News Szenarien für DSL-Abschaltung: Selbst im Idealfall liegt Glasfaser erst ab 2031 vor

Wer soll diese Zeitpläne glauben?
Unser kleiner Kreis hat knapp 300.000 Einwohner, keine 9000 Haushalte haben Glasfaser vor der Tür und wir wissen seit es Mobilfunk gibt alle, je ländlicher, desto länger wird es dauern.

Vor 2 Jahren wollte eine Firma hier Leitungen verlegen, aber das war ein totaler Saftladen und hat sich ein Jahr später still und heimlich zurückgezogen.

Eigentlich brauche ich keine Glasfaser, meine 100 Mbit reichen völlig. Aber ich wollte zukunftssicher werden und mitmachen.
Nicht nur der hohe Preis schreckte ab, den ich aber akzeptiert hätte. Obendrauf hätte ich meinen lokalen Provider nicht behalten können, sondern zu einem der großen mit KI-„Support“ (und DNS-Sperren) wechseln müssen. Obendrein räumte sich der Vertrag das Recht ein, meine Daten zu verkaufen. Ich habe dann nicht unterschrieben.

Demnächst will wohl der nächste einen Versuch starten. Ich lasse mich überraschen, welche Kröten man bei dem schlucken soll…
 
DLMttH schrieb:
Bei welchem Anbieter bist du denn jetzt und bei welchen wurde versucht und wann?
Telekom! Wir hatten mal congster (Vorgänger von Congstar). Dann irgendwann wieder zu Telekom.

Über die Jahre:
Vodafone bestellt...dann passierte nichts und nach nach sechs Wochen das der Auftrag storniert ist.

Congstar sagt das mein Dorf nicht vefürgbar ist.
Auch dann weitere kleine.
Alle sind auch bei 35€. Einzig ist 1&1 bei 30€!
 
Eben nochmal nachgeschaut bei de Telecom

Ergebnis:

Bei Ihnen ist der Glasfaser-Ausbau noch nicht geplant.​

 
Fegr8 schrieb:
Congstar sagt das mein Dorf nicht vefürgbar ist.
Wenn du weißt, dass du kein VDSL bekommen kannst, ist das auch komplett die falsche Adresse.

Du hast einfach bei den komplett falschen Anbietern geguckt, easybell und fonial sind da die typischen Anlaufstellen. easybell 30 Euro und und fonial 25,50€, beide monatlich kündbar!

Aber selbst 1&1 wäre ja günstiger gewesen, für das selbe Produkt. Also stehst du dir einfach komplett selbst im Weg.
 
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bei mir auch kein glasfaßer, habe jetzt lieber nen neuen vdsl vertrag gemacht um kosten zu drücken
 
Ich wohne am Dorf und werde definitiv nicht die Luft anhalten. Solange muss ich halt mit VDSL (175 Mbit) und Vodafone Kabel (600 Mbit) Vorlieb nehmen, die über OPNsense gebündelt werden. Gigabit-Glasfaser würde sofort gebucht, wenn verfügbar und könnte mit 5G-Fallback dann potenziell beide Leitungen ersetzen.
 
rezzler schrieb:
Völlig offensichtlich, aber eine Statistik mit Homes passed will/kann das ja auch gar nicht aussagen. Wer das da reininterpretiert macht halt eine Fehlinterpretation.

Im Gegenteil, es geht bei der ganzen Diskussion um die Take-Up Rate (also die Differenz zwischen Homes-Passed und Homes-Connected) genau um die Probleme, die in der Praxis die Nutzung der Glasfaser blockieren. Das sind zum einen natürlich die Endkundenpreise, weil Kabel und VDSL Anschlüsse teilweise regelrecht „verramscht“ werden, zum anderen die vielfältigen Probleme rund um die Mehrfamilienhäuser mit unwilligen Eigentümern und Hausverwaltungen.

Gerade für die reinen GF Anbieter, die in VATM und BREKO organisiert sind, zerstören diese Probleme die Investment Cases.
Anderseits sind es eben auch Lobby Verbände, die natürlich ein Interesse haben, gegen die Dominanz der Telekom anzukommen. Darum geht es natürlich hauptsächlich beim Thema VDSL Abschaltung: Wenn man die Telekom mitsamt dem daran hängenden Rattenschwanz an günstigen Wholesale Angeboten loswerden würde, wären die Take-Up Quoten natürlich höher.

Ob das am Ende natürlich eine „verbraucherfreundliche“ Idee ist, darf bezweifelt werden. Meines Erachtens darf es eine DSL Abschaltung in einem Gebiet nur geben, wenn es für alle dort versorgten Haushalte Open Access gibt, und zwar nicht theoretisches (der Anbieter bietet es zwar an, aber es gibt keinen Partner der darüber Tarife anbietet) sondern wirklich buchbar. D.h. im Idealfall sollte der Endkunde nach der Umstellung auf Glasfaser die gleiche Auswahl an Anbietern haben, wie vorher mit DSL.
 
