Java Tipps um meinen Unterricht zu verbessern

ali7566

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Ola leute,

ich habe nun angefangen nachhilfe in Java zu geben und heute war meine ersten Nachhilfestunden, ich mache das zum ersten mal und mein Schüler hat in 5 wochen eine prüfung und kann seeeehhr wenig.

Trotz allem ist es mein Ziel ihn mit allen mitteln durch die Prüfung zu bekommen das er alles versteht und auch selbständig programmieren kann.

Meine frage ist nun an die Leute die sowas schonmal gemacht haben, wie kann man den Unterricht so gestalten das er für einen Schüler verständlicher wird, qualitativ besser wird und das im Endeffekt auch alles gut verstanden wird ?


Gruß Ali.
 
Behandel unbedingt nur die Basics und versuch ihm die wichtigsten Sachen erstmal klarzumachen:
Variablen,
if/else,
Schleifen,
Funktionen
Außerdem würd ich ihm ganz klar sagen: Man lernt programmieren nur durch selbst programmieren
 
Wie alt ist denn dein Schüler und wie selbstständig scheint er dir zu sein?
Pauschal zu sagen, welche Unterrichtsmethoden am besten Funktionieren kann man leider nicht.

Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass Aufgaben stellen und mit Hilfestellung lösen lassen fast immer ganz gut funktioniert, vorallem wenn das alles wohl portioniert ist. Das sorgt für nötige Glücksgefühle wenn etwas geschafft und verstanden worden ist.

Es gibt aber auch solche Fälle, in denen die Schüler schlichtweg die ganze Theorie bis ins Kleinste und Genauste reingedrückt brauchen und dann auch keine Probleme bei der Anwendung haben.
 
Bin jetzt seit 3 Semestern Tutor für "Softwareentwicklung und Programmieren" und ich hab da so meine Wehwehchen wenn ich höre dass es auf eine Prüfung zu geht und der zu Prüfende wenig Ahnung davon hat.
Das Problem ist, Programmieren ist nicht von heute auf Morgen zu lernen. Da kann man wenig auswendig lernen um es dann nach Schema f in der Prüfung abzurufen.

Versuch ihn dort abzuholen wo er gerade steht. Frag nach unten hin immer wieder rein warum er gewisse Dinge tut wie er sie tut und lass ihn regelmäßig praktische Sachen alleine machen, die du dann mit ihm besprichst. Was ich auf keinen Fall machen würde, ist eine Art "Unterricht", also vorne hin stellen und ihm irgendwas predigen. Das bringt nichts. Lass ihn mit seinen Fragen zu dir kommen. Wenn diese geklärt sind, Frage ihn gezielt Sachen die dir zeigen können ob ers verstanden hat oder nicht, denn erst dann weißt du wo du wirklich mit ihm arbeiten musst.
Wenn er es sich nicht vorstellen kann, greif zu banalen Analogien aus der wirklichen Welt.

Wie kuddlmuddl schon gesagt hat: Programmieren lernt man nur durch Programmieren...
 
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Erst mal must du drauf eingehen was er für die Prüfung brauch muss er eine Struktogramm machen oder muss er es als Programm umsetzten, oder hat er ein UML Diagramm was er umsetzten muss oder ob er nur aus einer Textaufgabe das Programm erstellen soll.

Dann soltest du noch einmal von vorne die einfachen Sachen erläutern wie Variable, Array , Methoden wenn er dieses alles verstanden hat gehst du weiter und läst ihn dazu ein paar aufgaben machen ( in der vorm wie er auch die Aufgaben Stellung in der Prüfung bekommen wird). Wenn er das alles schon kann wird es ja recht schnell gehen mit den aufgaben. Wenn nicht must du weiter ins Detail gehen und es ihm "für doofe erklären".

Wenn du mit den einfachen Grund Sachen fertig bist Solltest du ihm in die OOP Programierung einführen wie man Klassen erstelt, diese dann auch benutz. Dann soltest du da in Detail gehen das heißt was ist Public was ist private. Und dann zu Sachen wie Vererbung kommen ...

