Warum ist die maximale Temperatur von CPUs 60°C?

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Warum funktionieren eigentlich GPUs bei einer Temperatur von bis zu 105°C während Prozessoren schon bei ~60°C (zumindest die von AMD) abstürzen?
 
tun sie ja nicht...

Grundsätzlich hat das alles etwas mit den Herstellungsprozessen zu tun. Es gibt Militärische Prozessoren die in weitaus extremeren Bereichen arbeiten...
 
je nach CPU unterschiedlich, die alten P Mobile Chips vertragen sogar über 90 Grad. 60 Grad dürfte jede aktuelle CPU verkraften.
 
Also meine CPU stürtzt bei 90° noch nicht ab... Gut ist es auf jeden Fall nicht (Lange Zeit) Aber der Schutz löst ja erst bei 105° aus daher rechnet men auch das die CPU mal wärmer wird.
Standart Lüfter von Intel kühlen ja nicht auf unter 60° bei Volllast, da wird die CPU schon mal 80°
 
1. Eine GPU ist anderst aufgebaut wie eine CPU!
GPU x 100 Kerne à (z.B.)100Mhz Takt
CPU 2 - 6 Kerne à 2000 - 3500Mhz Takt
2. Vergleiche nie ne CPU mit ner GPU!
 
Intel darf auch wärmer werden als AMD, der Phenom2 darf maximal 63Grad warm werden.

In der Praxis gehen auch weit mehr Grad aber AMD garantiert bis zu 63 Grad eine reibungslose Ablauf.
 
Oh das wußte ich net. DAchte AMD hat für die ganze P2 Reihe 63 Grad gesagt. Die 63Grad betreffen das mind. den 955.
 
Vermute:
Die 60°C rum bei CPUs sind maximale Tcase, also außen am Heatspreader gemessen während die 105°C bei GPUs wirklich Tcore sind, also direkt auf dem Chip gemessen.
Meine CPU werkelt hier grad bei ca 70-75°C Tcore (Tjunction, also Grenzwert 100°C laut CoreTemp) während der Sensor für Tcase erst bei 55°C ist.

Unabhängig davon sollte man das nicht zu sehr ausreizen...
 
Desto höher die Spannung desto geringer die max. Temp.
Mit dem Takt hängt es jetzt glaub ich weniger zusammen.
 
Schaffe89 schrieb:
Desto höher die Spannung desto geringer die max. Temp.
Mit dem Takt hängt es jetzt glaub ich weniger zusammen.

Der Takt zählt da schon mit b.z.w. der Multiplikator, aber auf jeden Fall sehr viel geringer als die VCore.

Mal rein theoretisch, könnte man eine CPU wie auch immer genau man das macht, so hoch takten solange sie stabil läuft ohne sich abzuschalten ?

In meinem Fall könnte ich nur Multi runter und dafür FSB höher, was bei meinem 6000+ Windsor momentan mit 800er HT-Link 1000 RAM ergibt bei 2,5GHZ.

Die CPU läuft mit 1,050VCore und bleibt stabil mit maximum 47-48°C, da wäre also noch so einiges drinnen per FSB, ich müsste wohl nur dann wieder einen neuen Multi herausbekommen und den HT weiter runter machen sodass per übertaktetem FSB der RAM auf 1000 kommt sowie der HT.

Bis zu wieviel Volt verträgt ein Windsor 6000+ eigentlich, mein Bios gibt von sich aus 1,35 Volt ?

Gruß Dennis_50300
 
Für neuere CPUs habe ich was von maximal 10-15% über VID im Hinterkopf, wenn du aber bis zur VID noch so viel Luft hast kannst du ja erstmal Standardspannung anlegen und dann sehen wie weit du kommst. Wenn der maximale Takt gefunden ist kannst du dich an die geringstmögliche Spannung herantasten.

Ansonsten gibt's im OC-Bereich bestimmt auch ein Tutorial, wie man AMD-CPUs übertaktet, ich könnte momentan nur bei Intel C2D/C2Q ein klein wenig weiterhelfen...
 
Wenn ich mich richtig erinner,

hängt die max. temp. stark vom innenwiderstand einer cpu ab.

da dieser mit zunehmender temp. noch ansteigt, können selektierte,

teure mobile-cpus mit geringem elektrischem widerstand

auch für höhere temperaturen spezifiziert werden,

ohne daß es die leiterbahnen zerreisst.

- warum aber fast alle gpus 20° mehr als cpus abkönnen, ist aber tatsächlich eine interessante frage.
 
