News Vergrößerte US-Chip-Fab: TSMC setzt 40 Milliarden US-Dollar in den Sand

Eure Überschriften werden des Öfteren immer dämlicher.
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Salutos schrieb:
Was für ein Absturz von Intel im Bereich Fertigung, unglaublich!
Wenn Du nach einem Überblick zu Intels Fertigungs-Investitionen fragst und im nächsten Satz von "Absturz" faselst, solltest du es einfach lassen. Auch Intel investiert mit zweistelligen Milliardenbeträgen in modernste Fertigung. Bis runter auf 1,8nm sind Intels Fertigungsvorhaben schon mal gesichert geplant.
 
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Jetzt noch mal was zum "Wassermangel" in Taiwan.

Es gibt keinen Wassermangel in Taiwan.

Nur weil das Volker in seiner Eigenschaft als TSMC Nachrichtenbeauftragter bei ComputerBase für einen bestimmten Zeitraum mal geschrieben hat, stimmt es in allgemeiner Form halt so nicht.

Richtig ist, dass es in Taiwan von Juni 2020 bis Mai 2021 die schlimmste Dürre seit 56 Jahren gegeben hat. Diese Dürre ist seit Mai 2021 allerdings vorbei.

Statistisch gehört(e) Taiwan zu den regenreichsten Ländern der Welt und genau darauf fußt(e) auch die Wasserversorgung der Insel, vor allem durch:

1. Niederschläge durch einen Nordwest-Monsun im Frühjahr (der so genannte Meiyu (Pflaumenregen))

2. Niederschläge durch mehrere Taifune in den Sommermonaten

Diese Niederschläge blieben im Jahr 2020 allerdings fast gänzlich aus.

Auch ist in der Zukunft durch den Klimawandel und Phänomene (El Niño/La Niña) zu erwarten, dass die Summe der Niederschläge in Taiwan insgesamt abnimmt, zur Dürre führt dies allerdings nur, wenn beide "Regenzeiten" ausfallen.

Dies ist weder im Jahr 2021, noch im Jahr 2022 passiert. Die Wasserversorgung in Taiwan ist momentan stabil, aus einigen Reservoirs musste im Sommer nach starken Regenfällen sogar wieder Wasser abgelassen werden. Aber ja, auch Taiwan muss sich natürlich an die Folgen des Klimawandels anpassen.

Und natürlich werden Vorkehrungen getroffen, um bei einer möglichen nächsten Dürre besser gerüstet zu sein. Anders als in Deutschland handelt die Politik in Taiwan in solchen Dingen erfreulich schnell und aktiv. Was auch irgendwie klar sein sollte, schließlich bedeuten Krisen in Taiwan stets auch immer sicherheitspolitische Risiken gegenüber China. Und so ganz dumm scheinen Taiwan und seine Unternehmen in ihrer Politik bislang nicht gewesen zu sein, wenn sich ein deutsches Computerforum fast tagtäglich so sehr dafür interessiert ;)

Tut mir leid, wenn dieser Beitrag wieder zu lang und zu offtopic ist, weil er ein bestimmtes Thema zu detailliert beschreibt. Aber vielleicht interessiert es den einen oder anderen ja.

Grüße aus Taiwan
 
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thuering schrieb:
Eure Überschriften werden des Öfteren immer dämlicher.
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Wenn Du nach einem Überblick zu Intels Fertigungs-Investitionen fragst und im nächsten Satz von "Absturz" faselst, solltest du es einfach lassen. Auch Intel investiert mit zweistelligen Milliardenbeträgen in modernste Fertigung. Bis runter auf 1,8nm sind Intels Fertigungsvorhaben schon mal gesichert geplant.
Nun, das Eine sind die Zahlen für Investitionen und das Andere, was man daraus macht.
TSMC hat in den vergangenen Jahren belegt, dass sie die Fertigung beherrschen, bei Intel sieht das anders aus.
Sollte sich Intel treu bleiben, haben sie teuer investiert und müssen gleichzeitig ihre Spitzenprodukte bei TSMC fertigen lassen.
 
Artikel-Update: Mit viel Fanfare wurde letztlich die Tool-in-Zeremonie abgehalten und die Großkunden sind der Einladung von TSMC in Form ihrer drei wichtigsten Personen gefolgt.

Presiding over the ceremony were TSMC Founder Dr. Morris Chang, TSMC Chairman Dr. Mark Liu, and TSMC CEO Dr. CC Wei. Notable guests of the event included President Joseph R. Biden, Jr., Department of Commerce Secretary Gina Raimondo, Arizona State Governor Doug Ducey, Phoenix City Mayor Kate Gallego, Apple CEO Tim Cook, AMD Chair and CEO Dr. Lisa Su and NVIDIA President and CEO Jensen Huang.

