Verlegung von CAT-7-Heimnetzwerk-Kabel macht Probleme

Ranayna schrieb:
@xexex hat das Bild geaendert :D
Sorry, auf dem ursprünglichen Bild war das nicht so klar. Aber auch bei den "üblichen" Keystones ist so eine Zange hilfreich, es gibt sogar ein "Spezialwerkzeug".
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Technisch gesehen braucht man aber zwingend nur einen flachen Seitenschneider, alles andere ist eher als Hilfsmittel zu sehen.
Ergänzung ()

Kreacher schrieb:
Für sowas müsste ich die Kabel aber alle aus dem LSA-Patchpanel lösen und durch das Wandloch ziehen, damit ich sie auf der anderen Seite der Wand in den Kabelschächten neu anordnen kann. In dem Zuge böte sich dann ja anstatt dem Neuauflegen auf das LSA-Patchpanel direkt das Auflegen an so einen RJ45-Keystone an?
Jupp.... Aber berücksichtige bitte, man sollte die Kabel nicht einfach so rausrupfen und dann in die Keystones einlegen. Je nach LSA Schiene sind die bestehenden Adern zu weit angeschnitten und brechen dann ab oder halten nicht richtig. Am besten abschneiden und neu abisolieren, natürlich nur wenn noch genug Länge vorhanden ist.

Kreacher schrieb:
Braucht es dafür dann überhaupt eine Blende, oder könnte man die Patchkabel vom Router nicht auch so direkt in das RJ45-Keystone-Kabel stecken, also ganz ohne verbautes Panel/Blende?
Für die Optik ja, für die Funktion nicht. Es reicht aber auch sowas.
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Wie ich bereits schrieb, ist es mit der Grund wieso ich Keystones empfehle, man ist damit endlos flexibel.
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Für den Schreibtisch gibt es zum Beispiel sowas in allen Größen und Formen.
1786538340940.png

https://www.delock.de/produkte/G_3HLT_8_1/2.html
 
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Kreacher schrieb:
Würde es in dem Zuge dann auch Sinn machen, die Unterputz-LSA-Dosen auf der anderen Seite des Kabels / in den Räumen durch Keystone-Dosen zu ersetzen? Oder bringt das keinen Gewinn?
Ne, wozu? Sollten nur beide Seiten mit Schema A oder B identisch belegt sein
 
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xexex schrieb:
Am besten abschneiden und neu abisolieren, natürlich nur wenn noch genug Länge vorhanden ist.

Da habe ich insb. bei 2 schon älteren, bestehenden CAT7-Leitungen gerade erhebliche Bedenken, denn die sind eigentlich schon gerade so auf den letzten cm auf das LSA-Patchfeld aufgelegt. Kabelreserve zum Ziehen gibt's da keine mehr. Die einzige Möglichkeit, künstlich mehr Länge zu erzeugen, wäre, das Wandloch, durch das alle Kabel kommen, an einer höheren Stelle der Wand (auf der Rückseite der Wand laufen alle Kabel von der Decke kommend im Kabelkanal zum gegenwärtigen Wandloch) an einer höheren Stelle neu zu bohren, sodass ich somit den von der Decke runterlaufenden Kabeln etwas entgegenkomme. Müsste dann halt das jetzt bestehende Wandloch wieder zugipsen. Wie das dann optisch aussieht, ist die andere Frage.

Bei den restlichen 5 Kabeln könnte ggf. noch etwas Spielraum/Reserve zum frisch Abisolieren da sein, aber auch da bin ich gerade auswendig nicht 100% sicher.

v3nom schrieb:
sollten nur beide Seiten mit Schema A oder B identisch belegt sein

Das heißt, ich müsste also erstmal rausfinden, nach welchem Schema das Kabel in den LSA-Dosen belegt ist, um damit dann auf dieselbe Weise die Keystones zu belegen? Dann muss ich erstmal alle Dosen aufschrauben und nachsehen.

Noch eine andere Frage:
bei dem jetzt gerade zu verlegenden CAT7-Kabel komme ich in einer bereits vor 30 Jahren eingebauten, aber bislang unbenutzten Unterputz-Plastikverschalung mit 45mm Tiefe an - wie im Ausgangsbeitrag schon gesagt. Habe gerade gelesen, es gäbe extra kurze Keystone-Module oder auch solche mit 90°-Kabeleinlass. Wäre das eine Möglichkeit, um dieses 45mm-Wandloch nicht auch noch tiefer bohren zu müssen? Das CAT7-Kabel kommt in dieser UP-Verschalung von rechts oben aus dem Leerohr an, so ca. 14 Uhr auf der Uhr.

