[VF West] Seit einigen Tagen höherer Ping und Jitter

Und warum ist mein Routing dann so schlecht geworden?
 
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Vodafone Glasfaser
Dragon0001 schrieb:
So natürlich ist das gar nicht. Liberty Global hat das nationale und das internationale Backbone deutlich stärker vernetzt;
Das ganze ist relativ klar getrennt in Unitymedia und Aorta (Liberty)

Dragon0001 schrieb:
alles war Teil des selben AS und es gab Router, die sowohl nationalen als auch internationalen Traffic verarbeitet haben (z.B. der genannte de-fra01b-rc1).
Richtig Liberty hat den kompletten Nationalen und Internationalen Traffic für Unitimedia verarbeitet und sich dafür auch bezahlen lassen.

Dragon0001 schrieb:
Gerade Vodafone macht dies anders: Es gibt das internationale AS1273 und national AS3209 mit einer eindeutigen Trennung, bei der die Übergänge auch im traceroute klar ersichtlich sind.
Genau, Vodafone splittet grundsätzlich in nationale Backbones und das Internationale Backbone.
Liegt aber halt auch daran das die Infrastruktur ganz anders gewachsen ist.
Dragon0001 schrieb:
Das ist ein Interconnect zwischen Vodafone Global und Vodafone Deutschland und vermutlich ein /30-Netz. Die Seite 195.2.15.34 (vodafonede-gw.fis.cw.net) ist dabei Vodafone Deutschland und 195.2.15.33 (ae46-100-pcr1.fis.cw.net) der Port am Router von Vodafone Global. Genau genommen deutet das "ae" darauf hin, dass hier mehrere Ports gebündelt werden.
Genau, du kennst dich ja aus, also warum diskutieren wir dann?
Dragon0001 schrieb:
Doch, die von mir genannten Standorte tauchen bei Liberty Global seit 2020 im Routing auf, also genau zwischen Übernahme 2019 und Umstellung des Routings auf Vodafone 2021. Mit Google findet man einige Foren-Einträge, wenn du nach "de-fra02a-rc1" oder "de-fra11b-rc1" sucht und den Zeitpunkt entsprechend einschränkst. Während "de-fra01b-rc1", "de-fra01b-rc2" und "de-fra04d-rc1" ab dann nur noch im Zusammenhang mit Vodafone Deutschland auftauchen. Für mich sieht das klar nach einer Trennung der Technik und Verantwortlichkeiten aus, auch wenn die Namen etwas anders vermuten lassen.
Als Vodafone UM gekauft hat, war das Vodafone eigene Backbone in NRW, Hessen und BW nicht auf so viel Traffic ausgelegt. Also gab es eine Übergangszeit.
Liberty hat also auch nach der Übernahme erst einmal das komplette Routing und Peering für das VF West Netz weiter betrieben. Dann hat Vodafone begonnen, das eigene Glasfasernetz in den 3 Bundeländern weiter auszubauen und die Kapazitäten zu erhöhen. Vodafone hat dann schon oft die mittlere eben selbst betrieben, aber es wurden auch weiterhin Kapazitäten von Liberty ( Aorta) genutzt.

Ich habe hier einen alten Tracert da kann man es schön erkennen

Code:
 192.0.0.2                                             1.261ms pmtu 1460
 2:  ip-81-210-176-150.hsi17.unitymediagroup.de           11.183ms
 3:  ip-81-210-176-149.hsi17.unitymediagroup.de            9.405ms asymm  2
 4:  de-kre01a-rd02-ae-0-0.aorta.net                      16.556ms asymm  8
 5:  de-fra04d-rc1-ae-45-0.aorta.net                      17.949ms asymm  7
 6:  de-fra02a-ri1-ae-1-0.aorta.net                       19.916ms asymm  5
 7:  213.46.177.254                                       18.548ms asymm  6

Hop 2 + 3 ist in den Besitz von Vodafone übergegangen und nennt sich jetzt meistens UM IP Pool oder so was.
Hop 4 ist die Übergabe vom Regio-Ring in Krefeld ins Liberty Backbone, ob der Port bei Vodafone blieb oder bei Liberty weiß ich nicht, beides ist möglich, wenn dann hat Ihn Vodafone aber sicher umbenannt.

