TestDisk sehr langsam - Normal? Alternative?

Nukleus

Lt. Junior Grade
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Eine meiner Festplatten (4 TB) weist beim Status des "Boot" und "Backup Sectors" den Status "BAD" aus (laut TestDisk). Eigentlich war auf dieser Festplatte eine Partition, die mir jetzt in Windows nicht mehr angezeigt wird. Die Festplatte selbst wird noch korrekt erkannt. Normal sollte man in der Lage sein, die Wiederherstellung mit TestDisk (erkennt automatisch "GPT") versuchen zu können, allerdings läuft der Prozess (v7.1 unter Windows 10) sehr langsam ab. Der Vorgang "Analyse cylinder" benötigt schon alleine für nur 1% über eine halbe Stunde.

Hat vielleicht jemand eine Idee, woran das liegen beziehungsweise was man da machen könnte, außer das einfach "ewig" (~50 Stunden) weiter laufen zu lassen? Gibt es eine Alternative, die ähnlich zuverlässig wie TestDisk funktioniert und auch kostenlos verfügbar ist?

Ich hatte das Problem mit einer zerstörten Partitionstabelle vor vielen Jahren schon einmal, da ging die Rettung mit TestDisk wesentlich schneller, allerdings war es auch nur eine Festplatte mit maximal 1 TB. Die 4 TB Festplatte hatte ich zunächst in einer externen Docking-Station (USB 3), doch auch intern ändert sich an der Geschwindigkeit nichts.

Ohne weiteres würde ich erst einmal behaupten, dass die Festplatte sonst noch "normal" läuft und keine sonderbaren Geräusche von sich gibt, also vermutlich wirklich nur die Partitionstabelle kaputt ist. Sie ist jetzt nicht sonderlich alt, auch, wenn die Garantie glaube ich knapp abgelaufen ist. Äußerst wichtige Daten sind beziehungsweise waren zwar nicht drauf, die wären beziehungsweise sind bei mir gesichert, dennoch würde ich gerne auch die "nur ausgelagerten" Daten wiederherstellen. Ein zweites Laufwerk zur Sicherung hatte ich für diese bisher noch nicht.
 
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Das Wiederfinden der Partitionstabelle, wenn der Bereich wo die liegt i.O. und die Platte im MBR ist, geht schnell.
Wenn TestDisk allerdings die gesamte Platte sektorweise danach durchsuchen muss und die HDD eine Dynamische, dauert das halt.

Kein Backup?

BFF
 
S.M.A.R.T.: Status BAD - ist sehr schlecht, besonders wenn das Dateisystem schon beschädigt ist kann man eigentlich nicht mehr viel machen.. jeder weitere Schreibvorgang auf der HDD ist extrem schädlich!
 
Der in TestDisk angezeigte Status "BAD" bezieht sich doch aber auf den "Boot Sector". Da TestDisk "noch" viele Stunden läuft, habe ich soweit keine weitere Analysen (wie z.B. die der SMART-Werte) gemacht. Ich lasse TestDisk jetzt einfach mal durchlaufen und hoffe, dass das mit dem Abschluss des Vorgangs noch etwas bis Montag Abend wird. Wenn es fehlschlägt, sind die "ausgelagerten" Daten wohl leider weg, das ist dann bedauernswert, aber gerade noch verkraftbar. Alle anderen, wirklich wichtigen Daten sichere ich ja, wie bereits geschrieben. Nur für diese hatte ich halt gegenwärtig kein Laufwerk mehr zur Hand. Vielleicht sollte ich mir also demnächst noch eins mehr anschaffen, vielleicht auch gleich zwei, wenn die Festplatte jetzt tatsächlich "hinüber" ist... ;)
 
ähm, es wäre glaub ich schlauer, die platte vorher komplett zu clonen und dann auf der geclonten platte rettungs und restaurierungsversuche zu unternehmen.
dann murkst nämlich nur das clonprogramm einmal ewig lange rum und du kannst dann mit verschiedenen rettungstools wesentlich schneller auf der geclonten platte mehrere testläufe machen und riskierst vor allem keine weiteren ausfälle.
 
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Da hast du natürlich Recht.

Zwischenstand: Nach knapp 30% steht jetzt folgendes in TestDisk:

"check_FAT: Bad jump in FAT partition
check_FAT: Bad jump in FAT partition
Linux filesys. data [...]"

Erkannt und von TestDisk voreingestellt wurde, wie bereits geschrieben, "EFI GPT". Es handelt sich um NTFS.

Soweit ich mich erinnere und was meine ich auch schon in TestDisk vor dem Scan angezeigt wurde, wenn ich es richtig deute, sind zwei Partitionen drauf, eine kleine, die Windows erstellt und reserviert hat und meine eigentliche, genutzte Partition. Bisheriger Fehler war, wie ebenfalls schon geschrieben, nur der Status "BAD" bei "Boot Sector" und "Backup" beziehungsweise der Status "not identical".

