@ Zwirbelkatz
Hast mich ja gut seziert...
Liegt der Wunsch nach billiger Arbeitskraft an Sozialhilfeänderungen oder vllt. doch lieber an der Einhaltung von ShareholderValues?
Worum es mir im Grunde geht? Mir geht es darum, dass 1€-Jobber, welche nicht selten gesehen sind, für ihre Arbeiten nicht ausgebeutet werden, sondern stattdessen einen Arbeitsplatz zugewiesen bekommen, der zwar u.U. die gleiche Tätigkeit vorsieht, aber deutlich besser bezahlt wird. Auf diese Weise würde ein 1€-Jobber, der mitunter zeitgleich auch Hartz-IV erhält, den Steuergeldern des Staates nicht zur Last fallen.
Mehr Fachkräfte sollen mehr Geld bekommen, aber die Bonzen sich nicht die Taschen vollstopfen? Wer ist denn ein Bonze?
Wikipedia: Bonze <-- Zu betrachten als Gedankenstütze!
Bonzen sind in meinen Augen bsp. "Manager" oder Geschäftsinhaber, die sicherlich ihren Job machen - sei einmal dahingestellt. Im Bezug auf Fixum, Provision sowie sonstiger Vergütungen steht eine solche Person aber alle male besser da, als im Gegenzug dazu der kleine Mechaniker am Band, dem nach einer 12-stündigen Nachtschicht durchaus mal der Rücken schmerzt. Der kleine Mechaniker soll im Falle des "Wenn" auf Urlaubs- oder Weihnachtsgeld verzichten. Abgesehen von der einmaligen Steuerrückzahlung im Jahr wohl die einzigen beiden Monate, in denen es einem solchen Mitarbeiter finanziell einmal halbwegs gut geht.
Als Beispiel:
Ich besitze 2 Facharbeiterbriefe (Chemikant sowie Industriemechaniker MS), einen uneingeschränkten Staplerschein sowie Schweißerscheine.
Und ich soll bei einer Zeitarbeitsbude für 7,50€
brutto die Stunde arbeiten gehen, weil unser Staat nicht in der Lage zu sein scheint, einen Mindestlohn in Höhe von beispielsweise 7,50€ für Nicht-Facharbeiter einzuführen? Man tritt den Zeitarbeitsbuden hinsichtlich ihrer ureigenen Tarifpolitik ja nicht einmal auf die Füße.
Und soll ich dir einmal ausrechnen, wie viele Stunden ich beim oben genannten Stundenlohn arbeiten muss, um eine 5-köpfige Familie zu ernähren? Glaub mir, das sind ein paar und lange hält man dies nicht durch.
Habe ich hinter mir als ich noch auf Montage war... 260, 270 sogar 290 Stunden im Monat habe ich gearbeitet für umgerechnet nicht ganz 1700,-€ netto bei Steuerklasse 3. Oh, ich vergaß, derartiges Vorgehen ist gesetzeswidrig und schreit förmlich nach einem Freizeitausgleich - da gab es aber keinen!
Keine Sorge, ist nicht böse gemeint!
Aber man muss hin und wieder auch berücksichtigen, dass es Menschen gibt, die durchaus arbeiten wollen, ausreichend genug qualifiziert sind und dennoch von unserem Staat verar...t werden. Ich mache es dem Staat nicht einmal zur Gänze zum Vorwurf, aber in Anbetracht der Tatsache, dass alles um uns herum immer teurer wird - die PC-Komponenten einmal außen vor gelassen - und man sich darüber wundert, dass die Kaufkraft des Arbeitnehmers immer weiter zurückgeht, so sollte man doch langsam einmal darüber nachdenken, woran es liegen könnte... wenn nicht an den Mickey-Mouse-Löhnen!
Dies ist der explizite Grund, weswegen ich für die Einführung eines Mindestlohnes bin, welcher finanziell durchaus realisierbar wäre, würden genannte Bonzen ihre Millionengehälter einmal dezent nach unten schrauben, statt stetig nur aufwärts.
Ich schon. Allein um Rechte Mächte nicht wieder aufkommen zu lassen.
Verkörpert durch die NPD? Dem stimme ich dann zu!
Über 13,9% der Deutschen leben bereits unterhalb der Armutsgrenze!
...daher die eigentliche Zahl...
...die gute alte Morgenpost...
Bundesweit reichen die Extreme von 7,4 Prozent in Schwarzwald-Baar-Heuberg bis zu 27 Prozent in Vorpommern.
Nach der Hilfe liegen mir bekannte Zahlen bei ca. 5%. Und auch das ist ganz klar ermessensabhängig und unsere Armut ist in wenigen Fällen eine absolute Armut.
Grundsätzlich stimme ich dir zu, aber definiere mir Armut in diesem Zusammenhang!
Ich habe 3 Rechner zu Hause stehen und es gibt hin und wieder durchaus Monate, in denen ich nicht weiß, was bis Ende des Monats zu Essen auf dem Tisch steht. Bin ich jetzt wirklich "arm", oder flaniere ich lediglich im Glauben arm zu sein, wobei ich grundsätzlich ja reich bin?
Wieso soll ich suchtkranke unterstützen?
Nein, ich kann nicht sagen, dass du diese Menschen unterstützen sollst, sofern du nicht dazugehörst. Man sollte aber berücksichtigen, dass es durchaus noch ein paar Millionen Raucher in Deutschland gibt - Tendenz fällt. Und dass sich unser Staat in Form der Tabaksteuer durchaus gut daran tut, was ansonsten andere Steuererhöhungen erst wieder ausgleichen müssten... Hm... Ich weiß nicht recht, man kann dies durchaus aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten.
Stimmt, dass heißt aber nicht, dass man für Sicherheit (und Luxus) seine Freiheit aufgeben soll.
Nein, auf gar keinen Fall! Aber man darf zeitgleich nicht stur nach vorne sehen, wenn es auch ein Links und Rechts gibt. Was nun wiederum kein Vorwurf, als vielmehr ein Appell sein soll.
PS: Wie gesagt, dies hat nun nichts mit persönlichen Differenzen zu tun, sondern spiegelt lediglich meine persönliche Auffassung hinsichtlich eigener Erfahrungen und Prioritäten wieder. Also, bitte nicht krumm nehmen!
