Verlegung von CAT-7-Heimnetzwerk-Kabel macht Probleme

Die vorgeschlagene Unterverteilung mittels Switch finde ich eher suboptimal. Zumal dieser sich dann auf dem Dachboden befinden müsste und es dort bei den aktuellen Temperaturen gern mal knapp 40 Grad heiß wird.

Ob das gut ist für eine dauerhaft laufende Technik?

Falls die 5 Draka UC900 partout nicht durchgehen würden durch das 28/29mm-Rohr, könnte ich entweder auf das oben genannte SS26 umschwenken, oder aber ich belasse es einfach bei 1 Dose bzw. 1 Strang pro Raum.

Heutzutage plant man Neubauten zwar mit mehreren LAN-Strängen pro Raum, aber aktuelle Neubauten haben dann halt höchstwahrscheinlich auch wesentlich breitere Leerrohre zur Verfügung als die alten 30 Jahre alten Teile, die bei uns verbaut sind. Damals dachte halt noch keiner an LAN-Versorgungen.
 
Kreacher schrieb:
Die vorgeschlagene Unterverteilung mittels Switch finde ich eher suboptimal.
Klar, optimal wäre das nicht. Aber halt bestmöglich.

Würde ich auch vom Aufwand für die Verlegung im OG abhängig machen. Wenn du dort dann jahrelang Ruhe haben willst zieh die Kabel jetzt. Wenn du später auch noch verlegen kannst dann mach die Lösung bis in den Keller.
Kreacher schrieb:
Zumal dieser sich dann auf dem Dachboden befinden müsste und es dort bei den aktuellen Temperaturen gern mal knapp 40 Grad heiß wird.

Ob das gut ist für eine dauerhaft laufende Technik?
Kenn ich von meinem Dachboden. Die 7490 hälts bisher aus.
 
Wenn bei einer Unterverteilung im OG die Angst vorherrscht, der Uplink in den Keller könnte überlastet werden, dann würde ich dagegen gleich eine LWL zwischen UG und DG in das Leerrohr ziehen und dann kannst du bei Bedarf dort auch 25, 40 oder mehr Gbps durch jagen.....

Habe bei meinen Haus mit dem noch nicht ausgebauten DG, aber perspektivisch auszubauendem DG gleichen Punkt. Kommt zwischen Hauptrack im HAR halt oben ein Switch in die Trockenbauwand (inter einer Klappe), der per LWL das Signal aus dem EG entgegen nimmt.

Gibt auch LWL Keystone Kupplungen (wurde hier glaube ich schon mal erwähnt). Man ist ja nicht gezwungen ausschließlich eine Technologie zu verwenden.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Incanus
Also, um hier mal Nägel mit Köpfen zu machen - hier meine Zusammenstellung bzw. Planung:

Keystones: Telegärtner AMJ-SL 4x90

Vorteil:
nur 32mm lang und das Kabel kann aber oben, unten, links, oder rechts zugeführt werden. Extra für enge Dosen konzipiert, sodass das CAT-Kabel nicht geknickt werden muss.

Falls ich nun bei der CAT-7-Planung doch in dieser besagten 45mm-Unterputz-Verschalung rauskomme und nicht noch einen anderen Weg nehme, für den man aber schräg durch die Wohnzimmerwand in den Keller runter bohren müsste (dafür aber deutlich kürzerer Weg), dann sind die Keystones sicherlich im Vorteil. Auch da das Kabel ja schräg von oben rechts ankommt.

Nachteil:
Im Vergleich zu AMJ-SL-25G aber kein 25GBASE-T in einem 30-m-Class-I-Channel möglich. Dies wäre aber ohnehin nur bis max. 30m Kabellänge möglich und selbst die alten, bestehenden sind schon mindestens 40m lang. Unter 30m komme ich also eh nicht.

Patchpanel: Aufputzpanel METZ Keystone AP-Gehäuse, 12-port, weiß

Netzwerkkabel:

Bestehender Bestand: 2x Leoni Megaline F6-90 S/F 4P H

Neu zu verlegen: 3x Draka UC900 für alle Strecken oder falls es mit dem 28mm-Leerrohr zu eng wird, für die 60m-Strecke vom Wohnzimmer ins UG via OG/Dachboden 1x Draka UC900 und für die 2x 40m-Strecken von den OG-Zimmern ins UG (als jeweils zweite Leitung zu den bereits bestehenden Leoni in den Zimmern) dann das UC Home SS26 aufgrund des geringeren Außendurchmessers. Da die Strecke hier unter 60m Länge liegt, würde das UC Home SS26 hier auch nicht ins Gewicht fallen bezüglich 10GBASE-T, die im Gegensatz zum Draka UC900 nur bis 60m gelten.

