Verlegung von CAT-7-Heimnetzwerk-Kabel macht Probleme

Kreacher

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Liebes Forum,

als fachfremder Laie mache ich mich hobbymäßig zum ersten Mal selber daran, CAT-7-Kabel im Haus zu verlegen. Ob ich mir auch das finale LSA-Auflegen auf Patchpanel und Dose zutraue, oder dafür doch lieber den Elektriker/Netzwerktechniker kommen lasse, wird sich zeigen. Das Verlegen selber, so dachte ich, sollte doch aber machbar sein.

Nun kommen aber schon die ersten Probleme:

1.) Mit dem Kabel muss ich durch ein noch freies, unbenutztes Leerrohr von 3,5cm Breite (also relativ groß eigentlich für eine CAT-7-Einzelleitung). Sowohl Kabel aber auch (billige) Einziehdraht-Hilfe bleiben irgendwann gefühlt auf der Hälfte der Strecke durch das gerillte Rohr stecken bzw. wollen nicht mehr so richtig weiter, egal wie sehr ich von oben schiebe.

Dieses Rohr ist aber die einzige Möglichkeit, über mehrere Stockwerke in den Keller zum Hauptrouter und zum Hauptpatchpanel zu gelangen, wo das Kabel dann via LSA aufgelegt werden soll. Habe mir im Baumarkt nun Kabelspray geholt, das extra zum besseren Verlegen durch Rohre gedacht sein soll. Wie genau muss das angewendet werden? Vorher in das Leerrohr sprühen? Oder in regelmäßigen Abständen beim Einziehen in das Rohr das Kabel immer wieder ansprühen? Oder doch eher versuchen, lieber zuerst die Einziehhilfe durchzubekommen?

2.) Das andere Ende des Kabels soll im Ziellraum in einer bereits vorhandenen, aber noch nie genutzten, in der Wand eingelassenen Unterputz-Plastikverschalung für Unterputzdosen rauskommen. Eigentlich müsste somit dann nur noch die passende Unterputzdose drauf und fertig. Nun ist die vorhandene Verschalung aber nur 4,5cm tief. Kurze Recherchen (inkl. Google-KI) sagten mir, für ein CAT7-Kabel inkl. Unterputzdose sei das schon sehr grenzwertig. Besser wären mindestens 6 oder mehr cm Tiefe.

Geht das noch, oder müsste man da tatsächlich die Lochtiefe in der Wand erhöhen und eine tiefere Verschalung einlassen? Alternativ dachte ich daran, statt einer Unterputzdose dort dann einfach eine Aufputzdose zu setzen, sodass die vorhandene Verschalung dann als Freiraum für das Kabel dient? SIeht dann halt optisch nicht ganz so schön aus wie Unterputz, aber könnte man auch noch mit leben.

3.) Wenn ich nun schon dabei bin, neue Leitungen zu verlegen, wollte ich auch die Anordnung / Kabelführung zum und am Patchpanel im Keller abändern. Ich müsste also die bereits vorhandenen CAT7-Kabel vom Patchpanel (LSA) aus den Klemmen lösen, die freien Kabel dann neu anordnen (z.B. durch einen neuen Kabelkanal etc. hin zum Patchpanel legen) und am Ende alle wieder aufs Patchpanel crimpen. Habe ich schon 1x gemacht und wäre in der Theorie kein Problem, in der Praxis aber sind einige der bereits vorhandenen CAT7-Kabel bereits an ihrem äußersten Ende der Länge, wo sie am Patchpanel ankommen. Das heißt, es gibt für manche Kabel kaum noch Zugreserve, um sie nach einem Ablösen vom Patchpanel nochmal ein paar cm dahinter neu abzuisolieren und die Adern frisch / unbenutzt wieder aufs Panel zu crimpen.

Die Frage wäre nun also, ob es schädlich wäre oder unvorteilshaft, die selben Adern, die ich vom Panel rausgelöst habe, dann einfach wieder erneut drauf zu crimpen, oder ob es zwingend besser wäre, für's Neuauflegen möglichst wieder unbenutzte Adern zu verwenden? Wenn das der Fall wäre, müsste ich mangels Kabelreserve versuchen, das gesamte Patchpanel ein paar cm zu verschieben, sodass sich bei den ankommenden Kabeln wieder etwas mehr Reserve zum Abisolieren bilden würde.

Alternativ dachte ich schon daran, die betroffenen Kabel in einer Aufputzdose enden zu lassen und dann von dort mittels herkömmlicher konfektionierter LAN-Kabel die letzten cm zum Patchpanel zu überbrücken. Sie würden dann halt nicht mehr direkt auf dem Panel aufliegen, sondern hätten dann halt schon 1x eine Überbrückung im Leitungsstrang drin..

Was meint ihr?
Vielen Dank euch!
 
Kauf dir eine günstige Endoskopkamera mit ausreichender Kabellänge und schau dir mal das Leerrohr innen an. Gibts z.B. bei Amazon für um die 30 Euro.
 
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Versuch es mal mit Kabelgleitgel.. hört sich komisch an, wirkt aber manchmal Wunder!
 
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Moin, Kabel sind schon verlegt?
Hätte dir sonst Draka Home empfohlen habe ich im Ganzen Haus verleg. Dazu habe ich die ganzen Fernseh-Kabel (Coixial Kabel entfernt/getauscht).
Das mit 4cm wird wirklich sehr knapp mit einem passenden Lochbohrer vergrößern kommt nicht in Frage?
 
