Test Tado° X im Test: Smartes Thermostat sichert sich Empfehlung

Mosed schrieb:
Natürlich spielt das eine Rolle. Bei einer Absenkung von 2 °C kühlt primär die Raumluft ab, aber die ganzen Möbel werden nicht kalt und müssen später mit aufgeheizt werden bzw. fühlen sich dadurch nicht kalt an.
Bei einer natürlichen Temperaturabsenkung kühlt natürlich alles im Raum um die angegebene Temperatur ab, wie kommst du hier zu einer anderen Annahme? Beim (richtigen) Stoßlüften wird nur die Luft ausgetauscht, deshalb wird der Raum wieder relativ schnell warm. Lässt man hingegen den Raum auskühlen und sei es nur um 2°C, muss alles im Raum erst einmal wieder aufgeheizt werden, damit sich die Raumtemperatur wieder wie vorher anfühlt.

Mosed schrieb:
wenn ich mir das sonst übliche Gejammer über Heizkosten im Altbau durchlese.
Die Statistik spricht hier deutliche Worte, auch wenn sie natürlich nur den Mittelwert darstellt, an der Rechnung ändert es aber wenig. Selbst wenn du mit 10% rechnest, ergibt das bei 1000€ Heizkosten, gerade einmal knapp 9€ im Monat pro 1°C, dafür kriegst du heutzutage gerade einmal einen Döner.

In den Medien kursiert viel Mist was Heizkosten angeht und Menschen lassen sich sowas einreden. Dann sitzt man den ganzen Winter in Outdoorklamotten herum um was einzusparen? Wer es gemütlich findet, der soll es ja gerne tun, für 10€ im Monat laufe ich aber nicht in der Wohnung herum, als würde ich gerade von draußen kommen.
Ergänzung ()

Mosed schrieb:
Kann es sein, dass du in einem Reihenmittelhaus wohnst mit Wohnungen über und unter dir?
Ich wohne in einer Dachgeschosswohnung, hier zieht es gefühlt manchmal wie am Bahnhof. Ein besonders exponiertes Fenster wird bei mir deshalb jeden Winter sauber mit Panzerband abgeklebt. (Rahmen nicht Glasfläche) Auch im Altbau kann man einiges tun um nicht in eine Kostenfalle zu tappen, selbst wenn man natürlich auf den Wärmeverlust durch Wände und Decke kaum Einfluss hat.
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https://www.amazon.de/dp/B08CB9JXZK
 
Zuletzt bearbeitet:
xexex schrieb:
Bei einer natürlichen Temperaturabsenkung kühlt natürlich alles im Raum um die angegebene Temperatur ab, wie kommst du hier zu einer anderen Annahme?

Natürlich kühlen Wände und Möbel auch ab, aber deutlich langsamer als die Luft. Und ich muss die nicht auf meine Zieltemperatur durchwärmen, damit es angenehm ist. Die können ja auch etwas kühler bleiben.
Unangenehm wird es natürlich, wenn diese Kälte spürbar abstrahlen.

Man kann es ja auch andersrum betrachten bzw. vielleicht ist das die korrekte Aussage: Die Möbel und Wände haben eine gewisse Temperatur irgendwo zwischen der höheren und der abgesenkten Temperatur, je nachdem wie man regelt.
Wenn ich 4 Stunden warme Raumluft benötigt, spielt es nicht zwingend eine nennenswerte Rolle, ob die Wände und der Schrank dabei z.B. 1°C kühler bleiben.
Es kann ja sogar ausreichen, wenn einfach nur der Heizkörper heizt. Also wenn man beim Zähne putzen nicht frieren möchte, könnte die eigentliche Raumtemperatur im Bad 19 °C betragen, aber wenn der Heizkörper grad mit 100 % Ventilöffnung läuft, reicht die Abstrahlung, damit es sich warm anfühlt. Nur so als Beispiel, wie es aber manche tatsächlich machen - im Bad morgens boosten die nur, damit der Heizkörper heiß ist ohne das Ziel den Raum nachhaltig aufzuwärmen.


Ich denke es hängt einfach viel zu stark von der Bausubstanz und wie oft man zu Hause ist usw. ab, um sagen zu können, ob es sich lohnt.
Meine Heizkosten liegen jedenfalls deutlich unter dem Durchschnitt und dabei hat dieses Haus das Energielabel F...


