Urlaub länger als erlaubt, Kündigung?

Wie oft muss man dir eigentlich noch empfehlen, dich an einen Anwalt zu wenden?

Eigentlich könnte es mir ja egal sein wenn du dein Leben versaust (und das machst du definitiv wenn du einfach nicht zur Arbeit erscheinst), ich bin bald wieder in meiner Heimat und müsste so nicht mal für dein Hartz 4 aufkommen.

Aber denkst du auch mal ernsthaft über deine Situation nach?

Du bist 27. Hast du denn schon eine andere Ausbildung? Ein Studium absolviert? Oder willst du uns hier tatsächlich klarmachen, dass es irgendeinen (!) Grund gibt, deine Ausbildung zu schmeißen?

So unglaublich toll und wichtig kann der Job mit deiner Partnerin im Ausland ja auch nicht sein, sonst gäbe es diese Diskussion ja gar nicht.

Und, unabhängig von der Diskussion ob das mit den maximal 14 Tagen überhaupt so in Ordnung ist - wieso bitte gab es kein anderes Ticket? Der Urlaub stand/steht ja anscheinend schon länger fest.


Wie auch immer, deine Prioritäten im Leben kann man ja sehr gut aus dem Thread herauslesen. Ich möchte dich auch gar nicht angreifen, aber denk einfach mal über alles hier nach - vor allem das, was du von dir gibst.

Klar, dein Chef macht den Laden dicht wenn ihr abhaut. Beendet lieber seine berufliche Existenz als sich einen der unglaublich vielen Arbeiter zu holen, die es in diesem Bereich (Reparatur von Fernsehern usw.) ganz sicher gibt.


Ne, also wirklich. Obwohl das Niveau von Computerbase an sich schon hoch ist im Vergleich zu anderen Foren wird einem hier doch schon nach wenigen Tagen klar, warum es so viele Arbeitslose in Deutschland gibt, warum so viele Leute total bescheuerte Ideen haben (á la ich kann kein Spanisch und habe nur 350€, aber ich ziehe nach Spanien und verkaufe Heißluftballons).
 
bluescript schrieb:
Dacht ichs mir doch fast! Sketromi, das gesetzliche Minimum liegt bei 4 Wochen Erholungsurlaub! Du hast somit Anspruch auf 24 Urlaubstage! 20 wären es, wenn Du eine 5-Tage-Woche hättest, was nach Deinen eigenen Angaben aber nicht der Fall ist.
Im Vertrag steht 20 Arbeitstage und ich meine Samstage gehören dazu auch wenn es nur 4 Stunden sind

Edit/
ich weiß nicht mehr was ich sagen soll...
Ich verarbeite erst einmal was hier empfohlen wurde und sehe erst einmal wie der Chef reagiert
 
Zuletzt bearbeitet:
Die 20 können im Ausbildungsvertrag stehen. Du hast aber eine 6-Tage-Woche, entsprechend hast Du 24 Tage Urlaubsanspruch - mindestens.

Da muss man nicht mehr viel dazu sagen. Argumente hast Du genug. Leg die Fakten dar, gib ihm wenn gewünscht Bedenkzeit und zieh die Sache durch. Sollte es ernst werden, dann wendest Du Dich an einen Arbeitsrechtler. Es ist völlig wurscht, wie alt Du bist, welche Vorqualifikationen Du besitzt, welche Lebenseinstellung Du hast oder nicht hast, welche Farbe Deine Socken haben... es sind Arbeitgeber wie der Deine, die meinen, sie könnten sich herausnehmen was sie wollten und die die schwache Verhandlungsposition von Leuten wie Dir mehr oder minder bewußt ausnutzen. Das ist nicht zu tolerieren, und zwar sowohl aus prinzipiellen Gründen wie auch aus dem Einzelfall heraus. Wenn er es nicht besser weiß, wird er es nach dem Gespräch besser wissen. Wie er sich dann verhält wird darüber entscheiden, wie es weiter verläuft.

PS: trotz bzw. gerade wegen meines leicht echauffierten Tonfalls nochmal der Hinweis: ein ruhiges und sachliches Gespräch soll es sein, in dem Du ihm die Fakten darlegst. Nicht mehr, nicht weniger.
 
Genau, wie gesagt, vielleicht ist das alles gar nicht so schlimm.
Kannst uns ja dann auf dem Laufenden halten, vielleicht lernen wir ja auch noch was aus der Geschichte, würde mich zumindest interessieren, wie das alles weitergeht.
 
Danke, werde ich machen, bis danne muss jetzt pennen.

mfg
 
Hat "schon" jemand gefragt, wieso die Reise eigentlich so wichtig ist, dass Du Deine 5 Jahre Ausbildung dafür aufs Spiel setzt?
 
Die Ausbildung ist ja noch durch einen Krankenschein zu retten, aber wie ich schon sagte möchte ich es möglichst Rechtlich schützen, werde heute ersteinmal die Handwerkskammer anrufen und mich beraten lassen bevor ich mit dem Chef rede.
 