Oder dort notfalls einfach gar keine Unterputzdose hin und das Kabel einfach so aus der Wand kommen lassen mit dem RJ45-Keystone und dann das Patchkabel drauf? Sieht halt dann vermutlich nicht so schön aus.
 
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Kreacher schrieb:
OK, interessant. Wusste gar nicht, dass es sogar schon CAT-8 gibt.
Gibt es schon seit Jahren. Die Kabel waren aber viel zu teuer und es gab auch keine Patchdosen oder Patchfelder. Hinzu kam die von @Gohst angesprochene Steckerthematik. Neuerdings kosten Cat8 Kabel nicht mehr viel, kann man kaufen, kann man aber auch lassen - wird nicht wirklich gebraucht, schadet aber auch nicht es zu machen.

Kreacher schrieb:
OK, was heißt das nun für mich und meine bestehende Netzwerkinstallation? Die fußt, wie gesagt, mit aktuell 6 bestehenden CAT-7-Kabeln auf dem Patchpanel
Absolut nichts! Cat7 kann 10 Gbe. Das Ist bis heute noch kein Standard bei den Endgeräten wie Laptops, Computern etc. Manche örgeln sogar noch mit 100 Mbps rum (TV's z. Bsp.) rum. Du bist Bestens versorgt. Selbst moderne "Hochleistungs Access Points für's WLAN" sind damit kein Problem. Ergo: keine Gedanken machen bei Cat7. Selbst in vielen Neubauten wird noch Cat7 gelegt. Auf absehbare Zeit gibt es da keine Notwendigkeit was dran zu ändern.

Kreacher schrieb:
Erdung des Patchpanels gibt's da auch nicht.
Zur Erdung wurde ja schon was geschrieben. Das gehört an die Potenzialausgleichscchiene des Hauses. Dass das nicht gegeben ist, ist absolut nicht untypisch für die Verkabelung und sieht man oft so. Das Problem ist oft, wie komme ich von da wo das Patchfeld ist, zum (Fundament)-Erder der meist im Keller ist.
Das nicht Erden kann auch gut gehen, macht aber etwa mit Power over Ethernet (PoE) mitunter Probleme, kann schlechte Datenraten, Verbindungsabbrüche und im Worst-Case unter Spannung stehende Teile zur Folge oder Hardware beschädigen. Ergo: Es ist schlicht keine fachlich korrekt ausgeführte Installation. Für alles weitere, einfach Googlen oder ne KI befragen.
Ebenso sei erwähnt, dass es auch nicht in Ordnung ist, sogar gefährlich sein kann (wie das früher oft gemacht wurde) das Patchfeld an einen Heizkörper oder gar eine Steckdose gegen den Schutzleiter zu erden.

Auch Aussagen wie "Der Switch ist doch geerdet am Patchfeld" sind Nonsens und reichen keinesfalls aus.
 
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Wenn man einige LSA-Dosen und ein LSA Patchfeld im Bestand hat, macht es keinen Sinn jetzt auf Keystones zu wechseln.
Am Thema geht das völlig vorbei.
Nachteil bei Keystones ist vor allen Dingen man braucht unterschiedliche je nach Kabeldurchmesser.
Ein großer Vorteil ist das mit Keystones auch UP-Dosen mit geringer Tiefe gehen. Mit LSA ist das sehr schwierig bis unmöglich.
Wenn man durch ein Leerohr im Bestand nicht mit Einzugshilfe durchkommt, schaue ich als erstes nach den Fussleisten. Ob jemand reingebohrt hat. Als nächstes nach Bildern und Nägeln, Regalen wo irgendwas gedübelt wurde.
 
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Es soll ja das Patchfeld eh versetzt und neu angeschlossen werden, da kann es schon sinnvoll sein auf vom ungeübten Laien einfacher zu verarbeitende Technik zu gehen. Die andere Seite, sprich die Dosen müssen ja nicht angepackt werden, wie schon mehrfach erwähnt.
 
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hildefeuer schrieb:
Ein großer Vorteil ist das mit Keystones auch UP-Dosen mit geringer Tiefe gehen. Mit LSA ist das sehr schwierig bis unmöglich.

