Verlegung von CAT-7-Heimnetzwerk-Kabel macht Probleme

Richtig, Cat.7 nutzt andere Stecker/Buchen, sogenannte GG45 oder TERA.
Die üblichen RJ45 Stecker/Buchsen gehen maximal bis Cat.6A. Bzw. ganz genau wurde für Cat.8/8.1 auch wieder RJ45 als Stecker spezifiziert.

Ich habe für meine neue Ethernetleitung im Zuge der Umrüstung von DSL auf Glasfaser dieses Kabel fest verlegt:
https://www.amazon.de/dp/B08QD9HTDC
Und da dran natürlich Keystone-Module.

Offiziell geht Cat.6A bis 10GBASE-T und ab Cat.8 wird offiziell 25GBASE-T und 40GBASE-T unterstützt.
Was aber für eine Heiminstallation ehr weniger relevant ist, da man aktuell höchstens auf 2,5GBit/s geht, was recht problemlos möglich ist ohne besonderen Aufwand.
 
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OK, interessant. Wusste gar nicht, dass es sogar schon CAT-8 gibt.

OK, was heißt das nun für mich und meine bestehende Netzwerkinstallation? Die fußt, wie gesagt, mit aktuell 6 bestehenden CAT-7-Kabeln auf dem Patchpanel komplett auf LSA (die Dosen dazu ebenfalls). Verlegt werden sollen jetzt noch 2 zusätzliche / neue CAT-7-Leitungen.

Die Frage, die ich ja weiter hinten schon mal gestellt hatte, wäre eben nun, ob es sich für einen reinen Privathaushalt dann lohnt, die gesamte schon bestehende LSA-Infrastruktur auf Keystone-Infrastruktur umzubauen, oder ob es nicht sinnvoller/günstiger wäre, die 2 jetzt noch zu verlegenden restlichen Kabel ebenfalls noch via LSA auf das Patchpanel draufzupacken und damit hat sich die Hausinstallation dann. Weitere Kabel sind in der Zukunft Stand Heute dann eigentlich nicht mehr vorgesehen, da damit nun alle relevanten Räume eine Leitung haben.

Das einzige, was ich an der bestehenden Installation noch verändern / nachrüsten könnte, wäre der angesprochene, fehlende Erdungsleiter. Falls man das gelb-grüne Erdungskabel genauso verlegen kann wie die CAT-Kabel (also zusammen mit den Kabeln im Kabelschacht), dann könnte ich das zusammen mit den jetzt noch zu verlegenden Kabeln direkt mitmachen. Ich müsste jetzt nur erstmal ausfindig machen, wo im Haus diese Erdungsschiene sein soll?

Oder ist die fehlende Erdung am Patchpanel gar nicht so relevant? Als vorher die Aufputzdosen statt des Panels an der Wand waren, gab's dort ja auch nirgends eine Vorrichtung für eine Erdung?
 
Kreacher schrieb:
Die Frage, die ich ja weiter hinten schon mal gestellt hatte, wäre eben nun, ob es sich für einen reinen Privathaushalt dann lohnt, die gesamte schon bestehende LSA-Infrastruktur auf Keystone-Infrastruktur umzubauen, oder ob es nicht sinnvoller/günstiger wäre, die 2 jetzt noch zu verlegenden restlichen Kabel ebenfalls noch via LSA auf das Patchpanel draufzupacken und damit hat sich die Hausinstallation dann.
Meine Meinung:
Wenn dir die Qualitaet der bestehenden Verkabelung reicht, wuerde ich die neuen Kabel noch mit auf das LSA Panel auflegen.

Wenn das sauber gemacht ist, sind 10 Gigabit damit moeglich. Man kommt im Haus ja auch in der Regel nicht in die Naehe der 100 Meter Grenze.
Wenns dann nicht mehr reicht, kann man das dann immer noch auf Keystones wechseln. Sofern genug extra Kabel vorhanden ist um es sauber neu aufzulegen. ;)

LSA Auflegen ist auch nicht wirklich schwierig. Macht man es nur ein paarmal zuhause reicht auch ein billiges Auflegewerkzeug.
 
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Ranayna schrieb:
Wenn das sauber gemacht ist, sind 10 Gigabit damit moeglich.

