Von Real auf Gym

Ich muss wohl verpasst haben das man für das allgemeine Abi die 2 Fremdsprache abgeschafft hat. Das alleine ist schon eine Herausforderung meiner Ansicht nach.
 
Zweite Fremdsprache für's Abi? Muss ein anderes Bundesland gewesen sein.
Bei mir galt nur:
4 Hauptfächer: Mathe, Deutsch, eine Naturwissenschaft (Bio, Chemie, Physik, später kam auch Informatik dazu), eine Fremdsprache (Englisch, Französisch...), ein künstlerisches Fach (Musik, Kunst)
Und dann noch einige beliebige Nebenfächer. Die Anzahl habe ich aber vergessen. Ich glaub, man musste insgesamt auf 7 Fächer kommen.

Das meiste war stupides Auswendiglernen. Bio ist da das Paradebeispiel. Da man dort nicht viel Praxis machen kann, wurden wir mit Stoff vollgeschüttet, den der Ottonormalverbraucher nicht kennen muss. Das ging bis runter auf die DNS-Replikation und Aufbau und Funktion von Zellorganellen. Wer Mediziner oder Biologe werden will, der kann das brauchen, der Rest der Menschheit kommt aber auch gut ohne dieses Wissen aus. ;)
So zieht es sich aber durch das ganze Gymme. In Deutsch haben wir bspw. nur noch irgendwelche Jahrhunderte alte Bücher gelesen. Die dann auch noch interpretiert werden mussten. Und darin war ich einfach schlecht. Mir hat sich nie erschlossen, was die Autoren einem damals wirklich sagen wollten. Die Neuhochdeutsche Sprache hat es auch nicht einfacher gemacht. Ach, was habe ich das alles gehasst. ^^
 
Bookstar schrieb:
Wenn man faul ist, schafft man das Gymnasium einfach nicht.

Ich lache lauthals. Man sollte das System verstehen, aber wenn man es richtig macht, geht der Aufwand – ziemlich wortwörtlich – gegen 0.
Ich bin eine der faulsten Personen auf Erden. Ich war in meiner gesamten Oberstufe den Großteil der Zeit nicht einmal physisch anwesend (geschweige denn geistig, lol). Mein Rat: Genießt die Schulzeit, faulenzt, soweit ihr es euch leisten könnt (oder macht was sinnvolles wie nebenher Sprachen lernen, das ist immer nützlich, und wenn es nur das Hirn trainiert), nach dem Schulabschluss kräht eh kein Hahn. (Bayern, so am Rande bemerkt, nicht irgendein Bundesland, wo man das Abi nachgeworfen bekommt)

ML95 schrieb:
Das Abi kann ein Arsch voll Arbeit sein. Das hängt wie gesagt vom Talent, vom Anspruch an die eigene Leistung, etc. pp. ab.

In erster Linie hängt das mit der „Systemkompatibilität“ und dem Glück mit Lehrern zusammen.

Paradox.13te schrieb:
Ich muss wohl verpasst haben das man für das allgemeine Abi die 2 Fremdsprache abgeschafft hat. Das alleine ist schon eine Herausforderung meiner Ansicht nach.

Je mehr neue Fremdsprachen man hat, desto leichter ist es, da keine Altlasten durch vorige Faulheit. Meine 4. Spätbeginnende Fremdsprache war das leichteste Abifach, einfach weil die Anforderungen so ungemein niedrig sind und man von 0 anfängt.
 
kisser schrieb:
Gerade in den naturwissenschaftliche Fächern gibt es keinen Stoff, den man nicht mehr braucht. Am besten vergisst man da überhaupt nichts mehr, weil neuer Stoff immer auf vorhandenem Wissen (alter Stoff) aufbaut.

Zu Chemie kann ich nichts sagen, das hab ich nach der Mittelstufe abgewählt, aber in Biologie war es vollkommen egal, ob man noch etwas behält oder nicht, weil die Themen nacheinander abgearbeitet wurden und nichts miteinander zu tun hatten. Einzig in Physik ist auf lange Sicht bei mir noch nennenswertes und brauchbares Wissen hängen geblieben, was aber wohl eher daran liegt, dass ich Physik zumindest meistens auch einigermaßen interessant fand, ergo viel mehr Zeit da reingesteckt habe. Für die Klausuren war das aber trotzdem nicht nötig, wird ja nicht zweimal der gleiche Stoff abgefragt.
 
@Dish
die wichtigste Information hast du uns ja leider nicht mitgegeben und die ist in welchem Bundesland du dich befindest.
Zumindest in BaWü gibts für MINT noch optionen wie Berufliche Gymnasien.