Hop5+6 Sind nicht in den Besitzt von Vodafone übergegangen sondern wurden nur Zeitweise gegen Entgelt von Vodafone genutzt. Mittlerweile ersetzt durch den Vodafone Backbone meistens erkennbar an 145.254.xxx.xxx
Dragon0001 schrieb:
Du schreibst selber, dass Vodafone auch das nationale Backbone übernommen hat.
Übernommen in folge von Mieten nicht kaufen.
Vodafone, betreibt ein eigenes Backbone und hat daher auch kein Interesse das von Liberty zu kaufen. Nur ist es eben schwierig von heute auf morgen Kapazitäten für ~10 Millionen neue Kunden bereitzustellen.
Dragon0001 schrieb:
Warum sollte Vodafone von Liberty dann heute noch in Deutschland Kapazitäten buchen?
Macht Vodafone nicht mehr.
Ausnahmen sind eben solche Dinge wie die des TE weil die zugehöre Hardware eben noch im Aorta Netz steht.
Dragon0001 schrieb:
Zudem an Standorten, die Liberty Global augenscheinlich komplett aufgegeben hat?
Wie gesagt diese Standorte wurden nicht aufgegeben ich weiß auch nicht wie du darauf kommst

Liberty ist ein Tier 1 Provider und betreibt weltweit ein eigenes Backbone, genau wie Colt, Lumen, Telekom etc verdient Liberty Geld an Peering Leistungen und Datentransfer in und durch Deutschland.

Vodafone Global hat auch Glasfaser auf der ganzen Welt und auch eigene Unterseekabel ob wohl Vodafone dort keine eigenen Netze betreibt, so wie auch die Telekom, Orange und allen anderen Top Tier Provider.
Diese Kapazitäten werden für die eigenen Kunden genutzt aber natürlich auch vermietet und damit Geld verdient.
https://globalnetworkmap.vodafone.com/
Ergänzung ()

websurferin83 schrieb:
Und warum ist mein Routing dann so schlecht geworden?
Dein Routing ist nicht schlecht geworden, ich schätze mal es hat was mit Kapazitäten zu tun.
Man kann ja schön erkennen wie dein Ping zu den Hauptzeiten steigt und in den Nebenzeiten sinkt.
 
Dr. Chaos schrieb:
Richtig Liberty hat den kompletten Nationalen und Internationalen Traffic für Unitimedia verarbeitet und sich dafür auch bezahlen lassen.
Ich kann diese Aussage mangels Insiderinformationen weder widerlegen noch bestätigen. Die einzige Quellen die ich aktuell gefunden habe, sind Pressemitteilung von einem Lieferanten. Laut diesen Meldungen hat Unitymedia 2014 und 2018 in ROADM-Technik investiert um ihre Standorte mit 100G bzw 400G-Technik zu verbinden. Das ergibt aus meiner Sicht nur Sinn, wenn Unitymedia das nationale Backbone selber betrieben und gerade nicht von Liberty Global angemietet hat. Und was war auch nicht lange vor der Übernahme...
Dr. Chaos schrieb:
Als Vodafone UM gekauft hat, war das Vodafone eigene Backbone in NRW, Hessen und BW nicht auf so viel Traffic ausgelegt. Also gab es eine Übergangszeit.
Liberty hat also auch nach der Übernahme erst einmal das komplette Routing und Peering für das VF West Netz weiter betrieben. Dann hat Vodafone begonnen, das eigene Glasfasernetz in den 3 Bundeländern weiter auszubauen und die Kapazitäten zu erhöhen. Vodafone hat dann schon oft die mittlere eben selbst betrieben, aber es wurden auch weiterhin Kapazitäten von Liberty ( Aorta) genutzt.
Da sind wir uns einig.
Dr. Chaos schrieb:
Ich habe hier einen alten Tracert da kann man es schön erkennen

Code:
 192.0.0.2                                             1.261ms pmtu 1460
 2:  ip-81-210-176-150.hsi17.unitymediagroup.de           11.183ms
 3:  ip-81-210-176-149.hsi17.unitymediagroup.de            9.405ms asymm  2
 4:  de-kre01a-rd02-ae-0-0.aorta.net                      16.556ms asymm  8
 5:  de-fra04d-rc1-ae-45-0.aorta.net                      17.949ms asymm  7
 6:  de-fra02a-ri1-ae-1-0.aorta.net                       19.916ms asymm  5
 7:  213.46.177.254                                       18.548ms asymm  6

Hop 2 + 3 ist in den Besitz von Vodafone übergegangen und nennt sich jetzt meistens UM IP Pool oder so was.
Hop 4 ist die Übergabe vom Regio-Ring in Krefeld ins Liberty Backbone, ob der Port bei Vodafone blieb oder bei Liberty weiß ich nicht, beides ist möglich, wenn dann hat Ihn Vodafone aber sicher umbenannt.

