Vodafone verlässt öffentliche Internetknoten

Dieses Internet wird sich eh nicht durchsetzen, daher richtiger Schritt von Vodafone.

Ansonsten mal abwarten wie es am Ende wird, Vodafone verspricht sich von dem Schritt geringere Latenzen, mehr Resilienz und Kosteneinsparungen. Die werden das wohl vorher geprüft haben.
 
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Sehe ich aus so, das mit dem Telekom-Weg steht noch nicht wirklich fest.

Leider wird in den Artikeln dazu munter öffentliches und privates Peering mit kostenneutralem und bezahltem Peering vermischt, aber privates Peering ist nicht automatisch bezahlt und öffentliches Peering ist nicht automatisch kostenneutral.

In den offiziellen PMs der Vodafone Group und von Vodafone Deutschland wird das Produkt FlexPeer von inter.link erwähnt. Das ist leider auf deren Webseiten nicht sonderlich ausführlich beschrieben, soll aber auf FlexEthernet basieren. Nach dem, was ich bislang zu FlexPeer gefunden habe, ist das durchaus ein interessanter Ansatz um öffentliches Peering quasi zu "virtualisieren", also A hat sein RZ in X, B hat sein RZ in Y und darüber können sie trotzdem beide peeren.

Wenn sie aber - wie angekündigt - bis Ende des Jahres in Deutschland komplett darauf umsteigen wollen, dann kann es nicht mehr lange dauern, bis wir die ersten Auswirkungen (in Form von anderen AS-Pfaden oder Hops) sehen.

Mit etwas Glück setzt es aber das DE-CIX etwas unter Druck, mal seine Preis-Politik für die Ports zu überdenken. Ich habe nämlich in den letzten Jahren schon von mehreren Seiten gehört, dass die Port-Preise ein Niveau erreicht haben, dass ein guter Transit-Mix bald günstiger wird.
 
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99% der Vodafone Peelings sind mittlerweile sowieso schon Privat oder laufen über CW (Vodafone Global)
Das einzige was mit aktuell einfällt was wirklich noch über den DE CIX in Frankfurt läuft wäre Github ansonsten habe ich schon lange keine Verbindung mehr gesehen die den DE CIX genutzt hat.
 
das hatte ich CB schon als News Vorschlag gesendet - aber wird wohl nicht draus, da das ja eine negativ Meldung zu VF wäre ....

Und die Argumente mit niedrigerer Latenz können die sich dahin schmieren, wo kein Licht hinscheint. Und mehr Resilienz - das ich nicht lache.
Das einzige was die wollen, ist mehr Marge, der Kunde zahlt ja eh, auch wenn die Peerings überlastet sind.

VF verringert ja die Peeringkapazität seit Jahren zu Lasten der Kunden. Aber schön weiter 1 Gbit/s Anschlüsse abbieten, die in den Abendstunden nicht mal mehr 100 Mbit/s und Latenzen jenseits der 200ms liefern ..

Und das VF quasi Null Support liefern, das dürfte jeden in Teilen von Stuttgart und Essen in der Zwischenzeit klar sein. Langzeitstörung durch massiveste Überbuchungen und überlastete Peerings. Abends oft Komplettausfälle um Upload über JAHRE! - lt. VF besteht aber offizell keine Störung - im B2B Bereich wirds auch nur unter vorgehaltener Hand zugegeben.

Und dann kommt dazu, das VF nicht in der Lage sein will, aus den Störungen entstandene Verbindlichkeiten zu begleichen. Denn bei Störungen ist es ja ab einen gewissen Grad so, das die Grundgebühr zurückerstattet wird, und da kommt über Jahre gut was zusammen. - VF zahlt aber nicht einen cent und verrechnet es auch nicht mit den laufenen Kosten - Erst eine Klageandrohung hilft, wobei man dafür aber eine Rechtschutzversicherung braucht, denn VF geht auf Dummfang hier und denkt sich, naja 1000 € wird auch der Anwalt kosten, als wird Kunde nicht klagen, denn kommt ja nix bei rum für Ihn.
 
