@Leandro0057:
So wie ich das verstanden habe, hast Du wenig Ahnung von Computern und wünscht Dir einfach nur, dass alles ordentlich läuft.
Muss auch gar nicht die höchste Qualitätsstufe sein, Hauptsache es läuft und ruckelt nicht.
Dein System sollte eigentlich für fast alle gängigen Titel in der FullHD-Auflösung und Mittlere bis hohe Details ausreichen.
Ausnahmen gibt es immer.
Aber nicht die von Dir genannten Spiele.
Den einzigen Schwachpunkt, den ich an Deinem System erkennen kann ist die Magnetfestplatte.
Man muss es einfach mal so sagen.
Windows 10 legt durch Updates den Rechner lahm, wenn noch eine HDD verbaut ist.
Soll heißen Programme, die auf der HDD liegen lassen sich nicht laden oder vernünftig bedienen, solange ein Update durchgeführt wird oder Suchindizes neu angelegt werden.
In einem modernen Spiele-PC gehören alle Programme auf eine SSD.
Eine HDD kann nur noch als Backup-Lösung oder Datenlager für Urlaubsfotos oder Musik sinnvoll verwendet werden.
Eine 480 GB SSD bekommst Du ab rund 40 Euro.
Das wäre aus meiner Sicht eine sinnvolle Investition.
Eine neue Graphikkarte brauchst Du aktuell nicht.
Ob das RAM im Dual- oder Single Channel läuft ist auch egal.
Aber Du kannst ein paar Dinge prüfen.
1. RAM checken:
Dafür das Tool "CPU-Z" vom Hersteller CPUID herunterladen und auf dem Reiter "Memory" schauen, ob in dem Feld "Channel #" der Wert "Dual" steht.
Falls JA, dann ist alles in Ordnung.
Intel CPUs können mit unterschiedlich großen RAM-Modulen umgehen und trotzdem im Dual-Channel-Modus laufen.
Warum ist das wichtig?
Im Dual-Channel-Modus steht der CPU mehr Speicherbandbreite zur Verfügung.
In CPU-limitierten Spielszenen kommt es zu weniger Rucklern und der Wert der minimalen Bilder pro Sekunde ist unter Umständen höher.
CPU-Z gibt es auch als Portable Version ohne Installation.
2. Temperaturen und Taktfrequenzen checken (1):
Dafür ist das Tool "HWMonitor" ebenfalls vom Hersteller CPUID zu empfehlen.
Einfach mal HWMonitor starten, eine Runde spielen (min. 30 Minuten) und dann auf das Tool schauen, wie die maximalen Temperaturen aussahen.
Gibt eine eigene Spalte dafür gestaffelt nach der verbauten Hardware (CPU, GPU, SSD, HDD, ...).
Grobe Richtwerte:
CPU nicht über 90° C besser unter 75° C
GPU nicht über 90° C
SSDs und HDDs nicht über 50° C
Dann ist alles in Ordnung.
3. Temperaturen und Taktfrequenzen checken (2):
HWMonitor zeigt nur Extremwerte aber keinen zeitlichen Verlauf.
Es könnte ja sein, dass eine Komponente zu heiß wurde und die Taktfrequenzen während des Spiels gesenkt hat, was wieder zu Rucklern führt.
Dafür einfach das Tool "MSI Afterburner" herunterladen und im Hintergrund während des Spiels mitlaufen lassen.
Den Graphen auf der Oberfläche des Afterburners kann man durch Doppelklick abkoppeln und groß machen.
Dann kann man sich den zeitlichen Verlauf der Temperaturen und Taktfrequenzen ansehen.
Wenn die fps runter gehen (= Ruckler) dann einen Blick auf die Taktraten und Temperaturen in dem Moment richten.
4. Alle Windows-Updates manuell checken:
Windows Updates, aber auch Updates anderer Software kann stören und zu ungewollter Systemlast führen.
Daher einfach mal per Hand nach Updates suchen und durchführen.
Windows-Update kannst Du starten, indem Du auf die "Start"-Taste drückst und dann auf der Tastatur das Wort "Update" eintippst.
Dann schlägt Dir die Windows-Suche den passenden Menüeintrag "Nach Updates suchen" vor.
Einfach drauf klicken und anschließend im folgenden Dialog auf den Button "Nach Updates suchen" klicken.
5. Treiber der Graphikkarte aktualisieren:
Das ist immer wichtig, halbwegs aktuelle Treiber zu haben, da die Hersteller Fehler bei neuen Spielen beheben oder mehr Leistung für neu erschienene Spiele ermöglichen.
6. Ruckler im Spiel minimieren:
Ruckler (frame drops) und Bildabrisse (tearing) im Spiel werden als störend empfunden.
Erstere kommen durch unrunde Frameverläufe und stark schwankende Frameraten zustande.
Letztere durch fehlende Synchronisation zwischen Graphikkarte und Bildschirm.
Eine einfache Möglichkeit, das zu verhindern, ist, VSync im Treibermenü der Graphikkarte zu aktivieren.
Für einen schnellen Test, ist das vollkommen in Ordnung.
Wenn das hilft und Du gefühlt ein runderes Bild hast, dann können wir weiter an dem Thema arbeiten.
VSync glättet zwar die Bildausgabe, aber es erzeugt ein für manche Menschen fühlbares Input-Lag (Eingabeverzögerung).
Dafür gibt es aber auch Lösungen (Framelimiter, G- und Free-, bzw. Adaptive Sync)
Probiere "VSync an" im Spielemenü oder dem Treibermenü der Graphikkarte einfach mal pauschal aus und berichte von Deinen Eindrücken.
7. Während des Spiels alle anderen Programme schließen:
Insbesondere Browser verbrauchen enorm viel Arbeitsspeicher.
Also alles schließen und nur das Spiel starten.
8. Virenscanner:
Was benutzt Du an Sicherheitssoftware?
Manche Virenscanner bremsen das System.
Viele Anwender fahren mit der Standardsoftware von Windows ausreichend gut (Windows Defender und Firewall).
Das heißt, die haben keine extra Software installiert.
9. Wie bist Du an das Internet angeschlossen?
Du hast Fortnite erwähnt.
Bei Internetspielen ist eine schnelle Anbindung und einer geringer Ping wichtig.
Wenn Dein Rechner per WLAN oder DLAN mit dem Router verbunden ist und Dein DSL-Anschluss auch lahm ist, hast Du verloren.
10. Wer hat Deinen Rechner zusammengebaut?
Vielleicht kennst Du jemanden, der ein wenig Ahnung von der Materie hat, der mal auf Dein System drauf schauen kann?