Telefonkabel Verständnisfrage-was muss bei Mieterwechsel gemacht werden?

Frieder01

Cadet 4th Year
Registriert
Okt. 2023
Beiträge
65
Hallo,
nur eine Verständnisfrage:
Wir gehen in unserem Dorf über die Netcom-BW ins Internet (50 MBit/s). Andere Provider können einen Zugang nur mit einer wesentlich geringeren Geschwindigkeit bieten. Jetzt hat der Mieter in unserem Haus gewechselt. Der Vormieter ging über Netcom-BW ins Internet. Der neue Mieter auch.
Naiv ging ich davon aus, dass der eine sein Modem aus dem Anschluss zieht und der neue Mieter sein Modem einsteckt und mit seinen Zugangsdaten ins Internet geht. Jetzt ist es aber so, dass extra ein Monteur kommen musste und etwas am Hausanschluss richten (verdrahten?) muss. Und heute kam der Monteur wieder, nachdem der Internetanschluss nach einer Woche nicht mehr funktionierte. Er begründet dies damit, dass diese Arbeiten immer gemacht werden muss, wenn der Vertrag wechselt.

Ist das so?

Danke.
 
Frieder01 schrieb:
Er begründet dies damit, dass diese Arbeiten immer gemacht werden muss, wenn der Vertrag wechselt.
Frieder01 schrieb:
Technisch? Nein. Organisatorisch? Denkbar, wenn das der Prozess des Anbieters ist.

Die Frage wäre ja was GENAU die da machen. Warum spielt das denn für dich überhaupt eine Rolle? Lass sie doch machen. Wenn du denen jetzt sagst, dass das auch anders zu lösen ist, dann werden die trotzdem dabei bleiben.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: AB´solut SiD, lazsniper, acidarchangel und 2 andere
Frieder01 schrieb:
Naiv ging ich davon aus, dass der eine sein Modem aus dem Anschluss zieht und der neue Mieter sein Modem einsteckt und mit seinen Zugangsdaten ins Internet geht.
Kenne ich so nicht.
Kann mir nur vorstellen, dass die sicher gehen wollen das alles passt.
Aber nötig ist das bei einem vorher laufenden Anschluß nicht.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Frieder01
Ich hatte auch schon bei DSL, dass selbst gleicher Anbieter, gleiche Adresse, nur anderer "Name" auf den der neue (gleichschnelle) Vertrag lief: Es kam jemand und hat an so Drähten bei der "Internetbox" an der Hauswand rumgewurschtelt.

Danach ging alles.

Kp ob Usus oder Anbieterabhängig.

Jetzt bei Kabel ist das nicht notwendig. Das war es nur beim "Erstvertrag".

PS: Diese Arbeiten beziehen sich auf 1min bisschen Kabelisolation wegmachen und was verdrahten und mit nem Messgerät was schauen. Dann Messung in der Wohnung beim Anschluss und fertig.

MfG, R++
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Frieder01
Frieder01 schrieb:
Naiv ging ich davon aus, dass der eine sein Modem aus dem Anschluss zieht und der neue Mieter sein Modem einsteckt und mit seinen Zugangsdaten ins Internet geht. Jetzt ist es aber so, dass extra ein Monteur kommen musste und etwas am Hausanschluss richten (verdrahten?) muss.
Wenn der Vormieter seinen Anschluss noch nicht umgezogen hat (oder noch nicht gekündigt, z.B. weil er auch noch keine neue Meldebescheinigung hat) dann ist der Anschluss noch auf einem der Adernpaare aktiv.
Der Monteur darf den vorherigen Kunden nicht einfach abklemmen.
Ein aktiver Anschluss darf nicht vom Netz genommen werden. Der Monteur nimmt also ein Reserve-Adernpaar und schaltet darauf den Anschluss des neuen Mieters.

Das ist ein relativ häufiges Problem, dass Kunden ihre Verträge mit wenig Restlaufzeit einfach auslaufen lassen statt umzuziehen, wenn sie am neuen Wohnort eine andere Technologie nutzen. Im schlimmsten Fall blockiert man dem Nachmieter damit sogar die Leitung, dass der gar nicht angeschaltet werden kann.

Oftmals werden bei solchen Einsätzen die TAE Dosen dann auch beschriftet und mit Angabe dieser Beschriftung ist beim nächsten Mal die Wahrscheinlichkeit höher, dass es ohne Einsatz vor Ort klappt.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: blastinMot, Besuz, AB´solut SiD und 2 andere
Hätte das der Monteur nicht auch erwähnen können vor Ort? Warum so ein Geheimnis daraus machen?
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Frieder01
Zunächst danke an alle Antworten

Khorneflakes schrieb:
Warum spielt das denn für dich überhaupt eine Rolle?
Leider befindet sich der gesamte Hausanschluss in einem Zimmer der vermieteten Wohnung in der Wand eingelassen (Kellergeschoss - wir wohnen am Hang - Keller ist kompl. über dem Boden). Wir haben drübertapeziert, was jetzt neu gemacht werden muss.
 
Frieder01 schrieb:
Wir gehen in unserem Dorf über die Netcom-BW ins Internet (50 MBit/s). Andere Provider können einen Zugang nur mit einer wesentlich geringeren Geschwindigkeit bieten.
Ich kann mir schon Vorstellen was da passiert ist, der Netcom-BW ist vermutlich ein lokaler Anbieter, der hat keine Eigene Leitung zu deinem Haus. Hier wird die " letzte Meile " von der Telekom genutzt.
Da gab es ein Problem welcher Port der Telekom an Netcom vergeben wurde. Das reicht bis zum Kabel Verzweiger der Telekom. Da kann es schon mal sein dass etwas um geklemmt werden muss.