Ich würde auch davon ausgehen, dass ich in einem Neubau mit Fußbodenheizung und Wärmepumpe alles durchlaufen lassen würde (außer bei mehrwöchiger Abwesenheit). Da lohnt sich keine Absenkung, weil alles viel zu träge reagiert und eh kaum Wärme verloren geht.
Man liest aber einhellig, dass sich eine Absenkung umso mehr lohnt, je schlechter die Dämmung ist.
 
xexex schrieb:
Das "alte" Funksystem war auch fehleranfällig und das Protokoll nicht meshfähig, es kam also immer auf eine möglichst gute 868MHz Verbindung zu der Bridge an. Das aktuelle System ist mit deinem kaum noch vergleichbar.
Danke , für deine Antwort. Kannst Du etwas zu Bosch sagen? Ist da ähnlich?
 
Mosed schrieb:
Natürlich kühlen Wände und Möbel auch ab, aber deutlich langsamer als die Luft.
Jain! Du hast zwar an sich recht, wenn wir aber von einem geschlossenem Raum reden, so geben die Gegenstände im Raum nun mal ihre Wärme an die im Raum befindliche Luft ab, weshalb der Unterschied nicht so hoch ist wie du behauptest.

Mosed schrieb:
Man liest aber einhellig, dass sich eine Absenkung umso mehr lohnt, je schlechter die Dämmung ist.
Ich würde das sogar noch etwas präzisieren, es hängt stark mit der eingesetzten Heizung zusammen. Jemand mit einer Fußbodenheizung und niedrigen Vorlauftemperaturen, wird sicherlich nicht die Räume auskühlen lassen wollen, bei einem Altbau mit 90° Vorlauftemperatur und überdimensionierten Heizkörpern, sieht die Lage ganz anders aus.
 
Es läuft darauf hinaus: Jemand muss Geld einsparen und dafür Komfort einbüßen. Da kommt man rein logisch nicht bei jemand gibt extra Geld für Spielzeug und Abos raus.

Am Ende dreht es sich immer darum, Leuten für völlige Selbstverständlichkeiten noch ein zusätzliches Abo verkaufen zu können. Das wird auch bei Warmwasser irgendwann so sein, dass du dafür nochmal zusätzlich an irgendeinen Investment Fonds abdrücken sollst, oder du duschst eben kalt.

Du sparst nichts ein, sondern Milliardären reicht es nicht mehr, dir nur den Gasbrenner oder die Wärmepumpe nebst Gas oder Strom zu verkaufen. Du sollst bitte noch mehr zahlen oder leben wie im Mittelalter. Das ist glückliche Dasein im goldenen Westen des 21. Jahrhunderts.
 
Shottie schrieb:
Kannst Du etwas zu Bosch sagen? Ist da ähnlich?
Da kommt es drauf an was du unter "Bosch" meinst, die neueren Geräte sollen auch mit Matter/Thread laufen. Ich verweise da aber lieber auf den Artikeltext.
Der größte Unterschied zu V3+ abseits des neuen Designs und des Akkus liegt demnach im Einsatz von Thread und Matter anstelle der proprietären Funklösung der V3-Generation. Thread sorgt aber nicht nur für eine längere Akkulaufzeit. Denn im Test, in dem tado° X die alte tado-Generation ersetzt hat, macht sich der Einsatz von Thread und dessen Weiterleitung über Thread-Controller im Funknetzwerk tatsächlich sofort positiv bemerkbar.
Denn bisher war ein Thermostat im Dachgeschoss Dank Maschendraht in den alten Decken nicht immer zuverlässig über die Bridge im Erdgeschoss erreichbar. Mit tado X und Thread ist dies bei identischer Positionierung der Bridge nun überhaupt kein Problem mehr.
 
@xexex Danke für deine ausführliche Antwort. Habe gerade gesehen Tado x ist nicht kompatibel mit der alten bridge, was sehr nervig ist .
 
Ich muss allerdings auch "zugeben", dass die Absenkung bei mir nur minimal ist.
Die Räume kühlen ohne Zuheizung bei den aktuellen Temperaturen nur um ca. 0,1 °C / Stunde ab (teilweise weniger).
Da ist der Nachheizaufwand gering. Meist somit nur 0,5-0,8 K Aufheizphase.