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User007 schrieb:
Nein, eben nicht!
Diese Zählmethode nach "Homes passed" ist, wie hier bereits anklang, an der Lebensrealität vieler Menschen vorbeigehend,
"Homes Passed" ist nun mal die Verfügbarkeit aus Sicht der Anbieter. Das ist eine Standardgröße. Darauf basieren alle Statistiken zur Verfügbarkeit von Glasfaser, auch international (Z.B. von der EU, vom FTTH Council Europe etc.).

Ja, Eigentümer sind potentiell ein Problem, wenn man das nicht selber ist. Aus Anbietersicht ist auch Desinteresse der Bewohner ein potentielles Problem, z.B. aufgrund Verfügbarkeit von günstigeren Alternativen. Diese und andere Effekte werden kann man in Summe z.B. an der TakeUp Quote ablesen. Diese Effekte aufzudröseln ist dann schon wieder schwieriger...

Im von dir zitierten Text meine Antwort ging es auch insbesondere um den Unterschied zwischen "Glasfaser liegt in der Nähe" und "Homes Passed". "Homes Passed" bedeutet eben dass an der Adresse von den Netzbetreibern FTTB/H angeboten wird. Und das erfährt man eben z.B. mit der Verfügbarkeitsprüfung der jeweiligen Anbieter. Schlimmstenfalls direkt mit dem Hinweis dass die Eigentümer aktuell den Ausbau bereits abgelehnt haben. Dann muss man eben mit seinem Vermieter diskutieren. Das werden einem die Netzbetreiber nicht abnehmen.
 
wern001 schrieb:
Eben nochmal nachgeschaut bei de Telecom

Ergebnis:

Bei Ihnen ist der Glasfaser-Ausbau noch nicht geplant.​

Bei uns auch nicht......obwohl die Kabel in der Straße schon vor Jahren gelegt wurden weilse eh die ganze Straße neu gemacht haben.

Das nervt schon ein bissel, zumal mehr als 100K vDSL ich auch nicht bekomme.

Upload und Download dauer so nervig lange...
 
User007 schrieb:
dass die Telekom pauschal kein "gutes" Peering hat, und das ist - mit aktuellem Status zumind. - nach wie vor faktisch so nicht richtig!
Mir ist die Diskussion mit dir zwar langsam müßig, weil du nicht willens bist, wirklich einfache Dinge zu verstehen. Insbesondere scheinst du nicht mal zu wissen, was Peering ist.

Dass die Telekom mit einigen großen Netzen kein Peering eingeht, ist ein technischer Fakt, ebenso die geringen öffentlichen Peering-Kapazitäten. Ersteres kannst du über das Telekom-Looking-Glass auch selbst verifizieren - es betrifft in Deutschland z.B. Meta oder Cloudflare. Bei Cloudflare führt das (derzeit) dazu, dass bestimmte Subnetze über London geroutet werden.

Also kann man in dieser Konsequenz durchaus sagen, dass die Telekom schlechtes (im Sinne von "oftmals nicht vorhandenes") Peering hat. Was für sich genommen übrigens noch überhaupt kein Problem darstellt. Schlechtere Erreichbarkeit von Diensten schon eher, zumindest für die Nutzer der Dienste, auch wenn du diese dann als "Nerds" diskreditierst. Aber wie gesagt, diese Diskussion ist müßig.
 
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pseudopseudonym schrieb:
Wobei ich sagen muss, dass der nett wäre.
Und bei einer anderen Preisgestaltung würde ich den auch mitnehmen.
Ja also beklagen würde ich mich über mehr upload auch nicht. Es ist halt nur nicht nen Aufpreis wert. Man würde ja eigentlich erwarten, das mit der Zeit und mit neuen Technologien der Preis pro Mbps runtergehen würde..
 
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Ich habe meinen Glasfaser‑Vertrag jetzt gekündigt, weil es die Deutsche Glasfaser in 24 Monaten nicht einmal geschafft hat, mit der Erschließung zu beginnen. Zum Glück bin ich aktuell über Koax mit funktionierendem Gigabit‑Internet versorgt. Solange die Segmentauslastung so bleibt wie in den letzten zehn Jahren, bin ich damit ehrlich gesagt weiterhin zufrieden.

Unabhängig davon: Der Gigabit‑Tarif über Glasfaser hätte mehr als das Doppelte gekostet – am Ende bekommt man trotzdem nur ein geteiltes Medium, nur eben Glasfaser statt Koax. Wenn man z.B. 20 Gigabit‑Kunden auf eine Glasfaser mit 2,5 Gbit Gesamtkapazität hängt, können abends aber genauso unschöne Engpässe entstehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Gerade mal nochmal nachgeschaut, sowohl Telekom und Vodafone sagen bis Januar 2027 ist der Ausbau hier abgeschlossen. Bei Vodafone bin ich aktuell sehr zufrieden mit meinem DSL Anschluss für den ich mich damals aktiv entschieden habe, obwohl der Vormieter und vermutlich die meisten anderen 5 Parteien in unserem Mietshaus Vodafone Kabel haben bzw hatten. Von den 250 mbit kommen meist 260 an und allgemein läuft es sehr stabil. In letzter Zeit in iracing 2 24h Rennen gefahren die ich komplett auf twitch gestreamt hab während die Freundin und teils auch ich noch andere Sachen gestreamt (also angeschaut) haben und absolut keinerlei Probleme mit der Verbindung.

