News Überführt: Amazon kauft seltene Bücher für KI-Training und zerstört sie

Gönndalf schrieb:
Ganz einfach, Boykott Amazon
Jein, Boykott alle ki Buden, die haben alle dreck am stecken und sind eine neue Seuche.... Weiß nicht warum die immernoch gefeiert werden.... Die bringen uns den normalen Bürger kaum Vorteile, ja bessere Suchmaschine ok aber sonst?

"die ki erleichtert meinen Beruf und hilft mir" Nein solange es keine Gesetze dagegen gibt das ki Jobs übernimmt trainiert man damit seinen eigenen Ersatz

Alles wird durch ki unsäglich teuer nicht nur Hardware die allein schon 4x teurer geworden sind nein auch Strom und Wasser wird dadurch teurer wo sich die plagen ansiedeln

Unternehmungen die zuvor versucht haben Klima neutral zu werden interessiert das nicht mehr....

Und wenn es noch keiner mitbekommen hat die techfirmen und ki Buden schaukeln Sich gegenseitig hoch, ki Buden kaufen Hardware wie blöde, techfirmen zb nv investieren in ki wie blöde worauf ki Bude weiter Hardware kauft, dann kommt nvidia und treibt weitere Investitionen in ki voran diesmal mit anderen.... Das stinkt zum Himmel
 
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Das Wort vernichten wird hier doch stark zum negativen Framen verwendet.

Wenn die KI die Bücher kennt, kann das Wissen von jedem genutzt werden.

Wenn das Buch irgendwo steht wo es niemand liest, findet es auch keiner. 😊

Man könnte genauso schreiben: „Seltene Bücher werden gescannt um das Wissen für jeden verfügbar zu machen“

Aber ne, negativ zieht besser…
 
Gönndalf schrieb:
Ganz einfach, Boykott Amazon! :hammer_alt:

Und das nicht erst seit heute.
Leichter gesagt als getan, wenn sich Amazon durch Gemütlichkeit in den Alltag gefressen hat.
Die meisten Händler verkaufen leider exklusiv über den Marketplace (schaue vorher schon immer bei Kaufland oder Ali) und AWS hostet jeden zweiten Content, selbst in der Firma nutzen wir leider AWS (nicht meine Entscheidung) weil es so schön bequem ist.

Ein Aufruf an den Kunden bringt im Kapitalismus nichts, wenn ein Unternehmen so eine Marktmacht hat, muss eigentlich das Kartellamt eingreifen. Das haben wir aber ebenfalls von Unternehmen unterwandern lassen. Da beißt sich die Katze in den Schwanz....
 
Diablokiller999 schrieb:
Leichter gesagt als getan, wenn sich Amazon durch Gemütlichkeit in den Alltag gefressen hat.
Die meisten Händler verkaufen leider exklusiv über den Marketplace (schaue vorher schon immer bei Kaufland oder Ali) und AWS hostet jeden zweiten Content, selbst in der Firma nutzen wir leider AWS (nicht meine Entscheidung) weil es so schön bequem ist.
Ich bestelle alle Jubeljahre mal was bei Amazon denn meistens ist der Kram woanders billiger.
Diablokiller999 schrieb:
Ein Aufruf an den Kunden bringt im Kapitalismus nichts, wenn ein Unternehmen so eine Marktmacht hat, muss eigentlich das Kartellamt eingreifen. Das haben wir aber ebenfalls von Unternehmen unterwandern lassen. Da beißt sich die Katze in den Schwanz....
Ohne den ganzen Tinnef von Amazon lebt es sich auch gut.
 
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HardRockDude schrieb:
Das frage ich mich gerade auch. Werden dort Bücher genommen, die sehr alt sind und/oder von denen es nur exakt ein Exemplar gibt?
Sehr alte ja schon mal nicht, wenn es wie berichtet um Bücher mit ISBN geht. Und selten heißt halt eigentlich auch mit hoher Wahrscheinlichkeit, dass sich kaum jemand dafür interessiert hat - sonst habe es vermutlich eine größere Auflage davon.
 
aid0nex schrieb:
Nach deutschem Recht ist diese Wissensvernichtung btw illegal, das erklärt die Tagesschau in ihrem Artikel auch - aber nach amerikanischem/kanadischen halt nicht.
Das ist so nicht ganz richtig und was der Verein des Buchhandels als auch die Antiquare hier schreiben ist so auch nicht richtig.