Hop5+6 Sind nicht in den Besitzt von Vodafone übergegangen sondern wurden nur Zeitweise gegen Entgelt von Vodafone genutzt. Mittlerweile ersetzt durch den Vodafone Backbone meistens erkennbar an 145.254.xxx.xxx
Genau an der Stelle ist eine klare Trennung schwierig. Hop 4 ordne ich ins nationale Backbone von Unitymedia ein, Hop 5 hatte sowohl eine Bedeutung im nationalen Backbone, aber auch im Internationalen.
Daher finde ich die in meinem letzten Beitrag beschriebene Umstellung so spannend: Liberty Global hat den internationalen Traffic vollständig an andere Standorte und Router übertragen, wodurch Vodafone das bestehende Backbone ohne Liberty weiterbetreiben konnte und offenbar bis heute immer noch nicht vollständig integriert hat.
Dr. Chaos schrieb:
Macht Vodafone nicht mehr.
Ausnahmen sind eben solche Dinge wie die des TE weil die zugehöre Hardware eben noch im Aorta Netz steht.
Dafür sehe ich, abseits vom Aorta, weiterhin keine Anhaltspunkte. Wenn der "de-fra01b-ri03" zu Liberty Global gehören würde, müsste man den auch bei Liberty irgendwo auftauchen. Aber außer diesem Thread findet man im Netz nichts.
Dr. Chaos schrieb:
Wie gesagt diese Standorte wurden nicht aufgegeben ich weiß auch nicht wie du darauf kommst
Die alten Standorte tauchen weder im Looking Glass noch im Routing auf. Dort gibt es nur noch die 3 genannten PoPs. Im Rahmen der genannten Umstellung haben sich auch die Standorte in der PeeringDB geändert (z.B. ITENOS -> Equinix FR5).
Dr. Chaos schrieb:
Liberty ist ein Tier 1 Provider und betreibt weltweit ein eigenes Backbone, genau wie Colt, Lumen, Telekom etc verdient Liberty Geld an Peering Leistungen und Datentransfer in und durch Deutschland.
Liberty ist zwar ein Tier 1, hat aber erheblich weniger einige Infrastruktur als manch anderer (z.B. Arelion, DTAG). Vermutlich mieten sie selber einen Großteil ihres internationalen Netz bei anderen Carriern an. Zumindest sind mir keine Beteiligungen an Seekabeln oder eigene Glasfasertrassen in Deutschland bekannt.
 
Dragon0001 schrieb:
Dafür sehe ich, abseits vom Aorta, weiterhin keine Anhaltspunkte. Wenn der "de-fra01b-ri03" zu Liberty Global gehören würde, müsste man den auch bei Liberty irgendwo auftauchen. Aber außer diesem Thread findet man im Netz nichts.
Ich hab die Routenverfolgung gefunden, die ich meinte. Schau dir mal diesen Post aus einem anderen Thread bei Interesse an.

Die Routenverfolgung von fastly zum VF-Endkunden lief über den AS3209-Port am DE-CIX (80.81.193.117), dann zu "de-fra04c-rb01-b2b-unitymediabusiness-de-be-1050.aorta.net" (84.116.191.114), und dann zum Endkunden (81.210.164.207, also AS3209).

Das ist in meinen Augen ein klares Indiz dafür, dass "de-fra04c-rb01" nichts mit dem Liberty-AS zu tun hat.
 
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Dragon0001 schrieb:
Genau an der Stelle ist eine klare Trennung schwierig.
Genau, man hat nach den Besitzverhältnissen in den Büchern getrennt.
Alles was in den Büchern von UM war ging an Vodafone, alles was in Büchern von Liberty war ging nicht an Vodafone.
Das war nicht an allen Orten immer einheitlich, man darf ja nicht vergessen aus wie vielen Teilen Unitymedia zusammen gewachsen ist.

Das waren mal iesy, ish, Tele Columbus West und Kabel BW. Einheitlich war anderst.
Dragon0001 schrieb:
wodurch Vodafone das bestehende Backbone ohne Liberty weiterbetreiben konnte und offenbar bis heute immer noch nicht vollständig integriert hat.
Liberty und Unitymedia Eigentum war möglichst immer strickt getrennt gerne auch räumlich.

