News US-Militärdrohnen werden von Irakern belauscht

flo1977 schrieb:
>20mb/sekunde was für einen mpeg4 datenstrom für eine recht grosse auflösung ausreichen sollte.

Ich denke nicht, dass dies ausreicht für Aufnahmen aus über 8km höhe.. selbst bei nur 10 bildern/s wären solche Bilder wohl nicht zu gebrauchen um etwas zu erkennen.
 
flo1977 schrieb:
encoding via mpeg2 oder mpeg4 ist realtime ohne weiteres schon mit der leistungs eines handelsüblichen PCs möglich... so kann man z. b. mit einer tvkarte problemlos realtime aufzeichnen und timeshift nutzen.
unter truecrypt schafft mein oller xp 3800+ schon bei 3 miteinander kombinierten verschlüsselungen (AES-Twofish-Serpent mit je 256 bit schlüssellänge) >20mb/sekunde was für einen mpeg4 datenstrom für eine recht grosse auflösung ausreichen sollte.
so, und jetz mach mal bitte all deine schönen Beispiele kompatibel zu den Endgeräten, welche von den Bodentruppen eingesetzt werden. :rolleyes: Armeen werden nicht alle drei Jahre ihr komplettes CCC-Equipment tauschen, nur weil die Unterhaltungselektronik mal wieder was neues entwickelt hat. Die Zyklen sind dort sehr viel länger.
Vielleicht bedenkst du auch, dass Störfestigkeit für die übertragenen Signale hier sehr viel wichtiger ist, was hingegen bei deiner Festplattenverschlüsselung überhaupt kein Thema ist.
 
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Ich denke nicht, dass dies ausreicht für Aufnahmen aus über 8km höhe.. selbst bei nur 10 bildern/s wären solche Bilder wohl nicht zu gebrauchen um etwas zu erkennen.

Die Drohnen fliegen so hoch? Ist deren Sinn und Zweck nicht eher der, in Bodennähe (ca. 1km oder darunter) eine möglichst unauffällige Aufklärung vorzunehmen?
 
Die Predator hat 17Meter Spannweite... RPOs schießen über einen km hoch... Wieso nicht höher fliegen und nicht gesehen werden? (wie du ja sagst, möglichst unauffällig)

Es gibt ja unterschiedliche Klassen von Drohnen, die Predator ist sogar nur eine von denen die in einer "mittleren Höhe" fliegen - und die reicht bis 15km. Klar gibts auch die kleinen, die von Hand aus gestartet werden und nur in wenigen hundert Metern Höhe fliegen.. zb bei der Polizei ;) - aber die kriegen keine vier Hellfire Rakten mitgeschleppt ;)
 
Ein Einsatz in Bodennähe wäre 1. nicht unauffällig, 2. würde den Sichtradius verkleinern und 3. die Drohne unnötigen Gefahren durch leichte Luftabwehr aussetzen. Die Predator hat doch extra eine Tragflächenkonstruktion mit nahezu 90° Wnkel und hoher Spannweite, um in großen Höhen (lt. offiziellen Quellen bei der Predator bis zu 8km) bei den langsamen Geschwindigkeiten noch operieren zu können.
 
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Je weiter weg desto unauffälliger.. Wenn die Drohne so hoch ist, kannst du sie nicht hören, nicht sehen und auch nicht abschiessen (ausser evtl. mit radargesteuerten Raketen, aber wer hat die schon), ausserdem wird der Bereich den du überwachen kannst grösser (Ich denke da mal an Afghanische Bergtäler, welche gut 1000m tief sein können).

r0bsn hat wohl trotzdem etwas übertrieben: Es werden vermutlich eher zwischen zwei und fünf Kilometer sein(Flughöhe), die Entfernung zur Bodenstation vermutlich aber ein Vielfaches. Denkst du dir aber noch schlechtes Wetter hinzu, wird's schon haarig mit der Bandbreite.

Ich empfehle allen den Wikpediaartikel über die Predator-Drohne. Ist ziemlich beeindruckend.
 
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Ok, mit Drohnen kenn ich mich nicht so aus, danke für die Aufklärung, Jungs ;).

RPOs schießen über einen km hoch

Meinst du RPGs oder ist das wieder was, was mir nicht bekannt ist? Außerdem: sind die Dinger (RPGs) nicht eher auf Panzerabwehr ausgelegt? Damit so ein flinkes Ding (im Vergleich zu einem Panzer mein ich) runterzuholen wird wohl auch nicht so leicht sein und wie oben schon gesagt wurde, sind radargesteuerte Raketen ja eher Mangelware (für die irakischen Aufständler zumindest).
 