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Sebbi schrieb:
Und die Argumente mit niedrigerer Latenz können die sich dahin schmieren, wo kein Licht hinscheint.
Das einzige was die ist mehr Marge, der Kunde zahlt ja eh, auch wenn die Peerings überlastet sind.
Das ist Unsinn, vielleicht vorher einlesen und dann schreiben.
Sebbi schrieb:
VF verringert ja die Peeringkapazität seit Jahren zu Lasten der Kunden. Aber schön weiter 1 Gbit/s Anschlüsse abbieten, die in den Abendstunden nicht mal mehr 100 Mbit/s und Latenzen jenseits der 200ms liefern ..
Auch das ist Unsinn, Vodafone hat nach der UM Übernahme stark in Ihre Peering Kapazität in Berlin, Düsseldorf und Frankfurt investiert.
 
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Sebbi schrieb:
das hatte ich CB schon als News Vorschlag gesendet - aber wird wohl nicht draus, da das ja eine negativ Meldung zu VF wäre ....
CB ist wählerisch bei News Vorschlägen. Ich poste das dann als Beitrag.
 
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Sebbi schrieb:
Aber schön weiter 1 Gbit/s Anschlüsse abbieten, die in den Abendstunden nicht mal mehr 100 Mbit/s und Latenzen jenseits der 200ms liefern ..
Liegt aber auch öfter halt einfach am Hausanschluss den die Vodafone eigentlich ungern wartet.
Hatte auch derbe Probleme damals und nachdem der 15 Jahre alte Verstärker getauscht wurde läuft hier alles wie geschmiert.
 
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Dr. Chaos schrieb:
Auch das ist Unsinn, Vodafone hat nach der UM Übernahme stark in Ihre Peering Kapazität in Berlin, Düsseldorf und Frankfurt investiert.

ach:

https://www.golem.de/news/regional-...en-deutschen-peeringpartnern-2008-150062.html
https://www.golem.de/news/bcix-vodafone-kommt-nicht-ohne-regionales-peering-aus-2101-153629.html
https://www.computerbase.de/news/in...t-sich-beim-routing-von-liberty-global.76464/

siehe alleine das Update da - und das hat sich nicht verbessert in der Zwischenzeit
 
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@Shio
Wenn es nur in den Abendstunden vorkommt, tippe ich eher auf ein ausgelastetes Netz.
Aber die grundsätzliche Installation mal überprüfen lassen ist keine schlechte Idee, kann immer was bringen, hatte ich bei DSL mal.
 
Sebbi schrieb:
Bezieht sich auf die Integration des alten KDG-AS in das AS3209 von Vodafone. Da ist klar, dass die separaten Peerings des alten KDG-AS wegfallen, wenn das ganze Netz integriert wird.

Sebbi schrieb:
Zeigt dann sogar, dass AS3209 wieder an das BCIX gekommen ist, nachdem das KDG-AS dort weggefallen ist.

Sebbi schrieb:
Bezieht sich auf die Integration des alten UnityMedia-AS in das AS3209 von Vodafone. Da ist auch klar, dass die separaten Peerings des alten AS wegfallen, wenn das ganze Netz integriert wird.
 
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Hatte bisher mehr Probleme mit der letzten Meile bzw. Totalausfällen bei Vodafone und nicht mit der Bandbreite. Dennoch finde ich das ganze sehr unschön.

Ich kann mich noch gut an die Zeiten erinnern, als es noch kein DE-CIX gab. Da war providerüberschreitender Datenverkehr ein Riesenproblem, es ging da teilweise gar nix. Der ging idR sogar über MAE-EAST, also USA Ostküste. Der damals vermutlich größte Provider in Deutschland, das DFN war zu den Zeiten der große Blockierer und hat genau die gleiche Argumentation gehabt wie heute die Telekom (und jetzt wohl Vodafone): wer gute Verbindungen zu uns haben will, soll sich eine Leitung kaufen - peeren machen wir nicht. Drum gab es IIRC von der TU-Berlin zahlreiche Standleitungen zu nichtstaatlichen Instituten und Unternehmen, damit die Zusammenarbeit mit der Forschung halbwegs funktionierte.

Heute wirds vermutlich nicht mehr ganz so schlimm, da sehr wahrscheinlich die großen Cloud-Provider und CDN Direktverbindungen zu den Firmen haben, aber die ganzen anderen CIX-Teilnehmer werden da schlecht angebunden sein. Und ist nicht google/youtube auch einer von denen, die sich weigern Geld dafür zu bezahlen um den Kunden der DTAG ihre Services kostenfrei zur Verfügung zu stellen? Wird youtube jetzt von Vodafone auch nicht mehr gut erreichbar sein?

