Mosed schrieb:
Absolut niemand empfiehlt eine Absenkung um 10 °C. ^^
Es ist für das Beispiel völlig egal ob wir über 5, 10 oder 50°C reden, entscheidend ist die Zeit in der die Temperatur abfällt und sich die Wohnung nicht mehr "warm" anfühlt.
SB94 schrieb:
Vor allen Dingen ist sowas Sau teuer.
Ich bitte dich! Nicht immer auf irgendwelche "Sensationsmeldungen" hereinfallen. Mal eine Beispielrechnung:
Will man es nun drinnen wärmer haben als draußen – und das will man im Winter –, muss man folglich eine Temperaturdifferenz aufrechterhalten. Hat es draußen im Januar beispielsweise 2 Grad und soll es drinnen 20 Grad haben, ist es Aufgabe der Heizung, die fehlenden 18 Grad zu beschaffen. Beschränkt man sich auf kühlere 19 Grad, muss die Heizung entsprechend ein Grad weniger liefern. Und dafür auch weniger Energie aufwenden, nämlich nur noch 17 Grad erzeugen.
Mit etwas Mathematik – nämlich mit der Formel "((20-2)-(19-2))/(20-2)" – sieht man, dass hier im Vergleich tatsächlich 5,55 Prozent weniger Energie aufgewendet werden muss. Was den oben zitierten 6 Prozent Heizkosten-Ersparnis schon recht nahekommt.
Bleiben wir einfach mal bei den 6%, dann kannst du selbst mal auf der Abrechnung schauen, ob für dich der Betrag "schweineteuer" ist oder nicht. Ich wohne im Altbau, bei mir in der Wohnung sind immer mindestens 23°C, die letzte Gasrechnung betrug knapp 900€ (Gasetagenheizung).
Würde ich in den kalten Monaten freiwillig frieren oder ständig mit Winterklamotten in der Wohnung herumlaufen müssen und die Temperatur auf 21°C absenken, könnte ich 102€ im Jahr sparen. Schweineteuer? Die 8,50€ im Monat "gönne" ich mir einfach ohne mit der Wimper zu zucken.
Wann hatten wir in Deutschland denn mal den letzten kalten Winter? Das liegt schon einige Jahre zurück! Im Schnitt sehen die Heizkosten in Deutschland in etwa so aus...
https://www.adac.de/rund-ums-haus/energie/spartipps/heizkosten-haushalt/
Du musst also schon in einem "Tempel" wohnen oder in einem Haus mit löchrigen Wänden, damit deine Behauptung im Ansatz stimmen kann. Selbst mit einem geringen Gehalt werden die meisten 5-15€ im Monat problemlos stemmen können und mehr fällt im Monat auch im Schnitt nicht an, wenn man die Temperatur um 1-3°C anhebt.
Jetzt sind hierzulande selten nur 2°C draußen, bei höheren Außentemperaturen fällt die prozentuale Ersparnis etwas höher aus, da wird aber die Heizung grundsätzlich weniger Kosten erzeugen. Die tatsächliche Ersparnis, verbunden mit dem vergleichsweise großen Komfortverlust, ist schlichtweg in den meisten Fällen lächerlich gering.