Unterschied zwischen Bitlocker und Verschlüsselung

Dann macht doch mal bitte nicht die Pferde scheu mit Aussagen wie Win 11verschlüsselt alles automatisch. 🤣🤣 bekomme ja noch einen Herzinfarkt hier... 😁
 
polizei schrieb:
Dann macht doch mal bitte nicht die Pferde scheu mit Aussagen wie Win 11verschlüsselt alles automatisch
Dann lies halt richtig. Es wurde geschrieben, wenn die Voraussetzungen gegeben sind.
Eine davon ist das nutzen des Microsoft Kontos
 
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Und da bei Neuinstallationen die Verwendung/das Anlegen eines Microsoft-Kontos nun Standard (und ohne Tricks nicht mehr umgehbar) ist, wird auch die Geräteverschlüsselung standardmäßig aktiviert.
 
Ich habe kürzlich Windows PRO komplett neu installiert, auf aktuellster Hardware und es wurde trotz Online Konto , KEIN Bitlocker aktiviert oder vorbereitet (zumindest steht es für alle Laufwerke auf Bitlocker deaktiviert)
Das ist zwar schon mal beruhigend, ABER auf einigen anderen Systemen (in unserer Firma) hat sich unerwartet und unbemerkt auf bereits laufenden Systemen unbemerkt der Bitlocker aktiviert.
Und DAS ist sogar noch schlimmer als eine Aktivierung bei Neuinstallation.
 
PC295 schrieb:
Du kommst da noch an deine Daten (außer mit Linux)

Also muss ja was aktiv sein, was den Zugriff verhindert da verhindert, und das alleine ist ja schon kritisch wenn das automatisch passiert
 
Sebbi schrieb:
Also muss ja was aktiv sein
Genau. Die Verschlüsselung wird durchgeführt, jedoch nicht aktiv gestellt.
Das entspricht auch den Zustand "Bitlocker anhalten" (z.B. für UEFI-Updates oder Hardwareänderungen). Hier wird einfach ein "Clear Key" auf dem Datenträger gespeichert. Windows kann diesen lesen und den Datenträger freigeben. (geht auch Extern, auf einem anderen Computer oder über PE)

Durch Deaktivierung der Geräteverschlüsselung kann dieser vorbereitete Zustand komplett deaktiviert werden:

Geräteverschlüsselung_MSKonto.png



Geräteverschlüsselung_Entschlüsselung.png
 
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PC295 schrieb:
Die Verschlüsselung wird durchgeführt, jedoch nicht aktiv gestellt.

das wiederspricht sich! entweder sind die Daten verschüsselt oder nicht.

Wenn ohne Userinteraktion die Daten auf einen Datenträger verschlüsselt werden, der nicht von selbst intern verschlüsselt, ist das eine Bevormundung und eine Gefährdung der Daten, wenn im Fehlerfall ein Defekt den Einsatz einer Datenrettung notwendig werden lässt.
 
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Sebbi schrieb:
Wenn ohne Userinteraktion die Daten auf einen Datenträger verschlüsselt werden, der nicht von selbst intern verschlüsselt, ist das eine Bevormundung und eine Gefährdung der Daten
Die Interaktion nimmst du im Standardfall mit dem Login in dein MS-Konto während der Installation vor.
Da passiert nichts heimlich. Einen enstpr. Hinweis findest du in der Anmeldeaufforderung:

Bitlocker_11-24h2.png

Das man sich hier Tricks behilft, die den Konto-Zwang umgehen, hindert Windows nicht die Verschlüsselung schonmal vorzubereiten.

polizei schrieb:
Was ist denn damit gemeint?
Was genau?
 
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PC295 schrieb:
Die Verschlüsselung wird durchgeführt, jedoch nicht aktiv gestellt.
Das stimmt nur bedingt, s. Beitrag #24
Ich kann das nicht bestätigen, im Gegenteil.
 
Was ist gemeint mit "Vorbereitung einer Verschlüsselung" oder "nicht-aktiv-Stellung" einer Verschlüsselung? Was soll der Unterschied zwischen unverschlüsselten Daten sein und solchen, bei denen die Verschlüsselung bloß "noch nicht aktiv gestellt" ist?
 
Nightmanager schrieb:
Das stimmt nur bedingt, s. Beitrag #24
Die Geräteverschlüsselung und Bitlocker sind zwei paar Schuhe, auch wenn technisch gesehen gleich funktionieren. Sie unterscheiden sich von ihrer Arbeitsweise und Funktionsumfang:

Betrachte folgenden Screenshot (Win 11 Pro):

Unbenannt.png


Hier ist die Geräteverschlüsselung aktiv. Das siehst du auch in der Datenträgerverwaltung (Bitlocker-verschlüsselt).
In der Bitlocker-Verwaltung kannst du unabhängig davon trotzdem Bitlocker aktivieren. Dann erscheint ein Auswahlfenster mit der Frage wo du den Wiederherstellungsschlüssel speichern willst. Außerdem kannst du eine PIN, der beim Hochfahren abgefragt wird, festlegen - sofern konfiguriert (in den Gruppenrichtlinien).
In der Bitlocker-Verwaltung steht sogar schon, dass C: verschlüsselt ist (weil eben die Geräteverschlüsselung die physische Verschlüsselung an den Datenträger schon vorgenommen hat.)