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Kreacher schrieb:
als fachfremder Laie
Benutzt du besser Keystone Dosen und Patchpanel, ist einfacher und werkzeuglos.
 
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gunters schrieb:
Kauf dir eine günstige Endoskopkamera mit ausreichender Kabellänge

Habe schon eine reingelassen, die man direkt am Handy anschließen kann. Aber auch die kam irgendwann nicht mehr weiter, gesehen habe ich aber nichts. Ich glaube eher, dass sie wegen der Rillen am Rohr irgendwann gehakt hat. An für sich müsste/sollte das Rohr eigentlich frei sein.

bam_alter schrieb:
Moin, Kabel sind schon verlegt?

Naja, nur zum Teil. Durch das große 3,5cm Leerrohr, was die einzige Möglichkeit runter in den Keller ist, komme ich aktuell ja nicht durch.

Das zu verlegende CAT7-Kabel ist tatsächlich auch ein Draka / Prysmian vom Hornbach.

conf_t schrieb:
benutzt du besser Keystone Dosen und Patchpanel

Die bestehende Infrastruktur samt Patchpanel ist aber leider schon auf LSA ausgerichtet. An für sich ist das Crimpen und Auflegen nicht das Problem - das Problem ist eher die Verlegung und die Kabellänge, siehe die 3 Punkte im Ausgangsthread.
 
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Wird das Kabel geschoben oder gezogen? Ziehen ist natürlich einfacher
 
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@maxik Um es durch das Leerrohr zu bekommen, egal ob vom einen oder anderen Ende, muss es in das Leerrohr entsprechend reingeschoben werden. Das obere Ende führt dann eben nach unten in den Keller, das untere Ende würde dann eben vom Keller ins OG führen. Also egal, von welcher Seite ich anfange, das Kabel muss ja immer zuerst ins Leerrohr reingeschoben werden, außer die Einziehhilfe wäre bereits im Rohr, dann könnte zusätzlich am anderen Ende noch daran gezogen werden.

Aber auch die Einziehhilfe geht ja aktuell nicht wirklich durch...
 
Das ist leider immer mal wieder ein Problem mit Wellrohren. Glatte Innenwände sind da natürlich erheblich einfacher.

Du kannst versuchen etwas an der Spitze der Einziehhilfe zu befestigen (z.B. die schon genannte Watte), das den Rohrdurchmesser einigermaßen füllt, aber rundum noch leicht Platz hat. Dann saugst du mit einem kräftigen Staubsauger an einem Ende an und versuchst die Einziehhilfe so einmal durchzubringen. Damit sollte dann das eigentliche Kabel einziehbar sein.
 
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Ahoi,
Zughilfe durch Leerrohr hatte ich vor ein paar Jahren auch als Aufgabe beim Netzwerk erweitern. Hier habe ich mit einem Staubsauger ein bauschig gefaltetes Taschentuch an einer dünnen Schnur als Zughilfe durchgesaugt - hat super funktioniert.
Ab der Schnur dann das Verlegekabel (in Längsrichtung mit Ducttape angebunden/geklebt) hinterher gezogen.
 
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Gibt es eventuell noch eine alte Coax Verkabelung?
Hab das in meinem Altbau über "Ethernet over Coax" Adapter gelöst, weil ich genau vor dem gleichen Problem stand und nicht die Wände aufstemmen wollte.
Über diese Lösung bekomme ich 2,5 Gbit übertragen und das stabil seit 8 Jahren.


Adapter Beispiel
 
Es gibt alte Coax-Kabel, aber selbst die gehören eigentlich mal ausgetauscht. Die sind mindestens 30 Jahre alt. Ich versuche es mal mit dem Staubsauger.

Irgendwie muss es ja durchgehen. Notfalls muss eben der Elektriker/Fachmann kommen - die haben da vielleicht nochmal anderes Equipment bzw. keine billige Einziehhilfe für 10€.
 
ich würde es auch so probieren wie viele hier geschrieben haben: eine leichte dünne Paketschnur mit Watte/Papiertaschentuch vorne dran. Unten einen Staubsauger anschließen und durchsaugen. Mit der Schnur die eigentliche Einziehhilfe durchziehen und dann das Kabel daran befestigen.

Durch den Staubsauger merkst du auch, ob überhaupt was durchgeht. Wenn jemand unten "saugt" sollte man oben, am anderen Ende, einen Luftzug spüren.
 
Ich habe die Staubsaugermethode auch vor kurzem erfolgreich durchgeführt. War zwar ein größeres Leerrohr und ich habe einen Tischtennisball mit Maurerschnur durchgesaugt, aber das hat sehr gut funktioniert. Die vorher versuchte Einzugshilfe hatte sich immer verhakt.
 
Meine KoaxKaabel im Haus sind auch locker 30 jahre oder mehr alt. Für DVB-C zu schlecht aber for Ethernet over Coax noch bestens geeignet.
Nur so als Alternative wenns mit dem Kabelziehen doch nicht so einfach wird.
 
Einfachen Faden oder Wolle nehmen und an dem einen Ende einen Staubsauger an das Rohr halten
Am Geräusch erkennt man ob das Rohr blockiert ist oder der Faden wird durchgesaugt
Dann Kabel anhängen und durchziehen
 
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