Für mich jedenfalls ein Weg zurück in die Steinzeit, ich fühle mich so an die 90er Jahre erinnert.
 
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Zu diesem Thema gibt es auch von der c't ein Kurzvideo.
 
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schmadde schrieb:
Wird youtube jetzt von Vodafone auch nicht mehr gut erreichbar sein?
Aus dem verlinkten Artikel:
"Vodafone hat heise online mitgeteilt, dass doch nicht alle privaten Peerings eingestellt werden. Bestehende direkte Verbindungen mit großen Streamingdiensten wie Youtube sowie Hyperscalern, also großen Cloud-Betreibern, bleiben erhalten."
Ich gehe mal davon aus, dass wir es als Endverbraucher nicht merken werden.
 
Das passende Heise Video zum Artikel. Und hier kommt die Telekom überhaupt nicht gut weg wie ich finde.

 
schmadde schrieb:
Dennoch finde ich das ganze sehr unschön.

...

Für mich jedenfalls ein Weg zurück in die Steinzeit, ich fühle mich so an die 90er Jahre erinnert.
Ich würde erstmal abwarten (keine VVL machen, aber auch noch nicht kündigen), denn noch wissen wir nicht, wie es dann genau aussehen wird. Wir haben nur ein paar oberflächliche Newsartikel, in denen die Pressemitteilungen interpretiert wurden und mit Halbwissen zu Peerings gewürzt wurden.

Vodafone Deutschland (AS3209) bezieht (=bezahlt) weiterhin Transit bei Vodafone Global (AS1273) und die bezieht (=bezahlt) weiterhin Transit bei Arelion (AS1299). Solange das so bleibt, kann Vodafone nicht den Telekom-Weg gehen, weil der Gegenpart dann den Traffic einfach via Arelion schicken kann (und somit für Vodafone Extrakosten erzeugen kann).
 
Ich habe die üblichen Telekom-Peering Probleme Abends (DSL 100MBit/s).
Einige Seiten bauen sich quälend langsam auf oder brechen ab, andere sind sofort da.
Nutze ich ein VPN geht alles.

Vodafone Mobilfunk (Gigabox?) hatten wir mal für einen Kollegen der bei uns paar Monate hospitierte und in der Woche im Hotel wohnte.
Das Hotel-WLAN (auch Vodafone über eigene Leitung) war abends nicht zu gebrauchen.
Und unsere Lösung mit der Gigabox taugte auch nichts.
Teilweise nur Kilobytes/s.

Nachfrage bei Vodafone ergab, dass der Mobilfunknoten in 2 Jahren ausgebaut wird...
Wenn man sich das Online ansah, war die Darstellung an dem Hotelstandort, was die verfügbare Bandbreite betrifft, natürlich hervorragend.

Lügner, alle.
 
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Jeder Anbieter hat in gewissen Regionen seine Vor- und Nachteile. Immer dieses hin und her.
"ÄH, DAS HABE ICH ERFAHREN MIT DEM UND DEM VOR 100 JAHREN" interessieren überhaupt nicht hier.
 
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Fujiyama schrieb:
odafone verspricht sich von dem Schritt geringere Latenzen, mehr Resilienz und Kosteneinsparungen
Wobei die Latenz und die höhere Resilienz fragwürdig sind. Kosteneinsparungen werden sicherlich dabei herumkommen, wenn sie das clever erledigen.
 
Arboster schrieb:
Ich habe die üblichen Telekom-Peering Probleme Abends (DSL 100MBit/s).
Warum nicht gewechselt? Gibt ja noch 2-4 Anbieter mit individuellem Peering, die man abhängig vom Wohnort ausprobieren kann. Und dutzende Erfahrungsberichte von Nutzern hier, dass mit dem Wechsel zu jenen Anbietern die Probleme verschwinden.

DoedelFIX schrieb:
Jeder Anbieter hat in gewissen Regionen seine Vor- und Nachteile.
Wobei ich lieber +4 ms Mindestlatenz habe als andauernde Paketverluste und Absenkung der Bandbreite auf wenige Mbit/s zu gewissen Zielen.
 
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