RPO und RPG sind sich recht ähnlich, beides russische Raketenwerfer. genaue Unterschiede kenne ich nicht, habe sie allerdings auch nur als Synonym für "Rohr wo Rakete" rauskommt verwendet ;) Ist ja alles schon recht militärisch hier, da wollte ich nicht noch mit Sachen wie "MANPADS" kommen :P
 
Jaja, wollt nur nachfragen. Alles in allem find ich sowieso, dass man diesen Konflikt nicht auf diese Art und Weise lösen kann, wenn man sich mehr der Bevölkerung und deren Wohlstand widmen würde, die Korruption und die sozialen Missstände abstellen würde, würden die Aufständler immer weniger Zulauf bekommen und sich dies Problem selbst marginalisieren (jetzt ganz vereinfacht und grob gesprochen). Schließlich, wenn die jungen Frauen und Männer etwas zu verlieren haben (angenehmes Leben, Wohlstand, Freunde/Freundinnen oder ähnliches), sinkt deren Motivation, sich selbst in die Luft zu jagen. Und die paar alten Extremisten, naja, die werden auch irgendwann einmal vergammeln ;).
 
d-Raven-b schrieb:
r0bsn hat wohl trotzdem etwas übertrieben

Du hast recht, aber stark übertrieben wars nicht! ;) max. Operationshöhe liegt bei ~7600m.. also fast über 8km ;)

@Fetter Fettsack:
Stimmt, wenns so einfach wäre, wärs natürlich die elegantere Lösung - leider wirds wohl so nicht funktionieren ( aber das ist ja auch schon fast OT ;) )
 
r0bsn schrieb:
Ich denke nicht, dass dies ausreicht für Aufnahmen aus über 8km höhe.. selbst bei nur 10 bildern/s wären solche Bilder wohl nicht zu gebrauchen um etwas zu erkennen.

nur weil der datenstrom verschlüsselt ist, heisst das net, dass dieser mehr bandbreite benötigt... da es z. z. möglich ist aus x km höhe y bilder/sekunde zu übertragen wird dies verschlüsselt genauso möglich sein.

Atkatla schrieb:
so, und jetz mach mal bitte all deine schönen Beispiele kompatibel zu den Endgeräten, welche von den Bodentruppen eingesetzt werden. :rolleyes: Armeen werden nicht alle drei Jahre ihr komplettes CCC-Equipment tauschen, nur weil die Unterhaltungselektronik mal wieder was neues entwickelt hat. Die Zyklen sind dort sehr viel länger.
Vielleicht bedenkst du auch, dass Störfestigkeit für die übertragenen Signale hier sehr viel wichtiger ist, was hingegen bei deiner Festplattenverschlüsselung überhaupt kein Thema ist.


du wirst es evtl. nicht glauben aber auch die USarmy nutzt PCs und dafür entwickelte algorithmen und programme. es mag sein, das diese z. t. weiter entwickelt sind und härteren anforderungen gewachsen sind als consumer ware aber sie wird sicher NICHT entwicklungstechnisch hinterherhinken - vor allem wenns darum geht, ein 40mio$ gerät zu steuern - da sind die 2000$ für vernünftige wardeware sicher auch noch machbar.

btw die verschlüsselungs-algorithmen bei bei truecrypt genutzt werden sind alles andere als "neu":
http://de.wikipedia.org/wiki/Advanced_Encryption_Standard
http://de.wikipedia.org/wiki/Serpent_(Verschlüsselung)
http://de.wikipedia.org/wiki/Twofish

Fetter Fettsack schrieb:
Jaja, wollt nur nachfragen. Alles in allem find ich sowieso, dass man diesen Konflikt nicht auf diese Art und Weise lösen kann, wenn man sich mehr der Bevölkerung und deren Wohlstand widmen würde, die Korruption und die sozialen Missstände abstellen würde, würden die Aufständler immer weniger Zulauf bekommen und sich dies Problem selbst marginalisieren (jetzt ganz vereinfacht und grob gesprochen). Schließlich, wenn die jungen Frauen und Männer etwas zu verlieren haben (angenehmes Leben, Wohlstand, Freunde/Freundinnen oder ähnliches), sinkt deren Motivation, sich selbst in die Luft zu jagen. Und die paar alten Extremisten, naja, die werden auch irgendwann einmal vergammeln ;).

tja, es geht primär evtl. garnicht darum dort für frieden zu sorgen. US hat schon immer an kriegen verdient. die haben sich damals schon in den 2. weltkrieg eingekauft, der grund für die krieg in vietnam war ebenfalls inszeniert und im irak ham se trotz aller "beweise" die aus gründen der geheimhaltung nicht vorgelegt werden konnten, keine massenvernichtungswaffen finden können.

dazu kommt, dass die CIA den weltweiten kokainhandel kontrolliert (stichwort N987SA@google) und nun könnte man sich gut vorstellen, dass sie ihre palette evtl. gerne um heroin erweitern würden...