[Embed: Zum Betrachten bitte den Artikel aufrufen.]

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TSMC benannte aber nicht nur einen Teil der Kundschaft für die neuen Werke, sondern auch deren Ausrüster: Applied Materials, ASM, ASML, Lam Research, KLA und Tokyo Electron werden die Fabs mit den Maschinen bestücken. Im Jahr 2026 sollen dann N3-Chips „Made in the USA“ erscheinen.
 
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Die USA machen einfach sehr vieles richtig, gute Entwicklung.
Da kann sich Europa nicht nur eine Scheibe von abschneiden...
 
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strategisch gesehen sind das schon Aktionen wenn es ein Problem mit Taiwan geben sollte. Und das Problem wird kommen - es gibt kein ob sondern nur wann.
 
-1 für die Headline :(

Ich finde das nicht gut, auch wenn es Klicks generiert und ich mir denken konnte, was gemeint war. Ich finde es falsch: CB ist eine Fachseite und kein Entertainment und ich möchte hier informiert werden und nicht raten müssen, was mit einer Headline gemeint ist. So komme ich mir verarscht vor und meiner Zeit beraubt. Das lesen des Artikels hätte ich mir gespart, wäre die Headline eindeutig gewesen!

Vermutlich werde ich mein Abo nächstes Jahr aufgrund solcher Clickbait-Artikel/-Headlines nicht mehr verlängern, da mir das immer häufiger negativ auffällt.

@Volker ihr könnt ja gerne mal eine Umfrage machen was für Überschriften bevorzugt werden und dann in der Redaktion entscheiden, wie ihr damit umgeht.

Je nachdem wie das ganze dann ausgeht, weiß man woran man ist als Leser und ob sich ein Abo noch lohnt oder ich mich anderswo in Zukunft informiere.
 
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Ihr habt es doch nicht notwendig auf ClickbaitStars Spuren zu wandern? Werdet nicht auch noch zu ClickbaitBase.

Nach dem Lesen des Artikels ergibt der Titel zwar gewissermaßen Sinn, aber heutzutage ist das ein seeehr schmaler Grat, auf dem man wandert.
 
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Arizona is nachwievor ein merkwürdiger Standort. Insbesondere da man ja ein paar 100km weiter direkt an den Golf könnte bezüglich der Wasserversorgung für die Kühlung
 
Mir gefällt die Headline, stumpf ist Trumpf :hammer_alt:
Die sie nicht verstehen wirken wie er hier:
 
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Tagesmenu schrieb:
Eine Überschrift soll die Neugierde und das Interesse am Artikel wecken.
Warum hat TSMC denn nun Geld "in den Sand gesetzt"?
Ziel erreicht, interessanter Artikel.

Wer dieses uralte Prinzip nicht verstanden hat, meckert halt ein bisschen, was solls.
Zum Glück gibts keine Leserartikel^^
Wenn ein Begriff mit einer bestimmten Bedeutung belegt ist, sollte man diesen auch im Kontext benutzen. Das ist hier nicht der Fall und hat auch nichts mit uralten Prinzipien zu tun.
"In den Sand setzen" hat nun mal die Bedeutung von "vermasseln, scheitern" und das passt hier eben gar nicht.

Normalerweise kommt bei so einer Überschrift in Verbindung dem Artikelinhalt spätestens das Lektorat um die Ecke und haut sie Dir um die Ohren ;)
 
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CB:

"Hier gab es zuletzt erhebliche Probleme, TSMC will – oder muss sogar – ein on-site Industrial Water Reclamation Plant errichten. Damit soll der Standort near zero liquid discharge erreichen können."

Will die Redaktion durch solche Konstrukte "progressiver" wirken oder fehlt einfach ein bisschen Nachhilfe in Deutsch und Übersetzung?
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Coeckchen schrieb:
Wie viel Wasser trinkt Chuck Norris am Tag? Alles. Zwei mal.
 
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Musste an die knapp werdenden Quarzsand-Vorkommen denken. Mal sehen wo das endet.
Die Preise werden wohl mehr und mehr explodieren und TSMC noch viel, viel reicher.
 
Die Headline ist für eine Wirtschaftsnachricht wirklich unglücklich. Das "in den Sand" hätte man auf jeden Fall in Anführungsstriche setzen müssen, damit die übertragene Bedeutung der Redensart "etwas in den Sand setzen" deutlich wird bzw. deutlich wird, dass es hier nicht redensartlich gemeint ist, sondern im Wortsinn.
 