Zum Bosch-System kann ich folgendes beitragen:
  • ich hatte meist keine Probleme mit dem Empfang über deren Protokoll (wobei die ZIgbee nutzen?). Nur ein Fenstersensor hatte mal Probleme, aber ich meine nur bis ich diesen neu angelernt hatte. Zwischen dem Controller und Sensor war aber auch quasi mehrere Meter Wand. Jetzt per Matter keine Probleme (ich habe den Rest zurückgegeben)
  • die Thermostate II regeln nicht gut. Die überheizen grundsätzlich und lassen den Raum dann um mind. 0,3 K unter Ziel abkühlen, bevor die nachheizen. Darüber wird sich auch oft in der Bosch Community beschwert.
 
Shottie schrieb:
ob die V3 mit der alten bridge funktionieren?
Die V3 sind die "alten", die X benötigen gar keine Bridge, wenn du stattdessen ein aktuelles Echo oder ähnliches bereits im Einsatz hast. Steht aber soweit auch alles im Artikel.
 
Und wie genau kommst du zu der Erkenntnis das zwei solche Aufheizphasen am Tag (+wenige Stunden Temperatur halten) mehr Energie verbrauchen als 24 h die höhere Temperatur zu halten?
 
Weil jede moderne Heizung nur dann im optimalen Betriebspunkt läuft, wenn sei gleichmäßig Wärme ins Gebäude bringen darf: nämlich genau die Menge, die das Gebäude gerade an die Umwelt verliert. Alles andere Hin und Her generiert zusätzliche Heizkosten.

Diese überholte Denkweise kommt von der Ofenheizung her, die prinzipbedingt nur punktuell über einen begrenzten Zeitraum eine nicht regelbare Menge Energie abgeben konnte. Das versuchen ältere Leute aus Nostalgiegründen mit "smarten" Stellventilen nachzustellen. Irgendeinen Vorteil bringt das aber nicht.
 
Es ist ja kein EFH, sondern ein Mehrparteienhaus. Die Heizung läuft also eh nicht auf mich abgestimmt. Und modern ist die auch nicht. Irgendeine alte Gasheizung von vermutlich 1988.

Du widersprichst mit deiner Aussage halt einfach allen anderen Informationsquellen und es macht physikalisch nur bedingt Sinn.
Du ignorierst ja auch, dass man umso mehr Energie benötigt, umso höher das Delta zwischen Außen- und Innentemperatur ist. Der Heizbedarf nimmt ja zu mit höherer Innenraumtemperatur.

Unter der Woche ist es meist sogar nur eine stärkere Heizphase im Wohnzimmer fällt mir gerade ein. Abends für ein paar Stunden 21,5 °C.
Morgens ist es immer noch warm genug für die paar Minuten.
Ich heize also nur am späten Nachmittag den Raum von ca. 19,7 °C (berechnet, ich habe noch keine Daten ohne überheiztes Zimmer Abends und die Abkühlung dürfte nicht linear sein, somit eher ~20 °C) auf 21,5 °C auf und halte das für ca. 6 Stunden.

Es kann eher nicht günstiger sein, den Raum 24 h lang auf 21,5 °C zu heizen, wenn ich diese Temperatur nur 6 von 24 Stunden benötige.
Die Frage ist eher, ob man was spart - aber mehr Energie kann es nicht kosten. Ich muss so oder so maximal die abgeflossene Wärmeenergie wieder zuführen. Habe aber über längere Zeit ein geringeres Delta zwischen Außen- und Innentemperatur.

Ich denke nicht, dass man das so einfach sagen kann. Natürlich lohnt es sich nicht einen Raum alle 3 Stunden aufzuheizen und dazwischen abkühlen zu lassen.
Aber nur wenige Stunden heizen und sonst etwas kühler lassen wird überall als günstiger bewertet. Die gegenteilige Rechnung würde ich aber gerne sehen. Behaupten kann man ja viel.

Diese Aussage liest man so quasi überall: https://www.sueddeutsche.de/wirtsch...urn-newsml-dpa-com-20090101-241002-930-250438
 
Mosed schrieb:
Es ist ja kein EFH, sondern ein Mehrparteienhaus. Die Heizung läuft also eh nicht auf mich abgestimmt.
Natürlich ist eine Heizung nicht auf "dich" abgestimmt, sondern auf das Gebäude.

Mosed schrieb:
Und modern ist die auch nicht. Irgendeine alte Gasheizung von vermutlich 1988.
Eine Gasheizung ist die modernste Form einer auf dem Funktionsprinzip der Verbrennung basierenden Heizung.