Das Thema wird an der Stelle leider komplexer und muss in zwei Sachverhalte getrennt werden.

Die Handlung die Buchbindung zu lösen und das Buch Seite für Seite zu digitalisieren ist auch in Deutschland erlaubt und stellt keine verbotene Handlung dar. Auch die anschließende Vernichtung des physischen Mediums nicht.

Das Problem ist das, was darauf folgt: Das erstellen weiterer „Kopien“ ohne das Amazon die Rechte dafür hat. Und dieser Streitpunkt ist leider bereits älter und war immer ein Problem. Nur bei KI trägt es jetzt durch die erneuten Verwertung der Texte richtig zu Tage.
 
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Krazee schrieb:
Ich frage mich, wie erheblich so ein kleiner Unterschied von einem Buch sein kann. Also im Kontrast zum Wissen der Menschheit. Sicher kann ein Buch eine Religion und massiven Einfluß ausmachen. Doch im quantitativen Umfeld von KI? Spielt das da so eine Rolle?
Im Moment kann man LLM nur durch mehr noch mehr Lernmaterial verbessern. Das Internet und alle zugänglich legalen und nicht so ganz legalen (siehe Nvidia und Anna's Archive) sind abgegrast.

Das Internet wird zudem zu einer schlechten Quelle, weil zuletzt viel AI slop hinzugekommen ist, was zum trainieren unnütz ist.

Auch sind nur Bücher vor 2022 (2020?) blind zu gebrauchen, weil die garantiert Slopfrei sind.

 
cruse schrieb:
Naja wir wissen nicht ob und wie viel Wissen hier verloren geht.
Es geht nicht verloren nach der Verbrennung, es wechselt den Aggegratszustand. Digital musst du dann das Wissen später kaufen welches bis dahin nur herum lag irgendwo. Und vermutlich kann Geschichtswissen dann auch digital umgedeutet werden wenn es ein Autokrat mag. KI Abfragen sind im Moment nur Gratis weils es manifestiert werden soll in allen Bereichen der Menscheit. Ist es etabliert und gibt es keine alten Bücher mehr als analoge Alternative muss man zahlen wenn man etwas braucht, z.B. zum Studium von irgendwas...
 
Der Bericht ist hochinteressant. Es handelt sich laut Bericht um seltene Bücher aus der Zeit seit der Einführung von ISBN. Viele dieser Bücher dürften also im Grunde längst dem sozialen Vergessen preisgegeben gewesen sein, jetzt erfahren sie im Zuge des KI-Booms bis zu einem gewissen Grad eine Reaktualisierung durch Digitalisierung des analogen Mediums Buch. Man könnte einerseits argumentieren, dass möglicherweise dadurch der Menschheit auf dem Umweg über KI relevante Ideen oder Theoreme erhalten bleiben, die ansonsten verloren gehen würden. Andererseits ist kaum zu durchschauen, was diverse KI-Firmen mit diesen nahezu vergessenen Sinnreserven anfangen werden und inwiefern sie deren Relevanz bewerten. Besser wäre es wohl gewesen, wenn sich eine Institution wie die Deutsche Nationalbibliothek um die digitale Archivierung dieser Bücher gekümmert hätte. Dafür wäre aber jetzt vermutlich immer noch Zeit, sofern diese KI-Firmen tatsächlich immer nur ein Exemplar pro Buch digitalisieren und beim Scannen vernichten.
 
Sgt.4dr14n schrieb:
So eine ähnliche News gab es doch erst vor Kurzem und da wurde ich noch in den Kommentaren angefeindet. :freak:
Hier ist es zum Glück selten, aber so traurig deswegen kommentiere ich bei größeren Seiten wie Gamestar bei Youtube gar nichts mehr, ist einfach die Zeit nicht wert. Weil dann sowieso nur dumme Kommentare zurück kommen. Habe auch schon in den letzten 4 Wochen 50 Leute bei Youtube gesperrt.
 