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@denonom Auch wenn Überdramatisierung dem Thema nicht gerecht wird, ist Dürre ein komplexes und vorallem globales Problem. Offensichtliche Auswirkungen wie sinkende Pegel von Flüssen sind nur ein kleiner Teil. Dem läßt sich mit immensen Kosten entgegenwirken, was aber zusätzlich in natürliche Prozesse eingreift. Zudem ist das nicht unendlich skalierbar. Wenn neben der Nutzung für Landwirtschaft und Kühlprozesse noch qualitative Ansprüche bestimmter Produktionsprozesse hinzukommen, wird es entsprechend aufwändiger und damit auch teuerer durch die Aufbereitung.

Dramatischer sind die Auswirkungen auf Trinkwasser in den tieferen Bodenschichten. Das Auffüllen dieser Reserven ist auf regelmäßige Ereignisse angewiesen, damit der Boden das Wasser aufnehmen kann. Starkregenereignisse haben aber den gegenteiligen Effekt. Die oberen Bodenschichten sind zu schnell gesättigt und wirken als Sperrschicht, die das Wasser ablaufen läßt, welches dann über Flüsse als mehr oder weniger starke Flutereignisse ins Meer geleitet werden. Zunahme dieser Ereignisse sorgt für immer weiter sinkende Grundwasserpegel. Diese Ereignisse als Ausgleich zu betrachten ist daher ein gefährlicher Irrtum.

Gerade in Deutschland und auch in allen anderen Regionen ist das dramatischer, als viele wahrhaben wollen. Die saisonalen Ereignisse nehmen stetig ab, währen die Starkregenereignisse und damit verbundenen Wassermengen steigen. Die brandenburger Sandpfanne ist ein extremes Beispiel, da die obere Bodenschicht hier noch schneller auf Starkregen reagiert und mehr Wasser abfließen läßt. Die Kieferwälder sind kein Zeichen von Wasserreichtum, eher das genaue Gegenteil. Musks Kommentar im Zusammenhang mit der Teslafab war hier schon äußerst deplaziert.

Die im Artikel erwähnte Fab steht dazu in einem Gebiet mit noch dramatischeren Verhältnissen. Die hier genutzen unterirdischen Reservoirs entstanden im Laufe von Jahrmillionen und brauchen bei den Umweltbedingungen auch genausolange, um wieder aufgefüllt zu werden, eher länger aufgrund der Veränderungen. Schon die Idee, in diesen Regionen wasserintensive Mandelmonokulturen zu schaffen, ist grandios gescheitert. Die Reserven nehmen weiterhin stetig ab, das wird nicht besser. Auch ein Gegensteuern durch Aufbereitung von Brauchwasser ist kein hundertprozentiger Kreislauf und erkauft nur etwas Zeit.
 
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mytosh schrieb:
Wer braucht schon Wasser, kommt doch aus'm Hahn, genau wie Strom aus der Steckdose.
/s

Wie wir unseren Lebensraum vernichten ist...
Der Mensch ist wirklich ein Virus.
Du könntest ja Vorbild sein und das Internet kündigen.
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Draco Nobilis schrieb:
Na wenn es da mal keine Industriespionage seitens Intel gibt.
Oder einfach gleich staatliche Spionage für USA.

Selbst unfreiwillig wird Intel über Baufirmen sicher viel lernen, allein durch den Bau und Organisation der Fabrik.
So einen Quatsch kann nur jemand schreiben, der vom Thema keine Ahnung hat. Aber sicher kannst du erläutern, was genau Intel davon brauchen könnte und wie es sich auswirkt.
 
Nagilum99 schrieb:
Aber sicher kannst du erläutern, was genau Intel davon brauchen könnte und wie es sich auswirkt.
Wie man eine neue Fab baut, ja Intel kann das auch, aber Intel lernt dennoch vom Marktführer und besten Fertiger der Welt über bsp. Baufirmen. TSMC hat so viel mehr Erfahrung im Fab bauen, da würde sich Intel sicher gern eine Scheibe von abschneiden.

TSMC ist mit mindestens N3 Intel vorraus.
Personalfluktuation ist zwar in der Branche nicht sehr hoch und vertraglich geregelt, dennoch möglich.

Weiterhin ist staatliche Wirtschaftsspionage der USA bereits vielfach bewiesen wurden und ein Motiv dafür liegt ebenfalls vor. (Quasi ein Vor"bestrafter", mit Motiv, Gelegenheit und Mittel).

Meine Meinung also:
Also ja, eine Fab der TSMC in den USA halte ich für ein großes Risiko für TSMC.
Man wird es wohl nur tun, da die USA aufgrund von Sanktionen allen anderen Firmen TSMC Chips jederzzeit verbieten könnte und man dies für die USA so schmerzhaft wie möglich machen möchte, damit es TSMC nicht trifft, wenn die Taiwan Frage irgendwie / irgendwann mal vom Tisch fällt.
 
+1 für die Überschrift

waren wohl einige zu schnell mit der Schadenfreude und meckern deswegen jetzt rum
 
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