So etwas in der Richtung hatte ich auch mal mit meinem Lokalen Anbietrer.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Frieder01
Phanos schrieb:
Netcom-BW ist vermutlich ein lokaler Anbieter, der hat keine Eigene Leitung zu deinem Haus. Hier wird die " letzte Meile " von der Telekom genutzt.
Nach meinem Wissen (vorsichtig ausgedrückt) ist es so. Der Monteur heute kam auch von der Telekom im Auftrag von Netcom-BW.
 
Frieder01 schrieb:
Der Monteur heute kam auch von der Telekom im Auftrag von Netcom-BW.
Das hatte ich auch, das kommt davon weil die Techniker der Lokalen Anbieter nicht an die Telekom Kabel Verzweiger ran dürfen. Das ist nur den Telekomikern erlaubt.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Frieder01
Frieder01 schrieb:
Wir haben drübertapeziert, was jetzt neu gemacht werden muss.
Wo ich mich frage, warum man auf die Idee kommt, einen wichtigen Zugang überzutapezieren? Machst du das mit Sicherungskästen, oder dem Zugang zur Wasserhauptleitung auch?
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Myron, Incanus, redjack1000 und 5 andere
Es kann auch sein dass der alte Anschluss umgezogen oder gar fristgerecht zum Auszugsdatum gekündigt wurde und zum Stichtag X abgeklemmt wurde so kenne ich das bei DSL vom regionalen Anbieter der die Letzte Meile über die Telekom nutzt.
Da war dann zum Stichtag einfach die Leitung an der Strasse abgeklemmt worden.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Frieder01
acidarchangel schrieb:
Wo ich mich frage, warum man auf die Idee kommt, einen wichtigen Zugang überzutapezieren?
Weil für mich spätestens ab dem Zeitpunkt als ich mein Modem unkompliziert getauscht habe, klar war, dass man da nicht ran muss. Außerdem ist es ein recht hässlicher Deckel, nicht so schön abgeschlossen wie ein Stromzähler, der in der Regel im Flur ist. Der Wasseranschluss ist sicher bei niemandem hier im Wohnzimmer.

Aber, Erlösung: Ab ca. Herbst erhalten wir Galsfaser. Leere Anschlusrohre sind bereits von der Straße her in den Keller gelegt.
 
Frieder01 schrieb:
Weil für mich spätestens ab dem Zeitpunkt als ich mein Modem unkompliziert getauscht habe, klar war, dass man da nicht ran muss.
Du kannst ja auch den Gas- oder Stromlieferanten frei wählen bzw. wechseln, ohne dass man dabei i.d.R. an den jeweiligen Hausanschluss bzw. Absperrhahn (Gas) ran muss (sondern ggf. "nur" an den jeweiligen Zähler).

Für den Störungsfall oder andere Komplikationen muss jedoch jederzeit der Zugang dazu gewährleistet sein, das sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Und das gilt eben auch für den APL (siehe auch TKG).

Frieder01 schrieb:
Der Wasseranschluss ist sicher bei niemandem hier im Wohnzimmer.
Ich kenne Gebäude, da ist er Hauptwasseranschluss tatsächlich direkt in der Wohnung (historisch bedingt). Ungünstig, ist aber so. Zugang dazu muss jederzeit gewährleistet sein.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Frieder01
NDiCB schrieb:
Für den Störungsfall oder andere Komplikationen muss jedoch jederzeit der Zugang dazu gewährleistet sein
Ist ja der Fall. Tapete stellt kein Hindernis dar. Aber natürlich habe ich daraus gelernt.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: rezzler
Naja, im Zweifel benötigt ein übertapezierter Kasten auch nur wenige sauber ausgeführte Schnitte, dann ist der wieder zugänglich, ohne dass es unansehnlich wird.

Bei einer Freundin war beim Einzug die ideale TAE übertapeziert, gefunden haben wir sie durch Geräuschortung beim Zupfen am Kabel von der zugänglichen TAE aus.
Abdeckung sauber aus der Tapete geschnitten, Aufputz TAE durch die Abdeckung verschraubt und Abdeckung hier auf die Wand gesetzt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Janush schrieb:
Hätte das der Monteur nicht auch erwähnen können vor Ort? Warum so ein Geheimnis daraus machen?
Sehr oft weiß das derjenige gar nicht. Wenn der Vormieter seinen Anschluss nicht gekündigt hat, wird durch die Netcom ein zusätzlicher neuer Anschluss für den neuen Kunden beauftragt. Beim Monteur draußen taucht dann ein Auftrag mit einer Neuschaltung an $Adresse für $Kunde auf. $Kunde zeigt dem Techniker dann die TAE und der Anschluss wird geschaltet.

Dass vorher an dieser TAE bereits ein anderer Anschluss des Vormieters war, weiß der Monteur in dem Fall nicht - zumindest kann er nichts davon aus seinem Auftrag herauslesen. Es kann nur passieren, dass ihn der Kunde darauf hinweist, dann weiß er es oder wenn er am APL schaltet und recherchiert wo die TAE vorher aufgeschaltet war.

Theoretisch müsste er eigentlich neben die vorhandene TAE mit vorhandenem Anschluss eine weitere TAE mit dem neuen Anschluss montieren. Da die meisten verständlicherweise das nicht wollen, ist eben hier auch das passiert, was normalerweise gemacht wird. Der alte Anschluss wird am APL aufgetrennt und der neue Anschluss auf die 1. TAE durchgeschaltet.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: h00bi
Na also, das kann er doch erzählen...dann wissen alle Bescheid. Für den normalen Bürger sieht es sonst aus, wie eine sinnlos ausgedachte Arbeit um irgendjemanden abzuzocken.
 
Zurück
Oben