... komme gerade vom Arbeitsgericht, ich kann dir nur empfehlen geh zu nem Anwalt und lass dich mal beraten, da gibts wenigstens verbindliche Aussagen:D

Ich hab was ich wollte :D
 
Lieber bluescript, die Welt in der ich lebe, heißt Realität, und es hat rein garnichts mit kollegiale Solidarität zu tun.

Würdest du deinen Job Kündigen, ohne die momentane Aussicht auf einen anderen, nur weil ein Auzubi, mit dem du dich gut verstehst und zusammen arbeitest gekündigt wird, da dieser einfach nicht zu Arbeit erscheint, oder sonst irgend einen Müll baut, der eine Kündigung ansatzweise rechtfertigen könnte?

Das würdest du tun?

Natürlich kannst du als Geselle mit dem Chef darüber reden und deine Meinung kundtun, um eine Kündigung des Azubis zu verhindern, allerdings ist das, nicht das Thema, es geht hier darum, das du kündigst, wenn man ihn, auf Grund von, sagen wir mal Fehlverhalten, rausschmeißt.
 
Zuletzt bearbeitet:
ähm du gehst erst zum Chef und willst Urlaub haben und bekommst nur 14 von 18 Tagen, dann tauchst du in der Zeit nicht auf und willst einen Krankenschein vorzeigen?

1. Wie willst du den Krankenschein im Ausland von einem Deutschen Arzt bekommen. Einen Krankenschein von einem Ausländischen Arzt würde dich sofort verraten.
2. Den Krankenschein muß beim Arbeitgeber nach 3 Tagen der Krankheit vorgelegt werden, d.h. du müsstest ihm den sonst auch zuschicken, wenn dann ein Auslandsbrief vorliegt besonders günstig.

Auch wenn der Geselle sagt, das er kein bock auf dem Chef hat, ob er wirklich wegen dir kündigen würde, wage ich zu bezweifeln.

Bevor ich gelesen habe das du 27 bist, hätte ich dich auf unter 20 getippt.
 
Metzlor schrieb:
Auch wenn der Geselle sagt, das er kein bock auf dem Chef hat, ob er wirklich wegen dir kündigen würde, wage ich zu bezweifeln.

Bevor ich gelesen habe das du 27 bist, hätte ich dich auf unter 20 getippt.

Ich habe doch schon geschrieben, der Geselle könnte sofort einen anderen Job annehmen wenn er wollte er macht es momentan nicht da dieser Job jetzt eine sehr ruhige Atmosphäre hat und nicht ganz so anstrengend ist und er auch ein paar Privilegien wegen dem Chef hat.
Sobald ich weg wäre müsste er die ganze Arbeit alleine machen auch wenn wir einen Praktikanten haben.

Das geht schon seit 4,5 Jahren so und sobald meine Ausbildung zu ende ist hat er sowieso vor zu kündigen nur der Chef weiß davon noch nichts. Vielleicht entscheidet er sich ja anders aber momentan ist es so.
 
AFAIK hat man das Recht auf 3 Wochen Erholungsurlaub am Stück, gesetzlich vorgeschrieben. Dagegen kann sich auch dein Chef nicht stellen.
Aber mich wundert eh so einiges an deinem Post. Wie kommt es, dass du seit 4.5 Jahren dort arbeitest und trotzdem noch in der Ausbildung bist ?

Edit: Ops, nicht gesehen dass der Thread schon 4 Seiten ging °_°
 
Ob es recht oder unrecht ist was er da mit dir mocht und ob Du die 2 Wochen und 4 Tage nehmen können dürfen solltest oder nicht ist alles belanglos.

Fakt ist Du stehst kurz vor Abschluss der Ausbildung und solltest das durchziehen, bevor Du Deine Zukunft riskierst und da es nunmal Deine Firma und Dein Chef ist, musst Du Dich da irgendwie arrangieren....

Ich weiss, das sagt sich jetzt so leicht, bin mir sicher es gibt gute Gründe warum das so wichtig für Dich ist den Urlaub zu nehmen.....

Es gibt auch eigentlich IMMER Möglichkeiten das durchzudrücken.

Soweit ich weiss steht auch im Berufsleben die Familie immernoch über dem Job. Wenn schwerwiegende Umstände in Deiner Familie Dich dazu zwingen längere Zeit abwesend zu sein, dürfte das nicht genug Grund zu sein Dir zu kündigen.

Sagen wir z.B. Deine Eltern sind krebskrank geworden und Du musst von einem Arzt zum anderen rennen, weil Sie ausser Dir niemanden haben und pflegebedürftig sind und das ganze muss in den USA stattfinden weil dort die richtigen Spezialisten sind und Du sagst Du nimmst Dir dafür Deinen schwer erarbeiteten Urlaub und dann dauert es noch 4 Tage länger, weil die Ärzte Dich aufhalten, dann kann da keiner was sagen, insbesondere wenn Du ohnehin noch 4 Tage Urlaub hast.

Kein Richter der Welt wird da sagen "nee, Du bist einfach nicht zur Arbeit erschienen, familiäre Umstände hin oder her, das geht nicht.".

Die Familie ist vom Grundgesetz geschützt und steht über allem anderen!