...und nebenbei kann man sich ja noch den zugang zu lokalen ölreserven sichern.
 
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steigt der Aufwand zum verschlüsseln nicht exponetiell zur Datenrate?

Die von dir zitierte Aussage bezog natürlich auf die von mir zitierte Aussage. Du hast geschrieben, dass 20MB/s reichen würden - nur das habe ich beweifelt. Und das bezog sich, wie erwähnt, nicht auf die Verschlüssselung, sondern einzig und allein darauf, dass auf 2MB Bildern aus max. 8km Entfernung einfach nicht viel zu erkennen ist.
 
@flo1977: Es geht um das Feldequipment! Und nicht um die PCs in den Stützpunkten. Und bis die Systemanforderungen festgenagelt, und die Endgeräte validiert und durchgetestet sind und das Zeug in die Truppe verteilt wurde vergeht sehr viel Zeit.

Guck dir doch den zeitlichen Verlauf des Hercules-Projektes der Bundeswehr an. Und dort geht es noch nicht einmal um Endgeräte. Du scheinst davon auszugehen, bloss weil AES & Co verfügbar sind, dass man sie in jedes System reinhobeln kann. Ohne zu berücksichtigen, dass sie z.B. bei analogen Video-Feeds überhaupt nicht anwendbar sind. Und selbst wenn man alles neu ersetzt: warum bringst du Verschlüsselungsalgoritmen als Beispiel, die wegen der Signallaufzeiten gerade denkbar schlecht dazu geeignet sind? Wie lange soll man denn da auf einen Handshake warten? Zwischen WLAN und Satellitenübertragung gibt es doch ein paar Unterschiede. Video Sat-Feeds verschlüsselt man daher anders.

Die Predators sollen ihre Daten schliesslich sovielen Einheitentypen wie möglich zur Verfügung stellen können. Und Vernetzung bis in die Einheit hatte das US-Militär seit den 80ern auf dem Programm. Man wird aus den Abrams nicht die Schnittstellen herausreissen, bloss weil sie ein verzichtbares Feature nicht haben. Die Drohnen können verschlüsseln, müssen es aber nicht. Ob sie es tun, liegt beim Militär. Und möglicherweise senden sie sogar beides gleichzeitig. Wobei man noch nichteinmal Gewissheit hätte, dass die unverschlüsselten Feeds Echtzeitdaten sind, man könnte es also auch gut zum Täuschen des Gegners einsetzen.
 
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@flo1977
Selbst eine "grosse Predator" - Reaper - kostet nur knapp $10.5 Mio. Das ist genau der riesen Vorteil von Drohnen.

@r0bsn
Du hast recht, die Dienstgipfelhöhe liegt so hoch, aber im Einsatz werden die Drohnen vermutlich im effektiven Bereich ihrer IR-Kamera fliegen und die reicht laut Wikipedia so 3km weit.

@Fetter Fettsack
Das Problem ist, dass es sich bei diesen Ländern (Pakistan, Afghanistan, Irak) um Länder mit massiven Problemen auf allen Ebenen handelt. Dort Krieg zu führen ist sicherlich die schlechteste Lösung, aber auch sonst ist es nicht einfach:
ZB herrscht in allen diesen Ländern massive Korruption – ZB Afghanistans Präsident Karsai, der von den Koalitionstruppen eingesetzt wurde, ist selbst hoch korrupt, sein Kabinett tut's ihm grösstenteils gleich.
Das führt dazu, dass Entwicklungshilfe zu diesen Leuten fliesst und nicht zu den Menschen, die es nötig hätten.
Weiterhin gibt es keine demokratische Tradition.
Trotzdem brauchst du als Besatzer eine "legitimierte" Regierung als Backup(man kommt ja als "Befreier", also machst du Wahlen, bei denen dann betrogen wird und weil du als Besatzer den "legitimen" Präsidenten unterstützen musst (wen denn sonst?), bringst du natürlich die Bevölkerung zusätzlich gegen dich auf und den Aufständischen Wind in die Segel.
Grösstenteils ist das voraussehbar, schliesslich ist es schwierig in einem Land ohne demokratische Tradition plötzlich Wahlen durchzuführen.
Und Krieg kommt dann noch obendrauf. Den Irakern mag's unter Saddam nicht gut gegangen sein, aber jetzt geht's ihnen definitiv schlechter.