Flyerdommo schrieb:
Es handelt sich laut Bericht um seltene Bücher
Was überhaupt nicht belegt ist und vermutlich nur ein framing ist. Bücher aus der Neuzeit (mit ISBN) sind Massenware und eher das Gegenteil von selten.
 
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Micha- schrieb:
Bücher aus der Neuzeit (mit ISBN) sind Massenware und eher das Gegenteil von selten.
Das stimmt so nicht. Nahezu alle Dissertationen etwa werden in Kleinstauflagen hergestellt und haben trotzdem seit Jahrzehnten schon eine ISBN.
 
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MichaG schrieb:
Edit: Ein neuer Abschnitt zur Definition von "selten" steht jetzt drin.
Danke Dir.

Auch ihm verlinkten Ars Technica Artikel wird ausschließlich von einem nachverfolgten, getaggten Buch und einer Debatte über dessen Bedeutung auf Reddit diskutiert wird.

Für mich ist ohne weitere quantitative und qualitative Information eine Bewertung schwer, für "Empörung" reichen mir, unabhängig des Kontexts KI, die genannten Fakten nicht aus.

Handelt es sich um z. B. so etwas wie Dorfchroniken, die eine/wenige Personen in 20-jähriger Freizeitaktivität zusammengetragen und in einer Kleinstauflage von 150 Exemplaren herausgebracht haben, weil sie eh' nur mit maximal 50 Interessenten gerechnet hatten?
Oder geht es auch um Bücher, die früher in die Kategorie "Groschenromane" ("literarische" Fließbandarbeit gibt es auch schon immer) fielen - die zwar viele Menschen lasen (konsumierten), aber dennoch danach entsorgten?
Oder die 5. Auflage von "Chemie, Charles E. Mortimer" aus 1987?

Mein Wunsch an Amazon allerdings ist: Versucht bitte die gescannten Bücher, die (schon lange) nicht mehr produziert/verlegt werden, in "irgendeine" (oder viele) Archivlösung einzubringen. Was mich nicht interessiert, interessiert sicherlich andere Menschen. Geld habt ihr dafür.
 
Zuletzt bearbeitet: (Formulierung)
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Flyerdommo schrieb:
Nahezu alle Dissertationen etwa werden in Kleinstauflagen hergestellt und haben trotzdem seit Jahrzehnten schon eine ISBN.
Richtig. Die ganze Diskussion ist aber müßig, weil es (in D) das Pflichtexemplarrecht gibt...
 
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Eigentlich keine Nachricht. Die Bücher sind wie der Artikel erwähnt in keiner Weise kulturell wertvoll, sondern einfach Ladenhüter im Modernen Antiquariat. Und verschwinden tut so auch kein Buch aua Deutschland, die DNB hat jeweils ihre Pflichtexemplare, oftmals auch die jeweiligen Landesbibliotheken.

Und zur Vernichtung: Was glaubt ihr alle, was Bibliotheken tagtäglich machen? Wie viele Bücher jeden Tag auf dem Wertstoffhof landen? Oder geschreddert zu Isoliermaterial für Häuser werden 😂

Bücher sind auch nur Produkte. Man muss da nicht faktenfrei sentimental sein, nur weil man Amazon oder KI doof findet.
 
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MDM schrieb:
Die ganze Diskussion ist aber müßig, weil es (in D) das Pflichtexemplarrecht gibt...
Wieso macht das Pflichtexemplarrecht die ganze Diskussion denn überflüssig? Das verstehe ich nicht und bitte um Erklärung.
 
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@Flyerdommo Weil der (ich mag es schon gar nicht mehr schreiben) "Redakteur" und sein "Artikel" suggerieren, dass hier Weltkulturerbe unwiederbringlich und für alle Zeiten vernichtet wird. Dabei geht es um besseres Klopapier.
 
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