Wie auch immer, das läuft genau wie alles andere auf einen Streit evtl. sogar vor Gericht hinaus und das brauchst Du jetzt absolut nicht!

Womit Dein Chef sich vllt. abspeisen lassen würde wären irgendwelche "höhere Gewalt" Umstände. Wenn Du z.B. in die USA fliegst und nicht zurück kannst wegen der Asche Wolke über Europa :)

Da könntest Du Dir vllt. was kreatives ausdenken... Aber so Beschiss ist immer schwer und das merken die auch oft.

Ansonsten der Weg über den Arzt ist immer ne Option. Einfach die letzten 4 Tage ne Krankschreibung besorgen und gut ist. Das Arbeitsklima und Verhältniss zum Chef wird dadurch aber uach nicht besser, gerade bei der Vorgeschichte, dass er wegen 2 Wochen oder was krank schon rumheult.

Schwierige Situation das ganze aber ich würde entweder kreativ irgendwelche unmöglichen (aber nachvollziehbare und im Zweifelsfall beweisbare!) Umstände kreiren, die dazu führen, dass Du 4 Tage länger als geplant da bleiben musst, oder, und das würde ich eher empfehlen: Das ganze sein lassen und erst die 6 Monate durchstehen. Danach haste Deinen Abschluss und kannst erstmal tun und lassen was Du willst. Hoffe die zweite Option geht...


Aber grundsätzlich gibt es immer Mittel und Wege, das wirste schon deichseln, riskier nur nicht zu viel bitte! :)
 
Ein Thema was hier noch gar nicht angesprochen wurde und zum 01.01.2010 eingeführt wurde, nennt sich ELENA ( http://de.wikipedia.org/wiki/ELENA-Verfahren ).

Wenn du die Sache so durchziehen willst, wie du es beschrieben hast und dich dein Chef daraufhin kündigt, meldet er den Sachverhalt mittels ELENA und da steht das ganze dann sicherlich nicht so drin, wie du es dir wünschen würdest.

Ich stelle mir den Eintrag dann so vor: Fristlose Kündigung wegen nicht genehmigter Urlaubsverlängerung ... was ja letztendlich dem von dir beschriebenen Fall entspricht bzw. dem was du vor hast.

Dein Chef muss sich also nicht einmal was ausdenken, was nicht stimmt.

Wenn du dann einen neuen Job bzw. eine neue Ausbildung antreten willst, fragt dein zukünftiger Arbeitgeber diese Daten ab und ich würde behaupten, dass du es mit so einem Eintrag sehr schwer haben wirst, einen neuen Job zu finden.
 
4.5 Jahre Ausbildung? Da hast Du ja das Maximale rausgeholt und scheint der 3. Anlauf auf die Prüfung zu sein. Ob der Chef da so traurig ist, wenn Du gehst? Ich will hier nichts unterstellen, aber ich denke Du verschätzt Dich hier enorm in Bezug auf deine Position!

Für ihn wird es weitergehen und wenn er sich neues Personal sucht. Auch würde ich mal überdenken wie dein Arbeitszeugnis aussieht, welches Dir DEIN CHEF austellt :). Gibt da gerade einen netten parallelen thread zu diesem Thema.

Ich wage zu behaupten Du hast schon fast alles versaut was geht in den 4.5 Jahren und bist auf bestem Wege Dir den Rest auch noch zu vermasseln. Beende mal deine Ausbildung, danach wartet die Arbeitslosigkeit, weil Dich keiner will "Kollege" ... .

flipp
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
melinux schrieb:
Ein Thema was hier noch gar nicht angesprochen wurde und zum 01.01.2010 eingeführt wurde, nennt sich ELENA ( http://de.wikipedia.org/wiki/ELENA-Verfahren ).

Wenn du die Sache so durchziehen willst, wie du es beschrieben hast und dich dein Chef daraufhin kündigt, meldet er den Sachverhalt mittels ELENA und da steht das ganze dann sicherlich nicht so drin, wie du es dir wünschen würdest.

Ich stelle mir den Eintrag dann so vor: Fristlose Kündigung wegen nicht genehmigter Urlaubsverlängerung ... was ja letztendlich dem von dir beschriebenen Fall entspricht bzw. dem was du vor hast.

Dein Chef muss sich also nicht einmal was ausdenken, was nicht stimmt.

Wenn du dann einen neuen Job bzw. eine neue Ausbildung antreten willst, fragt dein zukünftiger Arbeitgeber diese Daten ab und ich würde behaupten, dass du es mit so einem Eintrag sehr schwer haben wirst, einen neuen Job zu finden.

ELENA ist keine Auskunftsdatenbank für Arbeitgeber, sondern wird bei Anträgen an die Sozialversicherung genutzt.
Außerdem wäre nur ein "Außerordentliche Kündigung durch den Arbeitgeber mit/ohne vorheriger Abmahnung zum selben Grund" sichtbar, nichts konkreteres. Der berühmt-berüchtigte Freitext ist seit 01.07. nicht mehr zugelassen und wird bei der Datenlieferung abgewiesen.
 
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