Leserartikel Vega 64 Air Umbau auf Alphacool Eiswolf GPX240

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#1
Hallo zusammen,

gestern habe ich von Alphacool die neue AiO-Wasserkühlung Eiswolf GPX240 für die Radeon RX Vega erhalten.
Folgend möchte ich meine ersten Erfahrungen mit euch teilen:
(Übersicht der Messungen ganz unten)

Verpackung:
Den Alphacool Eiswolf GPX240 erhaltet Ihr in einem erstaunlich großen und schön designtem Umkarton.
Radiator, Schläuche und der Kühlkörper sind allesamt nochmals gepolstert und in Tüten verpackt. Enthalten sind ferner eine ausführlich beschrieben und bebilderte Umbau-Anleitung, eine Vielzahl von farblich sortierten Wärme-Leitpads (müssen zugeschnitten werden nach Vorlage), Wärmeleitpaste, Y-PWM-Lüfterkabel, sowie notwendige Montageschrauben (für Kühlkörper als auch den Radiator mit Lüftern).

GPX240:
Der Kühlkörper der GPX240 macht einen sehr massiven und wertigen Eindruck. Die Lamellenstruktur vergrößert die Oberfläche des Kühlkörpers enorm und mehr als es Bilder vorab vermuten lassen.
Alle wichtigen Bauteile des PCB´s (Spannungswandler, Spannungsregler etc.) haben direkten Kontakt mit dem Kühlkörper.
Die Fräsungen und allgemeine Verarbeitung ist gut. Vorhandene Schnellkupplungen an den Schläuchen erlauben dabei nicht nur die spätere Erweiterung des Kreislaufs um z.B. einen CPU-Kühler, sondern vereinfachen auch den Umbau des Kühlers auf die Grafikkarte ohne störenden Radiator.

Radiator:
Der 240ér Radiator ist 28-30mm tief, worauf dann noch die beiden Alphacool Lüfter montiert werden. Insgesamt ist das Kühlkonstrukt damit deutlich größer als bei einer Fury X oder der Vega 64 LCE Edition, die beide nur auf 120ér Radiatoren (mit gleicher Tiefe) setzen.
Mein Radiator hatte von Beginn an einen kleinen Stoßschaden, das ließ sich aber mit einem kleinen Werkzeug ohne Probleme beheben und ist nicht mehr sichtbar.

Umbau:
Der Umbau der Graka hat mit Demontage des Original Air-Coolers dann knapp 3 Stunden gedauert. Probleme bereitete das Lösen der extrem kleinen Schrauben am Stock-Kühler, oder vllt eher auch mein schlechtes Werkzeug..
Ansonsten bin ich sehr konzentriert beim Zuschneiden der Wärmeleitpads (6 oder 7 verschiedene Größen und Dicken farblich kodiert) und dessen Positionierung auf der Karte vorgegangen.
Ein kleiner Fehler ist mir in der Umbau-Anleitung dann aufgefallen. Dort ist beschrieben, dass zuletzt ein 15 x 15 x 0,5mm großes Wärmeleitpad auf die Rückseite der GPU angebracht werden soll. Traut man der zugehörigen Bebilderung soll dieses Pad aber auf dem rückseitig liegenden Spannungsregler angebracht werden, um von diesem Kontakt zur Backplate herzustellen, welcher beim GPX240 auch wirklich eine passive Kühlfunktion zu teil wird.
Neben dem Spannungsregler wird durch Wärmeleitpads auch ein Kontakt zwischen Rückseite der Spannungswandler und Backplate hergestellt.
Hier muss ich letztendlich sagen – eine so detailliert ausgearbeitete Bestückung mit Wärmleitpads auf Vorder- und Rückseite der Graka habe ich noch nie gesehen. Top!

Erste Inbetriebnahme:

Nach Einbau in mein Gehäuse und erstem Boot lag mir dann gleich ein Grinsen auf dem Gesicht. Idle-Temp von Vega lag dann erstmal bei 19°C mit 23,5°C Raumtemperatur. Die Lüfter drehen vom Mainboard gesteuert durchgängig mit 500-600 RPM – das entspricht aber jetzt natürlich nur meiner Einstellung. Wie vorab erwähnt, handelt es sich um voll steuerbare PWM-Lüfter die Alphacool mitliefert und sich euren Wünschen nach entsprechend betreiben lassen.