Was Vodafone bekommen hat:

Alle Kopfstationen, alle CMTS, den Glasfasering welcher alle CMTS anbindet und auch alle CMTS untereinander verbindet, dazu alle Regionale Hubs, Master Kopfstationen bzw Local Exchanges und sämtliche Glasfaser die im Besitz von Unitymedia war.

Dieses Netz ist mittlerweile komplett modernisiert, ausgebaut und 100% ins Vodafone Netz integriert.

Was Vodafone nicht bekommen hat:
Das nationale Core Backbone, Aggregation & Routing.
Auch das Traffic Management, Security Monitoring, Peering Schnittstellen und die Anbindung großer Rechenzentren waren kein Teil des Deals.
Woher ich das weiß?
Mein Arbeitgeber hatte den Auftrag ein Teil des Netzes ins Vodafone Netz zu integrieren.
Dafür wurden neue Glasfaser zu den jeweiligen regionalen Hubs gelegt, und nach und nach wurden diese Hubs von der Aorta getrennt und ans Arcor Backbone angebunden. Gleichzeitig wurden in Hintergrund massiv daran gearbeitet die überregionalen Verbindungen und die Peering Kapazitäten zu erhöhen. Außerdem wurden die vCMTS Farmen erweitert um moglichst schnell mit der Segmentierung anfangen zu können.



Dragon0001 schrieb:
Dafür sehe ich, abseits vom Aorta, weiterhin keine Anhaltspunkte. Wenn der "de-fra01b-ri03" zu Liberty Global gehören würde, müsste man den auch bei Liberty irgendwo auftauchen. Aber außer diesem Thread findet man im Netz nichts.
Das ganze ist ja kein Hexenwerk.
Man sucht die IP-Adresse zu diesem Port, welche lautet 84.116.191.113

Sucht man nach dem Eigentümer dieser IP kommt folgendes Ergebnis:

Liberty Global Operations B.V. AS6830

Dragon0001 schrieb:
Vermutlich mieten sie selber einen Großteil ihres internationalen Netz bei anderen Carriern an.
Dann wären sie kein Tier 1 Provider

Google KI Zitat:
"Ein Tier-1-Provider muss für den Zugang zum gesamten weltweiten Internet kein einziges Byte an Vorleistungen einkaufen (Transit). Er erreicht jede IP-Adresse im globalen Netz ausschließlich über das eigene Netz oder über kostenlose Gegen-Vereinbarungen (Peering) mit anderen Tier-1-Providern."
 
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Dr. Chaos schrieb:
Man sucht die IP-Adresse zu diesem Port, welche lautet 84.116.191.113

Sucht man nach dem Eigentümer dieser IP kommt folgendes Ergebnis:

Liberty Global Operations B.V. AS6830
Liberty announciert 84.116.0.0/16, das bestreitet niemand. Einige Adressen werden aber offensichtlich intern innerhalb des AS3209 verwendet. Traceroutes von außerhalb auf diese Adressen werden irgendwo im Nirwana enden, weil die Liberty-Gateways die Adressen nicht kennen.
 
Dr. Chaos schrieb:
Mein Arbeitgeber hatte den Auftrag ein Teil des Netzes ins Vodafone Netz zu integrieren.
Dafür wurden neue Glasfaser zu den jeweiligen regionalen Hubs gelegt, und nach und nach wurden diese Hubs von der Aorta getrennt und ans Arcor Backbone angebunden. Gleichzeitig wurden in Hintergrund massiv daran gearbeitet die überregionalen Verbindungen und die Peering Kapazitäten zu erhöhen. Außerdem wurden die vCMTS Farmen erweitert um moglichst schnell mit der Segmentierung anfangen zu können.
Ich sehe hier erst mal keinen Widerspruch zu meiner These. Allerdings gehe ich davon aus, dass Unitymedia sehr wohl ein nationales Backbone hatte und dieses von Vodafone weiterbetrieben wurde. Dass die Netzknoten nach der Übernahme nach und nach ins restliche Vodafone-Backbone integriert werden, ist logisch und passt zu eurem Auftrag. Das würde auch erklären, warum Vodafone keine Arbeit investiert diese Legacy-Komponenten mit eigenen IP-Adressen und Namen auszustatten: Diese fallen mittelfristig sowieso weg.
Dr. Chaos schrieb:
Das ganze ist ja kein Hexenwerk.
Man sucht die IP-Adresse zu diesem Port, welche lautet 84.116.191.113
Diese IP-Adressen und Namen wurden ganz klar zu Zeiten von Liberty Global vergeben. Allerdings spricht viele dafür, dass sie heute von Vodafone genutzt werden. Das ist zwar ungewöhnlich, aber technisch problemlos möglich.
Dr. Chaos schrieb:
Dann wären sie kein Tier 1 Provider