Nick.Name schrieb:
Wenn ich mich richtig erinner,

hängt die max. temp. stark vom innenwiderstand einer cpu ab.

da dieser mit zunehmender temp. noch ansteigt, können selektierte,

teure mobile-cpus mit geringem elektrischem widerstand

auch für höhere temperaturen spezifiziert werden,

ohne daß es die leiterbahnen zerreisst.

- warum aber fast alle gpus 20° mehr als cpus abkönnen, ist aber tatsächlich eine interessante frage.

Hehe, jetzt geht's an's Eingemachte :D, mich interessiert es aber auch warum GPU's sehr viel mehr abkönnen als CPU's.

Eventuell liegt es aber auch einfach dem ganz anderen Aufbau des Prozessor's, also allgemein ebend wegen dem Verwendungszweck.

Ich habe mir schon desöfteren so gedacht, wenn dieses GPU-Computing ausgereifter wäre :evillol:, müsste man nicht mehr umbedingt eine teure Highend CPU kaufen damit der Rechner richtig abgeht.

Rein theoretisch soweit ich das verstanden habe legt ja DX11 den Grundbaustein dafür, es fehlt wohl nurnoch an einem Treiber der anstatt auf der CPU dann passend auf der GPU rechnen lässt oder noch besser beide richtig schön ausreizt.

Was heißen soll, wenn die CPU schon auf 100% rennt und der Rechner sogesehen CPUmässig auf Volllast läuft er die GPU noch heranziehen kann solange sie nicht auch voll ausgelastet ist.

Ich könnte mir vorstellen das man dann nurnoch in eine Graka ein wenig investieren müsste und Board u.s.w. an der CPU aber sparen könnte :freak:

Eine Lame.exe wäre z.B. total geil die die CPU und die GPU nutzt, dann würde das V-0 von Audio CD's in mp3 richtig geil abgehen.

Gruß Dennis_50300
 
cpu und gpu unterscheiden sich in der zusammensetzung der siliziumverbindung ... deswegen vertragen sie unterschiedliche temps ...

aktuelle intelprozessoren benutzen mit kupfer gestrecktes silzium .. (seit p4) .. falls du dazu mehr suchst
das thema dazu: high-k-dielektrikum

der unterschied zwischen einer desktop x86 cpu und einer grafik cpu:

x86 (bzw 64) ist eine technische grundlage .. eine zusammenfassung von befehlen schritten und gibt die verwaltung von registern und speicher vor .. deswegen funtioniert z.b. windows sowohl auf intel als auch af amd obwohl die technick und herstellung der cpus komplett verschieden ist ... dennoch arbeiten beide cpus nach dem selbem prinziep ..
was eine cpu so teuer macht ist deren cache .. der ist höllich schnell und muss sehr gut strukturiert sein (bei einer grafikkarte hat jede mini cpu sein eigenes bissl cache, wenn überhaupt)


selbiges ist open gl und direct3d (bzw directx) für die grafikkarten .. mit einem wesentlichem unterschied .. grafik karten haben zum teil komplett andere architekturen .. sind hochspezialisiert auf räumliche berechnungen, weshalb sie zwar im vergleich massig rechenpower haben, diese aber für andere zwecke nur schwer einsetzbar ist

einen groben überblick dazu kannst du in wikipedia nachlesen ...
 
Zuletzt bearbeitet:
@Dennis:
So einfach wird das allerdings nicht gehen.

Eine CPU enthält wenige relativ komplexe Rechenwerke mit allerhand Funktionseinheiten um sehr universell einsetzbar zu sein, eine GPU hingegen enthält viele einfache Rechenwerke, die fast nichts können, das aber, durch schiere Masse und Parallelisierung, recht schnell.
Hätte jede Shadereinheit der GPU die Komplexität eines CPU-Kernes wäre der Chip massivst größer, viel teurer, würde Strom fressen ohne Ende,... Das ist nicht Sinn der Sache.

Wo es gut möglich ist macht eine Auslagerung auf die GPU aber schon Sinn, beispielsweise solch strunzhohles BruteForce-Rechnen um das Ausgangs-Datum zu einem Hash zu finden. Das sind immer gleiche Operationen mit wechselnden Eingangsdaten, ob man da nun an einem oder an einigen Hundert Hashes gleichzeitig rechnet ist recht egal, da die Berechnungen nicht voneinander abhängig sind.
Software hingegen ist meist nicht dermaßen multi-threaded, dass es ansatzweise lohnen würde, da dort wieder ein CPU-Kern durch die Taktfrequenz punktet (die Shader laufen mit ca 1-1,5GHz, CPUs takten ja doch höher).
 
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