Und bis man einen solchen Speed im Privathaushalt ausreizt, dürften vermutlich noch viele Jahre (Jahrzehnte?) ins Land gehen. Wir haben aktuell eine 100mbit-Leitung und selbst die wird allenfalls maximal bis zur Hälfte, also bis zu 50 mbit/s, ausgereizt, wenn überhaupt. So viele gleichzeitige Nutzer gibt's bei uns gar nicht.

Glasfaser scheint noch in weiter Ferne - zumindest in unserem ländlichen Ort gibt's da bislang noch nicht mal Planungen oder Gespräche, um in diese Richtung was zu unternehmen.

Da bleibt die Träumerei von 10 Gbit/s oder mehr Traffic doch eher bis auf Weiteres erstmal nur futuristische Zukunftsmusik.
 
Kreacher schrieb:
Die Frage, die ich ja weiter hinten schon mal gestellt hatte, wäre eben nun, ob es sich für einen reinen Privathaushalt dann lohnt, die gesamte schon bestehende LSA-Infrastruktur auf Keystone-Infrastruktur umzubauen, oder ob es nicht sinnvoller/günstiger wäre, die 2 jetzt noch zu verlegenden restlichen Kabel ebenfalls noch via LSA auf das Patchpanel draufzupacken und damit hat sich die Hausinstallation dann.
Ich würd am LSA mitgehen, wenn du da noch Platz hast. Sieht besser aus und der funktionale Einschnitt ist vernachlässigbar.
Kreacher schrieb:
Das einzige, was ich an der bestehenden Installation noch verändern / nachrüsten könnte, wäre der angesprochene, fehlende Erdungsleiter. Falls man das gelb-grüne Erdungskabel genauso verlegen kann wie die CAT-Kabel (also zusammen mit den Kabeln im Kabelschacht), dann könnte ich das zusammen mit den jetzt noch zu verlegenden Kabeln direkt mitmachen.
Achtung, der Erdungsdraht ist deutlich starrer :)
Kreacher schrieb:
Ich müsste jetzt nur erstmal ausfindig machen, wo im Haus diese Erdungsschiene sein soll?
Gerne Keller, Hauseinführung Strom oder Hausanschlussraum.
Kreacher schrieb:
Oder ist die fehlende Erdung am Patchpanel gar nicht so relevant?
Ich persönlich find eine Erdung für die Verkabelung vernachlässigbar. Wenn man natürlich einen Netzwerkschrank mit bisschen Technik dazu hat könnte man es sich aber überlegen.
Kreacher schrieb:
Als vorher die Aufputzdosen statt des Panels an der Wand waren, gab's dort ja auch nirgends eine Vorrichtung für eine Erdung?
Ja, aber beidseitig Dosen ist halt auch nicht der Regelfall bzw. nicht unbedingt so vorgesehen.
 
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Ranayna schrieb:
Einen glatten Seitenschneider, ein Abisolierwerkzeug und eine Flach- oder Kombizange braucht man auch fuer Keystones.
Da widerspreche ich. Eine ganz normale Seitenschneider-Zange reicht. Was verwendest du denn für Keystone
Kreacher schrieb:
Meines Wissens ist Stand Heute eine auf Kupfer basierende Netzwerkinstallation ohnehin maximal CAT 6 / CAT6a, denn die ist immer nur so stark, wie das schwächste Glied. Und der Flaschenhals hier sind die zu verbauenden Dosen, von denen es meines Wissens eben keine CAT 7 sondern maximal CAT 6a gibt...
Das stimmt soweit, aber LSA hat dennoch deutlich mehr Probleme als gute Keystone-Module. Auch bei späteren Umrüstungen ist LSA sehr unflexibel. Aber gut, nun hast du das so und das sollte letztlich auch nicht das Problem sein, wenn alles ordentlich ausgeführt wurde.

Ich verwende hier immer (nur privat) ganz gern die billigen Kabeltester. Da sieht man jedenfalls schnell, ob beim Auflegen (oder Keystone konfektionieren) ein Kabeldreher drin steckt oder irgend ein Kontakt nicht richtig schließt.
 
Kreacher schrieb:
OK, was heißt das nun für mich und meine bestehende Netzwerkinstallation?
Nichts! Vom Prinzip ist Cat6A völlig ausreichend für 10Gbit und alles darüber würde ich per Glasfaser abdecken. Die Anwendungsszenarien für höhere Bandbreiten im Privathaushalten sind eher gering und die Komponenten viel zu teuer, ich würde mir über mehr als 10Gbit über Kupfer erst gar keine Gedanken machen.
 