Google KI Zitat:
"Ein Tier-1-Provider muss für den Zugang zum gesamten weltweiten Internet kein einziges Byte an Vorleistungen einkaufen (Transit). Er erreicht jede IP-Adresse im globalen Netz ausschließlich über das eigene Netz oder über kostenlose Gegen-Vereinbarungen (Peering) mit anderen Tier-1-Providern."
Das Tier 1 bezieht sich auf den Traffic. Ob sie eigene Glasfaserleitungen oder Seekabel besitzen oder Dark Fiber von anderen Carriern anmieten, hat mit dieser Definition überhaupt nichts zu tun. NTT ist beispielsweise einer der größten Tier 1 Provider, setzt aber außerhalb von Asien hauptsächlich auf angemietete Dark Fiber-Trassen. Und Arelion unterscheidet auf seiner Netzwerkkarte klar zwischen "owned fiber" und "leases network" mit leicht unterschiedlichem Produktspektrum. Da Liberty Global keine typischen Dienste wie Dark Fiber anbietet, tippe ich eher auf geleaste Fasern.
 
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Dragon0001 schrieb:
Allerdings gehe ich davon aus, dass Unitymedia sehr wohl ein nationales Backbone hatte und dieses von Vodafone weiterbetrieben wurde.
Im großen und ganzen nein.
Warum sollte UM auch ein nationales Backbone betreiben, wenn man im Großteil Deutschlands nicht aktiv ist. Wichtige Ziele erreicht man mit gemieteten Fasern dafür muss man kein eigenes Backbone aufbauen.
Dragon0001 schrieb:
Diese fallen mittelfristig sowieso weg.
Vodafone benennt das um was Sie auch umbenenne dürfen.

Dragon0001 schrieb:
Diese IP-Adressen und Namen wurden ganz klar zu Zeiten von Liberty Global vergeben. Allerdings spricht viele dafür, dass sie heute von Vodafone genutzt werden. Das ist zwar ungewöhnlich, aber technisch problemlos möglich.
Das wäre extrem ungewöhnlich und wird so auch nicht gemacht, außerdem wäre die Adresse dann im Vodafone Netz direkt erreichbar, das ist Sie aber nicht, es geht den Weg über VF Global zu Liberty.

Code:
 2  ip-178-026-xxx-xxx.vkdxx.pools.vodafone-ip.de (178.26.xxx.xxx) 
 3  static-088-134-216-131.vkd72.pools.vodafone-ip.de (88.134.216.131) 
 4  static-083-169-156-038.vkd71.pools.vodafone-ip.de (83.169.156.38)
 5  145.254.3.170 (145.254.3.170) 145.254.3.168 (145.254.3.168)
 6  sbr-145-254-2-13.arcor-ip.net (145.254.2.13) 145.254.2.195 (145.254.2.195)
 7  ae32-100-pcr1.fnt.cw.net (195.2.18.217) ae8-100-tcr1.fnt.cw.net (195.2.26.93)
 8  ae3-pcr1.fis.cw.net (195.2.27.225) ae34-tcr1.fis.cw.net (195.2.9.26)
 9  * * *
10  * * *
Dragon0001 schrieb:
Das Tier 1 bezieht sich auf den Traffic.
Ich glaube das geht zu weit OT, das Thema ist sowieso extrem schwammig und selbst experten sind sich da oft uneinig.
 
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Dr. Chaos schrieb:
Das wäre extrem ungewöhnlich und wird so auch nicht gemacht
Doch, das wird ziemlich sicher so gemacht, anders sind traceroutes der Form AS3209 - AS6830 - AS3209 nicht erklärbar. Einen solchen AS-Path wirst du per BGP nicht realisieren können. Von BGP hast du schon mal etwas gehört?

Dr. Chaos schrieb:
außerdem wäre die Adresse dann im Vodafone Netz direkt erreichbar, das ist Sie aber nicht, es geht den Weg über VF Global zu Liberty.
Nein, das hast du offensichtlich immer noch nicht verstanden, obwohl es dir dreimal von verschiedener Stelle erklärt wurde und eigentlich gar nicht mal so kompliziert ist.