Paradox.13te schrieb:
Ich muss wohl verpasst haben das man für das allgemeine Abi die 2 Fremdsprache abgeschafft hat. Das alleine ist schon eine Herausforderung meiner Ansicht nach.

Oh ja, die drei Jahre französisch waren zum kotzen. Obwohl, nachdem der erste Lehrer nimmer wollte, hat die zweite den Aufwand auf unsere Motivation angepasst. Somit hat man irgendwie seine 5 Punkte zusammenbekommen und das fach irgendwie abgeschlossen :D
 
Zehkul schrieb:
Ich lache lauthals. Man sollte das System verstehen, aber wenn man es richtig macht, geht der Aufwand – ziemlich wortwörtlich – gegen 0.
Ich bin eine der faulsten Personen auf Erden. Ich war in meiner gesamten Oberstufe den Großteil der Zeit nicht einmal physisch anwesend (geschweige denn geistig, lol). Mein Rat: Genießt die Schulzeit, faulenzt, soweit ihr es euch leisten könnt (oder macht was sinnvolles wie nebenher Sprachen lernen, das ist immer nützlich, und wenn es nur das Hirn trainiert), nach dem Schulabschluss kräht eh kein Hahn. (Bayern, so am Rande bemerkt, nicht irgendein Bundesland, wo man das Abi nachgeworfen bekommt)


Genau sowas finde ich schade. Du kannst doch nicht die Schüler zu faulenzen aufrufen! Der Schulabschluss hat nach der ersten beruflichen Qualifikation, sprich Ausbildung oder Studium, natürlich einen stark untergeordneten bis teils gar keinen Stellenwert mehr.
Aber überlege doch mal etwas weiter: Wofür ist der Schulabschluss wichtig? Um einen solchen Ausbildungs- bzw. Studienplatz überhaupt erst einmal zu bekommen.
Nachdem der doppelte Abijahrgang jetzt erstmal durch ist, wird sich insb. die Lage mit den NCs wieder etwas entspannen, aber viel wird sich da nicht tun.

Und Du rufst die Leute zum rumgammeln auf. Also mal im Ernst, schalt vorher mal bitte Deinen Kopf ein. :rolleyes:
 
Bei uns auf der Gesamtschule wurde gesagt, dass es nicht ungewöhnlich ist im ersten Jahr 2 Noten zu sinken, das seie Normal.
Abitur ist im Grunde viel zuhause lernen und formalien einstudieren...

Ich hatte nen Schnitt von 2,2 (Gesamtschule / Real).
Ende ersten halbjahres im Abitur hatte ich 3,1.

Das einzige was Zählt, ist ein gutes Bewerbungs/Endzeugnis... Das erste jahr ist eh zum schnuppern.
Ob du danach abbrichst oder weiter machst, ist dein Bier.


Nachdem ich ein halbes jahr reingeschaut habe, habe ich festgestellt, dass es den "Stress" nicht Wert ist.
Mich macht nicht der Stoff fertig sondern das ganze drum herum. Schule finde ich zum... :kotz:

Fühle mich hier auf der Arbeit vieeeel wohler.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also ich sehe darin überhaupt kein Problem darin, dass du das Abitur nicht schaffst. Ich habe selber die Erfahrung gemacht, dass einem ein gute mündliche Mitarbeit einen relativ großen Teil der Lernarbeit direkt vor Klausuren erspart. Im Abitur habe ich für Klausuren höchstens 2 Tage vorher gelernt.
Für die Abiklausuren selber war das Aufwendigste in den 5 Prüfungsfächern(Mathe, Physik, Bio, Englisch, Geschichte) die Zusammenfassungen zu schreiben. Für das anschließende Lernen habe ich auch nicht mehr so viel Zeit investiert.

Ich hätte damals fast keine "Gymnasium-Empfehlung" bekommen da ich zwar in Englisch den A-Kurs belegt habe aber in Mathe nur den B-Kurs und auch hier hatte ich nur eine drei. Trotzdem hatte sich meine Klassenlehrerin dafür eingesetzt dass ich eine "Gymnasium-Empfehlung" bekomme.

Mein Schnitt war bis zu 11. Klasse immer bei ~3,0. Vorallem hatte ich bis zu 11. Klasse keine wirklich guten Noten in Französisch und Mathe. Im ersten Halbjahr der 12. Klasse war meine Note dann bei 2,4 und im zweiten Halbjahr der 13. Klasse bei 1,9. Meine Abinote lag dann an Ende bei 2,4. Ist nicht die Beste, war aber auch egal da mein Wunschstudiengang keinen NC hatte.