Ich frag ich mich grundsätzlich ob es für mich einen großen Mehrwert hätte auf GF zu gehen, insbesondere, da wir wenn dann hier auch nur den Anschluss in den Keller bekommen, von dort aus gehts dann eh über die alten Kabel in die Wohnung.

Und wenn ich es richtig verstehe, habe ich durch VDSL eh schon ein paar Vorteile von GF, da wahrscheinlich bis zum Verteilerkasten in der Straße eh schon die Daten per Glasfaser laufen. Also ginge es nur darum vom Verteilerkasten bis zum Anschluss am Haus das Stück. Und hier sehe ich echt keinen Nutzen für den Aufwand und dann vermutlich auch noch einen mindestens genauso hohen Preis.
 
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Blood011 schrieb:
Das nervt schon ein bissel, zumal mehr als 100K vDSL ich auch nicht bekomme.
hab 50er DSL.
Ortskern hat 150er. ca 200m außerhalb der reichweite
 
Wie gesagt, jetzt durchhalten! Es soll bei uns noch 2026, aber spätestens 2027 Glasfaser verfügbar sein!
Preise vom Anbieter wenn es doch der gleiche bleibt:
FTTH + Telefonflat mit 3 Rufnummern (2 Leitungen) und eine Garantie das wirklich 100% Geschwindigkeit geliefert wird (hab dem Vertrag dreimal durchgelesen):

DownloadUploadPreis
200 Mbits/s100 Mbits/s47,95€
500 Mbits/s200 Mbits/s59,95€
1000 Mbits/s500 Mbits/s79,95€

Allein der Sprung von 6Mbits/s auf 200 MBits/s ist schon geil!
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich finde es absolut unverständlich, wieso das alles so kompliziert gemacht wird und ewig dauert.
Glasfaser sollte den gleichen Stellenwert wie ein Strom- oder Wasseranschluss bekommen.
Jede Hausnummer muss bis vors Grundstück ein Kabel gelegt bekommen, damit zu jeder Zeit ein Anschluss erfolgen kann. Eine funktionierende Glasfaserinfrastruktur ist eine essenzielle Zukunftstechnologie.
 
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Habe bislang normales 1000 MBit DL/50 MBit UL Kabel-Internet. (37€/mtl.) Erreiche diese Geschwindigkeiten fast immer. Könnte nächstes Jahr, nach Vertragsablauf auf Glasfaser mit 500 MBit UL umsteigen, dann ohne inkl. TV+Telefon zum ähnlich niedrigen Preis. Mal schauen, wenns noch günstiger wird. Brauche allerdings die 500 MBit UL nicht. Mehrwert eigentlich Null.
 
Glasfaser hat sich bei mir erstmal erledigt. Vor mehreren Jahren wollte DG ausbauen, die haben mich aber nach Vertragsunterschrift aber einfach geghostet. Hatte dann vor zwei Jahren meinen Vorvertrag bei DG gekündigt weil die auf keine meiner Nachfragen und auch nicht auf eine DSGVO-Auskunftsanfrage reagiert hatten. Bei so einem Laden will ich wirklich nicht sein.

Vor einigen Monaten hat sich ohne Vorwarnung irgendeine Tiefbaufirma im Auftrag der Deutschen Glasfaser bei mit gemeldet, die hätten gerne nen Termin für das Legen der Glasfaser zum Haus. War erstmal perplex was das denn sollte, da ich wie erwähnt bei DG lange gekündigt hatte. Nach einigem hin und her und einem Anruf bei DG hat sich herausgestellt, dass DG meine Kündigung ignoriert haben weil – und jetzt kommts – die von einer anderen E-Mailadresse kam, als die, die bei ihnen hinterlegt war. Bin mir ziemlich sicher, dass das höchst illegal war, aber da ich keine Lust auf Anwalt etc. hatte, hab ich nochmal ne Kündigung über deren Formular gesendet. Nur eine Kündigungsbestätigung konnte ich auch nie abrufen, weil diese nur im Kundenportal hinterlegt wurde, ich dafür aber nie Zugangsdaten erhalten habe...

Die Tiefbaufirma hat sich davon übrigens nicht abwimmeln lassen und auch nicht auf den Hinweis, dass ich nur Mieter im Haus bin und die für einen Ausbau doch bitte den Eigentümer kontaktieren sollten. Das hat die nicht groß interessiert, die haben mich auch danach noch mehrfach angerufen, angemailt und sogar per Post angeschrieben, dass ich doch bitte Vorbereitungen für den Einbau treffen und einen Termin nennen soll...

Von der Telekom erwarte ich übrigens auch keinen kurzfristigen Ausbau. Ich bin eigentlich kurz davor zu Starlink zu wechseln.
 
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