Daher frage ich mich nun, was es mit den Meldungen oben auf sich hat, zum einen warum die Bezeichnung "FAT" und zum anderen was bedeutet "Bad jump in FAT Partition"? Was mich dann auch noch verdutzt, ist die Zeile mit "Linux filesys. data [...]". Wie kommt da jetzt was mit "Linux" zu Stande, wenn die Festplatte davon nie was gesehen hat?

Ich hatte vor dem jetzigen Scan auch schon einen Durchlauf mit "Advanced", "None", das dauerte gut 14 Stunden, führte aber zu keiner Lösung und zeigte keine neuen Erkenntnisse an, als die, die schon am Anfang angezeigt wurden.
 
für mich siehts so aus: dein boot sector ist corrupt, sprich er wurde mit irgendwelchen datenmüll überschrieben. das würde auch erklären, warum eine vermeintliche linux kennung detectiert wird, ich denke mal, er guckt da einfach an einer festen stelle nach einem hex wert und der ist durch das überschreiben halt zufällig ident auf linux (ist aber nur eine vermutung).
dass das backup des bootsectors nicht identisch ist, ist klar, das backup wurde ja im idealfall dann angelegt, als er noch nicht mit datenmüll überschrieben wurde.

der erste weg, (nach dem clonen...), den ich wagen würden (auf der geclonten platte :D ) , ist das backup der partitionstabelle zu nehmen und damit die kaputte zu überschreiben. danach kannst du den bootsector wieder herstellen lassen.
hab ich auch schon so gemacht, aber lass dir gesagt sein, wenn das einmal passiert, passiert das wieder, da ist dann eventuell der controler auf der platine der HDD im eimer. (es sei denn, du hast es selber mit irgendwelchen tools kaputt bekommen oder ein kryptotrojaner wollte anfangen seine arbeit zu verrichten und wurde unterbrochen ect (die für dich günstigste variante wäre, dass windows drann schuld war, weil es einen bösen crash in der speicherverwaltung im NTFS treiber während eines schreibvorgangs hatte, die chance ist aber nahezu null, d.h. die platte ist so oder so nicht mehr vertrauenswürdig und gehört nach der datenrettung als notfallplatte in den schrank)).
 
Dass da jetzt was "defekt" ist, wundert mich nicht, Windows hatte beim Trennen Probleme und dann gab das System der Festplatte wohl beim Herunterfahren den Rest. Tja, nach den oben genannten Fehlern bin ich mittlerweile eher skeptisch, ob sich die 3 Tage "scannen" am Ende noch lohnen... wahrscheinlich sind die Daten schon "abgeschrieben"... Ich würde ja sofort eine neue Festplatte kaufen, oder gleich zwei, damit ich auch bei dieser dann auf der sicheren Seite bin, aber wenn man sich nach einer neuen umschaut, gibt es da auch immer sehr viel Skepsis gegenüber der Haltbarkeit aktueller Festplatten... und viel Auswahl gibt es nicht (mehr)... :(
 
Ich glaube, meine Docking-Station könnte "einen weg" haben. Ich hatte gestern eine Festplatte zum Formatieren reingesteckt, das brach mittendrin, also nach circa 50% Fortschritt, einfach ab. Heute habe ich mit FreeFileSync versucht, mein Backup abzugleichen und da war mittendrin wieder Schluss. Oder glaubt ihr, dass das an Windows beziehungsweise den Treibern liegen kann? Ich habe die Docking-Station schon 1 Jahr und nie ein Problem gehabt, aber das kommt mir jetzt reichlich merkwürdig vor. Egal welche Festplatten drin sind, das Problem bleibt.

Was Windows und die Treiber betrifft, da ist eigentlich alles Notwendige in der jeweils aktuellen Version drauf, Windows (10) wurde gerade erst neu installiert, mit dem aktuellen Build vom Media Creation Tool. In den Energieeinstellungen hatte ich extra schon das automatische Festplatten-Ausschalten deaktiviert. Und die Kabel (Netzteil, USB 3.0) sitzen natürlich auch richtig beziehungsweise fest, also ohne Wackelkontakt.
 
achnaja, die skepsis ist sicherlich angebracht aber man kanns auch übertreiben. es gitb echt montagsserien...
auf der sicheren seite bist du, wenn du modelle von vor ~2 jahren kaufst, für die es gute statistiken und erfahrungsberichte gibt. ist eigenlich safe.
Ergänzung ()

> Ich glaube, meine Docking-Station könnte "einen weg" haben

oh, das hatten wir hier schonmal (mehrfach) und ich hatte damals auch einen link auf amazon zu einer solchen dockingstation gepostet, die dort laut userbewertung massig HDD'S gefressen hat !
 
War das ein bestimmtes Modell? Zufällig eins von Inateck?
 
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