Mosed schrieb:
Es kann eher nicht günstiger sein, den Raum 24 h lang auf 21,5 °C zu heizen, wenn ich diese Temperatur nur 6 von 24 Stunden benötige.
Aus Sicht eines Gasbrenners in der Heizungsanlage ist genau das am günstigsten. Sein Regelbereich ist perfekt abgestimmt auf die sog. Heizkurve, also den Jahres- und den Tagesverlauf der Außentemperatur. Jegliches zusätzliches Anfordern von Heizenergie lässt den Brenner in einem suboptimalen Betriebspunkt laufen und jagt am Ende mehr Energie durch den Schornstein.

Aus Sicht der Betriebskostenabrechnung kann natürlich etwas anderes "günstiger" sein. Da geht es dann aber nicht mehr um Energieeinsparung, sondern um das Manipulieren von Heizkostenverteilern vor allem durch Beziehen von Heizenergie aus den Nachbarwohnungen. Das passiert nämlich, wenn programmgesteuert ein Temperatur-Delta zwischen Wohnräumen erzeugt wird: Dann reißt der Thermostat in der Wohnung nebenan eben weiter auf. Die Gesamtenergie ist immer noch dieselbe, nur nicht auf der eigenen Abrechnung.

Das kann man immer wunderbar bei Leerstand beobachten, wo der Vermieter nicht etwa die Heizkosten der leerstehenden Wohnung trägt, wie er es gesetzlich eigentlich müsste, sondern alle Heizkörper darin auf Frostschutz stellt und die anliegenden Mieter für die kalte Wohnung mitzahlen lässt. Denn die Gebäudehülle verliert immer noch dieselbe Menge Energie abhängig von der Außentemperatur, auch wenn diese zuerst in die leerstehende Wohnung abfließt und dann erst nach draußen geht: Die Heizkörper in den übrigen Wohnungen werden einfach wärmer.
 
So einfach ist die Rechnung aber halt auch nicht. Du kannst ja nicht nur auf den Betriebspunkt der Heizungsanlage schauen. Wenn der für 9 Wohneinheiten ausgelegt ist, dann ja auch nur für eine bestimmte durchschnittliche Raumtemperatur. Es fordert aber jeder eine andere Temperatur zu anderen Zeiten an und somit läuft die Heizungsanlage nicht "optimal".

Nehmen wir ein Extrembeispiel: 1h am Tag 22 °C und die restlichen 23h 20 °C.
Es ist ganz sicher nicht günstiger 24h auf 22 °C zu heizen. Das ergibt einfach keinen Sinn.

Wie gesagt: Du widerspricht aktuell einfach der allgemeine Lehrmeinung.

Denn die Gebäudehülle verliert immer noch dieselbe Menge Energie abhängig von der Außentemperatur

Es fließt ganz sicher nicht die selbe Wärmenergie ab, wenn alle 10 Wohnungen auf 22 °C geheizt werden oder wenn nur die Hälfte auf 22 °C geheizt wird und die anderen deutlich kühler sind.
Natürlich haben die Wohnungen, die an einer unbeheizten angrenzen, dadurch einen etwas höheren Heizbedarf. Aber in Summe ist es nicht gleich. Die 5 Wohnungen heizen die nicht beheizten Wohnungen ja nicht auf 22 °C auf. Die haben nur einen erhöhten Wärmeverlust durch die unbeheizten Wohnungen.
 
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Mosed schrieb:
Es fordert aber jeder eine andere Temperatur
Das verschiebt nur Posten auf der Abrechnung. Die Heizungsanlage wird auch weiterhin nur soviel Energie ins Gebäude zuführen, wie es bei der aktuellen Außentemperatur verliert. Die größte Menge verliert es übers Dach. Die mit der wärmsten Wohnung verlieren die meiste Energie an ihre Nachbarn. Die Gesamtmenge Heizenergie innerhalb der Gebäudehülle bleibt naturgemäß gleich.

Da kannst du dich auf den Kopf stellen, den 1. Hauptsatz der Thermodynamik änderst auch du nicht.

Mosed schrieb:
zu anderen Zeiten an und somit läuft die Heizungsanlage nicht "optimal".
Nur die mit Stellmotoren an den Heizkörperventilen. Die bringen natürlich alles durcheinander.