Die Adresse ist gar nicht von außen erreichbar. Das kann aber keiner der Router unterwegs wissen. Das Paket wird also auf dem üblichen Weg an AS6830 geschickt, weil die Adresse zu 84.116.0.0/16 gehört und das ist ein Subnetz, das von AS6830 announciert ist.
Am Ende wird aber kein Router mit der Adresse antworten, und ein traceroute wird an irgendeinem Gateway von AS6830 enden, weil es ab dort eben keine Route mehr zum Zielhost gibt.
Die einzigen Router, die Pakete zu der entsprechenden IP schicken können, sind vermutlich benachbarte Router innerhalb des AS3209. Sobald ein Border-Router im Spiel ist, wird das Paket allerdings zu AS6830 geschickt und sein Ziel daher niemals erreichen.

Und andererseits widersprichst du dir mit dieser Aussage selbst.
Vodafone Deutschland (AS3209) und Liberty Global peeren nicht miteinander. Daher geht dein Paket ausgehend vom AS3209 an 84.116.0.0/16 (Liberty Global) den Weg über den VF-Global AS1273.

Wie erklärst du dir dann aber die von dir eingeforderten traceroutes aus #42?
Code:
 7  f-ed11-i.F.DE.NET.DTAG.DE (217.5.115.106)  5.326 ms f-ed11-i.F.DE.NET.DTAG.DE (217.5.109.106)  5.426 ms f-ed11-i.F.DE.NET.DTAG.DE (217.0.200.218)  5.321 ms
 8  87.128.239.255 (87.128.239.255)  5.202 ms  5.300 ms  5.441 ms
 9  * * *
10  de-fra01b-rc2-ae-67-0.aorta.net (84.116.191.109)  35.524 ms 34.067 ms  34.149 ms
11  de-fra01b-ri03-ae-0-0.aorta.net (84.116.190.58)  12.548 ms 12.562 ms  12.514 ms
12  84.116.191.50 (84.116.191.50)  36.846 ms  36.990 ms  36.966 ms
13  145.254.0.32 (145.254.0.32)  33.809 ms  33.863 ms  35.195 ms

Hop 12 zu Hop 13 würde implizieren, dass Vodafone Deutschland und Liberty direkt peeren, falls 84.116.191.50 wirklich im Liberty-AS stehen würde. Tut er aber nicht!
Darüber hinaus ist die Telekom einer der upstreams von AS3209. Dass das Paket also erst an Liberty geschickt wird und dann direkt - obwohl offensichtlich gar kein Peering existiert - an Vodafone übergeben wird, ist einfach nonsens.

Des Rätsels Lösung ist für alle mindestens durchschnittlich intelligenten Menschen leicht zu erkennen.
Der fehlende Hop #9 ist sicherlich ein Gateway von Vodafone (AS3209).
Die augenscheinlich nicht öffentlich erreichbaren Router 84.116.191.109, 84.116.190.58, 84.116.191.50 sind allesamt AS3209-intern.

Gut möglich, dass die Probleme der TE'in irgendetwas mit diesen etwas stiefmütterlich behandelten Netzknoten zu tun haben. Aber genaueres kann nur Vodafone wissen. Oder dein Arbeitgeber, wenn er da selbst herumgepfuscht hat. Andererseits stellt er offensichtlich nicht nur kompetente Leute ein, daher wäre ich mir nicht so sicher...
 
Dr. Chaos schrieb:
Im großen und ganzen nein.
Warum sollte UM auch ein nationales Backbone betreiben, wenn man im Großteil Deutschlands nicht aktiv ist. Wichtige Ziele erreicht man mit gemieteten Fasern dafür muss man kein eigenes Backbone aufbauen.
Das nationale Backbone von Unitymedia hat die einzelnen Netzknoten (z.B. Krefeld, Kerpen, Köln) mit den Core-Standorten in Frankfurt und Düsseldorf verbunden. Dort war die Koppelung mit Liberty Global und auch sämtliche Peerings. Weitere Standorte hatte Liberty Global in Deutschland laut PeeringDB nicht, heute sogar nur noch in Frankfurt.
Von einem deutschlandweitem Backbone hat hier niemand geschrieben. Und ob das angemietete Fasern oder tatsächlich eigene Trassen waren, ist hier ebenfalls unerheblich. Als Backbone beziehe ich mich nur auf die Routing-Schicht, alles darunter sieht man schlicht nicht.
Eine Schema davon findet sich bei Wikipedia: https://thumb.wikimedia.org/wikiped....org&utm_campaign=index&utm_content=thumbnail
Dr. Chaos schrieb:
Das wäre extrem ungewöhnlich und wird so auch nicht gemacht, außerdem wäre die Adresse dann im Vodafone Netz direkt erreichbar, das ist Sie aber nicht, es geht den Weg über VF Global zu Liberty.
Das ist eine Sache der Konfiguration. KabelBW hat früher private IP-Adressen im Routing benutzt, diese waren auch nicht erreichbar.
 