Probier es, streng dich ein bisschen an und dann packst du das auch!;)
 
Zehkul schrieb:

Jeder sollte selbst interpretieren können, was für einen Sinnvoll ist.

Allerdings ist wohl gut die Hälfte dazu nicht im Stande.
Da wird nur gemacht was Mama denkt und Papa sagt...
Einzige was zählt sind Zahlen auf einem stück Papier, nur das definiert den Wert eines Menschen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator: (überflüssiges Zitat entfernt!)
Dish schrieb:
@DukeNukem Ich komme aus Hessen.

Dann kann ich dir leider nicht weiterhelfen.
Ich selbst war nämlich in baWü auf nem Technischen Gymnasium mit Informationstechnik als Vertiefung. Da waren dann gottseidank alle "unnötigen" Facher wie Musik, Kunst und Bio weg :D
Auch hab ich danach ein ganz normales Abitur ohne irgendwelche Einschränkungen erhalten. Je nachdem in welchen technischen Bereich du rein willst, würde ich mich mal schlaumachen, ob es sowas auch in Hessen gibt.
 
Snooty schrieb:
Wie wär's mit der Fachoberschule? Da hättest du nach einem Jahr die Fachhochschulreife - damit kannst du an jeder FH studieren; nach zwei Jahren die fachgebundene/allgemeine Hochschulreife für die Uni.

Nach 2 Jahren wenn man direkt nach der Mittleren Reife die FOS besucht. Das erste Jahr ist eigentlich fast nur Praktikum. :)

Ich bin von der Realschule auf die Fachoberschule gewechselt nach der Realschule und bin sogar besser als vorher! Es ist nur eine Frage der Motivation, wie gut man letztlich in der Schule ist. Mit einem 1er-Schnitt in der Tasche und mit klarem Ziel vor den Augen, wird Gymnasium nicht viel schwieriger!
Viel Erfolg,
André :)
 
Zehkul schrieb:
Tue ich ja nicht. Ich sage macht was sinnvolles nebenher. Musik, Instrumente, Sprachen. Alles viel sinnvoller als ne Note besser in der Schule zu sein. :D

Da ist natürlich was dran. Kann einem viel im Leben geben. Nichtsdestotrotz finde ich persönlich, sollte man die Schule nicht zu sehr vernachlässigen. ;)
Ich wollte Dich übrigens nicht anfahren, aber es klang für mich wie ein allgemeiner Aufruf zum Nichtstun.

Beste Grüße und schöne Feiertage,

ML95
 
Dish schrieb:
Danke an alle !

Ich glaube das mit dem Gym wird schon werden. Dann muss ich nur noch überlegen, ob ich G8 oder G9 wählen soll, da muss ich mir auch nochmals die Vor/Nachteile ausmalen.

Wenn du dir einen Gefallen tuen willst, sollte du das G9 wählen.
Ich selbst befinde mich momentan in der zehnten Klasse eines sprachlichen, bayerischen (Zwangs)-G8-Gymnasiums und rege mich regelmäßig über die gekürzten Unterrichtsinhalten und -stunden auf.
Vor allem in den Naturwissenschaften und in der Mathematik merkt man stark, dass Themen oftmals nur angerissen werden können und oftmals nur unzulänglich besprochen werden. In den von mir belegten Sprachen ist dies zwar weniger deutlich, aber gerade für dich könnte so etwas ausschlaggebend sein.
Dennoch kann ich hier nur für sprachliche und naturwissenschaftlich-technologische Gymnasien in Bayern sprechen, in NRW z.B. sieht es ja wieder ganz anders aus.
 
Storm88 schrieb:
Erfahrung nicht, aber Empfehlung: Probier es. Entweder Du schaffst es, das Lernen zu lernen oder nicht. Wenn Du es schaffst, dann kannst Du deinen Studienweg gehen. Wenn nicht, dann hast Du 1 Jahr auf dem Gymnasium Erfahrungen gesammelt. Wenn Du es nicht probierst, machst Du dir später evtl Vorwürfe, dass Du es nicht geschafft hast. Ich würde es einfach probieren.

Das würde ich so unterschreiben!

Ich denke, man hat viel mehr Chacen mit einem besseren Bildungsgrad. Daher würde ich das erstmal immer empfehlen. Man weiß nie, wann einem ein geringerer Bildungsgrad mal im Weg sein wird.

Allerdings kenne ich niemanden, der den Wechsel von Realschule auf Gymnasium ohne Zeitverzug geschafft hätte. Von daher würde ich empfehlen, ein Jahr zusätzlich gleich von Anfang an einzukalkulieren.
 
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