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DJMadMax schrieb:
Ich verwende hier immer (nur privat) ganz gern die billigen Kabeltester. Da sieht man jedenfalls schnell, ob beim Auflegen (oder Keystone konfektionieren) ein Kabeldreher drin steckt oder irgend ein Kontakt nicht richtig schließt.
Soeiner hat mich beim Auflegen von Keystones schon so richtig verarscht.
Der billige Tester hat nicht gemerkt, das mir ein Draehtchen vom Schirmgeflecht in eine der Klemmen gerutscht ist. Es war in der Ecke wo ich aufgelegt habe zu dunkel, und ich habe es beim Auflegen nicht gemerkt.
Der Tester sagte das alles Tutti ist. Aber ein Rechner hat keinen Link bekommen.

Ein aus der Firma ausgeliehener professioneller Kabeltester hat dann aber sofort gemerkt, dass ich schlampig gearbeitet habe und den Schluss auf den Schirm gesehen.
Keystone nochmal ab, mit besserem Licht neu aufgelegt, und dann funktionierte es auch.

DJMadMax schrieb:
Da widerspreche ich. Eine ganz normale Seitenschneider-Zange reicht. Was verwendest du denn für Keystone
Ich weiss nicht mehr genau welche Keystones es waren. Nicht die hochwertigsten :D
Da schauten die Adern an der Seite raus und da muss man die wirklich glatt abschneiden. Bleibt da ein Stummel, wie von einem normalen Seitenschneider, stehen, bekommt man im besten Fall nur den Deckel nicht zu, im schlimmsten Fall beruehrt das Ende der Ader den Schirm.
 
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DJMadMax schrieb:
Da widerspreche ich. Eine ganz normale Seitenschneider-Zange reicht. Was verwendest du denn für Keystone
Ohne Abisolierzange kann man natürlich einen Teppichmesser nehmen, um den Außenmantel zu entfernen. Gut ist das allerdings nicht und ungeübt schneidet man schnell zu viel ab. Ob es im privaten Bereich einen großen Unterschied ausmacht, sei allerdings dahin gestellt.

Eine Flach- oder Wasserpumpenzange brauchst du normalerweise um die Keystones zusammenzudrücken. Mag je nach Ausführung und Kabel unterschiedlich ausfallen, aber meist ist es zumindest hilfreich. Nebenher hilft eine Zange aber auch um die einzelnen Adern auf ihre Position zu bringen, wenn man dafür kein LSA Werkzeug nutzt, sonst hast du nach spätestens zehn die Finger wund.
1786524229403.png

Ergänzung ()

DJMadMax schrieb:
Ich verwende hier immer (nur privat) ganz gern die billigen Kabeltester.
Für so eine Aktion empfehle ich einmalig sich einen guten Tester zu leihen. Dann hat man für Jahre die Sicherheit alles richtig gemacht zu haben, vor allem wenn später irgendwann wirklich 10Gbit darüber laufen sollen.
1786524055557.png

https://www.netzwerktester-verleih.de/

Das mache ich übrigens nicht nur fürs Netzwerk, auch einen professionellen Wandscanner kann man sich günstig zusenden lassen. Goldwert wenn man im Altbau ein paar Löcher in die Wand bohren muss.
 
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xexex schrieb:
Nichts! Vom Prinzip ist Cat6A völlig ausreichend für 10Gbit und alles darüber würde ich per Glasfaser abdecken. Die Anwendungsszenarien für höhere Bandbreiten im Privathaushalten sind eher gering und die Komponenten viel zu teuer, ich würde mir über mehr als 10Gbit über Kupfer erst gar keine Gedanken machen.
100% Zustimmung.
Cat6A ist der Standard welcher in der Regel verlegt wird (min. gewerblich).

Die Terra/GG-45 Stecker und somit Cat7 hat sich nicht durchgesetzt. Keine Netzwerkkarte hat solche Anschlüsse, ebenfalls keine Netzwerkhardware. Somit muss man immer Adapterkabel nehmen und landet IMMER bei Cat6A.

10Gbit wird noch viele Jahre ausreichend sein - und wer mehr will oder den (vergleichsweise) wahnsinnigen Stromverbrauch für alles jenseits 5Gbit nicht antun will - nimmt Glasfaser.
 