Genau das wäre bei mir ja bei der nun zu verlegenden CAT7-Leitung der Fall. Die kommt im Wohnzimmer in einer Plastik-Unterputzverschalung raus, die nur 4,5cm tief ist. Ursprünglich war dort mal eine Lautsprecheranschlussdose. Vermutlich deshalb die geringe Tiefe.

Optimal wäre, wenn trotz der geringen Tiefe und ohne Rumgebohre eine Cat7-Leitung samt Unterputzdose Platz finden würde. Ich hatte eben mal gelesen, dass es sehr kurze Keystone-Module gäbe und auch welche, bei denen das Kabel seitlich und nicht von hinten angeschlossen wird. Das wäre hier ja dann von Vorteil?
 
Wie weit ist die Strecke, und von wo kommt das Kabel in die UP Dose?
In 4,5 Zentimeter sollte eine klassische LSA Dose eigendlich grade so noch passen, aber das geht dann nur, wenn das Kabel gedrueckt/gezogen werden kann, und der Kabelauslass der Dose passend ausgerichtet ist.
 
Kreacher schrieb:
Ich hatte eben mal gelesen, dass es sehr kurze Keystone-Module gäbe und auch welche, bei denen das Kabel seitlich und nicht von hinten angeschlossen wird. Das wäre hier ja dann von Vorteil?
Musst du entscheiden, es gibt da einige Varianten von renommierten (übrigens allesamt deutschen) Herstellern.

Angeschrägt, hier von Ruthenbeck.
1786557503058.png

https://www.rutenbeck.de/produkte/d/i/data/geschirmt-(stp)-universalmodule/10gb-universalmodul,-geschirmt,-fuer-keystone-modulausschnitte/um-cat.6a-iso-10g

Kurz vom gleichen Hersteller.
1786557751228.png

https://www.rutenbeck.de/produkte/d/i/data/geschirmt-(stp)-universalmodule/25-10gb-universalmodul,-geschirmt,-fuer-keystone-modulausschnitte/um-cat.6a-iso-25-10g

Oder gleich 90° von Metz
1786557545758.png

https://www.metz-connect.com/fachth...m-fuer-vielfaeltige-applikationen.3f2.de.html

Da muss man halt nur etwas aufpassen, die passen natürlich nicht in beliebige Gehäuse rein. Dafür reicht man sich im Sauerland gerne gegenseitig die Hand. (Ruthenbeck) ;)
- mit separat erhältlichem Montageadapter passend zu TAE-Designabdeckungen der Schalterindustrie (Berker, Busch-Jaeger, GIRA, Jung, Merten usw.)
 
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Ranayna schrieb:
In 4,5 Zentimeter sollte eine klassische LSA Dose eigendlich grade so noch passen

Es geht ja jetzt nicht mehr um LSA, sondern um Keystone? Das Kabel kommt von schräg rechts oben aus dem Leerrohr (ca. 14 Uhr). Optimal wäre also, wenn es ein Keystone-Modul gäbe, wo es auch direkt von schräg rechts oben reingehen würde, dann müsste man in der kleinen 45mm Dose nicht erst noch das starre CAT7-Kabel hin- und herwinden.

Die Strecke vom EG / Wohnzimmer bis zum Hauptrouter / Patchpanel im UG sind schätzungsweise 40-50m Kabellänge. Der Weg geht vom Wohnzimmer / EG erst mal hoch ins OG auf den Dachboden und von dort wieder in einem anderen Leerrohr runter ins UG.
 
Najo, du hast oben ja generelle CAT7 Dosen ins Spiel gebracht. Jenach Situation wirst du die in eine 4,5 Zentimeter Dose schon reinbekommen. Kurze Keystones sind da besser, aber auch nicht unbedingt trivial. In soeiner Dose ist halt leider wirklich nicht viel Platz fuer einen "Serviceloop", wenn du das Kabel nicht zurueckschieben, bzw. vom anderen Ende ziehen kannst nachdem du mit dem Auflegen fertig bist.
 
Kreacher schrieb:
wo es auch direkt von schräg rechts oben reingehen würde
Denkfehler. Du musst ja genug Kabel übrig lassen um außerhalb der Dose die Keystones zu montieren. Da hast du dann 10-20cm oder mehr übrig, die du in der Dose verstauen musst. Daher ist die Richtung nicht direkt daran auszurichten, von wo das Kabel herkommt. Ob gewinkelt oder nicht ist eher die Frage wie tief die Dose ist. Zudem kann man Keystones um 180° umgedreht einbauen.
 
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