Wichtig bei allen Sachen ist das du schritt für schritt Testest was er kann und wo er noch nachhol bedarf hat. Wen er die Grund sachen kann kannst du ihn auch ein paar Struktogramme machen lassen das hilft den aufbau eines Programmes zu verstehen. Dieses soll er danach dann auch umsetzen so das er weiß was hat er gemacht und was ist vllt noch falsch ..


ps: ich hoffe ich konnte dir etwas helfen (auf Ideen bringen wie du einen recht persablen unternicht hinlegst) ;)

mdg Xidus


edit: hier noch vllt nen kleines nachschlage Werk http://openbook.galileocomputing.de/javainsel8/
 
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Um Programmieren richtig zu verstehen ist es meiner Meinung nach essentiell das er selber sehr viel programmiert!

Also lass ihn seeeehr viele Programme selber schreiben, am besten solche an denen er auch Spaß hat, bzw. welche die er selber schreiben möchte.
Das Interesse am Programmieren zu wecken ist wohl der schwierigste Teil daran.

Der Sprachumfang einer jeden Programmiersprache ist ja relativ gering und nach kurzer Zeit kommt es nur noch darauf an die erlernten Elemente richtig zu verbinden (zumindest für die Schul/Uni Prüfungen).

Das ganze in einer 45/60 Minütigen Nachhilfestunde zu machen ist eine echte Herausforderung ;)

Also in Summe:
Wecke das Interesse am programmieren beim Schüler durch schreiben von Programmen die er "cool" findet. Diese sollte er dann daheim Versuchen zu schreiben und ihr besprecht in den Stunden was schwierig daran war, wo die Probleme lagen und was man vll. besser machen kann.

PS: Mastermind ist relativ leicht zu programmieren (sowohl auf der Konsole als auch auf GUI). Viele Unis haben frei zugängliche Übungen für Java. Da könntest du auch mal nach Beispielprogrammen/Skripts suchen, die können dir nochmal Denkanstöße geben.
 
Danke für die vielen Antworten:

Das problem ist das ich erst letzte woche kontaktiert wurde wegen der Nachhilfe und das leider jetzt alles knapp wird.

Ich habe auch explizit gesagt das er selbst programmieren muss da es sonst nichts bringt.

Ein weiteres Problem ist das so gewisse sachen wie eine Main methode zu schreiben schwierigkeiten bei ihm macht, da sie in der Schule immer nur vorgefertigten code benutzen.

Ich habe mir das jetzt so überlegt:

1. Ich schicke ihm aufgabenstellungen als E-mails
2. Er macht sie
3. Ich bespreche sie mit ihm
4. Ich gehe Themenmässig einen schritt weiter.

Ich werd so wie es aussieht immer 3 mal die Woche Nachhilfe geben.

Ich habe mir mal die Materialien angeschaut und habe den leichten verdacht das der Unterricht für den die dort bekommen für die Füße ist.

@altmeisterlich: Danke das war das Stichwort: "interesse wecken". Ich glaube das ist echt die beste Methode um da vowärts zu kommen.
 
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Wie die anderen schon geschrieben haben Programmieren lernt man nur durch üben. Bin selbst gearde dabei Java zulernen und habe mir jemanden gescuht der mir Nachhilfe geben kann. Nur haben wir uns so geeinigt, dass ich die Prog. Übungen soweit wie möglich selbst löse und erst wenn Probleme auftauchen, das man sich dann zusammensetzt und schaut was es hängt.
 
