeiten zu erreichen? Oder wäre das überhaupt nicht machbar: ich könnte mir nämlich vorstellen, dass bei manchen teilen des pcs widerstände für timings benutzt werden...

Danke im vorraus für eure antworten,

ulf91 ;)
 
Hiho,

Wäre natürlich toll "alles" kühl zu halten, aber sag das z. B. mal dem Stickstoff, der sich in Null Komma Nichts verflüchtigt :)

MfG

Yama
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Nette Idee, aber was machen Widerstände und Kondensatoren nahe dem absoluten Nullpunkt? Na, dämmert´s? :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Möglich ist es, den stickstoff vom verpuffen zu "retten", indem man ihn luftdicht einschließt. Dann verändert sich der aggregatszustand nicht.
 
ulf91 schrieb:
durch abkühlen auf den absoluten nullpunkt von 0 kelvin (-273*C)

Wäre es nun möglich (möglich wäre es auf jeden fall z.b. Mit flüssigem stickstoff)
ulf91 ;)

http://de.wikipedia.org/wiki/Flüssigstickstoff

Da benötogst du noch viel geringere Temperaturen...
Klar wäre es super z.B. die CPU auf 0K abzukühlen nur du benötigst viel mehr energie für die Kühlung als du einen Nutzen hast.
Ergänzung ()

Selbst wenn du es schaffst Prozessoren aus Hochtemperatur Supraleitern herzustellen wird sich das nicht lohnen.
 
ulf91 schrieb:
Möglich ist es, den stickstoff vom verpuffen zu "retten", indem man ihn luftdicht einschließt. Dann verändert sich der aggregatszustand nicht.

Problem ist nur das du mit Stickstoff nicht die 0 Kelvin erreichst :)
 
Hi,

1. 0K sind momentan technisch noch nicht möglich.
2. Computerkomponenten sind für solche Temperaturen nicht ausgelegt -> der Computer würde nicht einmal booten.
3. Das Vorhaben wäre unendlich teuer.

Grüße Tritze
 
- Der absolute Nullpunkt ist a priori unerreichbar (Erster Hauptsatz der Thermodynamik).
- Flüssigstickstoff hat eine Temperatur von 77K, nicht 0K.
- Durch Supraleitung wird elektrischer Informationsaustausch nicht schneller. Der elektrische Widerstand geht nur gegen Null (-> Keine joulsche Abwärme).
 
Flüssiges Helium käme der Sache schon näher, Flüssig-Stickstoff ist doch noch relativ "warm".

Und nein, es würde nichts bringen. Du wärst mehr damit beschäftigt, die Abwärme der Komponenten abzuleiten und die Temperatur niedrig zu halten, als du am Ende wirklich effektiv "computing" betreiben würdest.

Denk doch nur an die Overclocking-Experimente, wo die CPU (und nur die) mit Flüssigstickstoff gekühlt wird. Das Zeug läuft dann eben auf 50-100% über Regeltakt, aber der Energieverbrauch für die Kühlung ist höher, als wenn du 2 identische PCs noch daneben stellst.
 
:D
Flüssigstickstoff ist auch nur Stickstoff.
Und bei 0K ist Stickstoff nunmal nicht flüssig. Und du kannst den Aggregatszustand auch nicht erzwingen wenn du den Stickstoff luftdicht verschliesst - weil es mit der Luft recht wenig zu tun hat - sondern eben mit der Temperatur.
 
Gibt es denn nichts, womit man 0K erreichen kann? Ich fürchte, meine äußerung war ziemlich blauäugig.

LG
Ergänzung ()

Dehnt sich stickstoff nicht aus, wenn es den aggregatszustand ändert?
 
"Gibt es denn nichts, womit man 0K erreichen kann?"

Man kommt relativ leicht (Mischkryostaten, typischer Kostenpunkt 1 Mio Euro) auf ein paar milli Kelivin. Darunter wird's kompliziert (z.B. magneto-optische Atomfallen).
 
ulf91 schrieb:
Gibt es denn nichts, womit man 0K erreichen kann? Ich fürchte, meine äußerung war ziemlich blauäugig.

LG
Ergänzung ()

Dehnt sich stickstoff nicht aus, wenn es den aggregatszustand ändert?
Ah - hab dich falsch verstanden. Du hast natürlich recht, dass du durch entsprechenden Druck den Siedepunkt verschieben kannst - das ist klar (siehe Dampfdrucktopf).
 
Hab eine Zeitlang im Bereich der Magnetthomographen gearbeitet, dort sind manche der Spulen mit (glaube Helium) auf eine sehr niedrige Temp. gebracht. Bringen tut es da sehr viel, im PC wäre auch einiges von Vorteil, einiges aber auch ein Nachteil /Trägheit der e- usw.). Aber bezahlbar ist das sicherlich nicht... und auch nicht gesund, denk nur mal dran, wenn du da eine Menge Stickstoof sonstwas hats, welche dne PC eine Zeitlang so weiter runterkühlt, dann ist da ein Leck und du merkst es erst nicht... bis Du was von Bodem aufheben willst und blub erstickt.
 
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