@xexex hat das Bild geaendert :D
Aber bei der neuen Anleitung die er gepostet hat wird es in Schritt 10 sogar explizit gesagt: Die Aderenden sollen maximal 0,5 Millimeter ueberstehen. Das schafft man mit einem normalen Seitenschneider nicht.
Durch die Einkerbung auf beiden Seiten der Schneide kann man nicht glatt abschneiden.
Konsequenterweise zeigt das dritte Bild in der letzten Reihe dann auch deutlich einen glatten Seitenschneider. Auf english ist das ein "flush sidecutter", auf deutsch wird das oft Elektronik oder Praezisions Seitenschneider genannt.

Das Bild das er vorher drin hatte zeigte die Keystones, oder sehr aehnliche, wie die ich selber das letzte Mal aufgelegt habe. Auch da muss man glatt abschneiden, sonst geht der Deckel nicht zu.
 
Wie jedes mal bei der Diskussion, wir leben nicht mehr im Jahre 2006.
Gohst schrieb:
10Gbit wird noch viele Jahre ausreichend sein - und wer mehr will oder den (vergleichsweise) wahnsinnigen Stromverbrauch für alles jenseits 5Gbit nicht antun will - nimmt Glasfaser.
LWL SFPs wollen auch Strom und dann ist aktuelle 10 G Kupferhardware garnicht mehr mal so im Hintertreffen, bei maximal 2 Watt pro 10 G Kupfer Port wie einer RTL8127. Und bei anderen Herstellern geht es in die gleiche Richtung.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Incanus Du warst ne Sekunde zu schnell die Autokorrektur vom IPad hatte reingehauen, aktualisiert mal ;)
 
conf_t schrieb:
Wie jedes mal bei der Diskussion, wir leben nicht mehr im Jahre 2006.

LWL SFPs wollen auch Strom und dann ist aktuelle 10 G Kupferhardware garnicht mehr mal so im Hintertreffen, bei maximal 2 Watt pro 10 G Kupfer Port wie einer RTL8127. Und bei anderen Herstellern geht es in die gleiche Richtung.
Der Stromverbrauch vom RTL8127 CHIPSET ist zwar recht gut, aber gib dem noch ein paar Jahre bis Switches etc. mitziehen und echt Energie effizient das mieserable Signal bei 800Mhz über Kupfer zu "entwirren".

Fass doch bitte mal an einen beliebigen 10GBe RJ45 SFP+ transceiver und danach an einen Fiber Transceiver.
Tu das mal und gib Bescheid ob du immer noch gleicher Meinung bist ;)

Ein Fiber SFP Transceiver hat typisch unter 1W Stromverbrauch, bei RJ45 sind wir bei 1.8-4 Watt.
Für 10 Anschlüsse also peak mal 40 Watt AUF EINER Seite.

Skalier das mal hoch auf grössere Netzwerke...

Die Zukunft (besonders für grössere Netze) jenseits 10GBe gehört ganz klar der Glasfaser.
 
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@Gohst

Dass alte 10GBASE-T-Hardware deutlich mehr Strom benötigt, bestreite ich doch gar nicht. Ebenso wenig, dass das im Rechenzentrum bei Hunderten oder Tausenden Ports relevant wird oder mehr als 10 GbE aktuell wohl nicht über Kupfer massentauglich sein wird.

Wir reden hier aber über Heimnetzwerke und aktuelle Hardware. Und beim Ausdruck „wahnsinniger Stromverbrauch“ haben gerade die 00er Jahre angerufen und wollen ihre Netzwerkkarten zurück. ;)

Gerade der Vergleich mit einem RJ45-SFP+ ist etwas schief. Bei einem solchen Modul muss die komplette 10GBASE-T-Signalverarbeitung in das winzige SFP+-Modul. Natürlich wird das warm. Bei einer nativen 10GBASE-T-NIC oder einem Switch mit nativen RJ45-Ports sieht das anders aus. Hate selbst schon genügend in der Hand.

STH hat beispielsweise den CRS312 mit seinen bis zu zwölf nativen 10GBASE-T-Ports mit 25,7 W im Idle gemessen. Genau den habe ich selbst zu Hause. Das ist zwar noch Hardware von 2019, aber selbst damit reden wir im Heimnetz nicht über absurde Leistungsaufnahmen.

Und die Entwicklung geht weiter. Beim RTL8127 liegt bereits der Chip unter 2 W. Dass ältere 10GBASE-T-Chips und insbesondere RJ45-SFP+-Module deutlich mehr benötigen, ist kein Widerspruch dazu.