Falls allerdings direkt von der Wohnzimmerwand schräg runter in den Keller gebohrt wird, entfällt sowohl die längere 60m-Strecke über das OG / den Dachboden als auch die beengte 45mm-Dose im Wohnzimmer und somit auch 1 Kabel, was durch das 28mm-Leerrohr auf dem Dachboden müsste. Dann wäre die Strecke Wohnzimmer-UG ebenfalls das Draka UC900 und auf dem Dachboden blieben nur noch die 2 Backup-Kabel zu den bereits bestehenden Leoni-Kabeln in den OG-Zimmern übrig, die durch das 28mm-Rohr müssten. Das können dann auch 2x Draka UC900 sein, denn 2 von denen sollten ja sicherlich durchs 28mm-Rohr passen. Die 2 Leoni-Kabel haben ja auch durch das parallel liegende Rohr mit selbem Durchmesser gepasst.

Soweit mal meine Planung. Was meint ihr? Abgesegnet oder Änderungsvorschläge?
 
Kreacher schrieb:
Telegärtner kann man machen, ist sehr gut, nur eben relativ teuer.

Kreacher schrieb:
Kannst du machen. Ist aber im Grunde völlig umme welches du nimmst. Das ist letztlich nur ne Metallkiste mit eckigen Löchern.

Kreacher schrieb:
2x Leoni Megaline F6-90 S/F 4P H
Ist nichts dolles, Cat6 Patchkabel halt, erfüllt letztlich den Zweck, Kostet aber eh auch nur nen Appel und nen Ei ein neues Cat8 Patchkabel.
Kreacher schrieb:
Da die Strecke hier unter 60m Länge liegt, würde das UC Home SS26 hier auch nicht ins Gewicht fallen bezüglich 10GBASE-T, die im Gegensatz zum Draka UC900 nur bis 60m gelten.

Wo die 60 m herkommen - keine Ahnung - habe ich evtl. auch nicht gesehen. Aber Cat7 ist bei 10 GBase-T bis 100 m spezifiziert. Hier ist ne Übersicht.
Aber, selbst wenn mal ein Kabel länger ist, heißt das auch noch nicht, dass es nicht funktioniert. Es könnte nur zu Fehlern kommen. Bei den hohen Frequenzen die hohe Bandbreiten bei Cat7 und 8 benötigen kommt es insbesondere auf die sorgfältige Arbeit an den Steckern / Keystonemodulen an. Aber ob das alles wirklich "perfekt" gemacht wurde, lässt sich ohne teures Messequipment eh nicht sicherstellen. So 20 € Klingeltester reichen dafür jedenfalls nicht aus um das sicherzustellen. Für den Heimbereich ist dieser Perfektionismus und die Beweisführung aber auch völlig unnötig.

Kreacher schrieb:
Ist zwar ein Litzen- und kein klassisches Verlegekabel, aber mit den von dir geplanten Modulen von Keystones kombinierbar.

Persönlich würde ich der Seite ProfiPatch mal einen Besuch abstatten und prüfen ob die nicht das haben was du brauchst und willst. Dort gibt es so ziemlich alles was im Netzwerkbereich nötig ist und du kannst u. U. ein paar € sparen. Und nein, ich habe weder etwas mit dem Unternehmen zu tun, noch bekomme ich irgendwas dafür.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: conf_t
GrillSgt schrieb:
Telegärtner kann man machen, ist sehr gut, nur eben relativ teuer.

Gäbe es billigere, die vielleicht ebenfalls nur 32mm lang sind und 4x90-Einfädeloption hätten? Billiger ist natürlich immer besser, sofern nicht gerade erheblich die Qualität drunter leiden würde.

GrillSgt schrieb:
[2x Leoni Megaline F6-90 S/F 4P H]

Ist nichts dolles, Cat6 Patchkabel halt, erfüllt letztlich den Zweck, [...]

Die 2 LEONI Megaline wurden bereits 2008 verlegt im Haus, deshalb schrieb ich ja "Bestand" dazu. Soll heißen, die liegen schon fest verlegt und angeschlossen. Einzig auf die Enden kommen dann halt die Keystones.