Die meisten Bewohner haben einen Thermostat mit Flüssigfühler, der macht was er soll (und hoffentlich einen Vermieter, der Basteleien an der Heizungsanlage verbietet, ist nämlich sein Eigentum, nicht das des Mieters).
 
ebird schrieb:
Und warum äußerst Du Dich dann dazu? Wenn man keine Ahnung hat, dann .....
Weil es hier um die Tado X Thermostate geht und die betreibe ich in meinem bestehenden Thread Mesh und steuere sie über Home Assistant. Dazu braucht man keine Tado X Bridge, kein Apple, kein Google, keine Cloud und auch kein Abo. Auch wenn uns das deine Nebelkerzen weis machen wollen.
Ergänzung ()

Siebenschläfer schrieb:
Es läuft darauf hinaus: Jemand muss Geld einsparen und dafür Komfort einbüßen. Da kommt man rein logisch nicht bei jemand gibt extra Geld für Spielzeug und Abos raus.

Am Ende dreht es sich immer darum, Leuten für völlige Selbstverständlichkeiten noch ein zusätzliches Abo verkaufen zu können. Das wird auch bei Warmwasser irgendwann so sein, dass du dafür nochmal zusätzlich an irgendeinen Investment Fonds abdrücken sollst, oder du duschst eben kalt.

Du sparst nichts ein, sondern Milliardären reicht es nicht mehr, dir nur den Gasbrenner oder die Wärmepumpe nebst Gas oder Strom zu verkaufen. Du sollst bitte noch mehr zahlen oder leben wie im Mittelalter. Das ist glückliche Dasein im goldenen Westen des 21. Jahrhunderts.
Jetzt wird’s ziemlich ideologisch. Fehlt eigentlich nur noch dass du gleich aus dem Kapital zitierst.

Niemand zwingt dich zu Abos oder nimmt dir Warmwasser weg. Tado ist optionaler Komfort, kein Zwang und keine Grundversorgung. Wer das nicht will, lässt es einfach.

Energie war noch nie ein Wohlfahrtsprojekt. Neu ist nur, dass man heute seinen Verbrauch sehen und beeinflussen kann.

Alles andere ist kein Technikargument, sondern Weltbild.
 
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Siebenschläfer schrieb:
Die Heizungsanlage wird auch weiterhin nur soviel Energie ins Gebäude zuführen, wie es bei der aktuellen Außentemperatur verliert.
Das gilt ja nur, wenn man die Raumtemperaturen konstant halten will.
Der Satz ergibt auch in anderer Hinsicht keinen Sinn: Wäre das so, könnte man Räume nicht aufheizen. Denn wenn man nur so viel Energie zuführt, wie verloren geht, kann man nur die Temperatur konstant halten. ;)

Die Heizungsanlage wird maximal so viel Energie bereitstellen wie sie halt bereitstellen kann. Will man Räume aufwärmen, muss die Heizungsanlage mehr Energie bereitstellen, als sie an die Umgebung verliert. Und natürlich kann sie das auch.

Das hat auch nichts mit dem 1. Hauptsatz der Thermodynamik zu tun. Ich führe beim Heizen doch bewusst mehr Energie dem System zu. Es ist also kein System mit konstantem Energiegehalt.

Siebenschläfer schrieb:
Die Gesamtmenge Heizenergie innerhalb der Gebäudehülle bleibt naturgemäß gleich.
Also das ist doch wirklich Blödsinn.

Wenn ich in einem 20-stöckigen Haus 19 Etagen nicht beheize, brauche ich für die eine Etage doch nicht die selbe Heizenergie als wenn ich alle 20 Etagen beheize.

Die nötige Heizenergie für die eine Etage steigt an, weil die quasi zwei Außenwände mehr hat (stimmt auch nicht ganz, weil Decke und Boden immerhin Windgeschützt sind und nicht auf Außentemperatur abkühlen).
 
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Mosed schrieb:
Wenn ich in einem 20-stöckigen Haus 19 Etagen nicht beheize, brauche ich für die eine Etage doch nicht die selbe Heizenergie als wenn ich alle 20 Etagen beheize.
Du kannst nicht 19 Etagen "nicht beheizen". Es gibt nur eine isolierte Gebäudehülle. In einem fast leerstehenden Gebäude zu wohnen, ist deshalb die dümmstmögliche Idee und Garantie für eine völlig überhöhte Nebenkostenabrechnung. Hier kann man die doppelten bis dreifachen Heizkosten für übrige Etage veranschlagen, während die Heiz- und Betriebskosten der restlichen 19 Etagen dem Gebäudeeigentümer zufallen. Für den ist eine solche Vermietung deshalb auch völlig unwirtschaftlich und er wirft den übrigen Mieter deshalb am liebsten auch noch raus und schaltet die Heizungsanlage komplett ab.
 
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