Was bei dieser Wahrnehmung natürlich auch nicht hilft, ist die Tatsache, dass in Foren ständig ausrangierte Intel X540 Dual-Port-Karten oder noch ältere Generationen als billige 10G-Lösung empfohlen werden. Die sind günstig zu bekommen, ziehen aber eben auch entsprechend viel Strom. Wer 2026 den Verbrauch von 10GBASE-T anhand solcher Karten beurteilt, misst letztlich Technik von gestern und erklärt sie zum Stand der Technik.

Bei 25G, 40G oder 100G würde ich ebenfalls Glasfaser bzw. DAC verwenden. Aber daraus folgt für mich nicht, dass ich heute bei 10G im Einfamilienhaus auf vorhandener Cat6A-Verkabelung wegen des "wahnsinnigen" Stromverbrauchs Glasfaser bräuchte.

Habe dazu alles gesagt.
 
Sorry, Leute, dass ich jetzt doch nochmal reingrätschen muss..

Aber nachdem ich mich mal jetzt ein bisschen intensiver via Recherche mit Keystones beschäftigt habe und vor allem (durch einige YouTube-Videos) gesehen habe, wie kinderleicht (?) die auf das CAT7-Kabel aufzulegen sind, bin ich jetzt doch etwas ins Schwanken gekommen, ob ich nicht doch den ganzen Wulst da unten rausreißen und alles neu / sauber auf Keystones umstöpseln sollte.

Verbunden war die Idee des Rausreißens ja ursprünglich mit einer optisch besseren / neuen Verlegung der Kabel in besseren Kabelschächten und nicht wie jetzt mittels Kabelbinder an Rohre oder sonstiges drangeheftet...

Für sowas müsste ich die Kabel aber alle aus dem LSA-Patchpanel lösen und durch das Wandloch ziehen, damit ich sie auf der anderen Seite der Wand in den Kabelschächten neu anordnen kann. In dem Zuge böte sich dann ja anstatt dem Neuauflegen auf das LSA-Patchpanel direkt das Auflegen an so einen RJ45-Keystone an?

Braucht es dafür dann überhaupt eine Blende, oder könnte man die Patchkabel vom Router nicht auch so direkt in das RJ45-Keystone-Kabel stecken, also ganz ohne verbautes Panel/Blende? Eigentlich verhält sich das CAT7-Kabel mit dem Keystone vorne dran ja meinem Verständnis nach fast schon wie ein herkömmliches LAN-Patchkabel, oder nicht?

Sorry für dieses wirre Hin- und Her und diese nun 180-Grad-Wende in meiner Gedankenwelt. Aber schwer zu installieren scheinen die Keystone-Dinger ja nicht gerade zu sein, also selbst für Laien wie mich. Obwohl ich als absoluter Laie auch schon mal LSA mit einer Crimp-Zange aufs Patchpanel geknipst habe, das war auch nicht wirklich wild...
 
Ein Keystone braucht kein Panel, das einfach ein Port den man benutzen kann.
Ich gehe vom Router mit Patchkabel in einen Keystone "Coupler", also auf beiden Seiten weiblicher Anschluss.
Am Patchpanel nutze ich normale Keystones um ein Verlegekabel anzuschließen, Coupler, Blindabdeckungen und Blindabdeckungen mit einem Durchlass um z.B. SFP+ DACs durch das Patchpanel zu legen.
 
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der eine Zweck der Blende ist die Erdung des Schirms des Kabels und des Moduls (setzt voraus, dass die Schirmung korrekt an das Modul angeschlossen wurde. Kann auch ohne Schirmung gehen.
Der andere ist die mechanische Zugentlastung.
Sieht man beides ganz gut auf dem Bild des Produkts: https://www.hb-digital.de/patchpanel-48-port-19-zoll-1he (falls hier Affiliate dazu kommen, sind die von CB, nicht von mir, nicht das ich das konkrete Produkt empfehle).
 
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Würde es in dem Zuge dann auch Sinn machen, die Unterputz-LSA-Dosen auf der anderen Seite des Kabels / in den Räumen durch Keystone-Dosen zu ersetzen? Oder bringt das keinen Gewinn?
Ergänzung ()

@rezzler

Jetzt bin ich ja schon bei 15 Beiträgen, aber irgendwie müssen die immer noch jedes Mal händisch freigeschalten werden? 🤔
 
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