Erste Messungen:
Der wohl interessanteste Teil noch zum Schluss – ein Vergleich erster Messungen von anliegendem Takt und Temperaturen, im direkten Vergleich zwischen Vega 64 Air und dem späteren Umbau auf GPX240.
Alle Messungen wurden in 4K Auflösung (3840 x 2160) durchgeführt. Als Spiele habe ich AC:Origins, Player Unknowns Battleground und GTA:V gewählt.
Alle Spiele lassen Vega unterschiedlich takten und dienen meiner Meinung nach ganz gut für einen allgemein gültigen groben Überblick.
FPS Werte enthalten meine Messungen nicht – letztendlich handelt es sich aber um die Settings mit denen ich selbst am 4K FreeSync Monitor täglich zocke.

Eine detaillierte Auswertung der Messungen überlasse ich gerne euch – möchte jedoch festhalten, dass Vega 64 Air (Referenz) selbst im balanced Modus, wohl noch teils Temperatur limitiert ist. Ein Taktplus von 40-60 MHz ist im Schnitt allein durch die bessere Kühlung zu beobachten.
Die niedrigen Temperaturen (gültig bei 500-600RPM) ermöglichen jetzt natürlich noch ganz andere Overclocking-Szenarien – bitte beachtet, dass meine Messungen davon aber noch keinen Gebrauch machen und hier immer im stock balanced Mode getestet wurde.

Mein Hauptaugenmerk liegt in der kommenden Woche dann auch auf HBM2 Overclocking. 40-45% niedrigere Speichertemperaturen versprechen hier nach früheren Erfahrungen mit Fury´s ein enormes OC-Potential.

Fazit:
Mit dem Umbau bin ich selbst abschließend sehr zufrieden. Man muss sich halt die nötige Zeit für den Umbau nehmen und überlegen, ob der Kostenaufwand den EK-Preis rechtfertigt. Für mich geht das auf Grund von Leistungsplus und Lautstärke aber mehr als in Ordnung.

In einem Update versuche ich Zeitnah über OC-Erfolge zu berichten.

Link zum Produkt: http://www.aquatuning.de/wasserkueh...ool-eiswolf-240-gpx-pro-amd-rx-vega-m01-black

Messungen: Vega64 - Air vs. GPX240.jpg
 
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#2
Bitte!!!! nicht übertakten, sondern undervolten. Das ist doch der eigentlich Clou an der Sache. Vergiss die Balance Mode, Preset Gedöns und versuche so wenig Spannung wie möglich anzulegen. Dadurch kitzelst du auch Power raus und gepaart mit deinem Umbau meiner Ansicht nach noch geeigneter. Zuletzt kannst du ja immer noch volle Spannung draufhauen und schauen, wo du mit deinem Boost landest.
 
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#3
Wie hoch ist den die Spannung in beiden getesteten Szenarien ?

Ich Vermute, dass das jeweils die Stockspannungen sind, Wahrscheinlich irgendwas mit 1100-1150 mV, wenn dem so ist probier einfach mal die 1050 mV bei beiden Runs ^^
 

Edelhamster

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#4
Ihr habt vollkommen Recht Jungs - natürlich meine ich mit OC auch Optimierungsversuche im Bereich des Undervolting.
Gerade bei Vega.
Muss aber auch sagen, dass die automatisch angesetzte Spannung nicht schlecht arbeitet. Im normalen Betrieb pendelt Vega zwischen 0,875-1,125 Volt. Erste Vega Online-Test´s (z.B. von Hardwareluxx) haben Vega damals mit den im Customized-Modus standardmäßig gesetzten 1,15-1,2 Volt betrieben - das ist nicht Vega wie von AMD gedacht und natürlich viel zu hoch angesetzt. Entsprechend auch meine Ergebnisse - State 6 und 7 auf 0,85 und 0,875 Volt sind bei mir schon im Bench durchgelaufen (@Air). Man muss aber im Auge behalten, dass der Takt auch noch möglichst ausgefahren wird.

Meine Karte habe ich bereits seit Mitte/Ende August - zu dem Zeitpunkt aus Frankreich für 530€ importiert. Dank EU auch noch ohne Einfuhrumsatzsteuer. Hatte somit schon die Gelegenheit ein paar Erfahrungen mit dem Teil zu sammeln.

Genaue Test´s bzgl. Spannung folgen.
 

smon2k

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#6
@Edelhamster
kannst du bitte mal schauen was du so im Superposition 4k erreichst + max. Werte (am besten GPU-Z)?
Das wäre super =)

edit: und / oder TimeSpy (den normalen, oder beide falls du lust hast ^^)

PS: Der HBM sollte locker auf 1100 gehen, ging zumindest bei meiner vega 56 mit 64er bios ohne probleme.
 
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#7
Wie steuerst du die Lüfter vom Radi? Kann man die mit nem Adapter auch über die GPU Steuern lassen? Ich würde auch gerne die Pumpe von der Graka steuern lassen. So wird die Temperatur wenigstens gehalten.
 
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