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Dragon0001 schrieb:
Das nationale Backbone von Unitymedia hat die einzelnen Netzknoten (z.B. Krefeld, Kerpen, Köln) mit den Core-Standorten in Frankfurt und Düsseldorf verbunden. Dort war die Koppelung mit Liberty Global und auch sämtliche Peerings. Weitere Standorte hatte Liberty Global in Deutschland laut PeeringDB nicht, heute sogar nur noch in Frankfurt.
Von einem deutschlandweitem Backbone hat hier niemand geschrieben. Und ob das angemietete Fasern oder tatsächlich eigene Trassen waren, ist hier ebenfalls unerheblich. Als Backbone beziehe ich mich nur auf die Routing-Schicht, alles darunter sieht man schlicht nicht.
Eine Schema davon findet sich bei Wikipedia:
Ok, wir sprechen wohl grundlegend von anderen Dingen.
Das Schema welches du zeigst, ist zum Großteils der Regio Ring, alle CMTS bzw Städte sind Ringförmig verbunden. Im Vodafone Netz, hat man dieses untergeordnete Netz in ganz Deutschland.

Man hat in den Städten die NE3, damit werden Mobilfunksender und Nodes angebunden, dieses Netz wird konzentriert an einem Punkt, dort findet man die Übergabe in die NE2 das ist der Regio Ring, quasi die Zeichnung aus Wikipedia. Mit der NE2 werden auch alle 500+ Bitstream Punkte der Telekom angebunden. Alle großen Städte haben dann einen Übergabepunkt zur NE1 und das ist das wovon ich als Nationales Backbone spreche!

Da fließen Daten von München nach Hamburg, von Nürnberg nach Frankfurt, von Saarbrücken nach Berlin. Dieses Netz bindet auch alle Server, die vCMTS Farmen, Privatenpeerings, CDNs und natürlich die Vodafone Playout-Centers an.


Dragon0001 schrieb:
Das ist eine Sache der Konfiguration. KabelBW hat früher private IP-Adressen im Routing benutzt, diese waren auch nicht erreichbar.
Der Port ist ja erreichbar nur eben dort wo er auch hingehört im Liberty Netz. 😉
 
Vodafone Glasfaser
Dr. Chaos schrieb:
Der Port ist ja erreichbar nur eben dort wo er auch hingehört im Liberty Netz. 😉
Das ist aber nicht der Fall. Aus dem Looking Glass von Liberty sind echte Router (z.B. 84.116.137.153) per Ping erreichbar, die Aorta-Hops im Vodafone-Netz dagegen nicht. Aber darauf hat @Web-Schecki ja schon hingewiesen. ;)
 
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Welche Aorta Hops im Vodafone Netz sind nicht erreichbar?
 
Die Diskussion hat sich die letzten Beiträge jetzt darauf beschränkt ob bzw. welche Reste des Liberty Netzes im Routing zu den statischen IP-Adressen noch genutzt werden.

Ich habe nun jedoch noch einmal eine konkrete Frage oder Bitte:
Was kann ich tun, damit mein Routing wieder auf den ursprünglichen Zustand gebracht wird, sodass die Latenz sich wieder im für mich "normalen" Rahmen bewegt? Zu allem Übel habe ich seit dem Wochenende auch vermehrt mit Problemen beim VDSL der DTAG zu kämpfen (Sync-Abbrüche, Paketverluste usw.). Die Situation hier ist alles andere als befriedigend. Es fehlt ein Glasfaserausbau und das spürt man bei beiden Kupfernetzen sehr deutlich! Die sind einfach beide inzwischen an ihrer Leistungsgrenze und teilweise auch am Ende der Lebenserwartung angekommen!