Hausaufgaben sind wohl so ziemlich das nützlichste.
Er muss sich das selber erarbeiten, das ist beim Proggen wohl das wichtigste.
Und dann bei den Terminen besprechen und Unklarheiten klären.
Mir z.b. Hilft oft ein A4 Blatt oder ähnliches, mit den Wichtigsten Funktionen.
Fremden Code entschlüsseln hilft auch zu verstehen und zu lernen.
Aber alles step by step, es ist auch wichtig nicht zu schnell zu machen, damit der Schüler alles versteht und nicht resigniert.
 
also von grundauf alles erklären.
Was ist ein konstruktor, was sind klassen, was muss unbedingt drin stehen.
danach was sind variablen, objekte, methoden etc.

frage nebenbei: wie alt ist der proband denn?
vielleicht kannst du ihm ja ein video²brain oder GalileoComputing Video nahelegen, mir hat es sehr geholfen.
Allerdings habe ich freiwillig angefangen (nich von der schule aus) programmieren zu lernen, ich denke wenn es freiwillig ist und man enthusiastisch ist klappt das viel besser als nur durch die prüfung kommen zu wollen.

MfG
NoMad
 
nix gegen TE xD bin aber grad beim Java lernen und Java ( finde ich (!) ) kann man nicht durch Nachhilfe erlernen ,sondern nur Lücken im Wissen behandeln und "Perfektionieren". Java lernt man erst durch selbst lernen. Sei es durch Bücher oder durch das Internet. Im Moment lerne ich Seite für Seite / Kapitel für Kapitel hier auf dieser Seite : http://www.gailer-net.de/tutorials/java/java-toc.html

Nur zu empfehlen ! Super erklärt ! Man muss jedoch einen Grundwissen haben ,was dem technischen Informatik Basics angeht ( Bit / Byte / xbit / ybit / Wertebereich u.s.w. ) .

Du kannst ja dort Seite für Seite mit ihm abarbeiten ( Ihn einen Startschuss geben ). Wenn er über etwas stolpert ,wo er nicht weiterkommt, dann "helf ihn auf" ;-) !
Dort sind auch Programmieraufgaben / Quiz u.s.w. ! Sehr nett gestaltet !

Es wird folgende java version behandelt : Java Version 5

Hoffe ich konnte dir weiterhelfen ! :D
 
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Anstatt den Schülern gleich in der ersten Stunde mit Java-Spezifischen Kram zu bombadieren, sollte man vielleicht erstmal anfangen, denen den Sinn und Zweck von OOP zu erklären. Also was sind Klassen, Vererbungen, etc.? Und dann darauf weiter aufbauen.
Es bringt doch nichts, denen gleich die Syntax zu erklären, wenn sie nicht einmal was mit dem Begriff "Klasse" was anfangen können. Unter Java sind Variablen sind ja auch nichts weiter, als Klassen.
 
sehe ich anders: erstmal variablen, dann verzweigung, dann schleifen, dann methoden, dann klassen. vererbeung wird erst später nötig. immer wieder zwischendurch neue datenstrukturen einführen, zB felder, hashmaps, listen etc

und die primitiven variablen sind keinesfalls instanzen von klassen
 
Wenn du ihm Übungen zu bewältigen gibst, dann lass es einfache Übungen sein (können ja dann auch mehrere sein, um auf das richtige Pensum zu kommen). Schnelle Erfolgserlebnisse motivieren sehr stark. Also erst mal kleckern und später dann klotzen.

Ihn jetzt mit Theorie zu zu bomben, wie es einige hier vorschlagen, bringt gar nichts. Versuch es eher so, dass du ihm zu einfacheren Problemen Fragen stellst, die er, so weit er kann, beantworten soll. So bringst du ihm so nebenbei die Theorie dabei, ohne dass es zu trocken wird. Wenn es zu trocken wird, dann schaltet er ab. Die Kunst ist jetzt allerdings, die richtige Mischung zwischen Theorie und Praxis zu finden.

@Whiz-zarD
Als man mir Java beigebracht hat, hat man mir erst nach einem halben Jahr den Unterschied zwischen statisch und dynamisch erklärt und mir die Vererbung beigebracht. Man muss nicht immer gleich die komplexeren Themen ran nehmen, das verwirrt eher.
 
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