Zudem ergaben meine Recherchen allerdings, dass es sich einerseits beim LEONI Megaline F6-90 S/F 4P H um ein CAT-7-Kabel handelt, kein CAT6, und andererseits für das Alter und die Zeit (Verlegung nämlich 2008) es erstaunlich bzw. außerordentlich gut gewesen sein soll. Mit dem aktuellen Prysmian Draka UC900 hält es bis auf die Brandschutzklassifizierungen in allen technischen Aspekten die Waage, hat im Vergleich zum Draka UC900 vom Datenblatt her sogar hie und da noch die bessere Dämpfung.

Bin erstaunt, welch gutes Kabel der Elektriker vor knapp 20 Jahren da ausgesucht hat. Also entweder stimmen hier meine Recherchen nicht, oder du meintest vielleicht ein anderes Kabel?

GrillSgt schrieb:
[Draka UC900]

Ist zwar ein Litzen- und kein klassisches Verlegekabel,

Wie kommst du darauf? Das gekaufte Kabel ist ein UC900 HS23 CAT.7 AWG23/1 S/FTP

Die „/1“ lässt meines Wissens nach auf eindrähtig/massiv schließen. Im Draka-Katalog wird das Kabel ausdrücklich als „Installation Cable“ genannt?

GrillSgt schrieb:
Wo die 60 m herkommen - keine Ahnung -

Aber ich. Denn das ist eben die (zugegeben großzügig) gemessene / überschlagene Strecke, die es in unseren Räumlichkeiten braucht, um vom EG/Wohnzimmer erstmal via Kabelkanal hoch ins OG auf Dachboden 1 zu gelangen und von dort durch Dachboden 1 auf Holzdeckenbalken entlang rüber zu Dachboden 2, dort ebenfalls wieder ein stück an der Wand entlang und dann hin zum besagten 35 / 28mm-Hauptleerrohr, welches die Eingangspforte runter ins UG ist, von dort wieder durch diverse Räume und Kabelschächte schließlich zum Hauptrouter / Patchpanel.

Daher kommen die 60m.

Es gäbe aber, wie gesagt, auch eine kürzere Strecke, nämlich wenn man den Umweg von EG/Wohnzimmer über OG/Dachboden vermeidet und vom EG direkt schräg in der Wand runter bohren würde ins UG. Dann wäre die Strecke von Wohnzimmer zu Patchpanel im UG vermutlich sogar keine 20m lang. Dieser Weg beinhaltet aber Wand aufbohren. Der längere 60m-Weg kommt ohne Bohren aus und nutzt bereits vorhandene Leerrohre.

GrillSgt schrieb:
Aber Cat7 ist bei 10 GBase-T bis 100 m spezifiziert.

Anscheinend hängt das aber von der Kabelspezifikation ab. Cat7 ist ja nicht gleich Cat7. Das Draka UC900 ist 10 GBase-T bis auf 100m spezifiziert. Das erheblich dünnere und von @xexex weiter vorne genannte UC Home SS26 hat aufgrund der geringeren Dicke halt einen dünneren Kupferleiter und ist somit von der Spezifikation her nur noch auf 60m 10 GBase-T spezifiziert. Dafür hat es aber den Vorteil, dass es aufgrund der Dünne evtl. besser zu verlegen wäre als 5x Draka UC900.

GrillSgt schrieb:
Aber ob das alles wirklich "perfekt" gemacht wurde, lässt sich ohne teures Messequipment eh nicht sicherstellen. So 20 € Klingeltester reichen dafür jedenfalls nicht aus um das sicherzustellen.

Ja, das hatte ich auch gelesen. Haben normale Dorf- oder Stadtelektriker denn solches Equipment, um so eine Leitung ordentlich durchtesten zu können, oder muss da wirklich schon ein rein zertifizierter Netzwerktechniker antanzen dafür?

GrillSgt schrieb:
Persönlich würde ich der Seite ProfiPatch mal einen Besuch abstatten und prüfen ob die nicht das haben was du brauchst und willst. Dort gibt es so ziemlich alles was im Netzwerkbereich nötig ist und du kannst u. U. ein paar € sparen.

Danke für den Tipp - werde ich mal vorbeischauen. Wie oben schon gesagt: billiger ist mir immer lieber, sofern nicht direkt auch die Qualität (erheblich) leidet.
 