Anders als bei der Geräteverschlüsselung erhalten Bitlocker-verschlüsselte Laufwerke auch das charakteristische Bitlocker-Laufwerkssymbol im Windows Explorer:

Bitlocker1.png
 
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PC295 schrieb:
Die Interaktion nimmst du im Standardfall mit dem Login in dein MS-Konto während der Installation vor.
Ja korrekt, aber in 90% der Fälle wird man genau hier in die Irre geführt.
Ich verschlüssel die Daten, das wird suggeriert und nicht Microsoft .
Und DAS geht gar nicht.
ICH allein entscheide , ob ich MEINE Daten schützen möchte oder nicht!
 
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polizei schrieb:
Was ist gemeint mit "Vorbereitung einer Verschlüsselung" oder "nicht-aktiv-Stellung" einer Verschlüsselung?
Du musst dir das vorstellen wie ein Haustürschloss bei der man einfach den Schlüssel stecken lässt.
Diese Aufgabe übernimmt bei der Geräteverschlüsselung der Clear Key, der auf dem Datenträger liegt.
Ergänzung ()

Nightmanager schrieb:
ICH allein entscheide , ob ich MEINE Daten schützen möchte oder nicht!
Bei Android gibt das auch schon seit einigen Android-Versionen, auch einige Linux-Distributionen sind ab Installation an verschlüsselt - es ist jetzt also keine Erfindung Microsofts.

Aber richtig, die Kommunikation seitens Microsoft ist diesbezüglich unterirdisch. Da ja viele doch überrascht sind, wenn plötzlich nach einem Wiederherstellungsschlüssel gefragt wird.
 
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PC295 schrieb:
Du musst dir das vorstellen wie ein Haustürschloss bei der man einfach den Schlüssel stecken lässt.
Diese Aufgabe übernimmt bei der Geräteverschlüsselung der Clear Key, der auf dem Datenträger liegt.
Achso. Windows überlegt sich schon mal vorher, nach welchen Regeln bestimmte Daten verschlüsselt werden, falls sie verschlüsselt werden sollen. Naja ich gehe einfach mal davon aus, dassdie Programmieren da irgendwie einen Sinn drin gesehen haben. 😅
 
Hmm hier wurde ne Menge geschrieben in dem Thread, zum Teil auch Dinge die mich verwirrt hatten. Noch mal zum Eingangspost, ich habe die Begrifflichkeiten für mein Verständnis immer so abgegrenzt, man möge mich korrigieren wo ich falsch liege:

"eine Verschlüsselung" ist entweder der Vorgang des Verschlüsselns, oder das Resultat der Arbeit einer Verschlüsselungssoftware, nämlich verschlüsselte Daten. also solche Daten, die man ohne Schlüssel nicht mehr in den ursprünglichen (=lesbaren) Zustand versetzen kann.

"eine Verschlüsselungssoftware" ist ein Programm wie Bitlocker (bei Windows schon dabei) oder Veracrypt oder was auch immer man nehmen will, mit dem man Verschlüsselungen durchführen kann.

Dass Windows sein eigenes Produkt gerne auch verbal zum Standard erheben möchte (Bitlocker und "die Geräteverschlüsselung" synonym benutzt) überrascht mich nicht.

AES, Serpent, Twofish, etc. sind Verschlüsselungs-Algorithmen, die die Umrechnung von Daten in unlesebares Wirrwar und zurück mathematisch vollziehen. Solche Algorithmen muss eine Verschlüsselungssoftwarwe benutzen, sonst kann sie ihren Job nicht tun :-)
 
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PC295 schrieb:
Hier ist die Geräteverschlüsselung aktiv.


Anders als bei der Geräteverschlüsselung erhalten Bitlocker-verschlüsselte Laufwerke auch das charakteristische Bitlocker-Laufwerkssymbol im Windows Explorer:


tbh für mich ist und bleibt das das gleiche: Ich kann nicht auf die Daten drauf zugreifen, wenn ich ein anderes OS nutze, egal ob nun Bitlocker oder nicht. Damit sind meine Daten verschlüsselt und im Zweifelsfall bei Problemen verloren.
Wenn MS oder auch ein anderer Hersteller das auf einen auswechselbaren Datenträger vornimmt, ohne mich zu fragen, ob nun Geräteverschlüsselung oder Bitlocker oder sonst welche Zugriffseinschärkungen, die eine Datenrettung unmöglich machen, dann ist das ein Grundsatzproblem.
 
Vielleicht sollte man noch anmerken, falls jemand das nicht weiß und gerne wüsste, mit Bitlocker als Sicherheitssoftware nutzt man für potentiell sicherheitsrelevante Aufgaben die Software eines US-Unternehmens- welches den Quellcode der Software im Zweifelsfall der US-Regierung offenlegen muss.
 
polizei schrieb:
welches den Quellcode der Software im Zweifelsfall der US-Regierung offenlegen muss.
Mit den Quellcode lässt sich noch lange keine Verschlüsselung knacken.
 
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