Last but not least:
Der Westen hat keine Motivation diese Kriege zu führen, deswegen können sie auch nicht gewonnen werden. Ein westlicher Soldat am Hindukusch kann alles verlieren aber nichts gewinnen, bei einem Taliban ist's genau umgekehrt.
Man sieht's am Beispiel der Deutschen: Es ist ein Krieg, da sterben Menschen, aber niemand ist bereit das einzugestehen. Jeder tote Soldat bringt die Aufständischen einen riesen Schritt weiter, weil jeder Tote einer zuviel ist. Aber für jeden getöteten Aufständischen rücken zwei nach.
 
r0bsn schrieb:
steigt der Aufwand zum verschlüsseln nicht exponetiell zur Datenrate?

Die von dir zitierte Aussage bezog natürlich auf die von mir zitierte Aussage. Du hast geschrieben, dass 20MB/s reichen würden - nur das habe ich beweifelt. Und das bezog sich, wie erwähnt, nicht auf die Verschlüssselung, sondern einzig und allein darauf, dass auf 2MB Bildern aus max. 8km Entfernung einfach nicht viel zu erkennen ist.

nein der aufwand steigt logischerweise linear zur datenmenge - sonst könnte man keine angaben von x mb/sekunde machen ;)

20mb/sek reichen dicke:
eine DVD fasst maximal 4,7gb und fasst mit einem mpeg2 datenstrom 2 stunden (=7200 sekunden). 4700 / 7200 = 0,653 mb/sekunde -> du kannst mit ~600kb/sekunde DVDqualität übertragen.

Atkatla schrieb:
@flo: Es geht um das Feldequipment! Und nicht um die PCs in den Stützpunkten. Und bis die Systemanforderungen festgenagelt, und die Endgeräte validiert und durchgetestet sind und das Zeug in die Truppe verteilt wurde vergeht sehr viel Zeit.

Guck dir doch den zeitlichen Verlauf des Hercules-Projektes der Bundeswehr an. Und dort geht es noch nicht einmal um Endgeräte. Du scheinst davon auszugehen, bloss weil AES & Co verfügbar sind, dass man sie in jedes System reinhobeln kann. Ohne zu berücksichtigen, dass sie z.B. bei analogen Video-Feeds überhaupt nicht anwendbar sind. Und selbst wenn man alles neu ersetzt: warum bringst du Verschlüsselungsalgoritmen als Beispiel, die wegen der Signallaufzeiten gerade denkbar schlecht dazu geeignet werden? Wie lange soll man denn da auf einen Handshake warten? Zwischen WLAN und Satellitenübertragung gibt es doch ein paar Unterschiede.

wir reden hier von ~200 drohnen... nicht jeder soldat in der truppe braucht ein gerät um die daten dieser drohnen zu empfangen/auszuwerten. vermutlich passiert dies sogar in stützpunken aber selber wenn nicht, wären die 200 endgeräte bei einem stückpreis von 40mio$ eher zu vernachlässigen.

verschlüsselungsverfahren sind auf ALLE digitalen daten anwendbar. du wirst mir ja wohl net allen ernstes erzählen wollen, dass die kamera oder der bordcomputer von einer predator-drohe mit röhren läuft...
weiterhin wäre handshake, signallaufzeiten etc. ebenfalls hinfällig - darum kümmert sich garantiert ne andere protokollschickt als diejenige, die für die verschlüsselung zuständig ist - ich vermute mal, dass da ähnliche protokolle wie http greifen. immerhin ist es ja auch jetzt möglich die steuer- und bilddaten fehlerfrei zu übertragen. was sollte da ne verschlüsselung dran ändern?!?

d-Raven-b schrieb:
@flo1977
Selbst eine "grosse Predator" - Reaper - kostet nur knapp $10.5 Mio. Das ist genau der riesen Vorteil von Drohnen

kp wo du das her hast...
http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Predator_(Drohne).html
was nu stimmt kann ich nicht beurteilen aber selbst bei 10mio sind 2-3k eher ein zu vernachlässigender faktor
 
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