Und der Sync beim VDSL wird auch immer schlechter:
Kanalkapazität: 192,4 Mbit/s 39,9 Mbit/s

Vor wenigen Jahren hatte ich noch 230 Down und 45 Up!
 
Zuletzt bearbeitet:
Vpn kannste nutzen oder

Zu o2 , oder easybell wechseln. 1und1 kann auch telekom perring haben.

Wenn d6u dsl250 hadt , kannste ja nach messkampagne der Bundesnetzagentur einfsch ausserordentlich kündigen

Wenn die Kapazität sinkt störung melden
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich lese hier viel zu oft "kündigen" oder "wechseln". Das ist beides aktuell nicht zielführend!

Nochmal: Es muss einen Weg geben, Vodafone dazu zu bringen, das Problem zu lösen!

Kündigen und wechseln ist erst dann ein Thema, wenn hier hoffentlich irgendwann mal Glasfaser verlegt wird (im besten Fall durch die NetCom BW).
 
Betrifft das Routing-Problem alle ausgehenden Verbindungen, oder sind nur bestimmte Ziele beeinträchtigt? Ob VPN hilft, hängt davon ab, ob man einen VPN-Endpunkt findet, der gut erreichbar ist. Wenn das Problem aber grundsätzlich immer besteht, dann wird das wohl eher nichts... Andernfalls ist das natürlich eine Idee, aber führt die Konstruktion mit dem ganzen Subnetz ggf. auch ad absurdum, wenn du doch tunneln und NATen musst.

Sonst bleibt: Vodafone mit Störungsmeldungen nerven. Vielleicht kann dir da jemand einen Tipp geben, was man als Geschäftskunde am besten tun kann.
Meines Wissens war/ist @h00bi bei VF sogar Geschäftskunde (gewesen?), hat aber - meines Wissens - aufgrund seiner Routing-Probleme auch aufgegeben und will wechseln (oder ist schon weg). Aber vielleicht liest er das ja und hat einen Tipp.
 
Das Problem betrifft mich ja eingehend am meisten, sprich: Ich verbinde mich von AUßEN nach INNEN per VPN.
 
Mein AG ist VF Großkunde.
Das Routingproblem stört den Geschäftsbetrieb aber nicht. Falls doch größere Downloads relevant sind, kann ich das über Policy-based Routing einfach über einen anderen WAN Anschluss routen lassen.
Wir haben Angebote eingeholt um den Hauptanschluss zu ersetzen, aber die Anbindung ist ein Vodafone-eigenes AON Netz. Die Angebote der anderen ISPs waren preislich total absurd.

Privat liegt mein VDSL Anschluss ebenfalls bei Vodafone, da stört das Routing hin und wieder, aber ist selten. Habe aber trotzdem keine Lust mehr auf dieses Geschäftsgebaren und werde daher wie schon geschrieben wechseln, sobald das Ende der MVLZ näher rückt. Privat habe ich ja viel mehr Möglichkeiten. Ich hoffe ja noch, dass 1und1 rechtzeitig g.fast im Telekomnetz anbietet, da bei uns nur FTTB ausgebaut wurde.

Wenn ich konrekt was testen soll, einfach meinen Usernamen per @ erwähnen. Ich schau momentan nur sehr selten bei CB rein.
 
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Vanguardboy schrieb:
Vpn kannste nutzen oder

Zu o2 , oder easybell wechseln. 1und1 kann auch telekom perring haben.
Hast du gelesen um was es geht?
Nicht ums Peering!

VPN bringt im nichts.
Ergänzung ()

h00bi schrieb:
Mein AG ist VF Großkunde.
Das Routingproblem stört den Geschäftsbetrieb aber nicht. Falls doch größere Downloads relevant sind, kann ich das über Policy-based Routing einfach über einen anderen WAN Anschluss routen lassen.
Das macht aber alles keinen Sinn!
Die Probleme sind exUM Business exklusiv, betreffen weder exKD noch VF Glasfaseranschlüsse.

h00bi schrieb:
Privat liegt mein VDSL Anschluss ebenfalls bei Vodafone, da stört das Routing hin und wieder, aber ist selten.
DSL ist ebenfalls nicht betroffen.
h00bi schrieb:
Habe aber trotzdem keine Lust mehr auf dieses Geschäftsgebaren und werde daher wie schon geschrieben wechseln, sobald das Ende der MVLZ näher rückt.
Was für Geschäftsgebaren?
 
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