Zuletzt bearbeitet:
Kreacher schrieb:
Ja, das hatte ich auch gelesen. Haben normale Dorf- oder Stadtelektriker denn solches Equipment, um so eine Leitung ordentlich durchtesten zu können
Eher nicht. Bei größeren Elektriker, die Netzwerkverkabelung explizit bewerben, würd ich sowas erwarten. Aber bei 1-3 Mann-Elektrikern nicht.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Kreacher
Kommt darauf an. Mein 17-Uhr Elektriker, der als Hochspannungselektriker beim regionalen Netzbetreiber hauptberuflich arbeitet, hat die von mir aufgelegten Keystones mit nem ordentlichen Fluke durchgemessen und 10 Gbps bestättig.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Kreacher
Ich habe den Eindruck, dass du dir das viiiiiiel zu komplziert machst.
Kauf dir einfach passende Keystones mit CAT7 z.B. von deleyCON und nen CAT7 Verlegekabel. Das wird easy 10GbE schaffen, gerade im Heimnetzwerk.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: conf_t
v3nom schrieb:
Kauf dir einfach passende Keystones mit CAT7 z.B. von deleyCON und nen CAT7 Verlegekabel.

Genau das habe ich doch auch vor, deswegen oben ja die Auflistung. Keystones hatte ich oben ja schon ausgesucht. Das CAT7-Verlegekabel (Draka UC900) liegt ja bereits hier rum.
 
Ich möchte jetzt nicht auf jede Frage eingehen. Ob es kürzere, andere Keystonemodule gibt, kann ich auch nicht sagen ohne das zu googlen. Ich denke mal, solche kurzen Bauformen sind nicht so gängig und viele Alternativen wird's nicht geben.

Wie gesagt, die 60 m sind eh kein Problem. Ich würde mir aber keine Gedanken machen ob das Kabel nun 10 GBase-T schafft oder nicht. Wir sprechen von einem Kabel. Da ist nicht sofort bei 60,1 m schlagartig "Ende". Das Problem dieses Kabels ist einfach der Adernquerschnitt, AWG26. Normal ist es eher AWG22 oder AWG23.

Ich bin aber auch der Meinung - wie hier schon angesprochen wurde - dass du das ganze etwas zu sehr verkomplizierst. Leg die Kabel so wie du sie brauchst und nimm das was dir gefällt. Du wirst keine Probleme bekommen und auch keinen Flaschenhals haben. Vor nun gut 25 Jahren verlegte CAT-Kabel erfüllen heute selbst in Bürogebäuden noch völlig anstandslos und völlig ohne jede Einschränkung ihren Dienst. Und ehrlich gesagt sehe ich aktuell nicht, dass das in absehbarer Zeit anders wird.

Was das Thema mit dem Messen angeht, wurde ja schon was zu geschrieben. Ich kenne ein paar Elektrobuden und selbst z. T. mittelständige Unternehmen in dem Bereich verfügen nicht über das notwendige Equipment - auch wenn oft was anderes behauptet wird. Fällt dann meist auf wenn die Frage nach dem Messprotokoll gestellt wird. So ein Fluke, der auch nen Abnahmeprotokoll fertigen kann kostet gern mal so viel wie ein Kleinwagen.
Umgekehrt kenne ich ein Unternehmen, mit Chef + 2 MA's der über das notwendige Equipment verfügt - jedenfalls für den Kupferbereich - allerdings arbeiten die auch viel im Netzwerkbereich. Übrigens: wenn's ums Glasfaser geht, wird die Sache noch um Längen komplizierter.

Mein Vorgehen wäre:
Du kaufst dir, die von dir besagten Teile und fängst einfach mal an. Übung macht hier den Meister. Ich habe in meiner Eigentumswohnung alle Dosen, Deckenauslässe, im Sicherungskasten sowie das Patchfeld selbst angeschlossen. Dazu noch nen Billiger Netzwerktester wie diesen, ein Jokari bzw. Knipex Abmantelungswerkzeug (wenn nicht vorhanden) und sinnvollerweise eine Wasserpumpen- oder Kombizange sowie nen Seitenschneider (der sehr bündig abschneiden kann) und fertig. Wenn du dich einmal etwas eingegroovt hast mit den Modulen geht das recht leicht von der Hand. Videos gibt es zu Hauf im Netz. Einzig in den UP-Dosen ist es manchmal etwas fummelig wg. des Platzes. Aber bekommt man alles mit etwas Ruhe hin. Im Zweifel einfach mal ne Trockenübung machen, Tester dran und freuen oder ggfls. lernen wo der Fehler war / ist. Zur Not noch mal alles auf Anfang - die Keystonemodule sind wiederverwendbar.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: Kreacher, v3nom und conf_t
Vodafone Glasfaser
Zurück
Oben